Dienstag, 09. Oktober 2018

Wir haben wunderbar in dieser Stille und Einsamkeit geschlafen. Herrlich! Elche und Rehe haben wir leider keine gesehen oder haben  sie verpasst?  😳

Der Leuchtturm öffnet kurz nach zehn und ich bin einer der ersten Gäste – oder der einzige für heute überhaupt? 

Zusätzlich zum Aufstieg (kostet 1,20 €) darf ich noch ein kleines Museum und ein 15-minütiges Video anschauen. Die Dame ist erst recht verschlossen und ernst – wie all die Leute hier, denen wir begegnen – taut dann aber auf. 

Danach geht unsere Fahrt wieder südwärts weiter. Erst in dieser Form:

Dann kommt eine größere Straße. Erst ist sie noch recht gut in Schuss (durch EU – Fördergelder, wie vermerkt war)und  zieht sich schnurgerade dahin und wir sind auf weiten Strecken durch den Wald das einzige Auto. Nur ab und zu sehen wir jemanden im Wald, der was sammelt – Pilze oder auch Cranberries. Dann wird auch die Straße schlechter, Schlagloch an Schlagloch. Holprig nähern wir uns Ventspils. Hier wird im wichtigsten Hafen Lettlands vor allem sibirisches Pipeline -Öl verladen. Die Stadt hat 50000 Einwohner und geht auf eine Gründung des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert zurück. In der Stadt gibt es einige schön restaurierte Häuser, sehr viele Cafés und einige nette Geschäfte. Mir gefällt das Grün in und um die Stadt. Erstaunlich viele Blumen gibt es hier. 

Hier mal ein typischer Wohnblock:

Und alt und jung – 😉 Das Junge ist die Bibliothek der Stadt:

Es geht 50 km weiter an die Steilküste von Jūrkalne. Hier stellte ich mir einen Parkplatz vor, auf dem wir schön stehen und essen konnten. 😉😊 Es gab zwar einen Parkplatz und wir vesperten auch, aber ohne Sicht aufs Meer. Zu dem musste man durch ein kleines Wäldchen erst laufen. 

Die weitere Strecke verlief auch leider immer ohne Sicht auf die Ostsee. 😢Dafür gab es viele Storchennester, aber wenige Häuser und Kirchen.

Die Ostsee war zwar ganz nah, aber man kam nicht hin. Nicht mal auf kleinen Wegen. 😳

Die Fahrt ging durch Lettlands drittgrößte Stadt, Liepaja weiter. Auch sie begeisterte uns nicht. 

Nun kamen die Baustellen. Stopp and Go und Schlaglöcher! Was für eine Prüfung für Mensch und Material. 🙈🙈🙈🙈

Wir fahren noch in ein kleines Fischerdorf, weil mein Reiseführer hier eine Räucherei anpreist, aber „Pustekuchen“ – nichts von alledem. 

So steuern wir den Stellplatz an, der vor kurzem in „Spiegel online“ in einem Bericht über das Baltikum erwähnt wurde an. Die Koordinaten hatten wir, aber die Zufahrt war schon 300 Meter vor dem angegeben Platz zugewachsen und wir mussten rückwärts wieder hinaus. Nur gut, wie toll und DASS Peter das hinbekommt. 👍😊

Es war kurz vor Sonnenuntergang und allzu lange wollten wir nicht mehr fahren. Was nun? 

Um es kurz zu machen: 

Wir stehen jetzt auf einem herrlichen Platz, es riecht nach Kiefern, wir hören die Ostsee rauschen und freuen uns riesig. 

Peter fand diesen Platz: ist ein Zeltplatz, der zwar schon geschlossen hat, aber ich konnte den Besitzer anrufen. Dieser sprach englisch und erlaubte uns, für eine Nacht hier noch zu stehen. 

Es ist ein toller Platz. Sogar mit einer holzbefeuerten Sauna und Feuerstellen.

Wir drehten noch eine Strandrunde und freuten uns alle drei riesig – ein gemütlicher Abend mit Schreiben und Lesen folgt. 

Schlaft auch gut ⭐️🌙⭐️🌙⭐️

 

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