Montag, 26. September

Wieder wachen wir mit Sonne und Meerblick auf! Ist das herrlich! Und ja – ich werde auch wieder von Peter mit Frühstück verwöhnt!
Über Castletown und einen herrlichen Sandstrand (Dunnet Bay), der von hohen Dünen eingerahmt ist, kommen wir nach Thurso: hier gibt`s wieder einen Tesco und wir kaufen das Notwendigste ein.
Ca. 30 km weiter genießen wir schon wieder: eine herrliche Landschaft und viele Schafe (man riecht sie schon von Weitem ;-)) am Strathy Point! Auf Midges treffen wir heute auch, das sind die „schottischen Plagegeister“, die Mücken.


Und dann Bettyhill – wow! Die Landschaft wird immer grandioser: tolle Sandstrände, Sandbuchten, Moorlandschaften, Berge, Wälder – es sieht hier (entgegen der Ostküste) so richtig schottisch aus, so wie ich es mir vorgestellt habe!
Die Straßen – auch die Großen (auf der Karte mit „rot“ eingetragenen) sind recht eng, meist Single Track Roads: das sind einspurige Straßen mit vielen „passing places“ (Haltebuchten). Meist sieht man den Gegenverkehr und wartet dann in der Bucht oder der andere wartet. Man verständigt sich mit der Lichthupe, mit Blinklicht und grüßt und bedankt sich – so viel Handzeichen haben wir noch nie gegeben: aber es ist echt schön, auf diesen Straßen zu fahren; ist auch meist sehr gemütlich, da es nur langsam vorwärts geht.
Und wir sind froh, jetzt mit einem kleineren Wohnmobil (Kastenwagen) unterwegs zu sein: wir sind wendiger und auch daran, innen weniger Platz zu haben, haben wir uns gut gewöhnt. Das war für uns eine SUPER Entscheidung, uns zu verkleinern.
Begegnet man einem anderen Wohnmobil auf der Straße, ist es auch Usus, sich gegenseitig zu grüßen – so wie es auch Motorrad-Fahrer machen.
Kurz nach Bettyhill biegen wir dann Richtung Skerray ab: wir hoffen auf ein gutes Plätzchen am Meer, um nochmals Nordlichter sehen zu können. Und die 5 km haben sich gelohnt: wir stellen uns in eine Meeresbucht, gegenüber eines kleinen Hafens, haben einen herrlichen Blick aufs Meer und dürfen sogar die Anlagen des Privatcampingplatzes (auf dem zwei Wohnmobile stehen) von nebenan – also Wasser, Entleerung – nutzen. Nur das mit dem Handy-Empfang klappt erst nicht so, aber Peter findet eine Lösung!
Auch hier haben wir wieder eine nette Begegnung mit einem schottischen Ehepaar, die mir von ihren Reisen nach Norwegen erzählen. Überhaupt sind es auch all die Begegnungen mit den Menschen hier, die für mich, für uns auf den Reisen sehr wertvoll sind: man lernt den anderen und seine Mentalität etwas kennen – ist das nicht auch eine „Völkerverständigung“? Viele Briten berichten vom Austritt aus der EU, die Meisten sind darüber sehr traurig. Schön, dass man sich mit der englischen Sprache so einigermaßen „durchschlagen“ und verständlich machen kann.
Nach einem leckeren Essen (Fleisch und Salat) sitzen wir noch lange im Dunkeln im Wohnmobil, warten auf die Nordlichter – aber die lassen uns heute leider im Stich,…. Aber auch das Betrachten des einmaligen Sternenhimmels ist wunderschön.

2 Gedanken zu „Montag, 26. September“

  1. Suuper! In Schottland gibt es mobile Telefonzellen …
    Zum Glück sind wohl nicht allzu viele Touristen, welche die Telefontechnik als ihre eigene betrachten und mitnehmen :-))

    1. War lustig – nur auf dem Pfahl hatte das Handy Empfang. Und auch das nur, wenn es da lag. Musste man zum Telefonieren halt den Lautsprecher einschalten. Über diesen Tipp war ein Ehepaar, das auf dem kleinen Campingplatz war, sehr froh. Die waren schon ganz verzweifelt, keinen Empfang zu haben.

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