Samstag, 14. Oktober 2017

Heute fahren wir mal wieder etwas mehr: bis zu unserem nächsten Ziel nach Concarneau im südlichen (unteren) Teil der Bretagne sind es 200 km. Eigentlich wollten wir von hier auf die Glenan Inseln, einen Tagesausflug machen, aber wir hatten schon im Vorfeld eruiert, dass die Fähren nur im Sommer ihren Dienst tun. Schade,…

Concarneau haben wir uns vor allem wegen Kommissar Dupin ausgesucht. 😉 Wer das ist? Ein sehr hübscher Kommissar, der in einigen Spielfilmen, die wir gesehen haben, hier in der Gegend ermittelt. Peter hat einige Bücher gelesen, das Neueste hatte er sich gerade erst auf sein Kindle „herunter“ geladen und war ganz begeistert. Auch von dem, was man darin noch über Land und Leute so erfährt.

In dem Gebiet der Bretagne waren wir schon zweimal, ist allerdings schon einige Jahre her (2002und 2003): einmal waren wir mit einem gemieteten  Wohnmobil knapp 14 Tage hier und einmal hatten wir ein Haus für den Zeitraum gemietet und meine Mutter und unsere Austausch-Studentin Geneva aus Amerika, aus Tennessee dabei.

Dass wir damals auch schon in Concarneau waren, dämmerte mir bzw. uns aber erst später. Im Touristenbüro holten wir uns ein paar Infos wegen unseres Kommissars und so saßen wir dann auch später in „seinem“ Café. Und hier war der Kaffee sogar mal wieder günstig und gut, …..

Die Stadt selbst liegt sehr hübsch, natürlich am Meer und ist von einer Stadtmauer geschützt.

Sie hat um die 19 000 Einwohner und ist heute noch einer der bedeutendsten Fischereihäfen  an der bretonischen Atlantikküste und der größte Thunfischhafen Frankreichs. Die Stadt ging aus einer Priorei hervor, die im 7. Jahrhundert von Mönchen gegründet worden war. Es fing mit der Altstadt an, der heutigen Ville Close, einer umschlossenen Stadt mit starken Festungsmauern, die begehbar sind. In den kopfsteingepflasterten Gassen der Ville Close sind Lokale aller Art und Souvenirläden. Heute ist hier ein gutes Durchkommen. Damals – vor zig Jahren – als wir hier waren, war es wesentlich schwerer, zumal mit drei noch kleinen Kindern und Tootsie, unserem Hund.

Danach ließen wir uns – wie schon gesagt – unseren Kaffee in der Sonne schmecken und genossen die Hafen-Atmosphäre. Erst um fünf Uhr starteten wir wieder – ihr wisst ja nun, dass die Natur uns mehr als die Städte zusagt. Unser endgültiges Ziel für heute war der Westen der Bretagne, in den wir es noch nie geschafft hatten und den wir unbedingt mal sehen wollten. Die Fahrt ging über Brest – so groß hätte ich mir diese Stadt nie vorgestellt. Obwohl uns unser Navi am Rand der Stadt vorbeiführte, dauerte es ewig, bis wir durch waren –  jedenfalls für mich. Sogar einen IKEA gab es hier noch! Ja, normalerweise halten wir da auch, aber bei dem schönen Wetter hatte IKEA keine Chance. Brest war übrigens total zerbombt und ist nach 1945 am Reißbrett neu entworfen worden. Die Hauptattraktion ist das Hochsee-Aquarium und Meeresmuseum – sieht so aus, als müssten wir hier mal wieder „in Ruhe“ herkommen,…  😊

Es ging über Hügel weiter, sah fast aus wie in England; Wald, Wiesen, Hügel, überall gab es noch Hortensien, die blühten. Im Städtchen Lampaul-Plouarzel, fast am westlichsten Punkt gab es Wohnmobil – Stellplätze, aber wir fanden unseren eigenen: den schönsten unserer ganzen Reise. Er war auf einer Landzunge, auf der einen Seite hatten wir das Meer, auf der anderen Seite einen Naturhafen. Jetzt bei Ebbe lagen die Schiffe im Trocknen. Es war wunderschön und wir erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang.

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