Archiv der Kategorie: Frankreich – Spanien – Portugal im Februar-April 2016

Unsere Rundreise durch den Westen Europas

22.04.2016 Waldshut – Neu-Ulm

Heute geht es vollends heim, aber erst nach einem gemütlichen Frühstück! 😀

Wir fahren bei schönem Wetter über Singen und den Bodensee noch nach Leutkirch, um hier bei „unserem“ Campinghändler gleich noch die Ersatzteile für das durch den Einbruch defekte Badfenster zu besorgen.

Und dann freut sich Katrin ganz riesig, als wir kurz nach fünf wieder daheim eintreffen. Zur „Feier des Tages“ gehen wir noch zusammen mit Katrins Freund ins „Riedwirtshaus“ und lassen uns jeder einen leckeren Wurstsalat schmecken.

Es war ein wunderbarer Urlaub mit vielen einzigartigen Begegnungen und Erlebnissen, die wir auf keinen Fall missen wollen. Und wir sind unendlich dankbar, dass wir uns diesen Traum erfüllt haben und alles so toll geklappt hat! 👍😊

21.04.2016

Unser Übernachtungsparkplatz war ab 6 Uhr recht laut und kurz vor acht (!!!) Uhr wurden wir richtig geweckt: ein LKW -Fahrer klopfte an unsere Wohnmobil-Tür. Er brauchte unseren Parkplatz für seinen LKW, da er direkt aus dem LKW seine Waren (Leiter, Körbe, Haushaltsartikel) verkaufen wollte. So fuhren wir eben ein Stück weiter, nach Les Echelles, wo wir eine Bäckerei und einen schönen Platz zum Frühstücken im Grünen fanden. Dieser Platz hätte sich auch als ruhiger Übernachtungsplatz geeignet. Nächstes Mal wissen wir es!
Es geht weiter über Chambery und Annecy auf der Landstraße nach Genf. Hier blühen die Forsythien, Tulpen und Narzissen – wahrscheinlich wie daheim auch, oder?
Ab Genf benutzen wir die Autobahn, da unsere „Deklaration für eine pauschale Schwerverkehrsabgabe“ noch bis Mai 2016 gültig ist.

Leider stehen wir zwischen Bern und Zürich länger im Stau, so dass wir uns entscheiden, heute Nacht nochmals im Wohnmobil zu übernachten und morgen in Ruhe vollends nach Hause zu fahren.

Kurz nach halb acht überqueren wir die Grenze und – Deutschland hat uns (erst mal) wieder. 👍😀
Wir finden einen schönen und ruhigen Wohnmobil-Stellplatz bei Waldshut, machen uns noch ein paar Reste zum Essen und gucken dabei die „Kochprofis“.
Euch allen auch ein gutes Nächtle 🌜⭐️

 


20.04.2016 Vias – St. Laurent-du-Port

Wir starten um halb zwölf, nachdem wir nochmals draußen gefrühstückt haben, ich nochmals kurz in meinem Kreativ-Kurs und Peter alles im Wohnmobil abfahrbereit gemacht hat.
Es geht an der Küste mit ihren vielen Etangs vorbei bis nach Sete, dann landeinwärts nach Montpellier und durch diese sehr moderne Stadt hindurch Richtung Ales.
Es wird nun immer hügeliger und überall blüht es vor allem in den verschiedensten violett und rosa Farbtönen. Ausserdem sind überall herrlich herabhängende Glyzinen zu sehen, dazu viel Flieder und die Kastanien und Obstbäume sind auch bereits am Blühen. Wir passieren kleine nette Ortschaften und wirklich hübsch angelegte Kreisverkehre mit den unterschiedlichsten Blumen und Sträuchern, mit Steingärten etc. Dann kommt ein Kreisverkehr mit einer ausrangierten Lok, einer mit einer Weinpresse (die typisch für die Gegend hier ist), einer mit einer ausgestreckten Hand, die einen Brunnen darstellt, einer mit Boot und und und. Dem Einfallsreichtum der kleinen Städte und Dörfer sind da keine Grenzen gesetzt. Da müsste es ein Buch darüber geben,… 😉
Dann – nicht erschrecken! – geht es erst mal zu Mc Donald’s und es gibt je einen Cheeseburger und einen Hamburger. Ab und zu habe vor allem ich da mal Appetit drauf. Hinter Ales wird es dann bergiger und herrlich bewaldet. Jetzt sind wir schon so oft in Vias gewesen, aber haben diese herrliche Strecke durch das Gebiet der Ardeche immer – mangels Zeit – ausgelassen. Es geht hier nun auch deutlich langsamer vorwärts als auf unserer bisher gefahrenen Autobahnroute nach Valence, aber es ist einfach herrlich Neues und vor allem so schöne Landschaften zu entdecken. Wir finden dann ein sonniges Plätzchen und lassen uns je ein Käffchen aus der Bordküche und zwei Apfeltaschen (vom Lidl) schmecken.
Kurz nach Valence begleiten uns riesige Rapsfelder mit ihrem typischen Geruch.
Dann steuern wir gegen 19.30 Uhr den von unserer App angegebenen Stellplatz in St. Marcellin an. Leider ist es dort aber nichts, denn der Parkplatz ist bereits mit PKW gut gefüllt, so dass es für Wohnmobile keinen Platz mehr gibt. Schade, aber dafür konnten wir wenigstens noch unser WC dort entleeren. St. Marcellin selbst ist ein sehr hübsches Städtchen, direkt an der Isere gelegen, die hier sehr ruhig vor sich hin dümpelt. Das macht doch gleich zum Kajakfahren an,….
Noch zwei weitere Stellplätze für die Nacht steuern wir an, aber die sind uns eindeutig zu einsam gelegen und es ist auch kein anderes Wohnmobil da.
So fahren und fahren wir noch weiter. Erst um 21 Uhr entdecken wir heute ein Plätzchen für die Nacht und stellen uns neben ein anderes Wohnmobil in einem kleinen Ort, St. Laurent-du-Port, kurz vor Les Echelles und ca. 30 km vor Chambery. Jetzt reicht es aber auch für heute und wir essen noch leckeren Rote-Bete-Salat und Coleslaw mit Baguette.

 

19.04.2016

Heute war es nochmals ein besonders schöner, sonniger und warmer Tag – ein ganz besonderer, denn wir sahen von unserem Stellplatz sogar die schneebedeckten Pyrenäen. Herrlich sah das aus. Natürlich haben wir Fotos gemacht.

Wir konnten auch wieder draußen frühstücken, dann war ich kreativ im Atelier tätig. Bilder folgen! Macht mir jetzt richtig Spaß, dort zu sein und ich kam auf viele neue Ideen,…
Es folgte ein wohl erst mal letzter Besuch im Schwimmbad, dann lag ich noch am Strand und fuhr natürlich nochmals mit dem Kajak. Aber es war leider nicht so ruhig auf dem Meer wie gestern.
Abends gab es zum „Abschied“ von Vias noch leckeren Fisch: ich hab ihn besorgt und Peter hat ihn gebrutzelt. Ist das nicht eine tolle Arbeitsteilung?
Er war richtig lecker und wir haben ihn mit Blick auf unser geliebtes Meer sehr genossen. Keine Sorge, hier kommt auch noch ein Bild.


 

14.04.-18.04.2016 Vias

Hallo an alle,

wie ihr seht, sind wir immer noch in Vias und lassen es uns bei meist schönem Wetter gut gehen. Wir waren nochmals auf dem Markt und hinterher Austern schlürfen, sind am Strand gelaufen, waren im 25 Grad geheizten Schwimmbad hier auf dem Platz,  haben  viel gelesen, einige nette Kontakte gehabt und und und.

Ach ja, ich war noch einige Male kreativ tätig und heute sogar Kajak fahren, nachdem das Meer endlich mal „Ruhe“ gab. 😉 Es war einfach herrlich!

Morgen gibt es von all dem – bei schönstem vorhergesagtem Wetter – nochmals eine Wiederholung und am Mittwoch wollen wir dann langsam der Heimat entgegen“rollen“, schön gemütlich – wahrscheinlich in drei Etappen. Ich berichte dann wieder, denn da hab ich ja wieder mehr Zeit als hier in Vias. 😉

Lasst es euch auch gut gehen und wir bringen schönes Wetter mit – das versuchen wir wenigstens mal,……

13.04.2016 Vias

Heute morgen bin ich wieder ins Kreativ-Studio gegangen. Ist echt nett dort: die Kursleiterin lebt seit vielen Jahren in Frankreich, ist aber ursprünglich aus Deutschland. So kommt man leicht ins Gespräch,….. Und dann ist noch eine Familie dabei aus Straßburg. Die Frau spricht neben französisch auch englisch und so kommen wir immer wieder ins Gespräch.  Auch ist es schön, wieder französisch zu hören – man hört und erinnert sich an Wörter, die man irgendwann mal gelernt hatte – und die französische Sprache klingt ja eh so herrlich, so beschwingt und melodisch. Ja, neben dem Malen sind diese Begegnungen echt bereichernd. Und sind es nicht gerade auch immer wieder solche Begegnungen, die das Leben – sei es das eigene oder das der anderen – bereichern?
Danach sind Peter und ich ganz (😉) aktiv geworden und mit unseren Rädern in den 3(!) km entfernten Ort Vias gefahren. Da ist mittwochs Markt und den wollten  wir uns nicht entgehen lassen. Ich erstehe eine T-Shirtbluse und ein paar Oliven und dann setzen wir uns in „unser“ Pub (wie jedes Mal, wenn wir hier sind – und Markus macht das mit seiner Freundin auch schon) auf den Marktplatz neben den Brunnen. Das muss sein! Das ist richtig „Urlaub“! 😊
Ich hole mir vom Stand gegenüber drei Austern und lasse sie mir mit Baguette schmecken. Peter genießt einen Cappuccino und ein Schokoladenhörnchen. Die Sonne scheint, um uns herum sind viele Einheimische und wir genießen diese wohltuende und für uns schon fast heimische Atmosphäre.
Dann geht es noch zum
Einkaufen, denn unsere Vorräte sind fast aufgebraucht. Gut dass wir Satteltaschen dabei haben, so können wir alles gut verstauen und sicher nach Hause bringen.

Daheim haben wir es uns wieder gut gehen lassen und eine leckere Fischsuppe gegessen. Die schmeckt am Besten mit Blick aufs Meer und Meeresrauschen. Lecker!

Ich bin dann mal noch schnell zum Bäcker hier auf dem Campingplatz und hab für uns noch Eclairs geholt, während Peter schon mal das Wasser für den Kaffee aufgesetzt hat. Dann konnten wir unsere Markise vom Wohnmobil ausprobieren – nein, zu heiß wurde es uns  noch nicht –  es gab nur eine kurze Husche. Aber die Sonne kommt schon wieder zum Vorschein und das Meer vor uns strahlt in den schönsten Blautönen.  Da werde ich doch gleich versuchen,  diese Stimmung mit meinen Pastell-Farben fest zu halten.  Bis später,…..

Das Malen hat Spaß gemacht und mit dem Ergebnis bin ich auch zufrieden. Ein einstündiger Strandspaziergang folgte und wir konnten sogar zum Abendessen heute noch draußen  sitzen. So angenehm warm war es heute,…. Und morgen soll es noch besser werden,…. 👏👏👏👏👏

 

12.04.2016 Vias

Wir sind immer noch in Vias und genießen die Ruhe hier. Das Wetter war heute recht schön und so genossen wir die Sonne, sowohl am Pool als auch am Strand.

Natürlich war ich auch nochmals beim Malen, heute mit Aquarell-Farben. Na ja,….. Spaß macht es ja, nur das Ergebnis sieht noch nicht so aus, wie ich mir das wünschte. Ich würde gerne die Stimmung am Meer einfangen, mit Sand, Dünen und natürlich einem Leuchtturm und Möwen.

 

11.04.2016 Vias

Heute ist es auch hier mal bewölkt und so gehe ich in das „Kreativ Studio“ des Zeltplatzes und versuche mich am Malen. Schon lange hatte ich das Malen mal ausprobieren wollen. Toll, dass das nun hier täglich vor- und nachmittags für je zwei Stunden angeboten wird.

Nun, meine ersten Versuche ….na ja,…..gefallen mir noch gar nicht.  Sieht halt auch leichter aus, als es wirklich ist. 😉

Aber ist das nicht in allen Bereichen des Lebens so? Wie oft und leicht kritisiert man etwas – und merkt dann –  wenn man es mal selber macht – wie schwer es eigentlich ist!

 

 

10.04.2016 Vias

Da gibt es ausnahmsweise nun nicht viel zu erzählen – aber wir konnten draußen frühstücken, was einfach herrlich war und verbrachten dann den Tag mit Sonnen. Haben uns also den Tipp von Alf zu Herzen genommen und einen herrlich ruhigen Tag mit Lesen verbracht. Abends wurde es wettermässig recht stürmisch, so dass man meinen konnte, man sei am Atlantik – und nicht am Mittelmeer.

09.04.2016 Roses – Vias (250 km)

Es geht weiter – durch die bergige Halbinsel hindurch in ein sehr bekanntes Dörfchen am Ende dieser Halbinsel: nach Cadaques. Das soll besonders schön sein. Und das stimmt! Ein Bilderbuch-Dorf in einer Meeresbucht mit weißen Häusern, einer kleinen Kirche mitten auf einer Anhöhe, einem kleinen Hafen, vielen Lokalen, einem kleinen Markt – echt hübsch. Wir parken außerhalb (kostenfrei) in Portlligat, dem Fischerdörfchen, in dem Salvadore Dali lebte. Sein Haus kann besichtigt werden und natürlich wollte ich auch gleich Eintrittskarten kaufen. Leichter gesagt als getan! Für den heutigen Tag waren alle Führungen bereits ausverkauft und -so sagte man mir – ich könne bzw. sollte es nochmals in 20 Minuten versuchen, ob noch eine Karte zu haben sei. Ich schöpfte Hoffnung und wir warteten. Aber auch 20 Minuten später wurde ich wieder vertröstet.
So starten wir dann erst mal in den Ort Cadaques, der nur zehn Minuten zu Fuß entfernt ist und genießen die Atmosphäre in dem Ort – natürlich am Wasser und heute mal mit unserem mitgebrachten Vesper. Herrlich! Auf dem
Rückweg versuchen wir bei Herrn Dali nochmals unser Glück, aber wieder heißt es, wir sollten warten.
Das ist aber nicht so unser Ding 😉, und so kaufe ich mir statt des stattlichen Eintrittsgelds ins Museum lieber ein Buch, in dem Dalis Kunstwerke sogar noch erklärt sind. Ich erinnere mich dabei noch an die 12. und 13. Klasse im Gymnasium, Grundkurs „Kunst“. Manche seiner Bilder kommen mir schon noch etwas bekannt vor,……

Wir finden dann noch ein wunderschönes Plätzchen zum
Kaffeetrinken, natürlich wieder am Wasser und in der Sonne: Peter macht kurz im
Wohnmobil Kaffee und dazu gibt es ein paar Nusskekse, die wir uns in der Bäckerei in Cadaques noch besorgt hatten.
Dann geht es gemütlich weiter, auf relativ enger Straße hoch und runter (gut, dass jetzt außer vielen Motorrad-Fahrern noch nicht soviel Verkehr ist), durch einige kleine Örtchen hindurch, oft mit einem Blick auf die immer noch verschneiten Pyrenäen und schwupp-di-wupp sind wir an der Grenze – Frankreich hat uns wieder! Und damit vor allem DIE Strecke, die wir vor knapp zwei Monaten wegen eines LKW-Unfalls nicht fahren konnten (siehe unser Bericht Tag 3 und 4: 16. und 17.2.) Dieses Mal klappt alles bestens – ist ja nun auch bereits der 3. Anlauf! 😉
Wer Eisenbahn-Fan ist, dem sei noch der spanische Ort Portbou kurz vor der Grenze ans Herz gelegt: hier gibt es eine gewaltige Bahnanlage (Foto folgt auch). Seit 1929 existiert sie, weil wegen der größeren spanischen Spurbreite fast alle Züge gewechselt werden müssen.
Es war dann gegen 16.30 Uhr, als wir bei Perpignan waren (immer noch, wie bereits Mitte Februar waren die Berge der Pyrenäen schneebedeckt) und sahen, dass es auch bis Narbonne und Beziers nicht mehr weit war, so dass wir uns beide – fast gleichzeitig – dafür entschieden, heute gleich noch nach Vias zu fahren. Wer es noch nicht weiß, auf dem Zeltplatz in Vias ( bei Beziers) verbrachten wir viele, viele Sommer mit unseren damals noch kleineren Kindern im Wohnwagen. Das ist wie ein Stückchen Heimat dort, für uns alle. Sogar noch für unsere nun schon erwachsenen Kinder.
Kurz nach 19.00 waren wir dann da – der Campingplatz hatte heute den 1.Tag offen – und fanden auch sofort einen wunderschönen Platz direkt am Meer.
Das musste  gefeiert werden und Peter löste gleich seine verlorene Wette ein und lud mich zum Essen (Pizza) ein. Lecker war es, ein wunderschöner Abend bzw. Tag! 😊

08.04.2016 Blanes – Roses (bei Figueres) (100km)

Gegen Mittag sind wir gestartet und hatten eine sehr schöne Panorama – Fahrt entlang der wunderschönen Küste der Costa Brava Richtung Norden/Richtung Frankreich. Lange Sandstrände wechseln sich hier mit wildromantischer Steil- und Klippenküste und kleinen Sand- oder/und Kieselbuchten ab. Dazwischen leuchten immer wieder rostrot die bizarren Felsklippen der Costa Brava auf. Angedacht war von mir, das Museum in Tossa de Mar aufgrund einiger Chagall -Bilder zu besuchen, aber wir fanden in dem kleinen Ort keinen geeigneten Parkplatz für unser großes Gefährt. So ging es bei wunderschönem Sonnenschein weiter, an Figueres vorbei und durch ein Naturschutzgebiet (mit Beobachtungstürmen für Vogelfreunde) bis auf die Halbinsel nach Roses. Dieses Naturschutzgebiet entstand durch durch den Fluss Ter. Er hat im Laufe der Jahrhunderte gewaltige Schlammmassen abgelagert und eine ehemalige Meeresbucht aufgefüllt. Reisanbau wird auch hier, wie im Ebrodelta (waren wir an Tag 4 unserer Reise) betrieben. Wie ich (leider erst) hinterher las, gibt es in dem Gebiet und den vorgelagerten Medes-Inseln herrliche Korallenbänke, die entweder mit Taucherausrüstung oder auch mit Glasbodenbooten bewundert werden können. War ich wieder mal zu spät dran,….. 😳

 

Wir übernachteten hier in Roses auf dem Zeltplatz – denn leider ist hier freies Übernachten fast überall verboten: wir sind halt nun im südlicheren Teil Spaniens- im Norden waren wir da wirklich freier,  fast überall stehen zu können, wo wir wollten. Und natürlich war im Norden auch viel weniger los als jetzt hier. Möchte nicht wissen, wie es hier zur Hauptsaison aussieht: „Blechstange an Blechstange“?
Wir machten noch eine lange Strandwanderung und schauten uns das Örtchen Roses, das sich an einen Berg schmiegt an. Landschaftlich ist die Gegend hier sehr bergig. Sieht schon schön aus!
Roses übrigens wurde bereits im 4. Jahrhundert vor Christus als griechische Kolonie Rhode gegründet.

07.04.2016 Blanes

Heute ganz aktuell:

herrlich geschlafen, Sonne und wir haben schon draußen in der Sonne (!!) gefrühstückt.

Dann wurde der Blog aktualisiert und nun sind wir gespannt, wie sich der Tag weiter entwickelt,…. Auf jeden Fall bleiben wir noch mindestens einen Tag hier.

Bis später,….  😀

So, weiter geht es: von  der Sonne konnten wir heute gar  nicht genug bekommen und so sind wir erst nach 15Uhr los, um die Gegend  um uns herum etwas zu erkunden. Das alte Städtchen ist recht nett und natürlich sind wir auch auf die Burg, die ganz oben auf dem Berg (130m) liegt, gestiegen: das war schweisstreibend! 😉 Nur gut, dass in der Zeit die Sonne hinter den Wolken war,…… 😊

Daheim angekommen hat Peter noch was gebrutzelt und nun machen wir es uns mit einem Buch gemütlich.

Euch allen wünschen wir auch einen schönen Abend  und liebe Grüße in die Heimat. 😀👍


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06.04.2016 Lleida – Blanes

Heute werden wir nun das von uns so geliebte Meer wieder sehen!
Lleida ist eine sehr schöne mittelalterliche Stadt und die riesige Burg auf dem Hügel ist schon von Weitem zu sehen.
Es geht durch Katalonien: alles ist hügelig und es wird immer bergiger und strahlt nur so von Grün. Und – die Sonne hat uns wieder (oder wir sie?).
Eine herrliche Landschaft begrüßt uns, auch voller Einsamkeit – noch. Erst vor kurz Blanes wird es dann recht belebt.
Wir gehen in Blanes mal wieder grösser einkaufen (unsere Vorräte sind nun fast leer).
Dann kommt die Zeltplatz-Suche: der Platz muss auf jeden Fall Waschmaschine und Trockner haben. Wir werden recht schnell fündig und stehen fast direkt am Meer und hören es wieder rauschen. Zudem ist es herrlich warm und immer noch sonnig.

Unsere Wäsche kommt in die Maschinen, Bettwäsche wird auch gleich noch gewechselt und gewaschen und dann – Stühle raus und erst mal wieder Sonne tanken. Herrlich!

Wir können sogar noch draußen zu Abend essen, so warm ist es hier. 👍

05.4.2016 Najera – Lleida

Najera liegt recht hübsch am Fluss, umgeben von einigen roten Felsen.
Bei Regen geht es dann etwas eintönig (aber vielleicht nur wegen des Regens?) weiter durch das Tal des Ebros nach Zaragoza: hier begleitet uns nun ein schön anzusehender Gebirgszug.
Danach wieder steppenartiges Gebiet: kaum Bäume, nur niedriger Bewuchs und zwischendrin große landwirtschaftliche Flächen. Die Erde ist rot, es gibt kaum Häuser, nur endlose Weite, endlos lange gerade Straßen (meist vierspurig),…. auf denen LKW über LKW unterwegs sind. Dass Spanien groß ist, war schon klar, aber so richtig erfasst man es erst, wenn man mal von Nord bis Süd durchfährt.

Man kann sich gut vorstellen, dass es im Sommer hier bestimmt sehr heiß ist. Etwas Wärme wäre uns schon jetzt ganz recht,…. 😉

Der Regen peitscht und schüttelt uns jedes Mal durch, wenn uns ein LKW begegnet oder gar überholt.
Kurz vor Lleila begegnet uns dann eine großartige Bergkulisse – wie im Western, kann ich mir gut vorstellen, dass auch hier welche gedreht wurden.

Wir machen heute früher Schluss, übernachten am Marktplatz eines kleines Dorfes, Alfes bei Lleila.

04.04.2016 Guitritz – Najera


Heute ging es schon kurz nach neun Uhr los. Die Wärme ruft, ganz laut. 😉
Nur in Ponferrada machten wir noch einen „Abstecher“. Eigentlich hatte ich da vor, ein Stück Schnellstraße durch eine Pilgerstrasse mit einigen sehenswerten Punkten (wie ich es in meinem Reiseführer las) zu ersetzen.
So bogen wir also ab, kamen, nachdem wir die endlose Stadt durchfahren hatten (die armen Pilger, die da an der Straße viele Kilometer entlang laufen müssen/dürfen) an einer Tempelritterburg vorbei, dann durch das kleine Örtchen Molinaseca und „kletterten“ dann immer höher auf einer schmalen Straße bis kurz vor den Ort El Acebo. Etliche Pilger begegneten uns auf der Straße. Vor dem Ort hatten wir von oben eine herrliche Aussicht und so vesperten wir erst mal. Peter wollte noch einen Tee trinken und ich dachte, ich könne ja schon mal zu Fuß los-pilgern. Peter holt mich ja wieder mit dem Wohnmobil ein. So kam ich in das Dörfchen hinein und fühlte mich wieder mal „wie am Ende der Welt“. Hier herrscht noch lebendiges Mittelalter. Ein paar alte Häuser, die typisch für die Gegend hier mit Balkonen versehen sind, und natürlich Pilger-Herbergen, sowohl zum Übernachten als auch zum Essen (aber das, wie ich sah zu stattlichen Preisen) und natürlich einige Pilger. Aber das Beste war die Hauptstraße oder die Dorfstraße: naturbelassen, eng, eine Wasserrinne in der Mitte – mir wurde ganz anders: sollten bzw. könnten wir mit unserem über 7 Meter langen und über 3 Meter hohen Wohnmobil da wirklich durch? Ich ging zu Peter zurück und wir schauten uns das Dorf und vor allem die Straße gemeinsam an. Peter war zuversichtlich, aber mein Gefühl sagte, wir sollten da nicht durch.
Mein lieber Mann hörte auf mich und so kehrten wir um und fuhren über 12 km zur nächsten größeren Straße zurück.
Die Landschaft zwischen Ponferrada und der nächsten größeren Stadt, Astorga gefällt mir wegen der Landschaft sehr gut. Das wäre toll, da mal in der Einsamkeit mit dem Motorrad herumzukurven. Das hat was!

Bei Leon tauchte dann auf der linken Seite auch noch eine Kette schneebedeckte Berge auf. Wunderschön – und der Weg durch diese Berge führt nach Santander zum Atlantik. Bestimmt auch toll mit dem Motorrad, da durch zu fahren. Ja, da kommt man ins Schwärmen, wo es noch überall schön ist,….. 😊
Um Leon herum blüht auch alles und wir sehen wieder etliche Störche und Horste.

Dagegen sieht dann die Strecke zwischen Leon und Burgos recht langweilig und eben aus. Und die Pilger laufen direkt neben der Straße her. Na, das könnte ich mir jetzt nicht so für mich vorstellen. Über 150 km – das sind bestimmt mindestens fünf Tage – und die hier laufen? 😳 Es ist zwar alles eben hier, aber doch recht eintönig. Da komm ich wieder ins philosophieren 😉: ist halt wie im täglichen Leben, gibt solche Phasen und solche,…..

Aber vielleicht hat ja einer unserer Leser diese Tour schon gemacht und kann was dazu berichten?

Nach Burgos kommt wieder viel Wald. Es geht hoch und runter und wir sind inzwischen auf ca. 1200 Meter Höhe.
Es regnet. Wieder oder noch?

Wir kommen  uns hier zwischen Burgos und Logrono vor wie auf einer LKW – Rennstrecke,…. 😡
Inzwischen ist es nun halb acht und wir haben einen Stellplatz in Najera ins Handy eingetippt. Noch ca. 60 km und wir sind dann um halb neun auch froh, endlich Pause machen zu können.

03.04.2016 Fisterra – Guitiriz


Da das Wetter nun regnerisch und kalt ist und auch keine Besserung in Sicht ist, packen wir – schweren Herzens – zusammen. Hier hat es uns sehr gut gefallen: das Städtchen und seine freundlichen Bewohner, der nette Eigentümer des Platzes, die grandiose Landschaft – wirklich ein tolles „Ende der Welt“.
Es geht weiter nach Muxia, das noch etwas nördlicher liegt. Die Küste ist hier wieder sehr verzweigt , wie „ausgefranst“ und erinnert mich an Irland oder auch Norwegen mit seinen vielen Fjorden. Es ist eine einsame Gegend hier, durch die wir fahren. Toll für die, die diese Einsamkeit suchen. Uns gefällt es!
Muxia ist ein netter Ort mit Hafen, einigen Geschäften, vielen Lokalen – auf dem Kap ganz vorne neben dem Leuchtturm ist das „Kloster der heiligen Mutter der Schiffe“. Viele Segelschiffe hängen von der Wand herunter – denn so mancher Seemann, knapp vor dem Ertrinken, betete zu der heiligen Mutter und versprach ihr alles, wenn er nur gerettet würde.
Wir kletterten noch bei stürmischem Wetter hoch aufs Kap und hatten einen herrlichen Blick auf den Verlauf der Küste, den Leuchtturm fast gegenüber (der Luftlinie vielleicht drei und mit dem Auto bestimmt 30km entfernt war) und das tobende Meer vor uns.
Es soll noch weitere schöne Plätze hier geben, aber man darf die Entfernung und die engen Strässchen nicht unterschätzen. Man kommt nur langsam vorwärts. Wir entschieden uns noch dazu, einen -laut Wohnmobil – Reiseführer – besonders schönen Platz aufzusuchen und dann dort zu übernachten: Playa da Ermida bei Corne. Hier ist eine weite Dünenlandschaft umgeben von Wiesenflächen und anscheinend einem Süßwassersee. Den Platz fanden wir dank der Koordinaten und des Handys sofort, aber einen See? Ich war enttäuscht von diesem scheins so schönen Platz, suchte und suchte die Schönheit, aber es war nur kalt und regnerisch. Und auch hier war die Wetterprognose nicht besser, im Gegenteil.
Peter und ich beratschlagten, was wir tun sollten. Schon vor ein paar Tagen sagte Peter, dass das Wetter in Südfrankreich oder Südspanien viel besser sei. Und ich lachte ihn aus,…… Wollte ich doch nun so gerne an der spanischen Atlantikküste gemütlich bis Biarritz zuckeln.
Aber bei den Aussichten?
Nein!
Innerhalb von zehn Minuten stand unser Entschluss dann fest: los geht es nach Barcelona. Ein großer Umweg ist es nicht ( wenn man mal von 200-300km absieht), und wir haben dort Wärme.
So fuhren wir noch drei Stunden bis kurz nach 23:00 Uhr und fanden, als wir „zufällig“ in Guitiriz, (das liegt in der Mitte zwischen La Coruna und Lugo) von der Schnellstraße abfuhren, auch sofort einen Stellplatz für die Nacht.

01.04.2016 Fisterra

Es ist so wunderschön hier, dass wir noch einen weiteren Tag und eine weitere Nacht hier auf dem Stellplatz bleiben werden. Der Stellplatz kostet fünf Euro, ist aber so schön mit Entsorgung und Wasser hergerichtet, hat einen tollen Blick aufs Meer, dass wir dem freundlichen Besitzer diesen Betrag gerne zahlen. Und wir haben herrliches Wetter.
In einer kleinen, sogar deutschen Bäckerei habe ich frisches Brot, Baguette und Croissants geholt. Es ist kurz nach neun hier und noch wenig los im Städtchen. Kein Wunder, die Sonne geht auch erst viertel neun auf. Nur ein paar Pilger sind mir schon begegnet.
Heute geht es dann mal wieder mit den Rädern los. Erst ein Stück auf dem Pilgerweg auf einem schön angelegten Weg hinter den Dünen und durch den Wald entlang bis ins nächste Dorf und dort dann nordwärts. Hoch und runter geht es auf kleinen Landstraßen, auf denen uns kaum ein Auto begegnet bis nach Santo Estevo de Lires. Wieder mal sind wir froh, Ebikes zu haben und die Berge leichter hoch zu kommen.
In dem kleinen Ort gibt es ein nettes Lokal, viele Pilger sind schon da oder kommen gerade vorbei. Die Bedienung hat in der Schweiz gelernt und spricht somit deutsch. Wir genießen das schöne Wetter und können hier sogar unsere Räder wieder aufladen. Die Ladegeräte hatten wir vorsorglich schon mitgenommen.
Die Rückfahrt wird dann abenteuerlich, denn viele der Wege, die wir fahren müssen, stehen unter Wasser und da hilft nur eins: ohne Anhalten durch. Peter macht mir Mut – und es klappt!
Dann kommen wir noch an einem weiteren wunderschönen Strand vorbei – man hört das Meer und zusätzlich einen kleinen Bach rauschen, der hier ins Meer fließt. Der ideale Platz für ein kleines Feuerchen, das Peter entzündet und in dem wir meine gute alte (kaputte) Wanderhose – nach altem Brauch hier in Fisterra – verbrennen.
Danach geht es noch an unser Lieblingsplätzchen hier: an einen wunderschönen Sandstrand mit Dünen. Die Holztische und Bänke nutzen wir zu unserem Abendessen inclusive „Meer-gucken“, bevor uns dann die Kälte wieder „heimbringt“. Nach dem Verstauen der Räder genieße ich noch eine halbe Stunde an dem Strand, der bei unserem Wohnmobil liegt. Einfach traumhaft!

31.03.2016 Fisterra

War das ein wunderschöner Tag heute! Sind nun grad um kurz nach neun abends, nach Sonnenuntergang ins Wohnmobil gekommen, nachdem wir noch mit den Rädern zum Sonnenuntergang am Strand waren und uns dort am Strand Brot und Käse haben schmecken lassen. Aber die letzten Meter heim war es eisekalt. Und wie haben wir uns gefreut, daheim dann gleich einheizen und Wasser für einen Tee aufsetzen zu können.
Das tut gut! Und so sitze ich nun und tippele wieder meine heutigen Erlebnisse ins Handy, während Peter die letzten Seiten seines Buches von Ken Follett liest.

Aber nun der Reihe nach: wie üblich haben wir den Tag gemütlich – heute allerdings mit Sonnenschein – begonnen. Und dann ging es auf dem Jakobsweg zum Kap Finisterre. Ein schöner drei Kilometer langer Weg mit ca. 130 Höhenmetern – zwar neben der Straße, aber es war kaum was los.
Die Vögel zwitscherten.
Das Meer rauschte.
Die Sonne schien und es war angenehm warm.
Einfach herrlich!
Oben angekommen, gingen wir um den Leuchtturm und setzten uns davor auf die Steine, die rund um den Leuchtturm liegen.
Wir hatten eine herrliche und klare Sicht und konnten die Strecke sehen, die wir gestern am und um das Meer und dessen Fjorde entlang gefahren sind.
Auf der einen Seite der Küste sind Berge, auf denen verstreut Steine über Steine liegen und auf der anderen Seite zieht sich der Wald bis an die Küste.
Ich hatte mir hier alles eben und eher langweilig vorgestellt. Und bin nun natürlich begeistert wie schön es hier ist. Diese Vorstellungen auch immer! 😉
Goldgelbe Sandstrände blitzen auf und das Meer schimmert in den verschiedensten Blautönen.
Möwen kreischen über uns.
Einzelne Schuhe und auch Kleidung (Überbleibsel von Menschen, die den Camino gegangen sind) hängen hier an Felsen oder an Stangen. Oft sieht man an der Asche, dass Kleidung verbrannt wurde –
Kleidung, die ihren Zweck getan hat und nun nicht mehr gebraucht wird.
Besonders berühren mich zwei paar Wanderschuhe. An dem einen Paar hängt das Bild einer jungen Frau und einige Daten von ihr: wann sie geboren und leider auch wann sie gestorben ist, was sie beruflich gemacht hat und wann und wieweit sie den Camino gegangen ist. So was berührt! Und man spürt hier ganz besonders diese besondere Atmosphäre des Caminos – jedenfalls geht es mir so.
Hier ist noch Einsamkeit pur. Jedenfalls jetzt, Ende März. Wie es wohl im Sommer aussieht, wenn es auch hier wärmer ist?
Der Frühling bahnt sich aber auch hier an: die Knospen öffnen sich, wenn auch langsam.
Ein Musiker spielt hier und erinnert mich mit seiner Musik eher an Schottland als an Spanien.
Wir sitzen bestimmt über eine Stunde hier, jeder ist mit seinen Gedanken beschäftigt.
Irgendwann gegen zwei brechen wir auf, ein Hungergefühl meldet sich. Aber hier oben hat (noch?) nichts geöffnet.
Am kleinen Hafen in Finisterra finden wir dann ein nettes Lokal mit sehr freundlicher und aufmerksamer Bedienung, können draußen in der Sonne mit Blick auf den Hafen sitzen. Und hier gibt es Muscheln. Wir bestellen uns eine Platte mit den verschiedensten Muschelarten. Klasse und – sehr, sehr lecker. Peter ist nicht so begeistert, aber probiert auch alles. Es herrscht eine freundliche gelassene Atmosphäre hier, nebenan wird Gitarre gespielt. Ein Mann – wie sich herausstellt, ist er aus Madrid – sprach uns an. Er sei vor einigen Jahren den Jakobsweg gelaufen und dann hier in Finisterre hängen geblieben. Hier gefiele es ihm, wenn auch das Wetter hier sehr unbeständig sei. Beim Zahlen im Lokal werde ich von einer jungen Frau auf deutsch gefragt, ob das Essen uns geschmeckt hätte. Sie sei seit fünf Jahren wegen der Liebe hier hängen geblieben.
Ja, es ist ein besonderer Ort hier, der hat was! Und so haben wir auch beschlossen mindestens noch einen weiteren Tag hier auf dem Stellplatz ( der übrigens super ist, toller Blick, freundlicher Besitzer, Entsorgung, Wasser) zu verbringen.
Wir besorgen noch im Laden Brot und Käse und den Rest kennt ihr ja schon vom Anfang meines Berichtes.

30.03.2016 Pobra – Fisterra (200 km)

Da es fast immer noch wie aus Kübeln schüttet, lassen wir es getrost ruhig angehen, obwohl wir ja heute noch nach Fisterra kommen wollen. Während einer Regenpause geh ich noch kurz ins Städtchen und auf den Markt und besorge da ein paar Churros. Schmecken gar nicht schlecht,…..

Unser nächstes Ziel, das auf unserem Weg liegt, sind die Dolmen de Axeitos. Diese liegen idyllisch in einem Eichenhain. Es sind sieben Steine, die leicht nach innen geneigt, im Kreis aufgestellt sind und auf denen ein gewaltiger Monolith liegt.

Weiter geht es zu einer Riesendüne, die nicht nur sehr hoch, sondern auch sehr breit ist. Diese Düne darf auf keinen Fall bestiegen werden. Es drohen horrende Strafen. Sie liegt in einem Küstengebiet mit kleineren Seen, Sümpfen und natürlich Stränden. Als wir die 800 Meter von der Düne zurück zum Wohnmobil laufen, werden wir klatschnass. Ein tolles Gefühl, nicht wahr? 😳
Den Aussichtspunkt, den unser Wohnmobil-Führer noch empfiehlt, können wir bei dem jetzigen Wetter getrost auslassen.
Wir passieren hübsche Streckenabschnitte mit vielen Bergen, viel Wald, natürlich Meer und hübschen Stränden (teilweise mit Süßwasserseen dahinter) und kleine Ortschaften.
Auch an einer keltischen Siedlung kommen wir vorbei.
Aber dann kommt für mich das Highlight des Tages: der Playa Boca do Rio bei Carnota, ca. 30 km vor Fisterra.
Ein wunderschöner malerischer Strand mit Dünen und mit großen Granitkugeln (zum Klettern) darauf und davor zwei Lagunen. Sieht das schön aus, ich bin ganz begeistert. Trotz Regen bin ich draußen und schaue mir alles an. Und dabei treffe ich ein nettes spanisches Pärchen – er unterhält sich auf englisch mit mir, erzählt mir von den Schönheiten seines Landes (Galizien) und ist ganz stolz darauf, auch wenn das Wetter selbst im Sommer so unbeständig sei.
Peter hat – ihr könnt es euch denken – in der Zwischenzeit schon ein Käffchen bereitet, das wir uns vor der Weiterreise noch schmecken lassen.
Und dann kommt ganz unerwartet etwas später ein weiteres Highlight: ein herrlicher Sandstrandbogen mit dem Wegweiser zu einem Aussichtspunkt. Peter will mich überraschen – und das ist gelungen. Wir sehen hinter einem Hafenbecken, wie sich gewaltige Wassermassen den Berg hinabstürzen. Und zwar mit solch einer Wucht, das ist gigantisch, so was haben wir noch nicht mal in Norwegen in der Dimension gesehen. Da muss der Regen der vergangenen Tage mit beteiligt gewesen sein. Ein Bild dazu folgt natürlich auch noch.
Und dann ging die Straße steil bergauf, sehr steil. Toll sah das aus, aber nach einem Kilometer haben die Räder des Wohnmobils dann auch auf Grund der regennassen Fahrbahn durchgedreht. 😁
Da half nur noch rückwärts wieder den Berg langsam hinunter, zum Umdrehen gab es keinen Platz. Nur gut, dass uns da keiner entgegen kam. Ist schon spannend mit uns – und wird nie langweilig,…… 😉
Die Landschaft wird immer noch interessanter und abwechslungsreicher, finde ich.
In Fisterra fanden wir am Anfang des Ortes gleich einen sehr schönen Wohnmobil-Platz (5€/Nacht) mit einem wunderbaren Blick aufs Meer und auf die Strecke, die wir gerade am Meer entlang gefahren waren.
Wir sind noch kurz ins Städtchen gegangen und fanden es herrlich gemütlich.
Das Kap nehmen wir uns für den nächsten Morgen vor, denn da soll ja laut Wetter App schönes Wetter sein.