Mittwoch, 19. September 2018

Es geht gegen zwölf Uhr weiter Richtung Norden. 

Bis dahin haben wir uns heute Brötchen im Backofen der Campingküche aufgebacken und dazu Spiegelei und baked beans gegessen. Lecker! 

Geduscht haben wir auch und sind eine Runde mit Lucy im Wald gelaufen. Das war herrlich. Total ruhig (nicht mal ein Vogel war zu hören) und richtig verträumt war es im Wald. So was von schön. 😊😊Habe ich noch nie so intensiv erlebt. Ganz besonders. Wir wollten gar nicht mehr umdrehen. 😳

Noch  habe ich keine Ahnung, was das sein könnte:

Ich hatte dann noch ein längeres Gespräch mit der freundlichen Besitzerin des Campingplatzes (auf englisch). Sie und ihr Mann kommen ursprünglich aus Helsinki und fühlen sich jetzt hier in Karelien, dem Herz Finnlands sehr wohl. Die Leute seien hier viel offener. Die Landschaft sei so wunderschön, nicht nur eben und flach wie sonst in Finnland, sondern es sei hügelig, voll mit Seen und Aussichtspunkten. 

Die Straßen, die wir fahren, sind übrigens recht gut ausgebaut. Die kleinen Straßen dagegen – die wir sehr gerne nehmen – sind oft recht holprig und voller Huppel. 😳🙈

Im Wald liegen die Holz-Häuser, die hier meist gelb gestrichen sind, oft recht versteckt und sind kaum einsehbar. Man sieht es oft nur an der Einfahrt und am Briefkasten, dass hier jemand wohnt. Bushaltestellen gibt es fast überall und es gibt hier das „finnische Park and Ride System“, das heißt, dass hier die Fahrräder an der Haltestelle stehen – nicht die Autos. 

Wir fuhren bis zum Städtchen Lieksa am Pielinen – See entlang. Das Wetter ist neblig, aber diese Stimmung hat auch was: und alles leuchtet durch die Birken in einem warmen Gelbton. Auch dunkelrot blühendes Heidekraut ist zu sehen. Wunderschön – 😊

Der Pielinen – See ist der viertgrößte See Finnlands. Er ist von kleinen Bergen umgeben und „verzaubert immer wieder die Reisenden“, so steht es in einer Broschüre des Tourismus-Verbands. Es gibt viele Schiffe, die hier fahren und sogar eine Fähre – nur leider zu der Jahreszeit nicht mehr – nur im Sommer! 🙈

Auch im Winter ist hier viel los und die Augen der Leute, die hier wohnen und mir vom Winter erzählen, leuchten. Der Winter sei die beste Zeit, sagen alle: man ist viel draußen, ist sehr aktiv und durch den Schnee leuchtet die Landschaft förmlich. Die Kälte – ja welche Kälte überhaupt? – sei nicht schlimm – viel besser als der Regen jetzt im Herbst,…😳 

Und die Dunkelheit, fragte ich? Da macht man es sich drinnen gemütlich, kann endlich mal TV oder Videos schauen und hat Zeit für sich. 

Und überhaupt sei nur der November etwas hart und auch nur dann, wenn noch kein Schnee liegt – denn da ist es dann sehr sehr dunkel. Aber sobald Schnee liegt, ist es super! 

Na ja, mal sehen, ob wir es irgendwann mal schaffen, im Winter in den Norden zu kommen,… 😳😉

Ein kurzer Abzweig zu einer Husky Farm …..

…….  und eine heisse Suppe! 😳🙈 Mann, war die scharf! 🙈

Heute habe ich noch ein Museum besichtigt, und am allerbesten daran war das Gespräch, das ich mit einer Angestellten dort hatte. 😊👍 Das Museum schloss bereits um drei- wir waren noch rechtzeitig da und heute war Museumstag: freier Eintritt! 👍😊

Zum Übernachten ging es dann noch 30 km weiter ostwärts. Stehen nun nur 14 km von einem russischen Grenzübergang entfernt und zwar auf einer Husky – Farm. Hier werden Huskies gezüchtet, aufgezogen und auch trainiert. Im Winter werden Touren – mit Übernachtung – angeboten und morgen früh werde ich beim Füttern dabei sein. Super – freu ich mich sehr. 😊👍

Heute Abend waren Peter und ich hier noch in der Sauna. Zur Erfrischung zwischendurch waren wir draußen im Freien. Es nieselte, wir liefen durch das feuchte grad und empfanden es als herrliche Erfrischung. Danach machen wir uns nun noch einen gemütlichen Abend mit Lesen. Schlaft auch alle gut! ⭐️🌙⭐️🌙

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