Freitag, 28. September 2018

Lucy ließ uns bis kurz nach sieben Uhr aus- und durchschlafen und Peter war der erste, der sie hörte. So durfte sie mit ihm schon eine halbe Stunde bei frischer Temperatur (drei Grad) am Strand herum toben. Einige Jogger sind auch schon unterwegs: überhaupt sind oder scheinen die Finnen recht sportlich zu sein und sind viel draußen, selbst bei diesen – für uns – niedrigen Temperaturen. 

Ich wurde erst viertel neun wach und freute mich, dass Peter das Frühstück vorbereitete und mir schon ein Käffchen ans Bett „brachte“. Ganz, ganz lieben Dank😘👍

Wir liefen dann noch über eine Stunde alle zusammen in den Dünen und am Strand entlang und fanden die Landschaft einfach nur wunderschön. Und Lucy ist eh von Sand und Wasser begeistert:

Auch die 🌞 war da und wir waren ja warm eingepackt, mit Stirnband und Handschuhe. Wir hatten gegen zehn Uhr etwa fünf Grad, der Wind ist schon sehr kalt. 

Dann ging es weiter Richtung Süden. Vorbei an blühenden Sonnenblumen – Feldern. Überall sind hier Radwege und die werden auch benutzt. Natürlich nicht nur von Radlern, sondern auch von Nordic walking Läufern und „Langläufern“, die momentan auf Sommer – Langlaufskiern diese Wege benutzen. 

Wir passieren das Städtchen Kokkola. Es ist eine der ältesten Hafenstädte Finnlands. Es wurde 1620 von Schwedenkönig Gustav II. Adolf gegründet. Noch heute ist schwedisch für 20% der Einwohner die Muttersprache. Alles ist hier zweisprachig und man fühlt sich etwas nach Schweden „versetzt“. 😊😊😊

Wir fahren nun die malerische Brücken-Insel-Strecke: sieben Brücken lassen uns hier mal wieder eine beeindruckende  Schärenwelt bewundern. Wir finden auch ein nettes Plätzchen für ein Mittagsschläfchen und dann etwas später einen Laden, der Räucherfisch aus der Räucherei gegenüber verkauft. Da freuen wir uns schon aufs Abendessen. 👍😊

Aber erst mal kommen wir nach Jakobstadt oder auf finnisch Pietarsaari: hier gäbe es einiges zu besichtigen wie die älteste Tabakfabrik Europas, ein Holzhaus-Viertel, das Geburtshaus von Runeberg, dem finnischen Nationaldichter und das Arktische Museum Nanoq.  Uns zieht es aber nicht in die Stadt, schließlich haben wir ja gutes Wetter: uns zieht es zehn Kilometer weiter nach Fäboda und es ist einfach traumhaft hier. Habe den Tipp (wie auch viele andere) in meinem Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Finnland“ von Familie Rohland gelesen. Wir sind hier an einem wunderschönen Strand, an dem sich feine Sandbuchten mit Schärenfelsen abwechseln. Es ist einzigartig und – wir sind hier fast alleine.

Nur zwei einsame Angler sehen wir auf einem Inselchen stehen. Trotzdem haben wir hier zum ersten Mal beide das Gefühl, hier nicht die Nacht zu verbringen, sondern ein Stückchen weiter zu fahren. So genießen wir hier halt nur einen wunderschönen Spaziergang am Strand.

Zum ersten Mal sehen wir an einem finnischen Strand oder Ufer dieses Zeichen: 😳🙈

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit können wir leider die wohl schönste Kirche Finnlands, St. Birgitta von 1708 nicht mehr besichtigen. Es ist auch eine der ältesten noch genutzten Holzkirchen. 

50 km weiter finden wir ein schönes ruhiges Plätzchen am kleinen Hafen von Oravais. Hier sieht es richtig schwedisch aus, lauter rote kleine Holzhäuschen. Ist das hübsch! 👍👍👍

Wir kommen gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang um sieben an und bewundern noch über eine Stunde lang einen herrlich gefärbten Himmel. Wunderschön! 

Und dazu lassen wir uns den geräucherten finnischen Fisch mit dem Schwarzbrot und einem alkoholfreien Bierchen schmecken. 

Alt werden wir nicht mehr, denn es ist schon recht kühl – und heute Nacht soll es Frost geben. 😳😳😳😳

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