Donnerstag, 28. September 2017

Das war ein Tag heute! Jetzt gerade – um halb zehn abends – kommen wir vom Duschen zurück: als ob Ruheständler nicht den ganzen Tag dazu Zeit hätten,….

Aber der Reihe nach,….

Heute ist ein ganz besonderer Tag! Ich hab das Frühstück gerichtet, Brot geholt, Rühreier gemacht und dann Peter schon um neun Uhr geweckt!

Kurz vor elf Uhr ging es dann schon los, wieder mit dem Moped und zwar nochmals Richtung Berge, in die Picos. Peter hat eine Tour mit circa 270 Kilometern zusammengestellt: bin mal gespannt, ob wir die Rundtour schaffen und wann wir dann wieder daheim sind,…..

Es ging zuerst 30 km nach Potes durch diese wunderschöne Schlucht, durch die wir vor einigen Tagen schon mal gefahren sind. Und dann weiter durch Wald, durch Wiesen, Weiden, durch ein einzigartiges buntes Farbenmeer, hoch und immer höher, bis wir dann auf 1675 Meter waren (Mirador de Llesba) und einen einzigartigen Rundblick hatten.

Und – was gab es hier? Richtig – Imbiss aus der (Aldi-Tüte), heute Baguette mit Salami und Käse. Herrlich war es!  Autos sind uns kaum begegnet, nur einige Motorradfahrer waren bei dem herrlichen Wetter mit uns unterwegs. So hatten wir heute nette Gespräche mit Iren ( ein paar der sieben Leute sind mit dem Schiff hierher gekommen, die restlichen sind geflogen und haben sich das Moped hier geliehen. Sie haben mal vor, noch bis Sevilla in Andalusien zu kommen), dann trafen wir ein portugiesisches Pärchen, die exakt unsere Maschine hatten und sie gelobt haben und ein Spanier erkundigte sich auch noch, wo wir denn noch hin wollten,…. und natürlich auch Deutsche, die gestaunt hatten, dass wir soweit gefahren sind ( unser Alter haben sie mal nicht erwähnt). 😉😉😉 Natürlich haben wir sie dann beruhigt und gesagt, dass wir mit dem Wohnmobil und Anhänger unterwegs sind!

Und dann ging es wieder hinunter ins Tal.

Klar, Kühe gab es auch wieder jede Menge – auch auf der Straße -, dann noch Schafe und Pferde, die vor uns auf der Straße heimgetrieben wurden. Die Blätter der Laubbäume leuchteten in der Sonne, der wilde Wein war meist rot – es war ein gigantisches Feuerwerk der Farben. Auch die Formen der Berge änderten sich laufend: mal sahen sie wie die Dolomiten aus, mal wie meine geliebten Berge im Tannheimer Tal in Österreich, mal erinnerten sie einen an Berge in Südfrankreich. Der nächste Höhepunkt heute war der „Embalse de Riano“, ein Stausee, der jetzt gerade höchstens nur zur Hälfte gefüllt war. Trotzdem ein herrliches Bild – aber seht selber: da keiner auf der Straße kam und sie zudem breit genug war, konnte Peter gut anhalten:

 

 

Ist das nicht wunderschön?

Unsere Fahrt ging nun gemütlich am Ufer des Sees und eines Flusses entlang und ich konnte entspannen,..  😉…. bevor es wieder kurvig wurde! Aber so langsam macht es auch mir richtig Spaß, mal rechts herum, mal links, mal wieder eine Kehre zur Abwechslung und immer wieder neue Aussichten.

Ein Dorf kam nun immer näher und eine Bar! Ja klar, anhalten!

Wir bestellten einen „Cafe con leche“ und dazu ein Stiel-Eis ( mehr gab es nicht). Aber beides tat gut und es gesellte sich noch ein Schweizer Ehepaar zu uns, die gerade mit dem Wohnmobil hier Pause machten. Wir  kamen fast sofort mit ihnen ins Gespräch und es war, als kenne man sich schon ewig. Sogar unsere Adressen haben wir ausgetauscht. Das Dorf oder überhaupt die Dörfer hier gefallen mir recht gut, sind schlicht, bestehen aus Steinhäusern mit meist vielen Blumen und haben eine hübsche Kirche. Jede der Kirchen hier sieht anders aus, jede hat ihren Reiz. Ach ja, was noch auffällt, sind die Getreidespeicher hier überall –  das sind kleine Häuschen auf Stelzen, in denen das Korn, der Mais und das Getreide gelagert wird und so vor Mäusen und Ratten geschützt ist. Jedes dieser Häuschen ist ein Unikat, jeder Besitzer fertigt es nach seinem Geschmack an. Ich finde bestimmt noch eins zum Fotografieren! 👍

Unser nächster kurzer Stopp war im Wald an einem „Klettergarten“ und ich wäre am Liebsten über die Hängebrücke gelaufen – ( schon wegen Alf) – aber leider (oder Gott sei Dank?) war der Garten geschlossen. 😳

Unsere Fahrt wurde dann gemütlicher oder besser gesagt, die Straße verlief „gerader“ und wir bewunderten in Cangas de Onis, im nächsten Städtchen noch eine alte Brücke….

(… und ein netter Spanier fragte mich, ob er ein Bild von mir machen könnte oder dürfte,…..)

…….. bevor wir wieder ans Meer – bei Ribadesella – kamen. Auch hier dann wieder viele Obstbäume (Äpfel, Birnen, Kirschen) und sogar Palmen und Bananenstauden. Muss also zwischen Meer und Gebirge schon ein besonders fruchtbares Gebiet sein. 👍😊

Es folgte ein Stück (20 km) Schnellstraße bis Llanes (liegt auch am Meer) und dann schauten wir uns dieses Örtchen auch noch kurz an. Mit dem Moped bekommt man ja meist und schnell einen Parkplatz.

So folgte eine kurze Runde durch die Stadt, mit Helm und Klamotten – war etwas unangenehm, denn es war ganz schön warm hier.  Na ja, so wurde halt die Runde etwas abgekürzt und noch der Rest aus der schon berühmt gewordenen Aldi-Tüte gegessen,

bevor es dann die letzten 30 km endgültig heim auf den Zeltplatz ging.

Dann folgte das Ausziehen der Motorrad-Sachen und das Aufhängen derselben im Anhänger (was sehr geschickt  und platzsparend ist). Ich ging noch schnell in den Laden, holte Brot und Käse und traf mich dann zum Sonnenuntergang noch mit Peter vorne am Meer, in den Dünen. Er brachte noch die Strandmatten mit und so vesperten wir gemütlich im Sand, mit herrlicher Aussicht aufs Meer und auf unser „geliebtes“ Picos- Gebirge.

Ja, und wie ich schon am Anfang berichtete, konnten wir erst nach diesem wunderschönen Abend-Dinner duschen. Und das tat gut, denn es war am Strand nun doch ganz schön frisch geworden.

Und nun sitzen wir beim Teechen noch gemütlich im Camper: Peter liest und ich tippel den Bericht (für euch 😉) ins Handy ein, bevor ich mich jetzt dann noch hinten ins Bett verkrieche. Schlaft alle gut! ⭐️🌙⭐️🌙

Übrigens: die Bilder folgen noch – ich hoffe, morgen früh in meiner Bar,….

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Donnerstag, 28. September 2017“

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