Sonntag, 14. Oktober 2018

Nun geht es hier wirklich zum letzten Mal an den Strand. 🙈

Schon am frühen Morgen war ich mit Lucy „vorne“. Es war kurz vor Sonnenaufgang (kurz vor acht Uhr) und ich bin total begeistert von den Farben am Himmel. Dazu zwitschern die Vögel und fliegen über uns hinweg: die Freude, die sie dabei haben ist (fast)spürbar. Solch eine Leichtigkeit – echt wunderschön ist es! 

Nach dem super tollen erstklassigen Frühstück (Spiegelei und gebratener Speck und danach noch etwas Porridge) gehen wir alle drei nochmals eine Runde am Strand laufen: ist das ein kristallklares und sauberes Wasser! 👍😊

Viele Steine liegen am Strand und auch wir schauen, ob ein Bernstein dabei ist.  Neulich abends haben wir sogar mit einer speziellen Lampe nach Bernstein geschaut, aber bisher (noch) nichts gefunden. 

Den Weg durch die Dünen zurück genieße ich auch und atme den würzigen Geruch der windschiefen Kiefern ein: ist das schön! 👍

Aber trotzdem nehmen wir heute Abschied von dem Unesco – Weltkulturerbe, der Kurischen Nehrung – es fällt uns sehr, sehr schwer. 😢😢😢😢

Anbei noch eine Karte der Nehrung:

Wir fahren für knapp vierzig Kilometer auf einer schlechten holprigen Straße zu der Fähre zurück, die uns dann in knapp zehn Minuten zurück nach Klaipeda bringt. Zahlen müssen wir für die Rückfahrt nichts mehr: man zahlt nur, wenn man hinüber auf die Halbinsel fährt. Eintritt auf die Insel mussten wir übrigens auch zahlen – um die 15€ – egal für wie lange. 

Schade, dass es mit der Fahrt nach Kaliningrad (ehemals Königsberg), also durch die russische Oblast nicht geklappt hat. Das hätte uns unter anderem einen Umweg von circa 500 km erspart. 

So fahren wir nach einem kurzen Einkauf (wieder bei Lidl) weiter durch die ehemalige Kornkammer Deutschlands, sehen viele Grasflächen, Getreidefelder (momentan blüht noch der Raps) und Landwirtschaft. Aber auch viel Wald. 

Die Landschaft ist etwas hügelig, die Häuser meist grau. 

Storchennester gibt es in jedem Dorf, dazu viele große Holz-Kreuze. 

Wir haben angenehme 20 Grad und nähern uns langsam – teils auf sehr schlechten Straßen unserem heutigen Ziel: 

dem Naturschutzgebiet Novaraistis, kurz vor Kaunas. 265 km waren es bis hierher! 

Was es hier gibt? 

Es ist der größte Kranich-Schlafplatz Litauens! Und wir hoffen auf viele Kraniche. 

Besucher sind schon da und wir schaffen es gerade noch vor Sonnenuntergang hier zu sein. 

Es kommen auch einige Kraniche, aber leider nicht soviel wie erhofft. Sie sind auch recht weit von den Aussichtstürmen entfernt. Schade 😢

Aber ich habe noch ein sehr nettes Gespräch mit einem jungen Familienvater aus Kaunas, das in der Nähe hier ist.

Und Peter und ich entscheiden uns, auch gleich hier zu übernachten. Es ist zwar völlig einsam (alle anderen sind natürlich weggefahren), aber wir sind mutig 😉😊👍. Wir bewundern (wie jetzt jede Nacht) noch einen herrlichen Sternenhimmel und gehen früh schlafen.

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