Donnerstag, 11. Oktober 2018

Die Kurische Nehrung ist eine Halbinsel ganz im Osten der Ostsee vor der russischen und litauischen Küste. Der Süden gehört heute als Ergebnis des 2. Weltkrieges zur russischen Exklave Kaliningrad.

Die gesamte Halbinsel ist 98 km lang, wovon 52 km auf die litauische Seite entfallen. Die Breiten- ausdehnung an der schmalsten Stelle beträgt 400 m und an der breitesten 3,8 km, etwas nördlich von Nida.

Entlang der Ostküste der Ostsee befindet sich einer der größten Migrationskorridore für Zugvögel. Im September und Oktober gibt es nicht selten Tage, an denen bis zu 3 Millionen Zugvögel an der litauischen Küste vorüberziehen. Davon ziehen 70 – 80 % über die Kurische Nehrung und die restlichen 20 – 30 % entlang der Ostküste Litauens bis nach Ventès Ragas. Hier angekommen, erkennen sie das immer breiter werdende Haff, und ein großer Teil von ihnen entschließt sich zu einer Rast in Bäumen und Sträuchern und zu einer Routenkorrektur über das Haff zur Nehrung. 

Auf das hoffen wir noch! 

Es gibt zwar viele Vögel zu bewundern, aber die große Masse haben wir noch nicht gesehen. Es ist gut möglich, dass sie dieses Jahr betreffs der Dürre früher vom Norden aufgebrochen sind und schon längst weiter im Süden sind. 

Unser heutiger Tag war wunderschön gemütlich. Wir wanderten vom Wohnmobil aus durch den Wald zur Agilos Düne: hier gibt es einen Erkundungspfad in der Schutzzone Nagliai. Es war grandios und wir hatten herrliche Blicke zum Haff und zur Ostsee.

Und der Kaffee von diesem Mobil tat einfach gut!

Durch den Wald ging es zurück: wir waren ganz alleine. Über uns zwitscherte es, es duftete herrlich nach Kiefernnadeln und wir hörten das Meer rauschen. „Wie im Urlaub!“ 👍😊👍😊

Heute war es so warm, dass wir unsere Stühle raus holten und unser Mittagsmüsli in der Sonne essen konnten. Lucy war geschafft:

Danach ging ich nochmals zum Meer und legte mich in die Dünen. Ich liebe das! Von oben konnte ich das Meer und die Möwen genießen. Circa zehn Menschen waren an dem kilometerlangen Strand. Einsamkeit pur! 

Und Lucy beim Buddeln und wie immer im Wasser, egal wie warm es ist:

Wir fuhren erst gegen 16 Uhr noch hinter Nida, den letzten Ort vor der russischen Grenze.

Hier begegnete uns ein Fuchs!

Wieder zurück in Nida, schauen wir uns hier noch etwas um.

Wir holen uns am Fischstand einen geräucherten Barsch fürs Abendessen und finden heute einen Übernachtungsplatz am Haff. 

Der Barsch ist sehr, sehr lecker! 👍😊

Übrigens – so erzählte mir eine Frau heute – kann man im Moment sehr günstig mit dem Schiff von Kiel nach Klaipeda fahren (19 Stunden). Bei der Reise sind dann noch zwei Übernachtungen in Klaipeda dabei und man hat so die Möglichkeit, die Kurische Nehrung ohne viel Touristen zu bewundern. 

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