Mittwoch, 17. Oktober 2018

Es war sehr ruhig hier und wir werden auch gleich heute morgen sehr freundlich vom Hausherrn auf deutsch begrüßt. Er zeigt uns die Dusche und empfiehlt mir, doch noch eine kleine Paddeltour im Kajak, das schon am See liegt zu machen. Heute soll der letzte warme Tag sein, meint er. 

Und – ich mache es! Und bin natürlich vom Kajak-fahren begeistert. 😊😊😊😊😊

Ein Bilderbuch – See, die Sonne scheint und es ist schon richtig schön warm. Ich entdecke viele Enten im Schilf, und bestaune vom Wasser aus die herrlichen Herbstfarben der den See umgebenden Bäume. 

Wie schön, dass ich diese Möglichkeit bekam und auch nutzte. 

Peter flog mit seiner Drohne und filmte diesen Teil der masurischen Seenplatte. 

Unsere Fahrt geht weiter zum oberländischen Kanal und während Peter bei Lidl in Morag (Geburtsstadt von Gottfried Herder) noch schnell etwas einkauft, google ich, wie man am Besten mit dem Wohnmobil zu dem Kanal kommt. Denn hier gibt es was ganz Besonderes, etwas in Europa Einmaliges! Hier werden seit 1860 die Schiffe auf Loren verladen und über fünf schiefe Ebenen gezogen. Und das durch Wasserkraft! Der Kanal gilt als Meisterwerk und technisches Weltwunder. „Die Schiffe fahren über den Berg“! 

Der Kanal beginnt in Masuren und ist zwischen Osterode und Elbing. Es wird insgesamt ein Höhenunterschied von insgesamt 104 Metern überwunden. Früher diente er dazu, Baumstämme an die Küste zu bringen und dann ab Danzig zu verschiffen. Heute ist er im Sommer eine Touristenattraktion. Wir standen am Rollberg bei Katy. Ganz alleine! 👍😊

Bilderbuch-Idylle gleich nebenan:

Weiter ging es dann auf kleinen Straßen zur Schnellstraße. Irgendwie kam man sich wie im Allgäu vor, es ging hoch und runter, mit viel Gewackel (😂😂) und sehr viel Wald und Kühen. Und natürlich überall dieser herrliche bunte Blätter-Teppich. 

Immer wieder tauchen neben uralt Häusern auch Neubauten auf: echt schöne und sehr wertige. 

Auf einer relativ gut ausgebauten Straße erreichen wir dann die Stadt Marienburg, Malbork: hier steht DIE Marienburg, das größte Backsteinbauwerk Europas und zugleich UNESCO-Welterbe. 1270 – 1300 wurde die Burg für den Deutschen Orden (geistliche Rittergemeinschaft) gebaut. 

Hier trinken wir mit wunderbarer Sicht auf die Burg gemütlich Kaffee im Wohnmobil und teilen uns noch eine Portion Sauerkraut, Bratkartoffeln und Eisbein, die ich aus der daneben liegenden Gaststätte für uns hole. Lecker war es! 

Weiter geht es auf einer gut ausgebauten Straße, die aber urplötzlich in eine Kopfsteinpflaster – Straße mit Rillen und Wellen übergeht. Ist denn das möglich? Kaum zu glauben! 🙈🙈🙈🙈

Unser heutiger Übernachtungsplatz liegt hinter Danzig in Pepowo an einem Volkswagen-Museum, das wir morgen anschauen werden. 

Eigentlich wollte ich auch gerne nach Danzig hinein, aber der starke Verkehr und die Größe der Stadt halten uns davon ab. Ein anderes Mal vielleicht,…… 😊👍 Denn auch hier haben alle Zeltplätze schon geschlossen. 🙈🙈🙈

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.