Montag, 17. Oktober

So langsam gewöhne ich mich ans Ausschlafen – erst kurz nach neun wache ich auf!
Nach dem Frühstück gehen wir ins Informations-Zentrum und gönnen uns den hohen Eintritt zum Hadrians Wall. Wir konnten dafür ja auch hier umsonst übernachten.
Der Hadrians Wall war ein römisches Grenzbefestigungssystem des britannischen Limes und bildet die 117 km lange Verbindung zwischen Newscastle und Solway Firth (zwischen der Irischen See und der Nordsee). Er wurde zwischen 122 und 128 n.Chr. zwecks Grenzkontrolle und Verteidigung erbaut und die Römer waren knapp 400 Jahre in Britannien. Es gibt hier einiges zur Geschichte des Walls zu lesen und auch einen interessanten Film. Dazu spazieren wir durch all die Überreste des Forts – der Blick, den die Römer da hatten, war wirklich einzigartig – zwar sahen sie kein Meer, aber eine herrliche hügelreiche Landschaft ;-).


Weiter ging es Richtung Meer und in Consett bei Newscastle gingen wir zum Einkaufen: sowohl zu Aldi – wir brauchten mal wieder unsere geliebte Mandelschokolade als auch zu Morrisons: der aufmerksame Leser von euch weiß schon, was es hier gab,…. Ja, unseren leckeren Salat! Eigentlich könnten wir Werbung dafür machen; überzeugt sind wir von ihm ja voll! ;-). Und bei Morrisons gibt es ja auch ein leckeres günstiges Café und da haben wir uns Yorkshire Pudding und ein Applecrumble mit Vanillesauce geteilt und auch schmecken lassen. Eigentlich hatten wir gehofft, WIFI zu haben, aber diese Hoffnung wurde leider nicht erfüllt. Yorkshire Pudding wird übrigens aus Mehl, Milch, Eiern, Fett und Gewürzen hergestellt – wie eine kleine Pizza mit sehr hohem Rand geformt und in die Mulde kommt der Bratensaft und das Fleisch, zusammen mit Kartoffelbrei und Erbsen. Lecker war`s! Und beim nächsten Mal probieren wir ihn mal süß als Nachspeise!

Und gerade noch rechtzeitig fiel mir hier dann der Tipp einer Freundin ein, die meinte, dass wir uns unbedingt den „Angel of the North“ anschauen sollten, der kurz vor Newscastle – genauer gesagt bei Gateshead – stehe. Es war zwar ein kurzer Umweg, aber er lohnte sich: der Engel ist 20 Meter hoch und hat eine Spannweite von 54 Metern (fast wie ein Jumbo Jet). Ich hänge die Fakten über den Engel als Bild an und auch die Antwort auf die Frage „Warum ein Engel“ als Symbol gewählt wurde. Das berührte mich dann doch sehr! Im Umkreis des Engels wird mit Briefen, Blumen und Tieren an Verstorbene erinnert. Und ein „Hund“, komplett mit vielen Piktogrammen bemalt, hat es mir besonders angetan. Ich habe zwar noch nicht ganz heraus bekommen bzw. verstanden, wofür er steht, aber er ist sehr, sehr hübsch. Vielleicht bekommt ihr es heraus? 😉

Ein Leser unserer Blogs ist darin schon besonders gut und es ist für uns alle immer ein Spaß gewesen, wenn er durch ein paar Stichpunkte von uns unseren aktuellen Standort heraus gefunden hat. Überhaupt freuen wir uns über jeden Kommentar und auch darüber, was von euch zu hören. Schon schön, auch im Ausland und im Urlaub (oder in der Freizeit?) mit euch verbunden zu sein.
Übernachtet haben wir in Redcarr, kurz nach Middlesbrough, direkt am Meer – mit herrlicher Aussicht auf den Vollmond, der sich im Meer spiegelte. Gibt es darüber vielleicht auch ein Gedicht?

7 Gedanken zu „Montag, 17. Oktober“

  1. Die Freundin bedankt sich für die Blumen 😘
    Es ist doch schön, dass ihr beide die Begeisterung und die Empfehlungen anderer in eure Reisepläne mit aufnehmt.

    Hier an dieser Stelle sollte ich vielleicht mal sagen, dass ich von eurem Blog begeistert bin!
    Ich habe ja schon eure Südwesteuropa-Tour ständig verfolgt.
    Da ich die britische Insel selbst ganz toll finde – wisst ihr ja 😉 – freue ich mich über jeden eurer Posts ganz arg.

    Liebe Grüße von der (fast) Waterkant nach England

    1. Vielen Dank, das freut uns riesig. Haben grad noch mal „Angel delight“ (Art Pudding) genossen. Echt lecker! Die leckeren schottischen Himbeeren hatte ich schon erwähnt? Auch diesen Tipp von dir haben wir natürlich umgesetzt.
      Schade nur, dass die Schotten bzw. auch Engländer nicht öfter mal Himbeerkuchen oder überhaupt Obstkuchen anbieten. Da wäre noch – wie ich es sehe – eine Marktlücke: leckeren fruchtigen Kuchen und natürlich frische Brötchen.
      Liebe Grüße zurück, inzwischen aus Kent.

      1. Bzgl. Himbeerkuchen / Obstkuchen kann ich dir nur den Tipp geben, dass du mal in „bakery shops“ reinschaust. Aber nur welche, die noch selbst backen.
        Im August hatte ich in Shipley in einem kleinen shop so was ähnliches wie Mürbeteigküchlein gesehen. Sah vertraut aus 😊

        Und dann gibt es da noch die „trifles“: süße Köstlichkeiten aus Pudding, Obst, Baiser und Sahne. Das könnte euch auch schmecken. Für mich hat ein guter trifle Suchtpotenzial…

  2. Dieser eine Leser wurde aber auch mal beinahe zur Verzweiflung getrieben, um Gibraltar zu suchen. Da hat Jette wohl absichtlich den „Point“ hinter Gibraltar verschwiegen 🙄 , um nach einer kurzen Zeit zu verkünden, dass sie bereits in Boston wären 😕
    Boston Großbritannien war dann ja recht fix gefunden und nachdem auch der „Point“ zu Gibraltar angeboten wurde, konnte der geneigte Leser wenigstens ruhig schlafen 😉

      1. … für mich … ❓ Ich bin sicher, dir fällt da etwas ein 😆
        Ihr wisst aber schon, dass Brexit-Langzeiturlauber bei der Einreise nach Deutschland eine Einreisebewilligung brauchen (die Reichsdeutschen lassen grüßen) 😳

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