Samstag, 09.September 2017

Die ganze Nacht hat es geschüttet – Gott sei Dank hatten wir am Abend schon alles ins Wohnmobil eingeräumt. Gegen halb zwölf starten wir dann vom Golf von Biskaya Richtung Spanien. Die Wellen sind heute riesig, der Atlantik wild – aber dafür ist die Gegend hier ja auch bekannt und zieht nicht umsonst die „Wellenreiter“ an.

Wir fahren zunächst die „Corniche basque“, die Straße entlang der zerklüfteten baskischen Küste, die sehr schöne Ausblicke auf viel unverbaute Küstenlandschaft zu bieten hat. Danach geht es auf den Berg Jaizkibel, von dem aus wir eine herrliche Aussicht auf die gesamte Küste und San Sebastian haben. Die Geier, die auch ab und zu hier auf dem Berg (wie ich las) gesichtet wurden, haben sich vor uns leider versteckt gehalten. Schade,…. ist bestimmt toll, sie im Sturzflug beobachten zu können.

Auch die Christus-Statue in San Sebastian lassen wir erst mal aus: ist mit Anhänger doch etwas anstrengender in die Städte zu fahren. Dafür ist jetzt Natur dran: wir nehmen kurz nach Zarautz die Küstenstraße, passieren fruchtbare Gegenden mit Apfelbäumen und Mais und fahren dann ins Biosphärenreservat Richtung  Gernika-Lumo. Unsere Fahrt geht durch einige zugebaute Küstenorte und Fischerdörfer und durch unendlich viel Kiefern- und Tannen-Wald, hoch und runter bis nach Gernika, die als heilige Stadt der Basken bezeichnet wird. Die „Stadt des Friedens“ wurde 1937 durch einen deutschen Luftangriff völlig zerstört. Daraufhin schuf Picasso sein weltberühmtes Gemälde „Guernica“ als Mahnung zum Frieden.

Auf den nahe gelegenen Campingplatz bei Bermeo können wir leider nicht, zu steil ist die Abfahrt. Wir versuchen es auf dem nächsten, aber 35 Euro für eine Nacht, nein, das geht gar nicht: das ist Wucher – jedenfalls in unseren Augen. Dabei liegt der Platz nicht mal am Wasser oder sieht besonders schön aus. Wir fahren also weiter am schönsten Strand des Baskenlandes (Playa de Laga), der zwischen Felsmassiven liegt, vorbei Richtung Bilbao und entdecken schon kurz danach bei Kortezubi beim Vogelcenter einen ausgewiesenen Stellplatz für Wohnmobile und der gefällt uns auf Anhieb. Man hat einen herrlichen Blick von hier auf die Landschaft, kommt sich fast wie im Allgäu vor, hat Wasseranschluss und Entleerung. Klasse! Gemütlich verbringen wir den Abend mit dem Samstags-Krimi.

Ein Gedanke zu „Samstag, 09.September 2017“

  1. Hi Jette,
    sprich bitte mal Peter an, ob er die Fotosso einbinden kann, dass der geneigte Lesere des blogs durch Draufklicken ein größeres Bild erhält.
    Meine Frage nach euerem Anhänger ist spätestens mit dem heutigen Eintrag geklärt.

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