Samstag, 14.April 2018

Wieder haben wir gut und ruhig geschlafen: es ist ein sehr gemütlicher und familiärer kleiner Platz, auf dem wir hier (für fünf Dollar pro Person) gestern Abend gelandet sind. Es gibt auch keine Duschen hier, nur eine Toilette. Aber man kann hier Lagerfeuer machen. 👍
Und er liegt direkt am Meer in einer hübschen Bucht (Holz liegt hier haufenweise herum) – und die „Mittelalter“ Frau, „care taker“ pflegt den Platz und wohnt selber in einem umgebauten LKW: irgendwie schon cool,…. 😉
Unser Ziel heute ist Farewell Spit – der nördlichste Punkt der Südinsel! Wie ihr uns nun schon kennt, lieben wir diese extremen Punkte ganz besonders,… 😉
Für unseren Nachmittagskaffee wollten wir uns in der deutschen Bäckerei (ja, so was gibt es in Motueka) noch was holen, waren aber nicht bereit, dafür horrende Summen zu zahlen. Also schnell noch in den Supermarkt und ein paar Croissants geschnappt, bevor es nach „ ganz hinten“ los ging. Motueka ist übrigens das Zentrum des Obstanbaus auf der Südinsel und es werden hier viele Backpacker beschäftigt.
Gut, dass wir heute diese Straße zum Ende der Südinsel fahren und nicht gleich zu unserer Ankunft hier vor fast drei Wochen! Warum? Weil da diese Straße, die sich in Serpentinen von Motueka über den Takaka Hill (791 Meter hoch) nach Takaka schlängelt, gesperrt war: es hatte ein Zyklon gewütet und sogar teilweise die Straße zerstört – ganze Stücke der Straße fehlten,…

Nun ist die Straße wieder einspurig (mit Ampelschaltung) befahrbar und wir können hinter – Super 👍😊. Ist die einzige Möglichkeit, nach „hinten“ zu kommen. Vom Hill gibt es bei klarem Wetter bestimmt tolle Aussichten, wir hatten nicht soviel Glück. 😳
Takaka – das einstige Hippie- Mekka! Auch heute geht es hier gemütlich zu, viele Cafés und Läden sind an der Durchgangsstraße. Die Bewohner – so las ich es in meinem schlauen Reiseführer 😉 – suchen hier Harmonie und Frieden und ein Leben abseits hektischer Metropolen und im respektvollen Umgang mit der rauhen Natur. Ja, einsam ist es hier,…. 😉👍
Für uns gab es hier eine dumping-Station und wir konnten an der Tankstelle Wasser für den Tank des Wohnmobils bekommen! 👍😊
Den Ort Collingwood (ehemaliges Goldabbaugebiet) lassen wir erst mal links liegen und kommen in den wirklich letzten Ort, nach Puponga: hier endet der Asphaltbelag!
Zuerst waren wir am Farewell Spit: es ist hier der Beginn einer Sandzunge, die 35 km weit ins Meer hineinragt. Hier rasten und nisten zahlreiche Vögel – deswegen darf von hier aus auch nur ein Stück auf eigene Faust gewandert werden. Immer wieder macht dieses Naturreservat leider auch traurige Schlagzeilen, weil hier etliche Wale schon gestrandet sind und die Anwohner dann verzweifelte Rettungsaktionen starten.
Wir sind noch ein Stück weiter – quasi auf die Rückseite der Sandzunge: hier kann man noch acht Kilometer auf einer gravel Road, also unbefestigten geschotterten Straße weiterfahren. Unser erstes Ziel war die beeindruckende Steilklippe Cape Farewell: der nördlichste Punkt der Südinsel! Super schön – und unten lagen Seehunde. Hier – inmitten grüner Hügel mit vielen Schafen – kochten wir uns was zum Essen: gewürzten Reis mit Lamm, frischen Pilzen, Zwiebeln und Knoblauch. Lecker war es,…. (schließlich hatten wir ja eure was zu feiern: vor 39 Jahren haben wir uns verlobt und vor 63 Jahren wurde Peter getauft).

Das Wetter klarte immer mehr auf und wir fuhren noch zum Ende der Straße: hier gab es ein Café und einen Zeltplatz. Aber wir wanderten erst mal zum
Strand, dem Wharariki Beach, 20 tolle einzigartige Minuten mit super Landschaft – und waren begeistert! Total begeistert! 👍👍👍👍
Der Weg ging über Hügel, über eine wilde Farm-, Kiefern- und Dünenlandschaft ……

……, hin zu den windgepeitschten Dünen des Strandes. Wir waren „hin und weg“,… diese Weite und Schönheit hier – großartig! Und ich hab viel zu viele Bilder gemacht,…. 😳😳😳😳

Und wir entdeckten hinter Felsen (ein paar wenige Leute waren da) Seehunde, die hier im Wasser plantschten, miteinander spielten, wahrhafte Luftsprünge vollführten – es war großartig, so nah dabei sein zu können.

Wir genossen diese Minuten sehr, wanderten dann zum Parkplatz zurück und entschlossen uns, eine Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen: es war unsere zweit teuerste Übernachtung – die bot aber dafür Plumpsklo, keine Entleerung fürs Wohnmobil und die Duschen kosteten noch extra 2 Dollar für 4 Minuten. 🤔🤔🤔

Na ja, wir blieben trotzdem – die Landschaft war herrlich und wir wollten hier ja am nächsten Morgen noch etwas wandern. Plätze zum freien Übernachten gibt es wohl hier im ganzen Umkreis nicht,…😰😰😰😰

In der Gemeinschaftsküche trafen wir noch ein neuseeländisches Ehepaar vom hohen Norden der Nordinsel mittleren Alters: der Mann war jetzt zum ersten Mal auf der Südinsel und sehr enttäuscht: es sei hier kälter als daheim, er kann nicht angeln wie daheim, surfen entfällt auch und er freue sich schon wieder auf sein Zuhause, auf den schönsten Platz auf der Erde! 👍😊
Alt wurden wir heute auch nicht mehr – hatten hier „hinten“, auf dem nördlichsten Platz der Südinsel weder Netz noch Wlan,… 😳🙈

2 Gedanken zu „Samstag, 14.April 2018“

  1. Na dann auf jeden Fall noch herzlichen Glückwunsch nachträglich zu 39 Jahren Verlobung 💍
    …und selbstverständlich auch zu deiner Taufe, liebes Peterchen 🍀❤️

    1. Danke dir ganz herzlich 😘👍
      Ist ein großes Geschenk, dass wir uns kennengelernt haben und dass wir euch DREI haben. Freuen uns riesig darüber 😘❤️

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