Mittwoch, 07. März 2018

Punkt neun gab es heute Frühstück und wir durften uns an einen gedeckten Tisch setzen: super war das! Lynne und Tony setzten sich dazu und wir unterhielten uns querbeet.

Erst um halb elf starteten wir, von Lynne wurden wir noch gut mit Sandwichs, Wasser und Keksen für die Fahrt versorgt. Echt lieb, die beiden.

Unsere Fahrt führte uns erst mal auf die Karikari Halbinsel, auf der wir wunderschöne Sandstrände mit Dünen, so schön oder noch schöner wie auf Sylt (?) vorfanden. Können wir nicht so genau sagen, denn auf Sylt waren wir noch nie,…. aber hier trafen wir ein sehr nettes Ehepaar aus Stuttgart und schwatzten erst mal miteinander, machten Fotos und gaben uns Tipps für die Reise.

Bei dem herrlichen Wetter entschlossen wir uns, gleich jetzt und sofort zum nördlichsten Punkt Neuseelands, zum Cape Reinga zu fahren (circa 100 km) und nicht erst zur nächsten Unterkunft in Ahipara zu „gehen“. In Awanui kauften wir uns noch Wasser und etwas Essbares ein und tankten noch mal – besser zuviel an Bord als zu wenig,… 👍😊

Es folgte dann eine sehr schöne Fahrt durchs Grüne, es war mal mehr, mal weniger hügelig bis Pukenui. Hier bogen wir dann auf einen 10 km langen Schotterweg ( durch viel Wald, vor allem Kiefern) zum berühmten Ninety Mile Beach ab. Und dann war ich „geplättet“: soviel Schönheit! Dünen, ein unendlich breiter menschenleerer Strand – war das schön! Hier, an diesem schönen Ort vesperten wir unser erstes Sandwich! 👍😊

Auf dem Rückweg „trafen“ wir im Wald noch eine Herde wilder Pferde.

Es kamen dann noch einige ganz kleine Orte: Pukenui, liegt gegenüber des Berges Mt Camel in einer Bucht und sieht mit seinen vorwiegend weißen Häusern recht hübsch aus. Im noch kleineren Te Kao leben wohl fast nur Maoris. Dann ging es hoch und runter auf unserer Strecke zum Cape, ab und zu kam noch ein einzelner bewirtschafteter Hof und dann nur noch Grün,… viel Bambus war dabei, was sehr schön aussah und alle möglichen Grüntöne: super! 👍😊

Und natürlich gab es immer wieder Blicke zum Meer und man sah strahlend weiße Sandstrände (siehe Bild – leider kamen wir nicht näher ran) aufblitzen.

Circa 20 km vor dem Cape ging es dann links ab, 3 km weit zum Meer hin und dann stand man vor gigantischen Sanddünen: den Giant Te Paki Sand Dunes. Echt super – und bestimmt anstrengend, da hoch zu klettern. Aber wenn man es geschafft hat, kann man mit gemieteten Sandbords die Dünen runter“rutschen“,…. 😉 Das hätte ich gerne gemacht, aber bei der Hitze da hoch steigen? Ne, muss nicht sein.

Solche Dünen hatten wir im letzten Urlaub, an der französischen Atlantikküste in Pyla (sind wohl mit 112 Metern die höchsten europäischen Dünen) schon „bestiegen“und waren total begeistert gewesen. Da sind sie noch nicht auf die Idee gekommen, Sandbords anzubieten. 😳

Jetzt zog es uns erst mal weiter nach „ vorne“ zum Cape Reinga! Und dann hatten wir es geschafft – wir waren am „Nordkapp“ Neuseelands: hier wird kein Eintritt wie am Nordkapp in Norwegen verlangt, hier ist kaum was los  (nur wenige Autos), es gibt hier weder ein Café noch irgendetwas zu essen. Ja, es ist – für die Maori – hier ein heiliger Ort: von hier aus starten die Seelen  der Toten den langen Pilgerweg zurück nach Hawaiki – in ihre alte Heimat in der Südsee.  Cape Reinga bedeutet: ein „Absprungplatz der Geister“.

Hier treffen auch zwei Meere aufeinander: Die Tasmansee im Westen und der Pazifische Ozean im Osten. Das Zusammentreffen der Meere ist gut zu sehen an den Verwirbelungen und Wellen, die durch den Gezeitenstrom entstehen. Denn die Gezeiten in beiden Meeren sind leicht unterschiedlich, dadurch entsteht ein kleiner Höhenunterschied.

Den Leuchtturm gibt es seit 1941.

Peter und ich freuten uns über das schöne Wetter hier und dass wir das „Glück“ haben, diese wunderschöne Reise zusammen zu machen. Da sind wir echt ganz arg dankbar dafür,… 👍😊

Wir schauen uns danach noch den gleich ums Eck gelegenen Zeltplatz an der „Spirits Bay“ an und sind nah dran, heute unser gebuchtes Airbnb sausen zu lassen und stattdessen unser Dachzelt auszuprobieren. Aber just in dem Moment beginnt es zu regnen. Also doch das Airbnb! Und aufgeschoben ist nicht aufgehoben! 👍

Nur wenn es mal regnet, gibt es auch einen Regenbogen! Und die Farben hier wirken durch den kurzen Schauer auch noch kräftiger,….

Gegen acht Uhr kommen wir in Ahipara beim gebuchten Airbnb an und werden von einer jungen Mutter mit ihrem Baby freundlich begrüßt ( bekocht leider heute nicht,…😉). Auch hier – mit herrlichem Blick aufs Meer – fühlen wir uns gleich wohl und machen uns erst mal noch ein Käffchen und essen unsere leckeren „Lynn Cookies“ dazu. Ich sitze noch etwas draußen und genieße das „Da-Sein“.

Hier werden wir zwei Nächte bleiben und danach wird dann unser Dachzelt ausprobiert! Versprochen – wir sind auch schon ganz gespannt! 😉😉😉

Gute Nacht nun: es ist inzwischen schon viertel zwölf! Viertel nach elf ( für die Norddeutschen unter euch) 👍😉😉😉

 

 

 

 

 

 

5 Gedanken zu „Mittwoch, 07. März 2018“

  1. Danke, liebe Jette, für deine interessante Reisebeschreibung. So bin ich immer im Bilde, wie es auf der anderen Seite ausschaut. ☺ Es liest sich so, dass alles perfekt ist, die Natur, das Wetter, die freundlichen Menschen. Ein toller Urlaub!!! Ich freue mich
    mit euch und auf eure nächsten Erlebnisse. 🐑🐏🐑

    1. Danke. Wir freuen uns auch auf jeden Tag. Die Leute hier sind einfach so nett, das macht schon alleine Spaß. 😊👍
      Euch auch alles Liebe 😘

    2. Wir freuen uns auf jeden neuen Tag und sind gespannt, was er uns zeigt. Schön ist es auch, immer wieder nette Kontakte zu haben 👍😉

  2. … Die Tasmansee im Westen und der Pazifische Ozean im Westen. …???
    Hier ist doch etwas durcheinander geraten, macht aber nichts, denn, so wie ich dich kenne, Jette, wolltest du die Aufmerksamkeit der Leser testen.

    Blöde Frage von mir: Ihr müsstet die Sonne im Norden sehen???

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