Dienstag, 10. Oktober 2017

Heute ist nun aber wirklich und endgültig Abreise von der Insel – wir wollen ja noch in die Bretagne und wenn möglich auch etwas in die Normandie kommen.

Der Campingplatz Le Remondeau in La Couarde ist nicht nur wunderschön, er war mit ADAC – Karte auch sehr günstig: 17 EUR pro Nacht inclusive Strom (und Duschen)! Das ist wirklich günstig. Kurz nach 12 Uhr starten wir: erst mal über die Brücke und dann………..

…. ist unser nächstes Ziel das 50 km entfernte Gebiet namens Marais Poitevin: eine weite Sumpflandschaft soll es sein, die von Tausenden von Kanälen durchzogen ist – ähnlich wie der Spreewald. Und wer mich kennt, weiß, wie ich den liebe. Schon sehe ich mich wieder im Kajak sitzen, aber wir werden nicht fündig…..  Wir sehen zwar einige Kanäle und ein paar Weiden, Pappeln und Eschen – und sogar einen Reiher – aber das Wasser ist sehr, sehr trüb und von Zauber hat dieses Gebiet schon gar nichts,….  Ob es am Wetter liegt? Das ist auch eher trüb heute, aber warm – so an die 20 Grad haben wir (noch). 😊

Also nichts wie weiter,…. Ich hab noch was Schönes im Internet gefunden: Peter ist schon skeptisch, aber wir versuchen es einfach! Ich gebe ins Navi „La Guittiere“ ein und nach knapp 50 weiteren Kilometern (und fast zwei Stunden Fahrtzeit) auf fast leeren Straßen (fast wie in Schweden  😉) sind wir da – und ich, ja wir sind begeistert. Erst mal finden wir hier einen besonders typischen Austernhafen mit Austernbänken im Fluss und weiteren Becken. Muscheln wie Austern gibt es auch zu kaufen und ich erstehe 700 g FRISCHE Muscheln zum Preis von 3 EUR. Herrlich! Dann erkunden Peter und ich noch dieses Gebiet: hier verbirgt sich geschützt durch Klippen auf der einen Seite und durch Dünen auf der anderen Seite die Mündung eines Flusses, des Payré. Flussaufwärts stehen wir an unserem Austernhafen und bewundern eine einzigartige und bemerkenswerte Flora und Fauna, ein circa 800 ha umfassendes Sumpfgebiet und den dahinter liegenden Wald. Es ist total ruhig hier, noch Ebbe, aber die Flut hat schon eingesetzt und wir staunen nur, auch wenn wir wegen des Flusses NOCH nicht zum Atlantik und zum Strand kommen.

Bin ich froh, dass ich überall dank meines Vertrags mal kurz das Internet nutzen kann und so lasse ich mir von Google Maps zeigen, wie man am Besten zu dem Strand von Veillon und der ein Kilometer langen hohen Düne kommt. Zehn Kilometer sind es bis dahin,… Das versuchen wir! Und wir schaffen es in einer knappen halben Stunde. Warum es so lange dauert? Viele Orte, viele 30-km-Beschränkungen, viele der schon genannten „Huppel“,… Und dann sind wir am Parkplatz: ich bin begeistert und laufe gleich noch ein Stück, um mir das Ganze aus der Nähe betrachten zu können. Leider dürfen die Dünen hier nicht bestiegen werden, denn von oben hätte es bestimmt noch besser ausgesehen – aber ich sehe auch noch Vogelschwärme und bin begeistert,….

Es wird nun auch gleich dunkel, ist schon kurz vor acht und so übernachten wir auf einem Stellplatz für 7 EUR hier ganz in der Nähe. Auf dem Parkplatz an den Dünen ist das nächtliche Stehen leider verboten.

Und dann kommt es noch besser, wenn das überhaupt geht: Peter bereitet mir meine Miesmuscheln zu und sie schmecken so was von gut, dass ich alle – wirklich alle – fast alleine aufesse. Peter hält sich wieder an Käse. Alt werde ich heute nicht mehr und der TV bleibt auch aus. Schön war es, ja WUNDER-schön, trotz der ausgefallenen Kajak-Tour,… (oder gerade deswegen?) 😉

Ein Gedanke zu „Dienstag, 10. Oktober 2017“

  1. Die wunderschönen Impressionen kann ich nachempfinden, liebe Jette. Lasst es euch weiterhin gut gehen. Wir genießen hier zu Hause einen herrlichen, farbigen Spätsommer, wir fahren dazu in die Fränkische Schweiz.

    Ganz liebe Grüße

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