Montag, 02. Oktober 2017

Heute hatte ich die Hoffnung, dass der Frisör, an dem wir in dem Dorf oder Städtchen gestern vorbei gefahren sind, offen hat. Aber leider haben wir beide kein Glück. Erst am Nachmittag öffnet er,…. Schade. So umrunden wir die Bucht von Arcachon, fahren auf engen Straßen durch kleine Orte, entdecken viele Fahrradwege, aber auch viele geschlossene Geschäfte. Hier ist die Saison wohl gelaufen, alles wirkt wie ausgestorben.

Und dieser Eindruck verstärkt sich noch, je weiter wir Richtung Norden kommen. Wir haben vor, durch die Halbinsel Medoc bis ganz nach oben (circa 100 km), nach St-Georges-de-Didonne zu fahren und dann mit der Fähre über die Gironde-Mündung nach Royan überzusetzen. Diese Halbinsel streckt sich wie ein Zeigefinger in Richtung Atlantik und hat durch seine Sand- und Kiesböden, verbunden mit feuchtwarmem Klima beste Voraussetzungen für den Weinanbau.

Wir fahren über holprige Straßen, die ewig lang sind und durch Kiefern- und Eichenwälder führen. Ab und zu kommt ein Dorf, jedes hat denselben Kirchturm, kaum einen Laden – ja, ihr merkt es schon, es wirkt, vielleicht auch wegen des trüben Wetters alles etwas trostlos. Reiten, Paintball, Kajak, … alles wird angeboten, aber eben nur zur Saison.

Vom Meer sieht man nichts, ab und zu nehmen wir mal eine Stichstraße zum Meer, vorbei an Binnenseen, aber weder da noch da ist mehr etwas los. Nicht mal mehr Austern finde ich hier; Verkaufsstände schon, aber alle sind verlassen,….

Die Gegend ist auch topfeben, weder Hügel noch sonst etwas. Doch es gibt was, Tausende von so genannten „Huppeln“, die den Autofahrern das Fahren erschweren und erst recht den Wohnmobil-Fahrern und dann noch mehr denen, die noch zusätzlich mit Anhänger unterwegs sind.

Fast ganz oben am „Zipfel“ bei Soulac-sur-mer finden wir einen Stellplatz für 4 EUR und ein paar unserer „Freunde“ sind auch schon da: er ist direkt am Meer gelegen, total ruhig und Peter und ich machen noch einen langen Strandspaziergang bei Ebbe, bis es dann dunkel wird. Schön war es! Natürlich hätte uns auch das größte FKK-Zentrum Europas (Campingplatz) interessiert, der in der Nähe ist, aber fast 50 EUR pro Nacht auszugeben, das geht nicht – das ist schlichtweg zuviel!

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