Samstag, 16.September 2017

Geburtstag von Karl-Heinz -> Alles Gute 🙂

Schön, wenn man sich auch mal an den gedeckten Tisch setzen kann – vor allem freue ich mich natürlich für Peter, der mir sonst meist liebevoll das Frühstück zubereitet. Es gibt Wurst, Marmelade, Honig und Müsli.

Dazu das Stimmengewirr von vielen Amerikanern, die hier – recht nobel im Vergleich zu den Pilgerherbergen – mit Schwimmbad und Massage und meist Gepäcktransport abgestiegen sind. Aber sie sind nett, kommen aus Florida und wanderten den Weg schon öfter: er sei einfach so wunderschön!
Ich wandere nach dem Frühstück auch los, Peter macht das Wohnmobil fertig und gabelt mich eine Stunde später unterwegs kurz nach dem nächsten Dorf auf. Wieder war es eine sehr schöne Wanderung und das Dorf Riego de Ambros gefällt mir ganz arg – so was von süß aber auch!

Es geht weiter durch Molinaseca nach Ponferrada (70.000 Einwohner) und hier nur zum Einkaufen und um unser Gas (Gastankstelle) aufzufüllen. Interessant wäre das Kastell der Tempelritter gewesen, aber das hatte gerade wieder zu, wird also auf später mal verschoben. Unser heutiges Ziel ist das 25 km südwestlich von Ponferrada und bei Carucedo gelegene Las Medulas. Unser Navi führt uns zum oberen Besucher-Parkplatz, wieder mal auf enger Straße und durch ein kleines enges Örtchen, wieder mit vielen Balkonen,….
Hier ist ein mehrere Quadratkilometer umfassendes Goldminengebiet aus der Römerzeit, das von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde und in dem einst Unmengen an Sklaven ihr Leben ließen. Das Gebiet ist geprägt von Höhlen- und Schachteingängen und man kann eine Höhle mit Schutzhelm ausgerüstet begehen. Das lohnt sich, auch wenn wir hinterher wie „Rothäute“ (vom rötlichen Staub) aussehen. Wir sehen das goldhaltige Gestein, ein Konglomerat, also Flussablagerungen. Es sind unterschiedliche Schichten von unterschiedlicher Größe. Die römischen Ingenieure benutzten zum Abbau das „Ruina-Montium-Verfahren“. Hierbei wurden große Mengen Wasser durch ein Netz von unterirdischen Gängen geleitet. Diese Gänge wurden von Sklaven angelegt. Das benötigte Wasser wurde in Felskanälen zum höchsten Teil des Goldbergwerkes geleitet und dort erst einmal in Teichen gesammelt. Schlagartig wurden dann die Kanäle geflutet und der gewaltige Wasserstrom riss das Gestein mit sich und brachte es zu den Waschstellen im Tal

Auch der Blick vom Aussichtspunkt auf all die roten Zacken ist herrlich! Wir genießen es und kehren erst spät zum Auto zurück.
Heute geht unsere Fahrt noch durchs Gebirge bis ans Meer – zwischendurch wird noch kurz Gas gebunkert –

nach Galizien, genauer gesagt über Lugo und die Schnellstraße bis nach Foz, wo wir kurz vor 22 Uhr auf dem Stellplatz ankommen und noch einen freien Platz finden. Wie schön! 👍😊

Ein Gedanke zu „Samstag, 16.September 2017“

  1. 🙂 🙂
    Danke Peter, mein Wunsch wurde erfüllt!! Jetzt kann ich mit meinen etwas älteren Augen die Fotos nicht nur im Mäusekino-Format genießen 😀

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