Sonntag, 08.09.2019

Das ist mein Blick aus meinem Fenster im „Schlafzimmer“:

Heute gibt es keinen Kaffee ans Bett, denn wir haben einen strengen Zeitplan. 

Ich dusche, hole Baguette und Croissants und zahle den Platz (100 € für fünf Tage – das ist bei der Lage und dem schönen Platz super günstig). 

Peter bereitet das Frühstück vor und richtet das Wohnmobil für die Abfahrt vor. 

Um zwölf fährt heute mein Schiff von Dialette (bis dahin fahren wir circa fünfzehn Minuten mit dem Wohnmobil) nach Guernsey ab und eine Stunde vorher muss man bereits da sein?

Warum?

Hab ich mich auch gefragt, aber hier gibt es eine strenge Kontrolle und das hat gedauert.  Der Hafen an sich ist sehr klein:

Ich komme noch ins Gespräch mit einer netten Frau aus der Ravensburger Gegend, die seit 20 Jahren hier lebt und Sprachunterricht gibt. Ihr gefällt es hier sehr gut. 

Guernsey ist die zweitgrößte der britischen Kanalinseln.  63 000 Einwohner hat die Insel und in St. Peter Paul leben 19000.

Das Schiff ist pünktlich und ich lasse mir einen Cappucchino schmecken:

Wir fahren an Sark vorbei …………

Und erreichen kurz nach 12 Uhr englischer Zeit St Peter Port auf Guernsey.

Meine Freundin Andrea holt mich ab und wir stärken uns erst mal mit Fish and Chips. Lecker waren sie!

Dann zeigt sie mir ihre Insel und es ist wirklich herrlich bei dem schönen Wetter. Zuerst schlendern wir noch durch die „Hauptstadt“ und ich sehe das Symbol der Stadt:

Den Kaffee und den auf Guernsey hergestellten Kuchen genieße ich mit Butter auf einer Bank mit wunderschöner Aussicht auf Sark, die kleine Nachbarinsel. Andrea lässt sich ein Eis schmecken.

Beim Weiterfahren wird es im Auto plötzlich laut: Hoi, was ist denn da passiert? Wir steigen aus und sehen das Malheur. 🙈🙈

Die Stossstange hat sich rechts gelockert und hängt runter, sie ist total durchgerostet. Oh je, was tun? Und hoffentlich kommt uns nun auf der engen Straße nicht auch noch der Bus entgegen? 😳😳😳

Dass es für jedes Problem auch eine Lösung gibt, erlebten wir jetzt hier hautnah: ein netter Mann kam aus dem Haus gegenüber und fragte, ob er uns helfen könnte. Oh ja, das konnte er! 

Und keine zehn Minuten später konnten wir weiterfahren, der Schaden war behoben und kein Bus war gekommen. Wir freuten uns riesig 😊👍😊😊🙏. 

Weiter ging es auf schmalen Straßen hoch und runter, hin und her. 

Andrea zeigt mir hier noch eine besondere Kapelle, die Little Chapel.

Sie gilt mit fünf Metern Länge und drei Metern Breite als kleinste Kirche der Welt. Von außen her wirkt sie schon mächtig und imposant. Besonders faszinierend: Sämtliche Wände sind mit Porzellan- und Fliesenscherben verziert, sodass sie bei guten Lichtverhältnissen – und die hatten wir – fast überirdisch erstrahlt. Diesen einzigartigen Schmuck verdanken die Außenwände der Little Chapel einem französischen Mönch Déodats, der einen öffentlichen Aufruf nach zerbrochenem Porzellan startete, um Kirche mit Porzellanscherben und Muscheln zu dekorieren. Und gerade jetzt erstrahlte sie nach der Renovierung in neuem Glanz.

Wunderschön und idyllisch ist sie gelegen:

Wir kommen danach an die Westküste der Insel, die mich total begeistert. Sie erinnert mich mit ihren vielen Buchten und Steinen an die Granitküste der Bretagne. Wunderschön, vor allem auch bei dem Wetter! Und diese Färbung des Wassers – gigantisch.

Ein besonderes Highlight ist, dass wir Andreas Familie noch am Strand treffen und Andrea sogar noch schwimmen geht. Ich hätte meine Badesachen auch dabei gehabt, aber mir war das Wasser dann doch zu frisch: 18 Grad nur 🙈🙈🙈. 

Pünktlich um kurz nach fünf Uhr waren wir beim Schiff, wieder eine Stunde bevor es ablegt. Wieder viele Kontrollen. Die Heimfahrt war sehr ruhig und ich genoss an Deck das noch herrliche Wetter. 

Frankreichs Küste kommt näher,…..

Peter und Lucy holten mich ab und wir übernachteten auf einem ruhigen Platz in der Nähe des Hafens. 

Es war ein wunderschöner Tag auf Guernsey gewesen, wir haben es uns gut gehen lassen, wir haben viel geredet und es war so, als hätten wir uns erst vorgestern gesehen. Einfach toll! Danke liebe Andrea für all das Schöne! 👍😊👍😊👍

Bilder folgen wenn wir Internet haben.

2 Gedanken zu „Sonntag, 08.09.2019“

  1. Also Marietta, ich bin enttäuscht!
    Was Andrea konnte, nämlich bei 18° ins Wasser , das hättest du aber auch gekonnt. Da hat wohl der Willi gefehlt???

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