30.03.2016 Pobra – Fisterra (200 km)

Da es fast immer noch wie aus Kübeln schüttet, lassen wir es getrost ruhig angehen, obwohl wir ja heute noch nach Fisterra kommen wollen. Während einer Regenpause geh ich noch kurz ins Städtchen und auf den Markt und besorge da ein paar Churros. Schmecken gar nicht schlecht,…..

Unser nächstes Ziel, das auf unserem Weg liegt, sind die Dolmen de Axeitos. Diese liegen idyllisch in einem Eichenhain. Es sind sieben Steine, die leicht nach innen geneigt, im Kreis aufgestellt sind und auf denen ein gewaltiger Monolith liegt.

Weiter geht es zu einer Riesendüne, die nicht nur sehr hoch, sondern auch sehr breit ist. Diese Düne darf auf keinen Fall bestiegen werden. Es drohen horrende Strafen. Sie liegt in einem Küstengebiet mit kleineren Seen, Sümpfen und natürlich Stränden. Als wir die 800 Meter von der Düne zurück zum Wohnmobil laufen, werden wir klatschnass. Ein tolles Gefühl, nicht wahr? 😳
Den Aussichtspunkt, den unser Wohnmobil-Führer noch empfiehlt, können wir bei dem jetzigen Wetter getrost auslassen.
Wir passieren hübsche Streckenabschnitte mit vielen Bergen, viel Wald, natürlich Meer und hübschen Stränden (teilweise mit Süßwasserseen dahinter) und kleine Ortschaften.
Auch an einer keltischen Siedlung kommen wir vorbei.
Aber dann kommt für mich das Highlight des Tages: der Playa Boca do Rio bei Carnota, ca. 30 km vor Fisterra.
Ein wunderschöner malerischer Strand mit Dünen und mit großen Granitkugeln (zum Klettern) darauf und davor zwei Lagunen. Sieht das schön aus, ich bin ganz begeistert. Trotz Regen bin ich draußen und schaue mir alles an. Und dabei treffe ich ein nettes spanisches Pärchen – er unterhält sich auf englisch mit mir, erzählt mir von den Schönheiten seines Landes (Galizien) und ist ganz stolz darauf, auch wenn das Wetter selbst im Sommer so unbeständig sei.
Peter hat – ihr könnt es euch denken – in der Zwischenzeit schon ein Käffchen bereitet, das wir uns vor der Weiterreise noch schmecken lassen.
Und dann kommt ganz unerwartet etwas später ein weiteres Highlight: ein herrlicher Sandstrandbogen mit dem Wegweiser zu einem Aussichtspunkt. Peter will mich überraschen – und das ist gelungen. Wir sehen hinter einem Hafenbecken, wie sich gewaltige Wassermassen den Berg hinabstürzen. Und zwar mit solch einer Wucht, das ist gigantisch, so was haben wir noch nicht mal in Norwegen in der Dimension gesehen. Da muss der Regen der vergangenen Tage mit beteiligt gewesen sein. Ein Bild dazu folgt natürlich auch noch.
Und dann ging die Straße steil bergauf, sehr steil. Toll sah das aus, aber nach einem Kilometer haben die Räder des Wohnmobils dann auch auf Grund der regennassen Fahrbahn durchgedreht. 😁
Da half nur noch rückwärts wieder den Berg langsam hinunter, zum Umdrehen gab es keinen Platz. Nur gut, dass uns da keiner entgegen kam. Ist schon spannend mit uns – und wird nie langweilig,…… 😉
Die Landschaft wird immer noch interessanter und abwechslungsreicher, finde ich.
In Fisterra fanden wir am Anfang des Ortes gleich einen sehr schönen Wohnmobil-Platz (5€/Nacht) mit einem wunderbaren Blick aufs Meer und auf die Strecke, die wir gerade am Meer entlang gefahren waren.
Wir sind noch kurz ins Städtchen gegangen und fanden es herrlich gemütlich.
Das Kap nehmen wir uns für den nächsten Morgen vor, denn da soll ja laut Wetter App schönes Wetter sein.

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