Mittwoch, 11.April 2018

.. schon um sieben war ich auf und bewunderte das Morgenrot und das Meer: das ist einfach so wunderschön,….da kann ich mich nie dran satt sehen!

Dann tippelte ich den Reise-Bericht in meine Notiz-Sammlung weiter ein und bekam schon um halb neun mein Frühstück 😉😉😉 – Müsli gab es heute.

Den Kaffee konnte ich draußen genießen: es war wieder herrlich warm in der Sonne. War das wohltuend und ich konnte es genießen 👍😊.
Wir liefen dann noch etwas am Strand entlang und Peter kletterte über die angeschwemmten Holzstämme und Wurzeln, ..,..

…. um auf der anderen Seite des Flusses nach einem besonders schönen weißen Stein zu suchen, den wir auf den bereits „angelegten“ Steinehaufen legen wollten: hier war jeder Stein beschriftet und wir wollten auch einen von uns dazu legen. Eigentlich doch eine tolle Idee! 👍😊 Peter schaffte es auch nach „drüben“ und kam mit drei tollen Steinen zurück: nur hatte er auf der Strecke leider sein Brillenetui mit Brille verloren. Wir suchten und suchten, aber es war wie mit der „Stecknadel im Heuhaufen“,… 🙈🙈🙈

Trotzdem ließen wir uns die Freude nicht nehmen (Peter hatte eine Ersatzbrille dabei), beschrifteten einen Stein und legten ihn zu den anderen dazu.
Dann ging es – auf einer gut ausgebauten Straße……

……. durchs Land – weiter Richtung Gletscher: erst zum Fox und dann zum Franz-Josef!

Diese beiden Gletscher dringen weit ins Vorland vor, so weit, dass noch hoch über ihren Zungen dichter Regenwald überleben kann. Es ist bei beiden ein ungewöhnliches Nebeneinander von Eis und Regenwald!

Ein großer Teil der Neuseeländischen Alpen ist vergletschert und je weiter man an der Westküste nach Süden kommt, desto mehr. Das hat wenigstens drei Gründe: die Niederschläge nehmen nach Süden zu, die Temperaturen nehmen mit zunehmender Polnähe ab und die Gipfelzone, in der die Gletscher entstehen, liegen nach Süden immer höher.

Der Fox Glacier erhielt seinen Namen nach einem Besuch des Premierministers Fox im Jahr 1872.

Fox Glacier ist ein kleiner Ort mit Touristen-Shops und Quartieren. Wir hatten von etwas weiter weg einen herrlichen Blick auf den Gletscher und zu unserem „Freund“, dem Mount Cook, den wir ja schon von der anderen Seite vor zehn Tagen bewundert hatten. Auch heute hatten wir Glück und er war frei zu sehen: einfach wunderschön. Wir wanderten dann 6 km um den Lake Matheson: herrlich war es! Eine Mulde der Endmoräne des Fox Gletschers (er ist 13 km lang), die dieser vor etwa 5000 Jahren ablud, füllt heute der See. Herrliche Blicke auf die Bergwelt, eine tolle Wanderung durch den Regenwald: unzählige Moose, riesige Farne wachsen hier, auf und am Fuß der knorrigen Bäume. Er ist voll von nur auf Neuseeland beschränkten Pflanzen.
Und das Kaiserwetter dazu – klasse! 😊

23 km fuhren wir weiter, hoch und runter und wieder durch Regenwald und dann gabelte sich die Straße zum nächsten Gletscher: dem Franz-Josef-Gletscher! Er hat seinen Namen nach dem österreichisch-ungarischen Souverän. Hier gingen wir den Weg zum Gletscher durchs Tal, aber nur eine halbe Stunde lang: denn wir sahen ihn schon von weitem und ich war – ehrlich gesagt – sehr erschrocken, wie weit sich das Eis schon zurückgezogen hat und wie grau und steinig unten alles aussieht.

Franz-Josef ist zehn Kilometer lang und schiebt sich von 400 Meter auf gut 2900 Meter an. Klar ist das beeindruckend! 👍
Aber wir haben die letzten Jahre in Norwegen die Gletscher besucht und da war ich viel faszinierter von den einzelnen Gletscherzungen: da entdeckten wir auch das typische Gletscherblau! Sowohl im Eis wie auch im Fluss und im See,… 👍😊
Im Wohnmobil angekommen, gab es dann erst mal noch ein Käffchen und was zu essen und dann ging es noch ein Stückchen weiter. Die Fahrt ging durch viel Weideland hindurch, teils geradeaus, teils hoch und runter, oft mit herrlichen Blicken auf die Berge dahinter und den Regenwald davor – jedoch leider noch nicht am Meer entlang. Aber hier einige Bilder, die ich typisch für Neuseeland finde,…

Häuser, geschweige denn Orte gibt es hier in dem Gebiet nicht. Einsamkeit pur, kaum ein Auto begegnet einem, unendliche Weite und Stille – herrlich! Erst nach gut 140 km kommt dann doch mal ein Ort ! Ein kleiner! Wir entleeren das Wohnmobil in dem Ort Ross, einem Wohnort im Nirgendwo. Fast jeder Erwerbstätige hier arbeitet in den Minen – man lebt hier also vom Gold. Die Häuser sind jedoch recht einfach.

Und wo landeten wir noch? Wieder hatte Peter eine Überraschung für mich parat! 👍😊
Ich hatte mir doch so gewünscht, mal noch neuseeländische Glühwürmchen zu sehen – und hier in Hokitika gibt es welche! Ohne Eintritt, man kann einfach am Ortsende parken und läuft ein paar Meter zu der Höhle. Und da funkelte es! War das herrlich und ich hab mich ganz riesig gefreut! 👍👍👍👍 Und – wir waren zur richtigen Zeit da – gerade als es dämmerte und man das Leuchten der Würmchen sehen konnte! Echt super! 👍😊 …. und den Rest eines schönen Sonnenuntergangs haben wir auch noch gesehen:

Übernachtet haben wir 20 km weiter auf einem ausgewiesenen Platz, den ein Café-Betreiber seinen Gästen zur Verfügung stellt. Wie gut, dass Peter eine App hochgeladen hat, die alle Übernachtungs- und Entsorgungsstellen anzeigt! 👍😊
Wir hatten noch Kohldampf – und so teilten wir uns noch alles, was wir „daheim“ hatten: die chinesische Suppe, die Dose Spaghetti (braucht man nicht wieder kaufen), den geräucherten Fisch und ein paar Kekse. 👍👍👍❤❤❤❤

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