Freitag, 06.April 2018

Es ist halb sieben bei uns abends und wir haben jetzt einen Stellplatz direkt am Meer gefunden: er ist wunderschön gelegen, von Hügeln eingerahmt. Draußen ist es recht frisch und es hat heute fast den ganzen Tag geregnet,… war aber auch der erste regnerische Tag, seit Anfang März, seit wir hier in Neuseeland sind.

Über 200 km sind wir heute auch wieder gefahren und das waren die Höhepunkte:

Eine ruhige Nacht auf einem DOC Zeltplatz: Department of Contribution – diese Plätze sind sehr schön gelegen, haben Toiletten, Wasser – aber weder Duschen noch Entsorgung. Und sie sind mit acht Dollar pro Nacht und Person auch recht günstig. Wir hatten zum ersten Mal auch kein Netz,…. es war also eine sehr ruhige Nacht! 😊😊😊 Peter hat gestern noch fleißig am Abend die Sterne fotografiert: wir hatten wieder mal einen tollen Sternenhimmel und auch die Milchstrasse war super zu sehen,…

Und ich bin heute morgen noch kurz durch den Native Bush an den Strand gegangen: war das schön!

Wir kamen bei jemanden vorbei, der mit Schrott kreativ ist:

Unser Frühstück am Florence Hill Lookout: da war es fast noch schön – vom Wetter her,… und es gab Rührei mit Tomaten und Toastbrot. Auch wieder sehr lecker,…. und dazu ein wunderbarer Blick von oben aufs Meer!

An den Cathedral Caves ging es vorbei, so etwas haben wir in letzter Zeit oft gesehen,… und wir hätten im Regen über 20 Minuten durch den „Busch“ laufen müssen,…

Was wir aber nicht ausgelassen haben, war die Curio Bay: würde ich auch jedem empfehlen. 👍👍👍👍 Und wenn das Wetter besser gewesen wäre und es nicht so geschüttet hätte, wären wir auf jeden Fall eine Nacht auf dem kleinen Zeltplatz dort direkt am Strand geblieben: er liegt zwischen der Purpoise Bay und der Curio Bay und man hat hier – bei schönem Wetter – viele Möglichkeiten etwas zu tun und der gelbe Sandstrand erst, der vervollkommnet den Bilderbuch-Anblick: außerdem leben hier die Hektor-Delphine, die kleinsten Delphine der Welt, die nur vor der neuseeländischen Küste daheim sind. Ein paar dieser „Kleinen“ haben wir im Auto sitzend mit dem Fernglas (wie gut, dass wir das mitgenommen haben) beobachten können, trotz Regentropfen auf der Scheibe,…😊😊😊😊 Es gibt nur noch 3000 – 4000 streng geschützte Exemplare. Fotos von den Delphinen gibt es leider keine,… 😳

Weiter gibt es hier Gelbaugen-Pinguine, die man abends an Land watscheln sehen kann. Sie nisten hier im flaxbewachsenen Ufer. Sie leben übrigens als Einzelgänger – und wir sahen einen von ihnen auf der Otago – Peninsula! 👍👍👍

Außerdem liegt hier in der Bay ein fossiles Waldstück aus der Zeitvertreib Dinosaurier: einer von nur frei zugänglichen fossilen Wäldern auf der Welt. Bei Ebbe kann man einige der versteinerten Stämme im flachen Wasser liegend erkennen. Sie zeigen, dass diese Küste mal mit dichtem Regenwald bewachsen war. Natürlich habe ich mir das aus der Nähe angeschaut, ausgerüstet mit Regenhose und Regenponcho.

Dann ging es wieder zehn Kilometer weiter, dieses Mal auf einer gravel Road und zwar zum Slope Point: dem südlichsten Punkt des neuseeländischen Festlandes. Hier sind kaum noch Bäume, nur flache Felder und natürlich Kühe und Schafe. Und natürlich groß es weiter, aber nichts desto trotz sind wir die zwanzig Minuten zum südlichsten Punkt gelaufen,… wir beide in Regenklamotten,… 😳😳😳 und ganz vorne gab es viele bunte  Smarties, die Peter extra mitgenommen hatte: ist ja auch was Besonderes, da vorne zu stehen,… 😊😊😊 da waren wir übrigens fast alleine. Auch auf der Strecke kamen kaum Autos – Neuseeland also, wie man es sich vorstellt,…. 👍😊

Die Fahrt ging weiter durch die Catlins über die landschaftlich schöne kurvenreiche Strecke noch Fortrose, einem kleinen Hafen. Dann wurde es landschaftlich eintöniger, es erinnerte uns an Schleswig -Holstein, denn auch hier gibt es plattes Land und viele Feuchtgebiete. Kaum ein Haus und wenn, dann recht heruntergekommen. Ab und zu standen Rehe statt Kühe auf der Weide,…  🤔 Die Straßen waren schnurgerade und die dreißig Kilometer zogen sich bis nach Invercargill. Hier gibt es im Städtchen auf einmal sehr breite Straßen – man fühlt sich schon nach Amerika versetzt,..

Wir tankten wieder ( denn Tankstellen gibt es hier nicht all zu viele) und holten uns eine Portion Fish and Chips. Hier siedelten früher die Europäer und schlugen und exportierten das qualitativ hochwertige einheimische Holz und hielten Schafe und Kühe auf dem fruchtbaren Boden, so dass Butter und Fleisch als Export-Schlager gediehen. Heute ist der Fisch für den Export: das hörten wir im Museum (Southland Museum) in der Stadt, das wir noch besuchten. Hier gibt es einiges über Burt Munro, der sich ein Renn-Motorrad für das große Salzwüstenrennen in den USA selbst konstruiert hat. Dann bietet das Museum Maori-Kunst und das besondere: es gibt hier Tuataras – einzigartige, nur noch in Neuseeland vorkommende Brückenechsen. Sie sehen aus wie Dinosaurier im Mini-Format, heißen hier „Henry“ und „Albert“ ( sind mehr als 115 Jahre alt) und sind ein Kulttier in Neuseeland. Die Dinosaurier starben vor rund 65 Millionen Jahren aus – mit Ausnahme dieser Tuataras!

Fast hätten wir dann in Riverton beim Schwimmbad übernachtet, aber leider ist das nur am Wochenende für zwei Stunden geöffnet. Dabei entdeckten wir diese mobile Fahrbücherei und das nette Kirchlein:

So verließen wir das nette Städtchen, das sich  selbst den Titel „ Riviera des Südens“ gegeben hat und fanden diesen ruhig gelegenen Platz. Peter hat mich gerade wieder verwöhnt – mit Kartoffelsuppe und leckerem Käsebrot.

So, nun werde ich mich noch an die letzten zwei Tage – Mittwoch und Donnerstag – machen und dann wird geschlafen. Und beim nächsten mal muss wieder ein Laptop mit, denn es dauert einiges länger, alles mit dem Handy einzutippeln,…. 😳😉😉😉😉😉

2 Gedanken zu „Freitag, 06.April 2018“

  1. … denn es dauert einiges länger, alles mit dem Handy einzutippeln,….
    … da kannst du wohl recht haben. Und das Gemeine an der Tippelei ist dann, dass einem Wortschöpfungen angeboten werden, die mit dem eigentlichen Wort nichts außer einer gewissen Anzahl passender Buchstaben gemein hat ….

    Ich bin unwissend, aber du klärst mich ja auf > was ist eine gravel Road? Eine mit Schotter befestigte Straße?

    Ihr seht, ich bin mit Lesen und Anschauen schon sehr weit, habe euch beinahe eingeholt 😆

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