Freitag, 16. September

Das Wetter sieht ganz gut aus, als wir aufwachen und so gehe ich schon mal zum Ticketschalter der Bergbahn. Leider kommen wir zu spät 😉 – für heute sind bereits alle Tickets verkauft! Wir können höchstens noch zu Fuß den Snowdon erklimmen: ca. 2,5 – 3 Stunden einfach, bräuchte man dazu, wird mir gesagt. Aber irgendwo in der Mitte sei ein Café. Na, das wäre doch was!
Doch just in dem Moment, als wir uns fertigmachen, kommt ein Regenguss herunter und so entscheiden wir uns um und sehen es als Art Zeichen: „Schottland ruft! Los geht es!“ Wir werden also ein Stückchen weiterfahren und heute mal die Landschaft vom Auto aus genießen!
Tolle Panoramen folgen: Seen, Bäche, saftig grüne Wiesen (kein Wunder, denn es regnet ja auch genug), Moorgebiete – einfach grandios, zudem die Sonne immer wieder hinter den Wolken hervorkommt und alles in ihrem wärmenden Licht anstrahlt.


Über enge Sträßchen geht es durch den Nationalpark mit herrlichen Aussichten nach Bala. Auch hier ist ein wunderschöner See, an dem wir Rast machen. Wäre es mir nicht so frisch (16 Grad), könnte ich mir hier sogar ein Kajak mieten.

Weiter geht es durch die Cambrian Mountains (hier sieht es dann wie im Allgäu aus: grüne Wiesen, hügelig – und Schafe über Schafe und sogar Fasane: wegen einem testen wir voll unsere Bremsen: er hat es geschafft! ;)) Richtung Wrexham und – dann hinein in den Verkehr: Stau folgt auf Stau (das ist man nach der Woche im einsamen Wales gar nicht mehr gewöhnt), unser Navi führt uns zwischen Liverpool und Manchester hindurch nach Warrington. Warum Warrington? Hier gibt es IKEA! Und ein englisches IKEA steht auch auf unserer „Wunschliste“. Am späten Nachmittag lassen wir uns nun da eine Suppe und ein Hühnchen mit Gemüse schmecken – und hinterher in gemütlichen Ohrensesseln natürlich Tee und Käsekuchen mit Beeren drauf! Und der war richtig lecker!!!!
Kein Wunder, dass viele der Engländer, denen wir so begegnen, recht „gut genährt“ sind: es gibt sehr viel Zucker überall, vorwiegend Torten mit Cremes, viel Sause, große Portionen (wir teilen sie uns meist). Mir gefällt es!
Erst nach 20:00 Uhr finden wir den Weg nach draußen und nach der TV-Sendung „Soko Leipzig“ starten wir weiter Richtung Norden zum nächsten Stellplatz, irgendwo kurz vor Preston (ca. 100km auf der Autobahn, auf der übrigens die Straßenbeleuchtung übrigens nur von Mitternacht bis 5:00 Uhr morgens ausgeschaltet ist.

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