Donnerstag, 13. September 2018

Das war der sehr frühe Morgenspaziergang und die Slalomstrecke:

Peter hat frische Brötchen (vom Lidl) geholt, die wieder mal sehr, sehr lecker geschmeckt haben. Danach haben wir unsere Vorräte noch aufgefüllt (auch beim Lidl)  und es ging 30 km weiter auf der fast leeren Autobahn nach Loviisa. Hier in dem Städtchen sind Bauten verschiedener Stilepochen zu finden und vor dem Rathaus findet ein kleiner Markt statt: ich kaufe uns Heidelbeeren und Preiselbeeren! 👍😊

Der Bootshafen Laivasilta ist von malerischen roten Salzspeicherhäusern umgeben. Im Sommer ist hier auch gastronomisch viel los, bei uns war alles geschlossen. 🙈

Wir fahren – wie es sich gehört 😉😉😉 – auf der Königsstrasse mit dem Krönchen – es ist die alte Handelsroute von Norwegen ins Baltikum und der Postweg von Stockholm nach Sankt Petersburg. Es geht bei uns weiter bis nach Pyhtää. Hier steht eine für Südfinnland typische Scheunendach-Kirche aus Feldsteinen. Sie ist aus dem 15. Jahrhundert. Leider kann man nicht hinein und deswegen die berühmten Deckenmalereien nicht ansehen. 

Wir essen hier auf dem großen leeren Parkplatz ein paar gefüllte Piroggen und zum Nachtisch einen Ostkaka und Heidelbeer-Joghurt und natürlich trinken wir ein Käffchen. 

Und weiter geht es zur nächsten Sehenswürdigkeit 40 km weiter nach Kotka: hier hatten sich 1889 Zar Alexander III. und seine Familie ein komfortables Fischerhaus und Anglerquartier bauen lassen, nach karelischem Vorbild. Das Haus hatte noch geöffnet und ich schaue es mir natürlich an. Eine nette Studentin führt mich durch und erklärt mir vieles auf Englisch. 

Hier das Schlaf-  und Arbeitszimmer des Kaisers und der Kaiserin und ein Bild von der Küche:

Wir fahren auf der fast ganz leeren Autobahn weiter bis kurz vor die Grenze zu Russland. Nach Sankt Petersburg sind es nun nur noch etwas über 200 km. Wenn man da kein Visum bräuchte, wären wir noch hingefahren. 

So geht unsere Fahrt weiter nordwärts nach Jalokivikylä, dem Edelsteindorf. 

Hier dreht sich alles um den Spektrolith, einen echten Feldspat, der metallisch glänzt. Man sagt, er schillert in allen Spektralfarben. Sein Vorkommen beschränkt sich genau auf dieses Gebiet. Das macht ihn zum „National – Edelstein“. Ich schaue sie mir an, aber es trifft nicht so meinen Geschmack. 

Der Stellplatz hier ist uns zu laut. So nutzen wir ihn zum Essen: es gibt wieder mal Kartoffeln, mal mit Butter und Leberwurst und mal mit Hering. Lecker! 

Wir fahren noch die 40 km bis zum nächsten Platz nach Lappeenranta. Hier ist in meinem tollen Reiseführer ein hübscher Platz am Saimaa-Kanal ausgeschildert. 

Überall Kiefern, Tannen und vor allem Birken:

Zar Alexander II. weihte 1856 den Kanal ein: es sind 58 km von Lappeenranta nach Viipuri mit 28 Schleusen und einer Höhendifferenz von 76 m – eine technische Meisterleistung! Die Handelswege wurden so von der Ostsee ins finnische Binnenland mit seiner weit verzweigten Seenplatte verbessert. 

Schon lustig, dass wir in diesem Urlaub so oft an einem Kanal übernachten 👍😊. 

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