Sonntag, 17.September 2017

Punkt acht Uhr werden wir aus unseren schönsten Träumen gerissen: neben uns hupt es laut! Ich mache das Rollo hoch, strecke meinen Kopf hinaus und was sehe ich? Den Bäckerwagen!
Ist das klasse! 👍👍👍 Wir kaufen aus dem Bett heraus ein leckeres frisches Brot in Form eines Baguettes. Übrigens, das spanische Baguette ist dicker als ein französisches. Peter setzt dann gleich den Kaffee an und nicht viel später frühstücken wir schon! Der Stellplatz selber ist wirklich auch wunderschön gelegen, an einem vom Rio Masma gebildeten Mündungstrichter, gegenüber von Foz (10.000 Einwohner). Da gerade Ebbe ist, liegen die Schiffchen im Trocknen. Ich spaziere noch etwas auf dem Rundweg und komme ans offene Meer, sehe Sandstrand und kleine Klippen.

Peter und ich wollen heute, an den nördlichsten Punkt Spaniens fahren. Wie ich gerade im Reiseführer las, ist er nur 50 km westlich von uns. Wir überlegen nur noch, ob wir mit dem Motorrad oder dem Wohnmobil fahren und entscheiden uns, nachdem wir die Wettervorhersage gesehen haben für letzteres – was im Nachhinein auch ganz gut war!
Die Gegend hier in Galizien ist ganz nett, hügelig, bergig, grün, es gibt viel Wald, vor allem riecht man Eukalyptusbäume und man sieht viele Kühe und auch Pferde – ja viel Landwirtschaft in den Tälern.

    

Die Städtchen sind nicht so noch unserem Geschmack, da sehen wir vorwiegend graue und triste Häuser und in den Städten viele Hochhäuser.
Nach einer Stunde Fahrzeit auf einer gut ausgebauten Straße sind wir im kleinen Örtchen Bares und fahren dann noch ein kleines Strässchen hinter nach Porto de Bares. Hier parken wir unser langes Gefährt an der Straße und schauen uns den kleinen Ort zu Fuß an, natürlich auch von oben und wandern durch einen Eukalyptus-Wald – riecht das gut!

Zum nördlichst gelegenen Punkt Spaniens, der Estaca de Bares mit seinem Leuchtturm fahren wir mit den Rädern. Am
südlichsten Punkt Spaniens in Tarifa waren wir auch mit den Rädern. Und den westlichsten Punkt in Fisterra haben wir zu Fuß erkundet.
Der nur zehn Meter hohe Leuchtturm mit einer Reichweite von 46 km ist seit 1850 in Betrieb und steht 101 Meter über dem Meer. Der Leuchtturm-Wärter schnitzt, Hühner gibt es hier – aber ansonsten nichts außer schönen Aussichten auf das Meer und die umliegenden Klippen.

Wir radeln zurück und trinken noch einen Kaffee am Hafen.

Unsere Räder werden eingehend von Einheimischen inspiziert. Unsere Fahrt geht dann wieder zurück Richtung Foz, denn ich habe noch etwas Interessantes zwischen Foz und Ribadeo, also Richtung Osten entdeckt: die wildromantische Praia das Catedrais. Und die ist wirklich super!
Und wir haben auch Glück, denn es ist gerade Ebbe! Warum? Weil man diese Gesteinsformen nur dann zu Gesicht bekommt. Und man erkennt dann auch, warum der Strand „Kathedralen-Strand“ heißt: die Felsbögen gleichen nämlich den unteren Teilen riesiger Kirchen. Durch viele freigespülte Bögen der Felsen kann man bei Ebbe gut durchgehen und man bekommt immer neue Ein-Blicke. Über zwei Stunden waren wir da unten. Gefährlich wird es dann, wenn die Flut kommt und alles überspült. Aber schaut selber, …….

Auf dem Parkplatz übernachten wir auch gleich und können sogar unseren Anhänger mal wieder angekoppelt lassen.

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