Mittwoch, 12.September 2018

Die ganze Nacht hat es geschüttet. Nun ist es noch wechselhaft, ab und zu sonnig, nur verhältnismäßig frisch: 15 Grad.

Eine hübsche Kirche ist hier im Ort – und es gibt die typisch langen finnischen Namen:

Anbei für euch eine Übersicht, wie wir weiterreisen. Erst mal geht es noch mit zwei kleinen Fähren, die kostenfrei sind (da sie als Verlängerung der Straße angesehen werden) aufs finnische Festland. Und von dort auf der Autobahn Richtung Helsinki.

Toll ( und günstig) war die Fahrt durch den größten Schärengarten der Welt! 😊👍 Ich finde diese Fahrt durch die Schären wunderschön – überall sind kleine Inseln – einfach herrlich und in meinen Augen etwas ganz Besonderes! 👍😊 Gestern auf Kökar habe ich die Frau in der Postagentur noch gefragt, ob sie gerne hier leben würde. Und sie war begeistert von ihrer Insel. Sie sei schon hier geboren und es sei keinesfalls einsam – und außerdem könnte sie ja mit dem Schiff mal nach Mariehamn  fahren. 👍😊 Na ja, dachte ich mir, die Fahrt dorthin dauert circa drei Stunden – und dann ist die Fußgängerzone gerade mal 300 Meter lang  😳😳😳.

Die Leute übrigens – sie sind hier mehr für sich. Man kommt nicht so leicht ins Gespräch mit Ihnen, obwohl alle englisch können. Das war in Neuseeland total anders: da ist man von fast jedem angesprochen worden und es gab Kommunikation „ohne Ende“. 😊👍

Kurz vor Turku, der ältesten Stadt Finnlands fahren wir dann weg von unserer „Schärenstrasse“ und auf die Autobahn Richtung Helsinki.

Dies haben wir auf der Autobahn entdeckt. Auch die Temperatur der Straße  wird hier angegeben. Wer weiß warum das so ist?

Erst kurz vor der 1 – Millionen – Metropole kommt es zu Staus, es ist Auto an Auto und wir – wir sehnen uns schon nach unseren Inseln zurück. 

Helsinki oder Helsingfors wurde 1550 gegründet. Zar Alexander I. Hatte die Stadt 1812 zur neuen Hauptstadt auserwählt – weil sie weit weg von Stockholm, aber nah an Sankt Petersburg ist. Der Berliner Architekt Carl Ludwig Engel erhielt den Auftrag zur Stadtgestaltung und seine neoklassizistischen Bauten prägen das Gesicht der Innenstadt. Die „Weiße Stadt des Nordens“ enthält viel Grün und einen Hafen mitten in der Stadt. 

Mal sehen, ob wir Helsinki auf dem Heimweg – falls er durch das Baltikum führen sollte – noch anschauen. Im Moment hätte es uns nach der Einsamkeit und Stille „erschlagen“. 🙈😳🙈😳

Wir schaffen es heute fast 300 km weit bis nach Porvoo: hier finden wir dank meines Reiseführers einen netten Platz am Bootshafen mit Blick auf den Fluss und auf einige kleine Schiffe. 

Dank Lucy gehen wir noch eine Runde nach draußen (das Wetter ist bewölkt, um die 17 Grad warm) – ob wir das ohne Hund auch noch  gemacht hätten? 😉😉😉 

Dann wäre uns aber etwas entgangen! Denn Porvoo ist eine sehr schöne Stadt und besonders geschichtsträchtig. Sie ist nach Turku die zweitälteste Stadt in Finnland und wurde 1346 gegründet. Im 18. Jahrhundert war sie ein gut frequentierter Handelsplatz. Und 1809 war hier im Dom die Geburtsstunde des finnischen Staates, als Zar Alexander I. den autonomen Status Finnlands verkündete. 

Ich bin von der Altstadt total begeistert: über historisches Kopfsteinpflaster und an netten kleinen Läden vorbei kommen wir hinauf zum Dom.

Es ist einfach total süß hier, man fühlt sich wie vor vielen hundert Jahren. Unten sind die roten Salzspeicher-Häuser aus der Hansezeit mit den geschickt geschachtelten Grundstücken, so dass möglichst viele Händler am Fluss laden konnten. 

Es gibt viele Restaurant-Schiffe hier – und bei schönem warmen Wetter ist hier bestimmt viel los.

Kann das jemand von euch lesen? Steht auf einem Schild vor dem Lidl:

Wir machen uns im Wohnmobil erst mal ein Teechen und lesen noch etwas. 

 

2 Gedanken zu „Mittwoch, 12.September 2018“

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