23.02. 2016 Gibraltar

Nach einem kurzen Frühstück geht es beizeiten los: schließlich geht es ja heute nach England – zur britschen Kronkolonie Gibraltar! 10 Minuten Fußweg von unserem Stellplatz und schon sind wir am Zoll, kommen schnell durch, holen uns einen kostenlosen Stadtplan und steigen dann gleich in den Stadtbus ein, um ins Zentrum und dann weiter zum Europaplatz, der ganz am Ende von Gibraltar (30.000 Einwohner) zu kommen. Wir sind noch fast die ersten dort und begeistert – nicht nur vom Leuchtturm, sondern auch davon, dass wir die Küste Afrikas mit dem bloßen Auge erkennen können – Riesenfrachter ziehen hier durch die berühmte „Straße von Gibraltar“: schon ein tolles Gefühl, hier stehen zu können!

Leuchtturm am Europapunkt
Leuchtturm am Europapunkt
...ist das wirklich schon Afrika ???
…ist das wirklich schon Afrika ???
Moschee am Europa-Punkt
Moschee am Europa-Punkt

Und so „feiern“ wir dieses Highlight gleich mit einem typisch englischen breakfast: Tee, dicke Bohnen, Wurst, Spiegelei und Toast – einfach lecker! Wir sitzen in der Sonne und lassen es uns so richtig gut gehen.

So lässt es sich leben...
So lässt es sich leben…

Erst nach 1,5 Stunden brechen wir dann auf und wollen mal zum Affenfelsen schauen. Ein Weg führt uns hinauf und dann beginnt der Nationalpark, in den „Walkers“ (die wir ja heute sind) für einen Euro Eintritt kommen. Wir wählen einen besonders schönen Wanderweg rund um den Felsen: es geht hoch und runter, die Kondition ist gefragt – und es gibt wunderschöne Ausblicke. Über uns Schwärme von Möwen, die kreischen – unter uns das Meer, auf dem Weg blühende und duftende Blumen aller Art. Ist das herrlich!

Gibraltar_5_Blog

Gibraltar_Affenfelsen_Blog

Einzigartige Wanderung um den Felsen von Gibraltar
Einzigartige Wanderung um den Felsen von Gibraltar

Da die Seilbahn, die hier hochfährt heute außer Betrieb ist, sind wir für uns: nur ein paar Geländewagen begegnen uns, die die Besucher auf den geteerten Wegen durch den Park fahren und sie an den Aussichtspunkten aussteigen lassen.

Der Felsen ist rund 3km breit und wir durchwandern ihn in seiner ganzen Breite und Länge. In der Mitte begegnen uns überall die berühmten Affen von Gibraltar. Süß!

Einer der berühmten Affen
Einer der berühmten Affen

Wir haben von oben Rundum-Blicke: sehen die „City“ von Gibraltar von oben, den Hafen, den spanischen Grenzort Linea (da wo auch unser Wohnmobil steht), die Küste gegenüber (Algeciras), auf der anderen Seite die endlos langen Sandstrände der Costa del Sol. Und wir sehen den Flughafen von Gibraltar! Er ist was ganz Besonderes: nicht nur dass er der Gefährlichste in Europa sein soll (wegen der Winde; den Industrieanlagen in Gibraltar am Flughafen und wegen der Autostraße, die die Landebahn kreuzt! Wenn ein Flieger kommt (aber es kommen und gehen nur täglich 6 Flieger) wird die Straße nach Gibraltar gesperrt: erst für die Fußgänger, dann für die Krafträder, dann für die Autos. Dann kommt ein Reinigungsfahrzeug und „putzt“ die Landebahn – und das Flugzeug (aus England) kann landen. Es rollt ans Terminal und dann rollt der Autoverkehr auch wieder,… Ich hatte im Internet geschaut, wann ein Flugzeug landen wird und so konnten wir alles von unserem Aussichtspunkt aus beobachten und fotografieren.

Gibraltar_Flughafen_Blog

Das war wieder ein Stück Freiheit, durch diesen Zusatzvertrag immer aufs Internet, auf Emails, auf WhatsApp und Threema Zugriff zu haben: wie daheim – hatten mich früher die Zusatzkosten davon abgehalten, fühlte ich mich jetzt durch diese Möglichkeit, schnell was nachschauen zu können, sehr,  sehr frei. Das ist – für mich – sinnvoll investiertes Geld.

Wir stiegen dann in die Stadt hinab, schlenderten durch die Fußgängerzone und ließen uns in einem Lokal nieder, das auch Fish and Chips anbot. Wir teilten uns eine Portion, dazu gab es ein dunkles Bier und danach noch Apple Pie.

Irish Pub in Gibraltar
Irish Pub in Gibraltar

Eine heimelige Atmosphäre war hier drin und wir genossen alles in vollen Zügen, bevor es dann wieder zu Fuß (!  ;-)) nach Spanien ging.

2 Gedanken zu „23.02. 2016 Gibraltar“

  1. Wir haben heute den 10. April und ich bin endlich (mit dem Lesen) auch in Gibraltar angekommen.
    Während unserer Mittelmeer-Kanaren-Kreuzfahrt vor Jahren haben wir auch in Gibraltar angelegt und haben einen Tag Great Britain im Schnelldurchgang gemacht.
    Mangels Zeit war uns der Fußweg um den Felsen verwehrt und die berühmten Affen haben sich versteckt. Aber auch wir blieben von den Seilbahn-Touristen verschont, weil diese auch an unserem Besuchstag wegen eines Defekts nicht lief.
    Ein besonderes Highlight für uns war allerdings ein Foto eines vor Gibraltar liegenden Flüssiggastankers, auf welchem, was wir aber erst nachträglich bestätigt bekamen, Ellis Nichte als erster Offizier fuhr/festlag.
    Und auch wir hatten das Erlebnis eines landenden Flugzeugs, für welches die Straßenverbindung nach Spanien gesperrt wurde.

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