Sonntag, 25. März 2018

Wir haben die Nacht gut hier oben auf dem Berg verbracht – kurz vor 22 Uhr kam noch ein Guardian und sagte uns, dass die Schranke hinunter erst wieder um 5 Uhr heute morgen öffnet und dass wir, wenn wir nicht hinunter müssen, hier oben stehen bleiben können. So waren wir also hier oben ganz allein, keiner konnte hoch kommen. Schon ein tolles Gefühl,….👍😊

Es regnete noch ziemlich viel in der Nacht, hat aber nun aufgehört und die Sonne kommt langsam durch: immer wieder verschwinden die Wolken oder der Nebel und man bekommt freie Sicht! Wunderschön ist es,… ich werde mal weiter genießen,…

Leute hat es seit acht Uhr hier oben, die meisten wandern hoch! 👍 Neuseeländer scheinen recht sportlich zu sein,….

Wir starten gegen zehn Uhr, nachdem die Sonne wieder da ist. Eigentlich wollen wir heute bis nach Wellington – 300 km – müsste in vier Stunden gut zu schaffen sein. Wir fahren auf einer gut ausgebauten Straße, es ist einiges los – die Neuseeländer sind sehr sportlich unterwegs (sehr schnell, aber doch vorsichtig), sonntags  auch gerne mit ihrem Oldtimer (gibt es recht viele), aber die Landschaft ist zum ersten Mal für mich irgendwie eintönig: die Strecke zieht sich,… wir machen eine Pause an einem Zeltplatz, um unser Wohnmobil sowohl zu entleeren als auch wieder mit Wasser zu füllen. 5Dollar müssen wir dafür berappen.

Einkaufen müssen wir auch noch – kein Problem, manche Läden haben auch heute, am Sonntag offen. Dann entdecke ich noch in einem Mini-Ort einen Flohmarkt und gönne mir eine neuseeländische Bratwurst, mit Zwiebeln und Toastbrot – schmeckt sogar gut!

Peter besorgt sich ein Pizzabrot mit Schinken, Käse und Ananas, dazu noch Tomaten. Wir kommen heute an vielen Obstplantagen vorbei, Hecken bieten auch hier natürlichen Schutz. Und es gibt Wein und „wine Tasting,… Und unendlich viel Mais,….und gevespert wird auch noch,… aber natürlich nur die Kiwi,… 😊👍

Viele Häuser liegen auch recht einsam und sie haben alle für ihre Wasserversorgung  mindestens einen Wassertank im Garten. Mit Kanalisation ist hier natürlich „mitten  in der Pampa“ nichts los.

Die Städtchen selber sehen alle sehr gleich aus – sind Strassendörfer mit mehr oder weniger vielen Läden  – bis auf einige Ausnahmen. Greytown ist uns von Barbara, unserer Airbnb Gastgeberin empfohlen worden, denn hier gäbe es eine sehr gute französische Bäckerei: wir haben natürlich auch die gefunden! Nur hatte sie seit 45 Minuten leider zu,… 😰😰😰😰😰 waren erst 16.45 Uhr im Ort.

Das Städtchen selber ist echt sehr hübsch: nette kleine Läden und sehr viele Blumen,… ich glaube, wenn ich hier irgendwo in Neuseeland wohnen würde, würden mir unsere deutschen hübschen Städtchen schon sehr fehlen: die sind einfach gemütlich. 😊

Kaum wieder auf der Straße, kommt mitten in der Landschaft wieder Werbung für Cafés oder Bars und ab und zu auch ein netter Spruch „Kiwis can‘ t fly. Drive Safe!“

Wieder viel Grün, viel Platz für Schafe, Rinder und Bienen (siehe die Kästen):

Ihr seht, ich bin von den Bergen ( und den Schafen)  hier total begeistert: es gibt sie – die Berge – in allen Ausführungen und ihre Struktur erst – für mich sehen sie wie Berge auf der Modelleisenbahn aus. Und die „silbernen Bäume“ auf dem Bild links daneben  sieht man auch überall und sie leuchten in der Sonne so herrlich! 😉

Und wir haben unsere Pläne für heute „über Bord“ geworfen. Eigentlich wollten wir ja nach Wellington, aber der viele Verkehr heute  und in Wellington wird es ja nicht besser-  das ist nicht unser Ding. Und so stehen wir jetzt am südlichsten Zipfel der Nordinsel, dem Cape Palliser, einer rauhen wilden Küste. Die Fahrt hierher war sehr ruhig, kaum Autos. Sie verlief  durch malerisches Farmland mit einsam gelegenen Höfen schon wunderschön und wir sind dann auch an den Putangirua Pinnacles vorbeigefahren.  Eine absolut grandiose, wild-spektakuläre Felsnadel-Landschaft. Wunderschön und auch so sehr mystisch, dass diese Putangirua Pinnacles auch zu einer der Kulissen im dem Film „Herr der Ringe“ wurden. Manchmal gibt es einfach Landschaften, da staunt man nur noch,…. hier kommen auch noch ein paar Bilder mit der großen Kamera,… 👍

Nur wenig weiter ist auch schon Ngawi, ein kleiner, verträumt gelegener Ort in der Mitte von Nirgendwo zu erkennen.

Bis nach Ngawi ist die Cape Palliser Road befestigt. Kurz danach geht sie in eine unbefestigte, gut befahrbare 7 km lange Piste über. Die letzten 3 km sind dann mit einigen Schlaglöchern versehen. Und fast hätten wir es bis zum Leuchtturm nicht mehr geschafft, denn die Straße war auch noch überschwemmt und es wurde immer schmaler für uns.

Aber Peter war super! Er hat die Strecke wunderbar gemeistert – echt super! 😘👍 Wir erreichten den Leuchtturm – er sieht klasse aus!

Das Cape Palliser Lighthouse wurde 1897 in Betrieb genommen. Heute ist es ein unbemannter Leuchtturm, der alle 20 Sekunden blinkt.

Das Cape Palliser Lighthouse wurde aus einer Felsspitze erbaut und thront dort wie in einem großen Adlernest. So wie es sich von Weitem schon vermuten lässt, darf der Besucher sich die wunderbare Aussicht auf die Küste zumindest ein bisschen „erarbeiten“. 🙂

Eigentlich auch gerne, nur hoch steigen (253 Stufen) schafften wir heute nicht mehr,… leider,…😰  wir wollten ja auch ursprünglich beim Leuchtturm übernachten und es gab auch genug Platz (wir waren die einzigen), aber auf Grund der Überschwemmung fuhren wir zurück in den Ort: da hätte ich nicht hinten bleiben können – wer weiß, wie es morgen aussieht,… wir hatten schon viele Stellen auf unserer Reise gesehen, wo Straßen wegen Felsabbrüchen  total gesperrt waren. Nein, das musste nicht sein – 🤔 – hier ein  Bild davon, wie es aussah:

Aber: wir fanden noch Robben!!!! Und das hat uns riesig gefreut,… 😊😊😊😊😊 sind mit dem Handy aufgenommen – die Bilder von der großen Kamera kommen noch,…. 😉

Bei den Robben am Cape Palliser handelt es sich um Neuseeländische Seebären (engl. Seals, was manchmal nicht eindeutig und zu deutsch als Pelzrobbe übersetzt wird). Definitiv sind es aber keine Neuseeländischen Seehunde (engl. True Seals), wie ich so oft lese, denn Seehunde gibt es soweit südlich überhaupt nicht.
Wer sie getarnt auf den umliegenden Felsen nicht gleich erkennen kann, riecht sie aber dennoch sofort. 🙂

Sie krochen auf den Felsen herum, gar nicht weit weg von uns – so stellen wir uns Naturerlebnisse vor,… 👍😊 – ganz natürlich und kostenfrei,…

Zurück im Ort standen da schon einige Camper und wir fanden ein nettes Plätzchen für uns direkt am Meer – heute mit Sonnenuntergang im Meer. Herrlich! Peter briet noch unsere restlichen Hamburger und danach ließen wir uns noch ein paar Süßigkeiten schmecken.

Ist das Grün auf dem ersten Bild nicht einzigartig? Wie vieles andere, begeistert es mich immer wieder aufs Neue total,… 👍😊

 

 

 

2 Gedanken zu „Sonntag, 25. März 2018“

  1. Wow, wie schön das alles ist!!! So habe ich Neuseeland noch nie gesehen. Danke für deine begeisterte Beschreibung in Wort, Bild und Geschmack.
    😎🥝🥝🥝🥝😊

    1. Vielen Dank Ingrid. Es ist wunderschön hier und das Aller-, Allerbeste sind die freundlichen und hilfsbereiten Menschen. Tut einfach gut,.,,.,

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