Samstag, 20. Oktober 2018

Wir haben ruhig geschlafen und können uns heute sogar frische Brötchen im nahegelegenen  Laden holen. Alles, was hier abgebildet ist (Brötchen und Marmelade) hat 1,24 € gekostet:

Leider scheint heute mal nicht die Sonne! Es war so herrlich, sie jetzt fast zwei Wochen ununterbrochen genießen zu dürfen. 😊😊😊😊

Die erste Etappe unserer heutigen Fahrt (auf total enger und holpriger Allee – ich bin immer weiter zu Peter hinüber gerutscht, da es auf meiner Seite so wacklig war 🙈😳 – manchmal konnte ich nicht mal ein Foto machen, weil es so geschaukelt hat 🙈) ……….

…….. ging nach Darlowo, Rügenwalde. Hier besorgte ich uns in einer netten Bäckerei  bei freundlichen Angestellten (die aber auch – wie es hier sehr oft vorkommt – leider weder deutsch noch englisch sprachen) etwas zu essen und schaute mir kurz das Städtchen an. Es ist vom 2. Weltkrieg verschont geblieben. 

Ein paar Läden und die Fußgängerzone:

Ja, das Städtchen besitzt eine Fußgängerzone! So etwas sah ich in Polen und im Baltikum sehr, sehr selten. 

Nett? Na ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Ein Leben hier könnte ich mir nun so gar nicht vorstellen. Und vergesst nicht, wir sind hier nicht „mitten in der Pampa“, sondern in einer Urlaubsregion: im Sommer sollen hier die Strände voll Touristen sein! 😳

Aber ich fand auch noch etwas Nettes und ein paar buntere Häuser:

Auch beobachte ich, dass die Mentalität dieser Menschen anders ist, sie sind verschlossener und ernster als „wir“.  Es ist schwierig mit ihnen zu kommunizieren. Da ist Neuseeland das krasse Gegenteil: da kamen sehr oft die Leute auf uns zu! 👍😊

Wir fuhren dann noch zwei Kilometer weiter an die Küste, ins Ostseebad Rügenwaldermünde. Es ist sehr touristisch, aber jetzt hatte fast alles schon geschlossen.  Ausser dem Strand! 👍😊👍😊 Lucy genoss es sich hier auszutoben und Peter und ich ließen uns Kaffee und den gekauften Kuchen schmecken. 

Wer von euch kennt den Namen, Rügenwald?

Die Geschichte des Familienunternehmens beginnt nämlich 1834 in Rügenwalde, genau in dieser Stadt in Pommern, die schon damals für ihre Wurstspezialitäten bekannt war.

Hier eröffnet Carl Müller eine kleine Fleischerei und legt damit den Grundstein für das heutige Unternehmen Rügenwalder Mühle.

1903 stellte dann Wilhelm Gottfried Müller die Rügenwalder Teewurst her. So genannt, weil man sie in Rügenwalde am liebsten zum damals üblichen Nachmittagstee isst.

Und 1945 verliert dann Familie Müller leider ihre Heimat und flieht (mit den Rezepten) ins Ammerland und wagt da einen Neuanfang. Finde ich sehr interessant. 😊

Wir fuhren dann über Ködlin und Ploty mehr landeinwärts (hier gibt es eine größere und gut ausgebaute Straße, auf der man wie im „Westen“ fährt).

Wenn man das nur im Vorfeld wissen würde, welche Straße sich fürs Wohnmobil gut oder einigermaßen eignet!  Wir übernachten nun – da es dunkel wurde – in einem kleinen Dorf, das auf dem Weg zur Insel Wolin liegt. Grad haben wir hier sogar einen Fuchs gesehen. 😳

Man riecht es hier, dass in jedem Dorf noch mit Holz (und und und) geheizt wird: ein unangenehmer Geruch, der mich an die alten DDR – Zeiten erinnert. Und was noch typisch für die Dörfer hier in Polen ist, ist ständiges Hundegebell. 😳

 

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