Samstag, 30. September 2017

Der erste Morgen seit langem, dass mal nicht die Sonne scheint! Aber macht nichts, heute wird eh ein Reisetag für uns.

Zuerst frühstücken wir heute gemeinsam „außer Haus“, in meiner Bar – muss ich Peter doch noch unbedingt zeigen! Wir lassen uns Toast, frisch ausgedrückten Orangensaft und Kaffee schmecken.

Unser Ziel heute ist das 200 km entfernte  Bilbao: hier gibt es einen bewachten Stellplatz, so dass wir uns morgen das berühmte Guggenheim – Museum anschauen können. Morgen, denn am Montag hat es geschlossen und uns zieht es dann doch auch wieder nach Frankreich. Schon wegen der Sprache – echt schade, dass wir des Spanischen (noch) nicht mächtig sind. Aber das könnte sich ja ändern. Letztes Jahr in England war es schon gut, dass wir uns auch mit Einheimischen unterhalten konnten. 👍😉

Ja, der Abschied hier fällt uns schon schwer,… wir hatten neun wunderschöne und sonnige Tage in diesem herrlichen Oyambre – Nationalpark, in dem es unzählige Möglichkeiten gibt, sich zu beschäftigen.

Auf der Fahrt nieselt es immer mehr, die Wolken hängen in den Bergen und man sieht von der Landschaft leider nicht allzu viel. Immer wieder spannen sich herrliche Brücken über die Täler. Hoch und runter führt einen die Schnellstraße, mal an der (Steil-) Küste vorbei, mal durch herrliches „Allgäu“. Ich nutze die Fahrzeit und lese Peter gleich einiges aus dem Reiseführer über Bilbao vor. Neben dem Guggenheim-Museum freue ich mich schon jetzt auf die berühmten Appetithäppchen, die es in den Lokalen überall geben soll. Klingt lecker und interessant. Interessant wäre bestimmt auch die Stadt Santander gewesen, aber man soll sich ja auch was für den nächsten Urlaub aufheben.;-)

30 km vor Bilbao ist unser schönes Kantabrien dann zu Ende, das Baskenland beginnt wieder.

Schon kurz nach 14 Uhr erreichen wir den tollen Stellplatz, hoch über Bilbao gelegen. Nah an der Schellstraße, aber total ruhig und mit einer klasse Aussicht! Echt super! Er kostet 15 EUR für die Nacht und beinhaltet sogar Strom. Auch Toiletten und Dusche gibt es hier, und ganz wichtig: am nächsten Morgen gibt es frisches Brot zu kaufen.

Wir beschließen, gleich noch heute das Museum anzuschauen und mit dem Bus, der alle 15 Minuten gleich vor der „Haustür“ losfährt, in die Stadt zu fahren. Aber erst gibt es noch was zu essen: ein Champignon-Süppchen aus der Packung!

Das Guggenheim-Museum ist ein Werk von Frank O. Gehry, einem gebürtigen Kanadier. Es liegt direkt am Fluss, am Rio Nervion. Es ist wirklich ein gigantisches Wahrzeichen und sieht aus wie ein Schiff aus Titan, Kalkstein und Glas: ein Bauwerk mit ineinander verschachtelten Flächen und Formen und einem silberweißen Glanz. Der Volksmund nennt es „Metallische Blume“, denn bei Sonne sticht der grelle Widerschein ganz schön in die Augen.

Außen steht auch der stählerne Blütenhund-Skulptur „Puppy“ von Jeff Koons, der mir auf Anhieb gefällt und wunderschön auf ihm all die verschiedenen Blumen, die diese Skulptur erst so richtig zur Geltung bringen. Auch die berühmte Bronzespinne „Maman“ von Louise Bourgeois wird natürlich bewundert.

Dann geht es hinein ins Museum: 10 EUR Eintritt für den „normalen“ Bürger, 4 EUR weniger für Rentner – danke Annette für den guten Tipp damals! 😊

Innen wieder Staunen über die miteinander verbundenen Gebäudeformen, die sich um ein zentrales Atrium gruppieren. Das Dach ist aus gekrümmten und vorspringenden Metallformen und fügt das Ganze zu einer architektonischen Einheit zusammen. Für mich ein Meisterwerk, das mich innen an Blüten erinnert, die sich nach oben hin öffnen. Es ist vieles schön rund und wellig  – das gefällt mir sehr. Leider darf innerhalb des Gebäudes weder fotografiert noch gefilmt werden.

Wir verschaffen uns einen Einblick in alle drei Stockwerke, besuchen die verschiedenen Ausstellungen und sind nach drei Stunden erst mal platt. Auch das Café ist recht hübsch und wir genießen zwei der berühmten und vorhin schon erwähnten Appetithäppchen.

Dann schlendern wir noch etwas durch die Stadt, vor allem durch die Altstadt, die echt hübsch ist und jetzt gegen 20 Uhr auch voller Leben ist – auf den Bildern kommt das jetzt nicht so rüber,….  ;-(((.

Wir finden auf Anhieb das berühmte Café Iruna, das das schönste Kaffeehaus der Stadt sein soll: hier gibt es plüschige Bänke und Schmuckziegelschnörkel in neomaurischem Stil. Wir finden ein Plätzchen in der dazugehörigen Bar und lassen uns noch zwei kleine Fleischspieße schmecken: hier ist echt was los, hier ist Leben, ja überall ist hier Lebensfreude zu spüren.

Super war`s, wir finden dann auch unseren Bus zurück zum Stellplatz und kommen erst nach 22 Uhr „daheim“ an.

 

3 Gedanken zu „Samstag, 30. September 2017“

  1. Ja, auch ich bin endlich im „heute“ angekommen.
    Ich bin gespannt, was ich noch zu lesen bekomme.

    Und was ist mit den (verlinkten) Fotos? Bereitet das Probleme, oder Platz oder Zeit??

    Jette, Du kannst auch eine WhatsApp schicken

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