Sonntag, 18. September

Heute wollen wir mit der berühmten Dampfeisenbahn (Steam Railway), die bereits seit 1875 verkehrt, ins Gebirge hineinfahren. Man kann mit ihr 7 Meilen (40 Minuten) gemütlich durch grüne Natur-Landschaften bis zum Fuß von Englands höchstem Berg, dem Scafell fahren. Wir lasen, dass man die Räder mitnehmen kann uns setzten das – als einzige des 10:25 Dampfzugs auch um. Der Zug war gut gefüllt und es war witzig, sich in den kleinen Abteilen durch die wunderschöne Landschaft, die wie eine Märchenlandschaft mit viel Wald und Farnen aussah, schaukeln zu lassen.


„Oben“ angekommen – wir dachten laut Plan eigentlich, dass „oben“ so an die 300 Höhenmeter bedeutete – aber weit gefehlt: grad mal 50 Höhenmeter waren wir OBEN! Schön war es trotzdem und auf den Schrecken (;-)) hin, tranken wir erst mal gemütlich ein Teechen. Auch ich, wohlgemerkt.
Dann setzten wir uns auf die Räder und fuhren mal los – es war eine kleine Straße hier (theoretisch hätten wir also auch per Auto kommen können) und wir fuhren immer weiter ins Gebirge hinein: kaum noch Menschen, dafür umso mehr Schafe (manche sahen aus wie „Dalmatiner Schafe“, waren gepunktet) und Landschaft. Echt schön!
In der Ferne entdeckte ich dann die Serpentinen zu dem berühmten Hardknott – Pass. Das sah ja interessant aus: eine Steigung von 30%! Wie sich das wohl anfühlte? Wir näherten uns einem kleinen Parkplatz, ließen da unsere Räder angeschlossen stehen und gingen bzw. stiegen zu Fuß weiter hoch: auf die 200 Meter schafften wir es bestimmt und kamen zu den Überresten eines alten römischen Forts, dem Hardknott Roman Fort, von dem aus man eine herrliche Sicht über das ganze Eskadale hatte. Dort drehten wir um (zum Pass hätten wir bestimmt noch eine Stunde gebraucht), da sich immer mehr Wolken zusammenballten. Die Strecke zur Dampfbahn, nach Dalegarth (Boot) schafften wir gut und dann entschieden wir uns die letzten 7 Meilen zum Campingplatz nach Ravenglass auch vollends mit den Rädern zurückzufahren. Und das wurde fast zur Tortur,…. Oh je! 😉
Wieder mal dachte ich ja, dass es nur den Berg vollends runtergeht – das tat es anfangs auch und wir kamen durch „Ortschaften“, die meist nichts anderes sind als ein großer Bauernhof – und zwischen Wohnhaus und Stallungen führt die „Straße“ quer durch den Hof. Gott sei Dank kamen uns nur wenige Autos entgegen oder überholten uns. Als wir dann aber die letzten zwei Meilen auf der „großen“ Straße fahren mussten, war mehr Verkehr und vor allem stand uns wieder eine Steigung von 7 % bevor. Da half mir nichts, als abzusteigen und zu schieben,… Nass vor Schweiß kamen wir gegen 16:00 auf dem Zeltplatz an und ich glaub, so habe ich mich noch nie auf eine Dusche gefreut wie heute,…. Herrlich wenn man wieder trocken ist! Den Abend verbrachten wir gemütlich am – PC! (um das Wifi zu nutzen) – und in der „Waschküche“, denn hier gab es sowohl eine Waschmaschine als auch einen Trockner. Leider dauerte das normale Waschprogramm hier 3 Stunden und der junge Mann, der nach uns waschen wollte, tat mir schon Leid, da er ewig warten musste – so kamen wir aber ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er zwei Wochen durch den Lake District zu Fuß unterwegs war.

Ein Gedanke zu „Sonntag, 18. September“

  1. HILFEEEE, da wurde ein Tag geklaut …
    Vom Samstag 17. September ging es gleich zum Sonntag 19. September. Und ich sitze hier (am 19. September, aber bei mir ist Montag ??) Also irgendwie bin ich jetzt total „neben dr Kapp“.

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