Sonntag, 07. Oktober 2018

Wir haben wunderbar geschlafen und heute, Sonntag gibt es wieder ein ganz ganz einmaliges Frühstück! Aber schaut selber 👍👍👍👍

Noch ein paar Infos zu Estland: 

Es hat eine Fläche von 45000 qkm mit 1,3 Millionen Einwohnern. 

Estland ist das acht größte Land der EU – also auch größer als Dänemark und Belgien. Malta ist übrigens das kleinste EU – Land, gefolgt von Luxemburg und Zypern. 

Estland ist seit 2004 in der EU und hat seit 2011 den Euro eingeführt. 

Die Esten selber sind eher wie die Finnen ruhige Leute, wortkarg und in sich gekehrt.

Jeder im Land, selbst im kleinen Dorf hat freies Internet. 

Auto fahren sie schnell und überholen gerne.

Typisch für Estland sind die Sängerfeste und die Kornblumen im Mai (das las ich jedenfalls). 

Gegen elf starten wir heute: für 26 € haben wir alle hier einen tollen Tag verbracht. Wir hatten Strom, wifi, herrliche Duschen, Küchenbenutzung (gab Geschirr, einen Herdmit Backofen) und eine Maschine Wäsche haben wir auch noch für den Preis gewaschen und getrocknet. 👍😊

Es geht nun weiter in den Süden! 👍😊 Euch allen einen schönen Sonntag 😊👍😊👍😊

Auf unserer weiteren Fahrt entdeckten wir viele leere Storchennester. Die Störche sind wahrscheinlich schon längst im warmen Süden. 

In Pärnu (50000 Einwohner) gibt es nette Barockgebäude, aber viel war in der Stadt trotz Food-Festival nicht los. Im 19. Jahrhundert war die Stadt noch ein berühmter Kurort (1838). Deswegen gibt es hier noch viele alte Villen. 

Etwas Besonderes: der Bürgermeister von Pernau (Pärnu) bekommt immer Mitte Juni von seinem Tallinner Amtskollegen einen symbolischen Schlüssel bis Ende August  überreicht. Damit ist dann das Seebad Pärnu für einige Wochen Estlands offizielle Sommerhauptstadt. 

In einer Bäckerei mit Café kaufe ich in Estland noch herzhafte Hörnchen und etwas Süßes ein (alles samt Brot für fünf Euro, echt günstig), das wir uns dann kurz nach der Grenze in Lettland an einem Leuchtturm schmecken lassen. 

Ein weiterer Halt erfolgt kurz später am Strand: herrlicher weiter Strand im hügeligen Kiefernwald! Leider regnet es, aber dafür kommen meine englischen Regenstiefel (ich hab sie mal in England gekauft, siehe beigefügtes Bild 😂😂😂) zum Einsatz und Lucy hat sowieso beim Rumtoben am Meer ihre Freude!  Es ist herrlich! Auch ein paar Letten trauen sich mit Regenschirm an den Strand. 

Lettland wurde 1990 unabhängig. Es hat 2,4 Millionen Einwohner. Lettland, so lese ich es, ist die Republik, die vielleicht am stärksten von Kontrasten und Stimmungen, wie sie typisch für das Baltikum sind, geprägt ist. Das Land sei noch auf der Suche nach der eigenen Identität. 

Es begleiten uns nun starker Regen, aber auch wunderschöne Herbstfarben: Symphonien in orange, gelb und rot.

Der Verkehr wird immer heftiger, es wird überholt wie „verrückt“, LKW fahren dicht auf und es sind unheimlich viele davon heute unterwegs. Die Straße bis Riga zieht sich – das macht keinen Spaß und das hatten wir in dem Urlaub bisher noch nicht. Aber diese Strecke ist die Rennstrecke für LKW bis Tallinn, Skandinavien oder dann Russland. 

An der Strecke liegen auch viele Supermärkte, die heute (Sonntag) geöffnet haben und deren Parkplätze sehr gut gefüllt sind.

Rechts und links der Straße tauchen wieder Seen und auch das Meer auf – Riga ist von unendlich viel Wasser umgeben. 

Aber unser erster Eindruck von der Stadt ist grau und trostlos. Wir fahren mitten durch die Stadt. Viele Wohnblocks natürlich – sieht alles sehr russisch aus. Nicht sehr einladend oder vielleicht kommt das erst beim zweiten Hinschauen? 

Riga ist eine ein Millionen Metropole. Sie ist eigentlich – so meint sie – die einzig wirkliche Grossstadt des Baltikums. Jeder dritte Lette wohnt hier. 

Die Altstadt hätte mich schon interessiert, aber nicht bei dem Wetter. 1997 wurde Riga, das „Paris des Ostens“ zum

Weltkulturerbe erhoben. 

Leider hat jetzt auch kein Campingplatz mehr geöffnet und auch die beiden Stellplätze in der Stadt sind bereits geschlossen. 

Vielleicht lohnt sich ja mal ein Kurztripp mit dem Flieger hierher? 

Wir schaffen es heute noch 80 km bis hinter Riga. Wir sind auf dem Weg zum Kap Kolka und dem Slitere Nationalpark. Er erstreckt sich über 26 km Sandstrände. Das gefällt uns und Lucy besser als Städte. 👍😊

Wir finden in einem kleinen Ort noch ein Übernachtungsplätzchen. 

Den Abend verbringe ich mit meiner „Nordlichter -App“: denn Katrin berichtet voller Begeisterung davon, dass sie in Oulu Nordlichter sieht. Und da sehe ich, dass die Chancen für heute Nacht bis auf die Höhe von Stockholm sehr gut stehen. Vielleicht kommen sie ja auch noch zu uns? 

 

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