09.04.2016 Roses – Vias (250 km)

Es geht weiter – durch die bergige Halbinsel hindurch in ein sehr bekanntes Dörfchen am Ende dieser Halbinsel: nach Cadaques. Das soll besonders schön sein. Und das stimmt! Ein Bilderbuch-Dorf in einer Meeresbucht mit weißen Häusern, einer kleinen Kirche mitten auf einer Anhöhe, einem kleinen Hafen, vielen Lokalen, einem kleinen Markt – echt hübsch. Wir parken außerhalb (kostenfrei) in Portlligat, dem Fischerdörfchen, in dem Salvadore Dali lebte. Sein Haus kann besichtigt werden und natürlich wollte ich auch gleich Eintrittskarten kaufen. Leichter gesagt als getan! Für den heutigen Tag waren alle Führungen bereits ausverkauft und -so sagte man mir – ich könne bzw. sollte es nochmals in 20 Minuten versuchen, ob noch eine Karte zu haben sei. Ich schöpfte Hoffnung und wir warteten. Aber auch 20 Minuten später wurde ich wieder vertröstet.
So starten wir dann erst mal in den Ort Cadaques, der nur zehn Minuten zu Fuß entfernt ist und genießen die Atmosphäre in dem Ort – natürlich am Wasser und heute mal mit unserem mitgebrachten Vesper. Herrlich! Auf dem
Rückweg versuchen wir bei Herrn Dali nochmals unser Glück, aber wieder heißt es, wir sollten warten.
Das ist aber nicht so unser Ding 😉, und so kaufe ich mir statt des stattlichen Eintrittsgelds ins Museum lieber ein Buch, in dem Dalis Kunstwerke sogar noch erklärt sind. Ich erinnere mich dabei noch an die 12. und 13. Klasse im Gymnasium, Grundkurs „Kunst“. Manche seiner Bilder kommen mir schon noch etwas bekannt vor,……

Wir finden dann noch ein wunderschönes Plätzchen zum
Kaffeetrinken, natürlich wieder am Wasser und in der Sonne: Peter macht kurz im
Wohnmobil Kaffee und dazu gibt es ein paar Nusskekse, die wir uns in der Bäckerei in Cadaques noch besorgt hatten.
Dann geht es gemütlich weiter, auf relativ enger Straße hoch und runter (gut, dass jetzt außer vielen Motorrad-Fahrern noch nicht soviel Verkehr ist), durch einige kleine Örtchen hindurch, oft mit einem Blick auf die immer noch verschneiten Pyrenäen und schwupp-di-wupp sind wir an der Grenze – Frankreich hat uns wieder! Und damit vor allem DIE Strecke, die wir vor knapp zwei Monaten wegen eines LKW-Unfalls nicht fahren konnten (siehe unser Bericht Tag 3 und 4: 16. und 17.2.) Dieses Mal klappt alles bestens – ist ja nun auch bereits der 3. Anlauf! 😉
Wer Eisenbahn-Fan ist, dem sei noch der spanische Ort Portbou kurz vor der Grenze ans Herz gelegt: hier gibt es eine gewaltige Bahnanlage (Foto folgt auch). Seit 1929 existiert sie, weil wegen der größeren spanischen Spurbreite fast alle Züge gewechselt werden müssen.
Es war dann gegen 16.30 Uhr, als wir bei Perpignan waren (immer noch, wie bereits Mitte Februar waren die Berge der Pyrenäen schneebedeckt) und sahen, dass es auch bis Narbonne und Beziers nicht mehr weit war, so dass wir uns beide – fast gleichzeitig – dafür entschieden, heute gleich noch nach Vias zu fahren. Wer es noch nicht weiß, auf dem Zeltplatz in Vias ( bei Beziers) verbrachten wir viele, viele Sommer mit unseren damals noch kleineren Kindern im Wohnwagen. Das ist wie ein Stückchen Heimat dort, für uns alle. Sogar noch für unsere nun schon erwachsenen Kinder.
Kurz nach 19.00 waren wir dann da – der Campingplatz hatte heute den 1.Tag offen – und fanden auch sofort einen wunderschönen Platz direkt am Meer.
Das musste  gefeiert werden und Peter löste gleich seine verlorene Wette ein und lud mich zum Essen (Pizza) ein. Lecker war es, ein wunderschöner Abend bzw. Tag! 😊

2 Gedanken zu „09.04.2016 Roses – Vias (250 km)“

  1. Hallo Marietta,
    ich hoffe du hast eine riesengroße Pizza bestellt und hast sie genossen, wir wissen ja alle, dass Peter nur sehr selten eine Wette verliert… 😉
    Liege Grüße und weiterhin schöne Tage!
    Mario mit Familie

    1. Na klar hab ich die größte Pizza bestellt, die es gab – und die ich essen konnte! Ich freu mich schon auf die nächste Wette,… 😉

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