Freitag, 16. März 2018

Barbara, unsere Hausherrin ist beim Arbeiten und hat uns alles fürs Frühstück bereitgelegt: lecker war es, Rühreier gab es, Müsli mit griechischem Joghurt und Toastbrot.

Jetzt warte ich noch auf Peter und dann geht es los,… heute wartet Rotoura nochmals auf uns 😊👍. Es ist die Stadt mitten in Neuseeland, die total amerikanisch ist, in der es Hunderte von Motels an den Straßen gibt und die man trotzdem – meiner Meinung nach – unbedingt gesehen haben muss. Denn: hier qualmt es überall, hier brodelt und hier zischt es. Der Dampf trägt den Schwefelgeruch durch die Luft und fast überall duftet (oder stinkt?) es nach Schwefel. Gut, dass wir außerhalb – in guter Luft – übernachten und auch einen wunderschönen Blick über das ganze Gebiet und den ganzen See haben:

Und diese Gegend hier ist auch so intensiv von der Maori – Kultur geprägt wie kaum ein anderes Gebiet  Neuseelands. Seit vielen hundert Jahren haben die polynesisch stämmigen Ureinwohner hier gelebt und die natürlichen heißen Quellen und mineralhaltigen Schlicke zum Kochen, Wärmen, Waschen, Baden und Heilen genutzt.

Bis später dann,…👍👍👍👍

Jetzt  ist es inzwischen 22 Uhr und ich liege im Bett: sind erst viertel zehn heimgekommen, haben noch einen Tee mit Barbara getrunken und etwas „geschwätzt“. Ich bin hundemüde,….⭐️🌙⭐️🌙  Es war ein toller Tag heute, morgen erfahrt ihr dann mehr,…. 😊😊😊

Es geht nun weite mit dem Bericht: zuerst waren wir also im Waimangu Volvanic Valley, dem weltweit jüngsten Thermalgebiet, einem Tal, 25 km südlich von Rotorua (ist uns auch von dem netten Schweizer  auf dem Zeltplatz empfohlen worden), in dem es überall gebrodelt und gezischt hat. Es ist durch den Ausbruch des Vulkans Tarawera 1886 gestaltet. Wir sind über 5 km hoch und runter durch dieses Tal gewandert und haben uns über all die Naturschönheiten (siedende Quellen, Bäche und Seen, die durch die Erdmineralien in unglaublichen Farben schimmern und köcheln) gefreut und waren über die Naturgewalten hier total beeindruckt.

Und hier plubbert der Waimangu Cauldron, der größte Heißwassersee der Welt, auch „Bratpfannensee“ genannt. Es sind hier unglaubliche Kräfte am Wirken,….

Und der – auch wenn ich nicht weiß, wie er heißt – (vielleicht findet es ja jemand von euch heraus? 😉) – gefällt mir von seiner Farbe her ganz besonders: ich liebe Türkis,…..👍

Und jetzt kommt noch der Vulkansee Rotomahana: auf ihm schwimmen schwarze Schwäne:

Mit dem Bus ging es dann zurück zum Ausgang und dann haben wir noch Barbaras Geheimtipp ausprobiert: Kerosine Creek! 👍 Wie gut, dass Peter schon daheim die Strasssenkarten von Neuseeland auf sein Handy geladen hat: das war richtig gut und wir konnten auch ohne Wifi alles finden. War auch bei Airbnb total gut – ein ganz dickes Lob an meinen lieben Mann! 😘😘😘😘

Ja, Kerosine Creek: es ist ein Bach, der sich durch ein Waldgebiet schlängelt und – man höre und staune – in dem es heiße Quellen gibt. Man kann sich in den Bach legen, sich zwischen den Steinen oder im Sand ein Plätzchen suchen und dann die Wärme (wie in der Badewanne, circa 35 – 40 grad) genießen – klar taten wir das! Es war herrlich in dem Wald,…. 😊 …… und ich fand immer bessere „Liegeplätze“.  Danke Barbara für den tollen Tipp! 😊😊😊👍👍👍👍

Heute war ja ein Tag voller Aktivitäten: die nächste, um viertel fünf war der am Vortag gebuchte Maori – Abend: ja so etwas muss hier ja auch sein! Und es hat uns sehr gut gefallen. Zwei Brüder hatten den Traum, ihre Kultur jedem – auch den Neuseeländern – näher zu bringen, so dass jeder ein besseres Verständnis bekommt, wie die Maori als Menschen wirklich sind. Die beiden Brüder verkauften ihr Motorrad und kauften einen Mini – Bus, um ihre Idee zum Laufen zu bringen. Heute beschäftigen Sie mehr als 150 Maori in ganz Neuseeland, die von den Geschichten, die die Maori auf ihrem Weg des Überlebens machen mussten, berichten.

Es gab eine Begrüßung des Maori – Häuptlings, verschiedene Aktivitäten, Gesang, Tanz und das berühmte Hangi – Essen, das in Erdhöhlen zubereitet wird. Wir haben auch Filme aufgenommen: wer die von euch sehen möchte, ist nach unserer Rückkehr herzlich zu uns nach Hause eingeladen. Anbei einige Bilder erst einmal:

Die Begrüßung ist für Maori – auch heute noch – sehr wichtig. Sie behandeln Fremde wie jemanden aus der Familie, mit Berühren oder Zusammenpressen der Nasen (Hongi). Dies besiegelt die Freundschaft zwischen den unterschiedlichen Kulturen.

Und nun kommt das berühmte Essen, das echt lecker war: auf den Bildern seht ihr es: erst ist es noch unten in der Höhle, dann stehen die Körbe oben und mein Essen ist auf dem Teller -echt fein! Aber erst – vor dem Essen – wird noch gebetet und das Mahl gesegnet. Und Nachtisch gab es auch noch – mal ohne Bild, sonst bekommt ihr nur noch Hunger,…. 😉😉😉😉

Dieses traditionelle Hangi, das für drei oder vier Stunden auf heißen Steinen unterhalb der Erde gegart wird, ist die Kochmethode der Maori. Die Steine werden mit natürlichem Holz erhitzt, bis sie eine weiße heiße Beschaffenheit aufweisen. Dann kommen sie in das gegrabene Loch und die Körbe mit dem Fleisch werden direkt auf die heißen Steine gelegt, darauf dann das Gemüse. Oben drauf kommt ein nasses Tuch, und dann ein nasser Jutesack. Dann wird schnell Erde über alles geschüttet, damit die Hitze im Ofen bleibt.

Ein kurzer Rundgang durch dieses Maori -Viertel, mit allem Drum und Dran:

Gegen halb neun brachte uns der Bus zurück in die Stadt und wir schauten uns noch im Redwood Forest den beleuchteten Baumwipfelpfad an: toll sah er aus mit lauter kleinen Lampions. Es gab mutige Leute, die es sich zutrauten, in der Dunkelheit da oben herumzulaufen – wir bestaunten es lieber von unten. Sah in Wirklichkeit viel beeindruckender aus – aber auch hier gilt: Peter hat noch viele Aufnahmen mit unserer großen Kamera gemacht und wir zeigen euch gerne Bilder, wenn wir daheim sind.

Jetzt ging es aber richtig heim und wir tranken noch gemütlich einen Tee mit Barbara – und dazu gab es frische Feigen vom Baum und auch Feigen / Kekse. Lecker und kommunikativ war es,… wie wenn wir uns schon ewig kennen würden. 👍😊😘

3 Gedanken zu „Freitag, 16. März 2018“

  1. Ahh, jetzt komme ich doch zu spät, euch zu wecken, bevor ich nach der Chorprobe ins Bett gehe.
    Allerdings ist es für euch ja bereits kurz vor 11 Uhr vormittags.

    Das scheint ja ein heißer Tag für euch zu werden, passt nur auf, dass ihr nicht in einen dere dampfenden Naturkessel fallt …

  2. … Wir haben auch Filme aufgenommen: wer die von euch sehen möchte, ist nach unserer Rückkehr herzlich zu uns nach Hause eingeladen. …

    Die Einladung wird angenommen 😆
    Ihr müsst jetzt nur noch die Uhrzeit, vielleicht auch noch den Tag und Monat angeben 8) 😀

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