Freitag, 14.September 2018

Der Tag beginnt früh…….

……… und wir nutzen die Chance, dass hier ein Baumarkt ist und wir eine harte Platte für Lucys Hundebox, in der sie während der Fahrt und der Nacht ist, kaufen können. Diese beisst sie dann hoffentlich nicht durch! 😳🙈🙈🙈🙈

Lucy liebt Stöcke aller Art, nur der hier war wirklich viel zu groß:

Im Geschäft trafen wir auf einen sehr netten und offenen – natürlich blonden – Finnen. Er war total von Lucy begeistert und unterhielt sich mit Peter. Ich hatte schon gelesen, dass die Karelier anders als ihre finnischen Landsleute sehr gesprächig sind. 

Wir fahren die Via Karelia, eine vierspurige Straße nach Imatra. Es ist recht leer hier, rechts und links Wald. Ab und zu tauchen einige Fabriken auf. 

Einst suchte auch Katharina die Große hier in Imatra (7 km von der russischen Grenze entfernt) ihre Ruhe. Ganz besonders begeistert war sie anscheinend von dem Wasserfall, der sich hier über 18 Meter in eine Felsenschlucht stürzt.

Einst waren diese Imatrankoski vom Vuoski – Strom die gewaltigsten Stromschnellen Europas. Wir kamen auch an einem Freilichttheater vorbei: hier hört und sieht man, wie der wilde Fluss im Sommer in einer beeindruckend dramatisch-festlichen Inszenierung mit Musik zu Tale donnert. Auch das Hotel, das seinerzeit wegen der reichen Wildwasser-Touristen aus Sankt Petersburg gebaut wurde, bewunderten wir. Hier in Imatra wird in den meisten Läden mit den russischen Touristen schnelles Geld gemacht. 

Es geht einige Kilometer weiter: hier fanden wir einen besonders schönen achteckigen Glockenturm mit Schindeldach von 1752 und eine weitere Kirche.

Weiter geht es durch viel Wald, Stille und Einsamkeit – vom Saimaa See ( dem größten Gewässer in Finnland) sehen wir noch nicht viel – nach Puumala. Hier eine Übersichtskarte:

In Puumala finden wir neben einem Laden einen riesigen Topf, aus dem Erbsensuppe verkauft wird. Natürlich probieren wir auch – und sie schmeckt uns sehr gut. 😊😊😊

Der Ort wird das „Gibraltar vom Saimaa“ genannt – keine Ahnung warum? 

Unsere Freude und unser Hunger auf das Lounas -Büfett ( hatte ich im Vorfeld eruiert, ist was typisches für hier mit Spezialitäten aus Karelien) werden immer größer: nur noch acht Kilometer sind es bis zu dem in meinen Reiseführer angekündigten Restaurant direkt am See. Und pünktlich sind wir auch, denn das Büfett gibt es von 12-15 Uhr. Gefunden haben wir es auch, aber leider gibt es ausgerechnet heute kein Büfett, erst morgen wieder. Wie schade 😢😢😢😢

Dafür finden wir an einem See ein wunderschönes Plätzchen und machen hier eine gemütliche und lange Kaffeepause:

Man hört die Wellen plätschern, den Wind in den Bäumen, Vogelgezwitscher. Es ist herrlich und Natur pur. Alle paar Momente ändert sich mit den vorbeiziehenden Wolken das Bild. Lucy und ich spazieren noch lange auf den weichen Kiefernnadeln durch den Wald. Einfach super mit der Aussicht! 😊👍 Da macht dass Laufen Spaß! 👍👍👍

So ein Seengebiet wie das Saimaa – Seengebiet findet man nirgendwo sonst in Europa. Inmitten der riesigen Wasserflächen, die aus der Eiszeit übrig geblieben sind, breiten sich unzählige Inseln aus. Mit ihrer dichten Bewaldung scheinen die grünen Tupfer bis zum Horizont zu reichen. 

Bei der Weiterfahrt kommt die Sonne wieder heraus und man sieht die unendlich vielen weissen Stämme der Birken ganz besonders schön. Es ist ein wunderschönes beruhigendes Bild – jedenfalls für mich. Auf dem Bild aus dem Wohnmobil heraus kommt es leider nicht so gut rüber,…. 😉 und leider gibt es viel zu wenig Parkbuchten oder Stellen zum Anhalten.  

Der Herbst hat hier nun auch Einzug gehalten und vor allem das Laub der Birken leuchtet gelb – doppelt schön sieht es aus, wenn die Sonne darauf scheint! 👍😊

Auch die Seen sehen wunderschön aus, wenn man meist auch nicht direkt zu ihnen hinkommt. Am liebsten würde ich immer wieder anhalten und genießen. So kann ich nur Bilder aus dem Wohnmobil heraus knipsen. 

Die Straße zieht sich meist schnurgerade, etwas hoch und runter – Erhebungen bis 140 Meter sind drin – hin. Von bester Qualität ist die Straße nicht: es hoppelt oft schon recht kräftig. 

In der Bischofsstadt Mikkeli am Ende des Saimaa – Sees suchen wir ein Plätzchen für die Nacht, aber es gefällt uns nicht so recht und da wo es uns gefällt, sind Verbotsschilder – so fahren wir noch etwas weiter, bis kurz hinter Juva und verbringen hier an einem Museum die Nacht……..

….. und gehen viertel zehn schon ins Bett. Unglaublich! 😳 eigentlich wollten wir noch den Krimi am Freitag anschauen, aber wir sind euch ja eine Stunde voraus und morgen früh kurz nach sechs Uhr wird die Nacht vorbei sein 🙈🙈🙈🙈. 

2 Gedanken zu „Freitag, 14.September 2018“

  1. … eine Platte für Lucys Hundebox …
    Marietta, du sprichst in Rätseln.
    Was sagt mir diese Info? Dass ich nichts von den Bedürfnissen eines Hundelebens weiß.
    Stell doch mal ein Foto von Lucys Box hier rein, damit ich ne Vorstellung davon bekomme.

    Von Lappeenranta aus gibt es Schiffsverbindungen nach Vyborg in Russland durch den Saimaa-Kanal. Tagesausflüge sind auch ohne Visum möglich, man muss sich jedoch vorher anmelden.

    Wenn ihr nach Norden weiterfahrt, müsst ihr nordöstlich von Kuopio und nordwestlich von Joensuu unbedingt auf den Ukko Koli, mit 347 m der höchste „Berg“ Süd- und Mittelfinnlands.
    Wenn ihr wieder zuhause seid, können wir euch unsere Erlebnisse vom Ukko Koli erzählen …

    1. Super, danke Alf für die Tipps. Das mit der Schifffahrt nach Russland hatten wir gelesen. Wir möchten gerne irgendwann mal nach Sankt Petersburg!
      Auf den Ukko Koli gehen wir natürlich und dein Bild mit Lucys Hundebox bekommst du noch. Vielleicht schon morgen, wenn wir mal wieder auf einem Zeltplatz sind. Gutes Nächtle 🌙⭐️🌙⭐️

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