Archiv der Kategorie: Frankreich/Spanien 2017

Reise nach Nordwest-Frankreich und Nordspanien

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Heute nochmals schönstes Wetter …….

……. dann nochmals kurz an den Strand – und dann geht es Richtung Heimat…….

Die ersten 450 km ziehen sich sehr hin: wir durchqueren die Normandie, die mir sehr gut gefällt und mich wiederum an England erinnert: es ist hügelig, grün, sehr viele Tiere grasen hier und irgendwie ist es mit vielen Dörfchen recht gemütlich.

Circa 100 km vor Paris finden wir dann einen netten Übernachtungsplatz und haben eine ruhige Nacht.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ein Gutes hat der Platz: der Supermarkt ist nur über die Straße und ich kann frisches Baguette und auch Croissants holen! Nach dem Frühstück fängt es dann an zu regnen – und ich nütze den Regen dazu, mal wieder im Wohnmobil zu sitzen und an unserem Blog weiter zu schreiben. Und jetzt – kaum bin ich erst mal fertig – hört es auch schon wieder auf zu regnen. Dann könnten wir uns ja das Städtchen mal näher anschauen,….

Aber – ja, wir sind wieder mal etwas sehr spät dran: sowohl das Touristenbüro (hier wollten wir das W-LAN nutzen) als auch die wenigen Läden haben über Mittag geschlossen. So laufen wir zum Strand, kommen am Hallenbad und dem Aquarium vorbei. Beides super, vom Bad aus hat man den Blick aufs Meer und die vorgelagerten Inselchen. Und das Aquarium ist in die umgebenden Felsen eingebaut. Wir laufen noch am Strand entlang, heute leider bei trübem Wetter.

Und dann plagt mich auch der Hunger wieder und ich habe nichts mitgenommen: also geht`s zurück zum Wohnmobil. Wir fahren noch zum nächsten Stellplatz 20 km weiter und verbringen dort, fast am Meer eine sehr ruhige Nacht.

Montag, 16. Oktober 2017

In der Nacht hat es recht heftig gestürmt:  das war der Grund gewesen, unseren wunderschönen Stellplatz vom Vortrag aufzugeben und etwas geschützter, aber trotzdem mit Meerblick zu übernachten.
All unsere Vorräte oder fast alle sind nun aufgebraucht – und hier „hinten“ finden wir auch keine Einkaufsmöglichkeit, nicht mal einen Bäcker. So gibt es Müsli mit unserer „letzten“ Milch  😊. Danach gehe ich noch mit Peter – natürlich bei herrlichstem Sonnenschein (und mit Wind) – zum westlichsten Punkt und wir finden einen Strand, an dem wir uns noch sonnen können. Herrlich! Ich lasse mal die Bilder für sich sprechen:

Dieser „hintere“ Küstenabschnitt, die Cote des Abers ist für Seefahrer tückisch: hier stehen besonders viele Leuchttürme (wir sahen sie auch nachts blinken), die die gefährliche Passage sichern. Einer von ihnen ist der mit 82,5 höchste Leuchtturm Frankreichs auf der Ile de la Vierge.

Die Abers sind fjordartige Flussmündungen, die am Ende der Eiszeit unter den Meeresspiegel sanken. Wegen des flachen Wasserstands bei Ebbe entstanden dort keine großen Häfen. Nur das Sammeln von Tang und Algen bringt dieser dünn besiedelten Region am „Ende der Welt“ wirtschaftliche Erträge.

Gegen 14 Uhr sind wir wieder zurück und dann geht es auch langsam zurück…. unsere Vorräte auffüllen. Schade, denn hier hinten hätte ich es noch ewig ausgehalten. ☹

Es geht – nun 100 km – über Brest und Morlaix (Schnellstraße) nach Lannion (hier finden wir genügend Möglichkeiten zum Einkaufen und auch Tanken, sowohl von Diesel als auch von Gas) und in das Gebiet um Perros-Guirec, zur berühmten und bekannten Cote de Granit Rose. Magma mit beigemischtem rosa Felsspat erstarrte hier zu bizarren Steinformationen, an denen Wind und Wetter nagen. Im Sommer muss hier anscheinend sehr, sehr viel los sein,…..  😉

Wir steuern mal wieder einen Campingplatz an – einen, auf dem wir schon seinerzeit mit unseren Kindern waren: „Camping du Port“. Er hat laut meiner App bis Anfang November geöffnet und hat auch zu unserer großen Freude Internet, jedenfalls laut App 😉. Leider haben nämlich fast alle Campingplätze hier in der Bretagne schon seit Mitte September geschlossen. Nur ganz wenige haben länger oder sogar ganzjährig geöffnet. Unser Plan war, noch ein paar Tage auf einem Campingplatz zu stehen und das Motorrad nochmals aus seiner „Garage“ zu holen.

Wir finden den Platz an Hand der Koordinaten natürlich fast ohne Probleme – wenn auch unsere „Helga“ (so nennen wir unser Navi) uns oft sehr merkwürdig und auch auf kleine Sträßchen führt (obwohl sie auf „LKW“ programmiert ist,…). Aber,…. Leider,…. Der Platz ist schon geschlossen! Wie schade! Ich schaue mir gleich alles an, den kleinen Hafen, der bei Ebbe auch im Trocknen liegt, das offene Meer, die Dünen, die vorgelagerten Inselchen und genieße sogar noch den Sonnenuntergang.

Ich erkenne alles von damals wieder und wir entschließen uns, vor dem Platz zu übernachten: da stören wir ja keinen. Ein anderes Wohnmobil dachte ähnlich, aber leider wurde uns hier dann gegen halb neun gesagt, dass wir hier nicht übernachten könnten – oh  Mann ;-(

So fahren wir in der Dunkelheit noch sieben Kilometer weiter – wieder mal werden wir vom Navi über kleinste Straßen geführt – hin zum öffentlichen Wohnmobil – Stellplatz, der noch freie Plätze hat. Die Lage ist hier nicht so toll, aber uns bleibt momentan nichts anderes übrig. ☹

Sonntag, 15. Oktober 2017

Es ist halb neun Uhr, als ich aufwache – ich habe herrlich und ruhig geschlafen und habe einen herrlichen Blick auf den kleinen Hafen, wenn ich aus dem Fenster schaue. Gerade kommt auch die Sonne hervor. Also nichts wie raus aus den Federn!

Ist das herrlich hier und zudem ist es auch schon angenehm warm. Als ich zurückkomme, hat Peter schon den Tisch gedeckt und Kaffee und Tee gekocht. Klasse! Nach dem Frühstück wandern wir über zwei Stunden auf dem Küstenwanderweg und genießen Sonne, Wind und herrliche Ausblicke auf die Klippen und Sandbuchten. Es ist traumhaft – so wie wir es uns für diese Gegend gewünscht hatten 😉.

Am Nachmittag fahren wir DREI Kilometer weiter, auf einen Stellplatz und sind da fast die Einzigen. Der Leuchtturm im Dorf lockt mich, ich finde natürlich auch den Weg dahin, aber….. heute dürfen nur angemeldete Gruppen hoch. Wie schade! Aber ich habe ein Bild eingefügt, das zeigt, wie es in dem Leuchtturm innen aussieht.

Und hier kommt noch ein Bild der Fahrzeuge, mit denen die Gruppe angereist ist:

Dieses Haus, das wäre es doch!

So spaziere ich halt noch ein Stückchen auf dem Küstenwanderweg, der am Stellplatz vorbeiführt und komme zum westlichsten Punkt Frankreichs, dem Cap Corsen. Schön angelegt ist es, kostenfrei und ohne Restaurant. Da sieht es am westlichsten Punkt Englands – Land`s End – ganz anders aus….  ;-(

Ist es hier nicht einfach großartig? Ich bin – wie ihr seht – mit Fotos nicht zu stoppen!

Erst nach 19 Uhr bin ich zurück im Wohnmobil und werde schon wieder verwöhnt – dieses Mal mit Ratatouille in der Variante mit Fleischeinlage! Wieder war es ganz lecker! DANKE  🙂

Sorry, dass ich davon kein Foto gemacht habe, aber der Hunger war zu groß,…  😉 😉

Samstag, 14. Oktober 2017

Heute fahren wir mal wieder etwas mehr: bis zu unserem nächsten Ziel nach Concarneau im südlichen (unteren) Teil der Bretagne sind es 200 km. Eigentlich wollten wir von hier auf die Glenan Inseln, einen Tagesausflug machen, aber wir hatten schon im Vorfeld eruiert, dass die Fähren nur im Sommer ihren Dienst tun. Schade,…

Concarneau haben wir uns vor allem wegen Kommissar Dupin ausgesucht. 😉 Wer das ist? Ein sehr hübscher Kommissar, der in einigen Spielfilmen, die wir gesehen haben, hier in der Gegend ermittelt. Peter hat einige Bücher gelesen, das Neueste hatte er sich gerade erst auf sein Kindle „herunter“ geladen und war ganz begeistert. Auch von dem, was man darin noch über Land und Leute so erfährt.

In dem Gebiet der Bretagne waren wir schon zweimal, ist allerdings schon einige Jahre her (2002und 2003): einmal waren wir mit einem gemieteten  Wohnmobil knapp 14 Tage hier und einmal hatten wir ein Haus für den Zeitraum gemietet und meine Mutter und unsere Austausch-Studentin Geneva aus Amerika, aus Tennessee dabei.

Dass wir damals auch schon in Concarneau waren, dämmerte mir bzw. uns aber erst später. Im Touristenbüro holten wir uns ein paar Infos wegen unseres Kommissars und so saßen wir dann auch später in „seinem“ Café. Und hier war der Kaffee sogar mal wieder günstig und gut, …..

Die Stadt selbst liegt sehr hübsch, natürlich am Meer und ist von einer Stadtmauer geschützt.

Sie hat um die 19 000 Einwohner und ist heute noch einer der bedeutendsten Fischereihäfen  an der bretonischen Atlantikküste und der größte Thunfischhafen Frankreichs. Die Stadt ging aus einer Priorei hervor, die im 7. Jahrhundert von Mönchen gegründet worden war. Es fing mit der Altstadt an, der heutigen Ville Close, einer umschlossenen Stadt mit starken Festungsmauern, die begehbar sind. In den kopfsteingepflasterten Gassen der Ville Close sind Lokale aller Art und Souvenirläden. Heute ist hier ein gutes Durchkommen. Damals – vor zig Jahren – als wir hier waren, war es wesentlich schwerer, zumal mit drei noch kleinen Kindern und Tootsie, unserem Hund.

Danach ließen wir uns – wie schon gesagt – unseren Kaffee in der Sonne schmecken und genossen die Hafen-Atmosphäre. Erst um fünf Uhr starteten wir wieder – ihr wisst ja nun, dass die Natur uns mehr als die Städte zusagt. Unser endgültiges Ziel für heute war der Westen der Bretagne, in den wir es noch nie geschafft hatten und den wir unbedingt mal sehen wollten. Die Fahrt ging über Brest – so groß hätte ich mir diese Stadt nie vorgestellt. Obwohl uns unser Navi am Rand der Stadt vorbeiführte, dauerte es ewig, bis wir durch waren –  jedenfalls für mich. Sogar einen IKEA gab es hier noch! Ja, normalerweise halten wir da auch, aber bei dem schönen Wetter hatte IKEA keine Chance. Brest war übrigens total zerbombt und ist nach 1945 am Reißbrett neu entworfen worden. Die Hauptattraktion ist das Hochsee-Aquarium und Meeresmuseum – sieht so aus, als müssten wir hier mal wieder „in Ruhe“ herkommen,…  😊

Es ging über Hügel weiter, sah fast aus wie in England; Wald, Wiesen, Hügel, überall gab es noch Hortensien, die blühten. Im Städtchen Lampaul-Plouarzel, fast am westlichsten Punkt gab es Wohnmobil – Stellplätze, aber wir fanden unseren eigenen: den schönsten unserer ganzen Reise. Er war auf einer Landzunge, auf der einen Seite hatten wir das Meer, auf der anderen Seite einen Naturhafen. Jetzt bei Ebbe lagen die Schiffe im Trocknen. Es war wunderschön und wir erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang.

Freitag, 13. Oktober 2017

Da haben wir letzten Abend ja einen wunderschönen Stellplatz gefunden! Heute Morgen im Hellen waren wir ganz begeistert: schöne Stellplätze im Grünen, sehr groß und mit Strom. Lauter Franzosen hier – herrlich! Hier gefällt es uns, und geduscht wird im Wohnmobil. Toll, dass das geht!

Das Wetter ist auch herrlich, sonnig und warm und so holen wir noch unsere Räder heraus, um was von der Gegend zu sehen – und auch das begeistert uns. Wir sind hier auf einer Halbinsel und können auf der einen Seite zu „unserer“ Insel vom Vortag – ihr wisst schon, zur Ile de Nourmoutier sehen und auf der anderen Seite erkennen wir Saint-Nazaire mit der Loire-Mündung.

Prefailles heißt unser Ort, an dem wir gerade sind und er ist circa zehn Kilometer von der größeren Stadt Pornic entfernt. Jetzt zur Mittagszeit, gegen halb zwei haben der Laden und der Bäcker leider zu – nur zwei, drei Lokale sind offen: und so holen wir uns halt eine Pizza – eine Kebab-Pizza und essen sie mit Meerblick auf einem Bänkchen: herrlich! Und danach bewundern wir all die Gemälde, die hier überall aufgestellt sind.

Gemütlich, mit vielen Stopps geht es auf dem Küstenwanderweg bei vielen Fischern und einem kleinen Hafen zurück. Wir wollen uns eigentlich am Wohnmobil noch ein Käffchen machen, bevor unsere Fahrt in die Bretagne weitergeht.

Aber hier ist es so schön und es gefällt uns beiden so,  dass wir uns dazu entscheiden, hier auf dem Stellplatz noch eine Nacht zu bleiben!

Aber erst mal müssen wir noch zum Bäcker, sind ja auch nur 1,5 km  zu Fuß bis dahin.

Die Bäckersfrau ist sehr, sehr nett und schenkt uns noch ein paar Kekse. Wir setzen uns noch aufs Bänkle, Peter liest und ich genieße die Natur. Es ist richtig schön hier, ein paar Männer boulen, die Möwen kreischen und streiten sich ums Futter, Kinder sind auf dem Spielplatz – ein perfektes Bild. Und ein altes Kirchlein gibt es auch noch. Ich laufe noch etwas an der Promenade, dem Wanderweg entlang und bewundere die alten wunderschönen Häuser und die Steilküste mit ihren sandigen Buchten.

Gegen halb sieben treten wir dann den Rückweg an und dürfen noch einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Meer miterleben, richtig orange erscheint die Sonne.

Die letzten Fischer kommen auch langsam zurück, die Ebbe verabschiedet sich auch – jedenfalls sehen wir das so – und wir sind dann auch um acht wieder am Wohnmobil und lassen uns noch Baguette und Käse schmecken. Und dazu gibt es noch den „Freitags-Krimi“, SOKO Leipzig.

 

Donnerstag, 12.Oktober 2017

Hallo zusammen, Peter und sitzen noch an der Passage Du Gois und schauen aufs Wattenmeer (kommt später im Bericht). Auf jeden Fall haben wir hier Netz und so stellen wir die Bilder von heute schon mal rein und der Text kommt später,…… Schönen Abend euch allen!

Guten Morgen, und hier kommt nun der versprochene Bericht:

das auf dem ersten Bild ist unser Stellplatz in den Dünen und wir haben wunderbar, nur mit Meeresrauschen geschlafen. Viel zu lange wieder mal, aber wir haben ja Urlaub und hier wird es eh erst gegen halb neun hell.

Dann folgen Bilder von meiner kleinen einstündigen Wanderung durch die Dünen – keiner ist mir begegnet, nur Vogelgezwitscher und das Meeresrauschen. Herrlich!

Unsere Fahrt geht dann weiter – wir wollen ja heute nun zur Ile de Noirmoutier: es sind auch nur noch 40 km bis dahin und ich freue mich schon sehr auf diese Insel. Unsere Fahrt geht an der Küste entlang, Campingplatz an Campingplatz, Ferienwohnung an Ferienwohnung, Lokal an Lokal, aber alles wie ausgestorben. Hier ist nur im Sommer Saison. Und wir kommen auch wieder durch eine Marschlandschschaft mit vielen Kanälen. Vom 70 Meter hohen Wasserturm habe man eine gute Aussicht, aber der ist auch nur im Sommer geöffnet. Und nun ist es soweit: die 1971 errichtete, mautfreie Brücke zur gut 20 km langen Insel mit ca. 10 000 Einwohnern kommt!  „Drüben“ angekommen,  sehen wir erst mal nur Landwirtschaft, braune Äcker und haben eine sehr breite Straße vor uns. Einige Stellplätze liegen am Weg und wir schauen sie an, fahren aber schnell weiter: alle sind recht eng und sehr voll. So lernen wir schon mal die ganze Insel kennen und sind immer enttäuschter. Das gefällt uns hier nicht. Auch der Campingplatz, von dem ich im Netz las, hat zu. Nirgends kann man hier stehen, überall Verbotsschilder – nein, das ist nichts für uns. Mein Hungergefühl wird aber immer größer und so stellen wir uns in der Hauptstadt der Insel, in Noirmoutier-en-Ile auf den Stellplatz (der tagsüber kostenfrei ist) und essen erst mal was: es gibt Würste, eine Art Merguez. Voll lecker und hinterher noch was Süßes. Vor allem haben es uns die Kekse angetan: lecker!

Was nun? Auf der Insel, die auch für ihre Pinienwälder, ihre Salz- und Austerngärten, ihre Sandstrände, ihre Salzmarschen berühmt ist, bleiben und dafür auf dem ungemütlichen Platz hier stehen  oder weiterziehen? Ihr kennt uns: wir ziehen weiter!

Der Entschluss fällt uns leichter, da auch gerade Ebbe ist und wir so die Möglichkeit haben, die Passage du Gois zu benutzen! Diese Straße ist vier Kilometer lang und führt bei Ebbe über den Meeresgrund. Ein tolles Gefühl ist das und kaum sind wir „drüben“, parken wir und schauen uns das Ganze noch näher und ausführlicher an. Ich versuche im Watt zu laufen, aber es ist zu glitschig.

Wir genießen hier einige Stunden noch bei Sonne und freuen uns auch, Wifi zu haben und den Bericht für euch einzustellen. Gegen halb sieben geht es noch ein Stück weiter. Der erste Stellplatz, den wir ansteuern ist leider voll belegt, auf dem zweiten ist kein Mensch und er liegt mitten in der „Pampa“ und der dritte schließlich gefällt mir sehr gut. Da bleiben wir und gucken noch den Rest des Krimis aus Bozen an.

Mittwoch, 11.Oktober 2017

Das Wetter ist herrlich, ein strahlend blauer Himmel begrüßt uns und ein wunderschönes Leuchten der Bäume.

Gleich nach dem Frühstück zieht es uns zum Meer: zu den Dünen von gestern Abend. Wir haben unsere Strandmatten dabei, wandern aber zunächst noch bei Flut um das Flüsschen Payré bis zu der Stelle, wo wir unseren Austernhafen vom Vortag sehen können. Hin können wir leider wegen des Payrés nicht,… Aber es ist herrlich: Strand, Wald (Kiefern, Pinien und Eichen) und die Ebbe kommt – wir sehen nun die Austernbänke, die das Wasser immer mehr frei gibt. Es ist so warm, dass wir uns ab und zu hinlegen, die Landschaft genießen oder etwas lesen. Das geht so die nächsten drei Stunden lang – traumhaft. Und ich hänge euch die Bilder mal ran, damit ihr auch einen Einblick bekommt,…

Dann macht Peter ein Käffchen im Wohnmobil, wir holen unsere Croissants dazu und lassen uns alles in unseren mitgebrachten Stühlchen am Strand schmecken.

An der Küste wandern wir auch noch entlang, es ist recht einsam, die Vögel zwitschern und nur ab und zu kommt uns jemand entgegen, der dann aber auch freundlich grüßt. Hatte ich schon erwähnt, dass wir jetzt in dem Departement Vendée sind? Neulich lasen wir über sie einen Artikel „Die schöne Unbekannte“. Na, da sind wir aber noch gespannt,….  😊 Unser „grünes Venedig“ vom Vortag gehörte jedenfalls auch schon zur Vendée. 😉

250 km Küste, davon 140 Kilometer Feinsandstrände – das ist die Vendée, 18 Seebäder, ein 1600 km langes Radnetz, viele Kitesurfer und im Hinterland Wälder, Täler, Hügel, Ebenen und viele Sümpfe, Marschlandschaft: ein großes Naturschutzgebiet! Genau das Richtige für uns,…. Es erstreckt sich südlich von Nantes und nördlich von La Rochelle und ist mit seinen 6700 qkm fast doppelt so groß wie „unser“ Saarland.

Unsere Fahrt geht dann über Les Sables-d´Olonne (hier ist die härteste Einhandregatta der Welt zu Hause) weiter bis kurz hinter St-Gilles-Cr.-de Vie (berühmt für seine Sardinen). Hier gibt es mitten in den Dünen einen ruhigen wunderschönen Stellplatz für 6 EUR/Nacht. Wir packen uns was zum Abendessen ein (Brot und Käse) und lassen es uns beim Sonnenuntergang am Strand schmecken. Den Abend verbringen wir mit Schreiben und Lesen,….

Dienstag, 10. Oktober 2017

Heute ist nun aber wirklich und endgültig Abreise von der Insel – wir wollen ja noch in die Bretagne und wenn möglich auch etwas in die Normandie kommen.

Der Campingplatz Le Remondeau in La Couarde ist nicht nur wunderschön, er war mit ADAC – Karte auch sehr günstig: 17 EUR pro Nacht inclusive Strom (und Duschen)! Das ist wirklich günstig. Kurz nach 12 Uhr starten wir: erst mal über die Brücke und dann………..

…. ist unser nächstes Ziel das 50 km entfernte Gebiet namens Marais Poitevin: eine weite Sumpflandschaft soll es sein, die von Tausenden von Kanälen durchzogen ist – ähnlich wie der Spreewald. Und wer mich kennt, weiß, wie ich den liebe. Schon sehe ich mich wieder im Kajak sitzen, aber wir werden nicht fündig…..  Wir sehen zwar einige Kanäle und ein paar Weiden, Pappeln und Eschen – und sogar einen Reiher – aber das Wasser ist sehr, sehr trüb und von Zauber hat dieses Gebiet schon gar nichts,….  Ob es am Wetter liegt? Das ist auch eher trüb heute, aber warm – so an die 20 Grad haben wir (noch). 😊

Also nichts wie weiter,…. Ich hab noch was Schönes im Internet gefunden: Peter ist schon skeptisch, aber wir versuchen es einfach! Ich gebe ins Navi „La Guittiere“ ein und nach knapp 50 weiteren Kilometern (und fast zwei Stunden Fahrtzeit) auf fast leeren Straßen (fast wie in Schweden  😉) sind wir da – und ich, ja wir sind begeistert. Erst mal finden wir hier einen besonders typischen Austernhafen mit Austernbänken im Fluss und weiteren Becken. Muscheln wie Austern gibt es auch zu kaufen und ich erstehe 700 g FRISCHE Muscheln zum Preis von 3 EUR. Herrlich! Dann erkunden Peter und ich noch dieses Gebiet: hier verbirgt sich geschützt durch Klippen auf der einen Seite und durch Dünen auf der anderen Seite die Mündung eines Flusses, des Payré. Flussaufwärts stehen wir an unserem Austernhafen und bewundern eine einzigartige und bemerkenswerte Flora und Fauna, ein circa 800 ha umfassendes Sumpfgebiet und den dahinter liegenden Wald. Es ist total ruhig hier, noch Ebbe, aber die Flut hat schon eingesetzt und wir staunen nur, auch wenn wir wegen des Flusses NOCH nicht zum Atlantik und zum Strand kommen.

Bin ich froh, dass ich überall dank meines Vertrags mal kurz das Internet nutzen kann und so lasse ich mir von Google Maps zeigen, wie man am Besten zu dem Strand von Veillon und der ein Kilometer langen hohen Düne kommt. Zehn Kilometer sind es bis dahin,… Das versuchen wir! Und wir schaffen es in einer knappen halben Stunde. Warum es so lange dauert? Viele Orte, viele 30-km-Beschränkungen, viele der schon genannten „Huppel“,… Und dann sind wir am Parkplatz: ich bin begeistert und laufe gleich noch ein Stück, um mir das Ganze aus der Nähe betrachten zu können. Leider dürfen die Dünen hier nicht bestiegen werden, denn von oben hätte es bestimmt noch besser ausgesehen – aber ich sehe auch noch Vogelschwärme und bin begeistert,….

Es wird nun auch gleich dunkel, ist schon kurz vor acht und so übernachten wir auf einem Stellplatz für 7 EUR hier ganz in der Nähe. Auf dem Parkplatz an den Dünen ist das nächtliche Stehen leider verboten.

Und dann kommt es noch besser, wenn das überhaupt geht: Peter bereitet mir meine Miesmuscheln zu und sie schmecken so was von gut, dass ich alle – wirklich alle – fast alleine aufesse. Peter hält sich wieder an Käse. Alt werde ich heute nicht mehr und der TV bleibt auch aus. Schön war es, ja WUNDER-schön, trotz der ausgefallenen Kajak-Tour,… (oder gerade deswegen?) 😉

Montag, 09. Oktober 2017

Wir entscheiden uns dafür, noch eine Nacht auf dem Campingplatz hier auf der Insel zu bleiben und fahren mit dem Inselbus um 12 Uhr nach La Rochelle. Über eine Stunde dauert die Fahrt von ca. 20 km, an fast jeder Haltestelle wird angehalten. Leider ist der Stopp aber nicht lange genug, denn sonst hätte ich die putzigen Esel, die vor allem hier in St. Martin auf der Insel anzutreffen sind, noch fotografieren können. Schade  ;-(

Kurz nach ein Uhr sind wir dann in der Stadt (74 000 Einwohner), die in meinen Augen sehr interessant ist. Die Stadt verdankt nämlich ihre heutige Existenz einem militärischen Abkommen. Die Alliierten lassen die eingekesselten Deutschen in der Stadt am Leben und dafür zerstören diese weder Häuser noch Hafen. 1944 fädelten der deutsche Festungskommandant Schirlitz und der französische Unterhändler Meyer diese „Konvention von La Rochelle“ ein, weshalb die mehr als 800 Jahre alte Altstadt komplett erhalten blieb. Heute stehen am Marktplatz die ältesten Fachwerkhäuser der Stadt, zwei windschiefe Überbleibsel aus dem Mittelalter. Mich beeindruckt das Abkommen 😊.

Für Peter habe ich ein paar Adressen herausgesucht, wo ich ihn heute hinführen möchte. Erst mal ins „L`Epicurium“, eine Fromagerie: hier stehen über 200 Käsesorten zur Auswahl und man kann probieren. Dann hatte ich ein nettes Lokal herausgesucht, in dem es vor allem Meerestiere zum Essen gibt und schließlich noch eine Bar. Aber – heute ist Montag und leider hat gerade heute alles zu!

Aber wir finden trotzdem ein nettes Lokal „Les arts“ und lassen uns hier bei guter Musik erst mal Muscheln und Käse schmecken.

Die Bedienung war super freundlich – da macht das Essen gleich doppelt Spaß! Das war ein gelungener „Einstieg“ in die Stadt und dann sind auch die Sehenswürdigkeiten der Stadt angesagt. Erst mal geht es zum alten Hafen und den drei markanten Türmen, die das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt bilden. Im 16. Jahrhundert wurden alle Katholiken vertrieben und damit alle katholischen Kirchen in La Rochelle abgerissen. Nur die Türme blieben als Wachtürme und als Plattformen für Kanonen stehen. Und die Steine der Kirchen nutzte man, um die Stadt zu befestigen.

Wir schlendern durch den Hafen, genießen die Atmosphäre, die verschiedenen Schattierungen des Meeres (nicht umsonst heißt die Küste hier „Cote de Lumiere“) und finden auch die „Rue sur les murs“, eine 600 Meter lange begehbare Mauer aus hellen Pflastersteinen. Übrigens ist die ganze Stadt von einer Stadtmauer umgeben. Zudem gibt es viel Grün, einen riesigen Park mit herrlichen Blumen und viel Wasser.

Es gibt eine wunderschöne malerische Altstadt, Tausende von Cafés, Bars, Kneipen (auch das hat historische Gründe: wenn im alten Hafen früher große Schiffe anlegten, hatte die Besatzung oft wochenlang weder festen Boden unter den Füßen noch die Gelegenheit gehabt, mal zu feiern. So sind all die Pubs und Bars und und und entstanden.) und viele Geschäfte – fast 3 km Arkaden ermöglichen das Shoppen auch bei Regen. Na, das wäre doch was für unsere Töchter… und Schwiegertochter….

Vor dem 17. Jahrhundert war La Rochelle sehr wohlhabend: es hatte wie auch Nantes und Bordeaux vom Dreieckshandel zwischen Europa, Westafrika und der Karibik profitiert. Auch die zahlreichen Salzgärten und der Weinbau trugen zum Wohlstand bei.

Auch Pflastersteine aus Kanada, aus dem St.- Lorenz-Strom lassen sich in La Rochelle wiederfinden – sie sind ein Erbe aus den Tagen des Handels mit Quebec, das 1608 von einem Bürger von La Rochelle gegründet wurde.

Das Rathaus wäre (bzw. ist bald wieder) eines der schönsten Frankreichs, wenn nicht der Brand vor 4 Jahren gewesen wäre, bei dem fast zwei Drittel des Gebäudes zerstört wurden.

Im Café de la Paix „müssen“ wir auch noch zu einem Kaffee einkehren: es ist ein schönes Jugendstil-Café , in dem der belgische Krimiautor Georges Simenon Stammgast war. Er kam wohl 1927 zum ersten Mal in diese Gegend, angeblich um sich von einer unglücklichen Affäre zu erholen. Er soll sich so in die Stadt verliebt haben, dass er später seinen Wohnsitz für einige Jahre in diese Gegend verlegte und allein 19 Romane schrieb, die in La Rochelle und im Umland spielen. Den – laut meinem Reiseführer – berühmten Ziegenfrischkäsekuchen, Tourteau fromager finden wir leider nirgens in La Rochelle.

Kurz vor 18 Uhr steigen wir dann wieder in unseren Bus, der jetzt mit Schulkindern sehr gut ausgelastet ist. Hier ist die Schule wirklich spät aus und die Kids sind nicht vor 19 Uhr wieder auf „ihrer“ Insel.

Wir lassen den herrlichen Tag noch nachklingen und verbringen ihn mit „Günther Jauch“ („Wer wird Millionär?“).

Sonntag, 08. Oktober 2017

Auch heute geht es wieder gemütlich zu bei Stofers,….Immer noch sind wir auf demselben Campingplatz, Le Remondeau. Er ist auch wirklich wunderbar in den Dünen gelegen, hat saubere Sanitäranlagen, ist nicht voll und wir fühlen uns hier sehr wohl.

Leider lädt das Wetter heute mal nicht an den Strand ein – es ist recht trüb. So nehmen wir kurz nach halb drei den Inselbus und fahren für 1 EUR pro Person (circa 20 Minuten) in die Hauptstadt der Insel, nach Saint-Martin-de-Ré.

Das Hauptstädtchen hat stolze 2600 Einwohner und ähnelt für mich etwas Saint-Tropez: es hat einige Yachthäfen, schicke Bars und Restaurants und es ist wohl vor allem abends der lebendigste Ort der Insel.

Wir nehmen euch am Besten an Hand einiger Bilder mit durch den Ort:

Umgeben ist Saint-Martin  von einer Stadtmauer, die die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat. (Ist das Kino nicht auch etwas ganz Besonderes?)

Auch der Hafen ist recht gemütlich und – ihr könnt es euch schon denken – wir haben hier wieder was genossen: dieses Mal war es eine kleine Quiche, Peter eine mit Zwiebeln, meine war mit Oliven. Zum Nachtisch wollten wir uns ein Eis in der berühmten Eisdiele La Martiniere holen, aber wir kamen wieder zu spät: sie hatte schon seit dem 1. Oktober geschlossen! Schade  ;-(

Durch den Hafen dürft ihr natürlich auch mit uns schlendern:

Und dann gibt es hier im Ort noch eine gewaltige Festungsanlage mit ZItadelle, die 1681 zum Schutz der Insel und als Lager benutzt wurde. Im 19. Jahrhundert diente sie als Gefängnis und Zwischenstation für Häftlinge und Strafarbeiter, die von hier aus in die Kolonien deportiert werden sollten. Noch heute sind hier Gefangene, die zu langen Haftstrafen verurteilt sind und deren Resozialisierung als chancenlos gilt.

Kurz vor 18 Uhr ging der Bus dann wieder zurück und so machen wir uns jetzt noch daheim einen gemütlichen Abend.

Wünschen wir euch übrigens auch,……:-)

 

 

 

Samstag, 07. Oktober 2017

Und wieder herrlichstes Wetter, so dass wir beschlossen, heute mal einen „Chill-Tag“ am Strand einzulegen. Natürlich nicht ohne vorher noch Baguette zu holen und zu frühstücken. Dabei entdeckte ich, dass heute Markt war,…

Herrlich war es dann am Strand, warm und sonnig,…

Erst am späteren Nachmittag entschlossen wir uns noch zu einem Strandspaziergang. Eigentlich wollten wir bis zum nächsten Dorf am Strand laufen, kamen aber irgendwie nicht über unser Dorf raus. Ganz erstaunt standen wir dann wieder vor unserer „Dorf-Bäckerei“, holten uns hier einen Pistazien-Flan, ein Eclair und einen Café und genossen beides voll in der Sonne auf dem Kirchplatz. Anbei noch ein paar Bilder der Häuschen aus unserem Städtchen, La Couarde sur Mer – dass alle Häuser weiß getüncht sind, ist übrigens Vorschrift!

Und ein Bild von unserem Strand bei Flut:

Während ich den Sonnenuntergang beobachtete, brutzelte Peter ein leckeres Stück Fleisch für uns und machte dazu Tomatensalat. Super hat es geschmeckt – DANKE  🙂

 

Freitag, 06. Oktober 2017

Auch heute war wieder bestes Wetter – ein strahlend blauer Himmel erwartete uns. Kurz nach neun Uhr standen wir dann auch auf und fuhren mit dem Rad zum Bäcker ins kleine Städtchen.

Ganz schön frisch war es noch,… So um die 11 oder 12 Grad,…. Drum frühstückten wir auch drinnen und gingen erst nach 11 Uhr zum Strand, der mich total begeisterte. Es war gerade Ebbe, entsprechend breit war der Strand und entsprechend viele „Freizeit-Fischer“ waren unterwegs, teilweise mit Spaten und Netz. Das Meer schillerte in den verschiedensten Blautönen – es war traumhaft. Die Farben fast so schön wie die, die ich in Korsika gesehen habe,….

Wir sonnten uns – es war inzwischen herrlich warm – , genossen diese herrliche Ruhe hier und ließen es ganz ruhig angehen. Erst als der Hunger kam, gingen wir die paar Schritte zum Wohnmobil und stärkten uns.

Und dann ging es mit dem Rad in den Norden der Insel, die übrigens 18 000 Einwohner hat. Schon von weitem sahen wir den markanten, weiß-schwarzen Turm der Kirche von Ars-En-Ré, der wie eine Seemarkierung aus den Salzmarschen, durch die wir fuhren, ragt. Auch er dient der Orientierung von Schiffen.

Seit Jahrhunderten wird in den Salzgärten hier Meersalz gewonnen. Und es befindet sich auf der Insel die größte Austernproduktion Europas.

Hier im Ort tranken wir ein Käffchen und holten uns die Spezialität von hier, ein Torteau. Na ja, einmal reicht es,…. Anbei mal noch ein Bild davon, was es in französischen Bäckereien so alles gibt,….

Weiter ging es dann an vielen Weinstöcken (die alle schon geerntet waren 🙁 ), an Gemüsefeldern und dem Vogelschutzgebiet vorbei  noch weiter in den Norden, nämlich natürlich zum Leuchtturm! Die Fahrradwege waren super, gut beschildert und fernab vom Autoverkehr.

Um auf den 55m hohen Turm zu kommen, kamen wir heute leider zu spät! Schade!  🙁

Aber zum Sonnenuntergang waren wir pünktlich zur Stelle und danach gab es noch Ratatouille vom Vortag. Lecker war es,….

 

Donnerstag, 05. Oktober 2017

Erst mal kommen einige Bilder – und mit dem Text müsst ihr euch bitte noch etwas gedulden,……  😉 (ist inzwischen geschrieben worden!)  🙂

Auf jeden Fall sind diese wunderschönen (;-)) Bilder auf der Insel Ile d`Oleron entstanden:

gleich kurz nach elf Uhr habe ich mir mein Rad geschnappt und bin nochmals zum Leuchtturm gefahren, denn jetzt ist er geöffnet und man kann für drei Euro hochsteigen. Mich freut das sehr, denn ich liebe Leuchttürme! 😊

Und nun dürft ihr mit mir die herrliche Sicht von oben genießen (ohne dabei außer Atem zu kommen):

Wir starteten dann von unserem Stellplatz gegen 14 Uhr und holten uns im Supermarkt erst mal was zum Essen:

Unser Ziel für heute war die 100 km entfernte Insel, Ile de Ré. Schließlich war schon Donnerstag und wir wollten rechtzeitig vor dem Wochenende wieder mal auf einen Zeltplatz. Viele haben schon nicht mehr geöffnet, das Wetter war super und deswegen starteten wir wieder,…. Obwohl – die Ile d`Oleron (mit ihren 22 000 Einwohnern) hat uns sehr gut gefallen!  🙂

Wir schauten uns noch kurz Boyardville an: hier ließ Napoleon ein Fort auf Felsen erbauen, um die Mündung der Charente zu verteidigen. Dann kamen wir noch durch Le Chateau-D`Oleron: hier sind am Fischerhafen bunte Holzhäuschen, in denen jetzt Künstlerateliers sind. Bis eine EU-Vorschrift ihren Umzug in Steinhäuser verfügte, wurden die Häuser für die Austernzucht genutzt. Jetzt kann man Malern und Töpfern bei der Arbeit zusehen oder vereinzelt noch Fischern.

Kurz darauf ging es dann wieder über die 1966 erbaute 3 km lange Brücke zum Festland.

Diese „merkwürdigen“ Esel begegneten uns auf der Fahrt zur Ile de Re.

Es war eine sehr schöne Fahrt von circa 100 km  durch viele Feuchtgebiete, Moore, Kanäle. Wir sahen Raubvögel, wir sahen Storchennester auf Strommasten, wir sahen Kühe und Pferde. Es gab sowohl Landwirtschaft als auch Austernzucht. Bestimmt nutzen viele Vögel dieses Gebiet als Zwischenstation Richtung Süden.

Die Stadt La Rochelle wird umfahren und schon kommt die große mautpflichtige Brücke (momentan kostet sie acht Euro) zur Ile de Ré, La Blanche, die Weiße. Der Name rührt wohl von den weißen Dörfern her, von den niedrigen weißen Häuschen.  Sandstrände begrüßen uns, kaum dass wir ankommen. Es sieht richtig idyllisch hier aus, die Insel gefällt uns sofort! 👍😊

Apropos Maut: im Sommer fällt sie doppelt so hoch aus und selbst die Insulaner sind hin- und hergerissen zwischen dem Luxus, jederzeit ins knapp 20 Autominuten entfernte La Rochelle (über die 3 km lange Brücke) fahren zu können und der Angst andererseits, dass ihre Insel von allzu vielen Tagesgästen überrannt werden könnte. Die Angst überwog schließlich :-(, die Maut bleibt.

Hier auf der Insel verbringt die Pariser Bourgeoisie ihre Sommer – La Rochelle hat den wahrscheinlich mondänsten Vorort Frankreichs mit der Ile de Ré, die im Golf von Biskaya liegt.

An der geschützten Nordseite liegen die Dörfer mit ihren Häfen und am Atlantik ist natürlich rund 15 km Strand. Die Insel ist sehr langgestreckt; eine Engstelle hat sie, an der man von Meer zu Meer schauen kann und die nur ein paar Hundert Meter breit ist.

Wir fahren heute erst mal nur bis zur Inselmitte nach Couarde-sur-Mer: hier haben wir einen familiär geführten Campingplatz auf unserer App gefunden und er ist wirklich sehr schön. Schon mal ganz wunderbar in den Dünen gelegen, recht leer und es gibt gleich für alle Campingplatz-Besucher einen Willkommens-Trunk beim gemütlichen Zusammensitzen. Und das war richtig nett: wir saßen draußen an einem Tisch mit zehn anderen Deutschen aus Hamburg, dem Saarland und aus Bielefeld. Das war klasse!  🙂

 

 

Mittwoch, 04. Oktober 2017

Wie ihr seht, bin ich fleißig – schreibe am Blog und füge Bilder dazu ein. Das Wetter ist wunderschön, blauer Himmel mit einigen Schleierwolken und die Vorhersage für hier für die nächsten Tage sieht auch sehr gut aus! Super  :-), das freut einen doch! 🙂

Heute wollen wir hier auf dem schönen Wohnmobil-Stellplatz – fast am Ende der Insel -bleiben und die Insel etwas mit dem Rad erkunden. Bis später denn,….. Auch euch allen einen schönen Tag!  🙂

Hier auf der Insel trifft man auf mehr Tiere als auf Menschen; wir radelten durch eine herrliche Landschaft mit viel Wald, mit Landwirtschaft und Weinanbau, mit vielen Kanälen, Salzmarschen und natürlich viel Meer, Sandstränden und Klippen,

Leider flogen die Störche, als sie uns sahen, weg. Waren wir wohl zu langsam,… Aber es sah herrlich aus, wie sie dann weit über uns kreisten,…… Ein paar Vögel haben wir noch „erwischt“,…. Wie sie heißen, wissen wir leider nicht. Lassen uns aber sehr gerne „belehren“.  😉

Es herrschte Ebbe und entsprechend waren einige Menschen damit beschäftigt, für ihr Essen (Muscheln) zu sorgen.

Gerade noch rechtzeitig kamen wir an einem Restaurant vorbei, in dem man nett sitzen konnte und Muscheln oder Austern oder auch Käse essen konnte – es war halb drei und damit war die eigentliche Mittags-„Essens“-Zeit der Franzosen vorbei. Aber Peter managte das und so bekam ich noch meine Austern und Peter seinen Käse. Und es war köstlich!

Hier sind wir in der Mitte der Insel, in Saint Pierre d`Oleron: es ist die Inselhauptstadt mit circa 6600 Einwohnern. Dieses Städtchen besitzt einen hübschen Stadtkern mit einigen Geschäften – und diese waren, als wir am Nachmittag dort ankamen – sogar geöffnet. Wir holten uns zwei süße Stückchen vom Bäcker und aßen sie im Park, in dem viele Blumen blühten und dufteten.

Auf dem Bild unten seht ihr die Kirche aus dem 17. Jahrhundert, ihr 43m hoher Turm dient der Schifffahrt als Signal. Beim letzten Bild in der Bilder-Galerie könnt ihr ihn ganz sehen,….

Hier habe ich ein paar der hübschen weißen Häuser fotografiert, die typisch für die Insel sind – oft sieht man die Stockrosen vor dem Haus: ein wunderschöner Anblick, finde ich.

Weiß jemand, was das für ein Baum bzw. für ein „Strauch“ ist?

Am Abend drehte ich nochmals eine Radrunde zum Leuchtturm und erlebte einen tollen Sonnenuntergang.

Und danach wurde noch gespielt: Rummikub – Andrea hat es uns vor einigen Monaten gezeigt und „beigebracht“. Macht echt Spaß – 🙂

Dienstag, 03. Oktober 2017

Kurz vor 12 Uhr sind wir reisebereit, nachdem wir vorher noch Frisör „gespielt“ haben: Peter hat meinen Pony geschnitten und ich ihm seine gesamten Haare: bin sehr stolz auf mein Erstlingswerk!

Wir machen noch einen Abstecher ins Städtchen Soulac-sur-Mer: es ist das nördlichste Seebad der Cote d`Argent, der Silberküste, an der wir geschätzte 250 km entlang gefahren sind. Es hat einige nette Häuschen, die reich verziert sind, ein paar kleine Lädchen, Lokale und vor allem eine tolle Bäckerei: wir kaufen uns ein Pan bagnat (leckeres riesengroßes Brötchen mit Thunfisch, Ei, Paprika, Tomate, Salat) zum „Gleich-Essen“ und für danach ein Stück Flan-Kuchen und eine Rosinenschnecke. Das hat sich gelohnt!  😉

Und so gut gefüllt kann es noch zehn Kilometer bis zur Fähre weitergehen: dort müssen wir über eine Stunde warten, denn die Fähre legt nur alle zwei Stunden ab, und der Preis ist hoch: 45 EUR für 40 Minuten Schifffahrt – für etwas mehr sind wir ja nach Schweden über sieben Stunden dafür unterwegs 😉. Nein, nein, wir sind froh, dass es diese Fähre gibt, sonst hätten wir über 200 km Umweg gehabt. Hier an der Küste sind viele Bunker:

Die Überfahrt war ganz schön schaukelig, die Mündung der Gironde ist hier 6 km breit, wird im weiteren Verlauf noch breiter, bis sie dann kurz vor Bordeaux wieder schmaler wird und durch die Stadt fließt.

Die „Silberküste“, Cote d`Argent hat uns übrigens von der Düne von Pilat bis ins Baskenland sehr gut gefallen, war nicht überfüllt, es gab einige nette kleine Städtchen und viiiel Natur. Der obere Teil nun war nicht so unser Geschmack – aber schön, dass man es gesehen hat und für weitere Reisen weiß,….

Hier in Royan – nun an der Cote de Lumiere – müssen wir uns erst mal umstellen: hier ist wieder was los! Viel Verkehr, viele Geschäfte, Tausende von Wegweisern,… ja, wie es ist, ist es nichts!

Royan hat 18 000 Einwohner, Picasso und Zola malten hier. Doch von diesem Royan ist nichts geblieben: im Januar 1945 lieferte sich die deutsche Armee heftige Gefechte mit den Alliierten und 85% der Stadt wurden zerstört. Die neue Kirche ist aus Stahlbeton erbaut und ihr Schiff variiert in der Höhe (28 – 36 m).

Der Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert, der 7 km vor der Küste im Mündungsbereich der Gironde steht, ist der älteste noch in Betrieb stehende Leuchtturm in Europa. Mit einem Ausflugsboot kann man hinfahren und den Turm besteigen.

Unsere Fahrt geht weiter, noch 50 km quer durchs Land, an Kanälen und an Tausenden von Austernbänken vorbei. Hier sind „Parcs à huitres“! Und bald ist es soweit: die Brücke zur Ile d´Oleron kommt: majestätisch spannt sie sich übers Meer. 22 000 Einwohner erwarten uns hier  😉, 30 km ist die Insel lang und an der breitesten Stelle misst sie 15 km. Wir durchfahren sie erst mal und Peter überrascht mich in der Mitte der Insel, im Örtchen Saint-Pierre-D´Oleron mit einem leckeren Austernbrötchen! Das tat gut!!!!  😊

Einen Stellplatz finden wir dann ganz hinten oder oben, je nachdem, wie man es sieht – fast am Leuchtturm, in Saint-Denis-d`Oleron, dem nördlichsten Ort für 12 EUR die Nacht, sogar mit Duschen und Toiletten.

Aber damit nicht genug: wir holen noch schnell unsere Räder aus der Garage und düsen damit noch zum Leuchtturm. Schließlich ist ja gleich Sonnenuntergang,…. Und wir werden nicht enttäuscht,…. Wir sind total begeistert. Zu Hause wird dann der Fernseher aus gelassen und es wird noch geschrieben. 😊 Fertig!!!!!

Montag, 02. Oktober 2017

Heute hatte ich die Hoffnung, dass der Frisör, an dem wir in dem Dorf oder Städtchen gestern vorbei gefahren sind, offen hat. Aber leider haben wir beide kein Glück. Erst am Nachmittag öffnet er,…. Schade. So umrunden wir die Bucht von Arcachon, fahren auf engen Straßen durch kleine Orte, entdecken viele Fahrradwege, aber auch viele geschlossene Geschäfte. Hier ist die Saison wohl gelaufen, alles wirkt wie ausgestorben.

Und dieser Eindruck verstärkt sich noch, je weiter wir Richtung Norden kommen. Wir haben vor, durch die Halbinsel Medoc bis ganz nach oben (circa 100 km), nach St-Georges-de-Didonne zu fahren und dann mit der Fähre über die Gironde-Mündung nach Royan überzusetzen. Diese Halbinsel streckt sich wie ein Zeigefinger in Richtung Atlantik und hat durch seine Sand- und Kiesböden, verbunden mit feuchtwarmem Klima beste Voraussetzungen für den Weinanbau.

Wir fahren über holprige Straßen, die ewig lang sind und durch Kiefern- und Eichenwälder führen. Ab und zu kommt ein Dorf, jedes hat denselben Kirchturm, kaum einen Laden – ja, ihr merkt es schon, es wirkt, vielleicht auch wegen des trüben Wetters alles etwas trostlos. Reiten, Paintball, Kajak, … alles wird angeboten, aber eben nur zur Saison.

Vom Meer sieht man nichts, ab und zu nehmen wir mal eine Stichstraße zum Meer, vorbei an Binnenseen, aber weder da noch da ist mehr etwas los. Nicht mal mehr Austern finde ich hier; Verkaufsstände schon, aber alle sind verlassen,….

Die Gegend ist auch topfeben, weder Hügel noch sonst etwas. Doch es gibt was, Tausende von so genannten „Huppeln“, die den Autofahrern das Fahren erschweren und erst recht den Wohnmobil-Fahrern und dann noch mehr denen, die noch zusätzlich mit Anhänger unterwegs sind.

Fast ganz oben am „Zipfel“ bei Soulac-sur-mer finden wir einen Stellplatz für 4 EUR und ein paar unserer „Freunde“ sind auch schon da: er ist direkt am Meer gelegen, total ruhig und Peter und ich machen noch einen langen Strandspaziergang bei Ebbe, bis es dann dunkel wird. Schön war es! Natürlich hätte uns auch das größte FKK-Zentrum Europas (Campingplatz) interessiert, der in der Nähe ist, aber fast 50 EUR pro Nacht auszugeben, das geht nicht – das ist schlichtweg zuviel!

Sonntag, 01. Oktober 2017

Zu unserer üblichen Zeit, gegen 12 Uhr starten wir wieder: heute gönnen wir uns die gebührenpflichtige Autobahn Richtung San Sebastian. In Spanien ist diese Gebühr geringer als in Frankreich, wo die Länge des Gespanns berechnet wird. Bilbao liegt übrigens total im Kessel und erinnert uns an Stuttgart: die Stadt unten, auf den Hügeln ringsum Wohngebiete. Das Meer und der Hafen sind circa 10 km entfernt.

Die Fahrt geht weiter durch die Berge, Nebelschwaden begleiten uns. Kurz vor der Grenze sehen wir noch ein Einkaufszentrum und wollen bei dem trüben und regnerischen Wetter gleich noch tanken (ist in Spanien günstiger) und einkaufen gehen. Aber nichts da! Leider hat hier – außer natürlich der Tankstelle – alles geschlossen. Das ist ja wie daheim 😉. Wenigstens hat Mc Donalds offen und wir erlauben uns einen Hamburger, einen Cheeseburger und ein paar Pommes – ab und zu muss das einfach mal sein.

Dann geht es weiter über die Grenze nach Frankreich – immer noch Regen – ein Stück fahren wir noch auf der Autobahn und dann nehmen wir die Schnellstraße bis nach Aquitanien, zur Bucht von Arcachon (60 km von Bordeaux entfernt) – die aufmerksamen Leser kennen den Namen der Bucht bestimmt schon, denn da begann unser Aufenthalt vor fast vier Wochen in Frankreich – da ist die Düne von Pilat. Hier ist auch das größten Waldgebiet Europas. Es entstand, als man zu Beginn des 19. Jahrhunderts Sandkiefern anzubauen begann, um ein Vorrücken der Dünen ins Landesinnere zu verhindern und die Moore trocken legte. Heute ist das Naturschutzgebiet Le Teich dran: hier finden wir einen kostenlosen Stellplatz, der sehr schön gelegen ist. Für heute reicht es auch: waren doch an die 350 km von Bilbao bis hierher. Das Wetter wird besser, es hört immer mal wieder auf zu regnen und so drehe ich noch eine Runde im Vogelschutzgebiet und erfreue mich an der Ruhe und Einsamkeit hier. Außer dem Geschnatter der Enten und dem Gezwitscher der Vögel ist nichts zu hören: man ist hier mehr mit sich alleine als auf dem Pilgerweg. Gut, dass ich rechtzeitig zurück am Wohnmobil bin, denn hier wird es an die 20 – 30 Minuten früher dunkler als noch in San Vicente. Und wir haben hier mal wieder TV-Empfang und können „Tatort“ schauen – auch mal wieder nicht schlecht!  😊

Samstag, 30. September 2017

Der erste Morgen seit langem, dass mal nicht die Sonne scheint! Aber macht nichts, heute wird eh ein Reisetag für uns.

Zuerst frühstücken wir heute gemeinsam „außer Haus“, in meiner Bar – muss ich Peter doch noch unbedingt zeigen! Wir lassen uns Toast, frisch ausgedrückten Orangensaft und Kaffee schmecken.

Unser Ziel heute ist das 200 km entfernte  Bilbao: hier gibt es einen bewachten Stellplatz, so dass wir uns morgen das berühmte Guggenheim – Museum anschauen können. Morgen, denn am Montag hat es geschlossen und uns zieht es dann doch auch wieder nach Frankreich. Schon wegen der Sprache – echt schade, dass wir des Spanischen (noch) nicht mächtig sind. Aber das könnte sich ja ändern. Letztes Jahr in England war es schon gut, dass wir uns auch mit Einheimischen unterhalten konnten. 👍😉

Ja, der Abschied hier fällt uns schon schwer,… wir hatten neun wunderschöne und sonnige Tage in diesem herrlichen Oyambre – Nationalpark, in dem es unzählige Möglichkeiten gibt, sich zu beschäftigen.

Auf der Fahrt nieselt es immer mehr, die Wolken hängen in den Bergen und man sieht von der Landschaft leider nicht allzu viel. Immer wieder spannen sich herrliche Brücken über die Täler. Hoch und runter führt einen die Schnellstraße, mal an der (Steil-) Küste vorbei, mal durch herrliches „Allgäu“. Ich nutze die Fahrzeit und lese Peter gleich einiges aus dem Reiseführer über Bilbao vor. Neben dem Guggenheim-Museum freue ich mich schon jetzt auf die berühmten Appetithäppchen, die es in den Lokalen überall geben soll. Klingt lecker und interessant. Interessant wäre bestimmt auch die Stadt Santander gewesen, aber man soll sich ja auch was für den nächsten Urlaub aufheben.;-)

30 km vor Bilbao ist unser schönes Kantabrien dann zu Ende, das Baskenland beginnt wieder.

Schon kurz nach 14 Uhr erreichen wir den tollen Stellplatz, hoch über Bilbao gelegen. Nah an der Schellstraße, aber total ruhig und mit einer klasse Aussicht! Echt super! Er kostet 15 EUR für die Nacht und beinhaltet sogar Strom. Auch Toiletten und Dusche gibt es hier, und ganz wichtig: am nächsten Morgen gibt es frisches Brot zu kaufen.

Wir beschließen, gleich noch heute das Museum anzuschauen und mit dem Bus, der alle 15 Minuten gleich vor der „Haustür“ losfährt, in die Stadt zu fahren. Aber erst gibt es noch was zu essen: ein Champignon-Süppchen aus der Packung!

Das Guggenheim-Museum ist ein Werk von Frank O. Gehry, einem gebürtigen Kanadier. Es liegt direkt am Fluss, am Rio Nervion. Es ist wirklich ein gigantisches Wahrzeichen und sieht aus wie ein Schiff aus Titan, Kalkstein und Glas: ein Bauwerk mit ineinander verschachtelten Flächen und Formen und einem silberweißen Glanz. Der Volksmund nennt es „Metallische Blume“, denn bei Sonne sticht der grelle Widerschein ganz schön in die Augen.

Außen steht auch der stählerne Blütenhund-Skulptur „Puppy“ von Jeff Koons, der mir auf Anhieb gefällt und wunderschön auf ihm all die verschiedenen Blumen, die diese Skulptur erst so richtig zur Geltung bringen. Auch die berühmte Bronzespinne „Maman“ von Louise Bourgeois wird natürlich bewundert.

Dann geht es hinein ins Museum: 10 EUR Eintritt für den „normalen“ Bürger, 4 EUR weniger für Rentner – danke Annette für den guten Tipp damals! 😊

Innen wieder Staunen über die miteinander verbundenen Gebäudeformen, die sich um ein zentrales Atrium gruppieren. Das Dach ist aus gekrümmten und vorspringenden Metallformen und fügt das Ganze zu einer architektonischen Einheit zusammen. Für mich ein Meisterwerk, das mich innen an Blüten erinnert, die sich nach oben hin öffnen. Es ist vieles schön rund und wellig  – das gefällt mir sehr. Leider darf innerhalb des Gebäudes weder fotografiert noch gefilmt werden.

Wir verschaffen uns einen Einblick in alle drei Stockwerke, besuchen die verschiedenen Ausstellungen und sind nach drei Stunden erst mal platt. Auch das Café ist recht hübsch und wir genießen zwei der berühmten und vorhin schon erwähnten Appetithäppchen.

Dann schlendern wir noch etwas durch die Stadt, vor allem durch die Altstadt, die echt hübsch ist und jetzt gegen 20 Uhr auch voller Leben ist – auf den Bildern kommt das jetzt nicht so rüber,….  ;-(((.

Wir finden auf Anhieb das berühmte Café Iruna, das das schönste Kaffeehaus der Stadt sein soll: hier gibt es plüschige Bänke und Schmuckziegelschnörkel in neomaurischem Stil. Wir finden ein Plätzchen in der dazugehörigen Bar und lassen uns noch zwei kleine Fleischspieße schmecken: hier ist echt was los, hier ist Leben, ja überall ist hier Lebensfreude zu spüren.

Super war`s, wir finden dann auch unseren Bus zurück zum Stellplatz und kommen erst nach 22 Uhr „daheim“ an.