Sonntag, 01. Oktober 2017

Zu unserer üblichen Zeit, gegen 12 Uhr starten wir wieder: heute gönnen wir uns die gebührenpflichtige Autobahn Richtung San Sebastian. In Spanien ist diese Gebühr geringer als in Frankreich, wo die Länge des Gespanns berechnet wird. Bilbao liegt übrigens total im Kessel und erinnert uns an Stuttgart: die Stadt unten, auf den Hügeln ringsum Wohngebiete. Das Meer und der Hafen sind circa 10 km entfernt.

Die Fahrt geht weiter durch die Berge, Nebelschwaden begleiten uns. Kurz vor der Grenze sehen wir noch ein Einkaufszentrum und wollen bei dem trüben und regnerischen Wetter gleich noch tanken (ist in Spanien günstiger) und einkaufen gehen. Aber nichts da! Leider hat hier – außer natürlich der Tankstelle – alles geschlossen. Das ist ja wie daheim 😉. Wenigstens hat Mc Donalds offen und wir erlauben uns einen Hamburger, einen Cheeseburger und ein paar Pommes – ab und zu muss das einfach mal sein.

Dann geht es weiter über die Grenze nach Frankreich – immer noch Regen – ein Stück fahren wir noch auf der Autobahn und dann nehmen wir die Schnellstraße bis nach Aquitanien, zur Bucht von Arcachon (60 km von Bordeaux entfernt) – die aufmerksamen Leser kennen den Namen der Bucht bestimmt schon, denn da begann unser Aufenthalt vor fast vier Wochen in Frankreich – da ist die Düne von Pilat. Hier ist auch das größten Waldgebiet Europas. Es entstand, als man zu Beginn des 19. Jahrhunderts Sandkiefern anzubauen begann, um ein Vorrücken der Dünen ins Landesinnere zu verhindern und die Moore trocken legte. Heute ist das Naturschutzgebiet Le Teich dran: hier finden wir einen kostenlosen Stellplatz, der sehr schön gelegen ist. Für heute reicht es auch: waren doch an die 350 km von Bilbao bis hierher. Das Wetter wird besser, es hört immer mal wieder auf zu regnen und so drehe ich noch eine Runde im Vogelschutzgebiet und erfreue mich an der Ruhe und Einsamkeit hier. Außer dem Geschnatter der Enten und dem Gezwitscher der Vögel ist nichts zu hören: man ist hier mehr mit sich alleine als auf dem Pilgerweg. Gut, dass ich rechtzeitig zurück am Wohnmobil bin, denn hier wird es an die 20 – 30 Minuten früher dunkler als noch in San Vicente. Und wir haben hier mal wieder TV-Empfang und können „Tatort“ schauen – auch mal wieder nicht schlecht!  😊

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