Archiv der Kategorie: Finnland

Reise nach Finnland 2018

Sonntag, 04. November 2018

Kurz nach zehn Uhr starten wir, nachdem wir bis acht Uhr ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt haben.

Die Autobahn ist frei und so sind wir schon kurz  vor 13 Uhr daheim!

Unser neuer Rasen sieht super aus!

Schnell schalten wir daheim die Heizung an und räumen das Wohnmobil noch etwas aus. Zum Mittagessen gibt es noch die Bratwürste aus Weißenfels. Lecker sind sie! Und um drei Uhr treffen wir uns noch zum Spaziergang mit Uli (Lucys Züchter) und seinen Hunden – herrlich zu beobachten, was die fünf für einen Spaß miteinander haben. 😊👍

Ja, ein toller Urlaub neigt sich dem Ende entgegen! Wir sind unendlich froh und dankbar,  so schöne Tage erlebt zu haben. 😊😊😊😊

Samstag, 03. November 2018

Bei mir geht es mit der Tagung bis zum Nachmittag weiter – und ich nehme sehr viele neue Ideen mit! Ja, DANKE an alle, die das Treffen vorbereitet haben und DANKE an alle, die dabei waren und das Treffen mit bereichert haben! 👍😊👍😊👍

Es ist noch etwas Zeit für einen kurzen Bummel  durch Bamberg und ich bin überrascht, was für eine hübsche Stadt es ist:

Gegen vier Uhr treffe ich mich mit Peter und wir entscheiden uns, noch nicht ganz heim zu fahren. Mir ist es wichtig, all die Gedanken heute noch in Ruhe in mir nachwirken zu lassen.

So übernachten wir zusammen mit einigen anderen „Womos“  auf einem netten Stellplatz in der Nähe Nürnbergs und genießen einen schönen – erst einmal letzten – Abend im Wohnmobil. 😊😊😊😊

 

Freitag, 02. November 2018

Nach einem leckeren Frühstück ging es gegen zehn Uhr nach Bamberg. Peter ließ mich an meinem für die kommende Nacht gebuchten Hotel hinaus und fuhr mit Lucy ein Stück ins Grüne weiter.

Und ich hatte eine Tagung zum Thema „Heilen“, die für mich einen wunderbaren Abschluss unserer Reise bildete. Wir waren vierzig Teilnehmer, die sich alle meist auch schon seit vielen Jahren mit diesem Thema beschäftigen. Viele Erfahrungen wurden in einer sehr offenen und liebevollen Atmosphäre ausgetauscht, auf Fragen wurde eingegangen, es gab sehr viel Offenheit, Frische und Mut.

Wie schön, dass es so gut in unsere Reise integriert wurde! 😊😊😊😊😊

Donnerstag, 01. November 2018

Heute ist Lucy neun Monate alt und sie bekommt ein extra Schweineohr! 😉😉😉😉 Es ist sooooo schön, dass wir sie haben und sie macht uns meistens (😉) sehr viel Freude. Ist uns in den sechs Monaten, in denen wir nun schon zusammenleben, ein ganz lieber „Kumpel“ geworden. Auch wenn es anfangs nicht immer leicht war. 🙈

Vieles lernt man durch sie  anders zu sehen und sich mehr mit dem Jetzt zu  beschäftigen. Im Moment zu sein, nicht in dem, was war oder sein wird. Sich einfach an dem, was ist, zu freuen und das zu genießen. Einfach man selbst zu sein – egal was andere denken könnten. 😊😊😊

Wir haben auf dem Parkplatz eines Hotels für sechs Euro gut und ruhig übernachtet und der Bäcker war auch nicht weit entfernt. Und mein Blick aus dem „Schlafzimmer“ war nett – passte zum gestrigen Reformationstag! 😊

Unsere Tour ging dann weiter über Weißenfels und Naumburg nach Thurnau (Bayern): hier stehen wir auf einem Übernachtungsplatz im Wald. Thurnau ist ein süßer Ort, 50 km vor Bamberg. Und es gibt einen Bäcker. So können wir morgen den Tag wieder gemütlich „angehen“. 👍😊

Auch heute war es schön: zu Mittag gab es meine geliebten Hackepeter – Brötchen und zum Kaffee hat Peter einen der besten Pflaumenkuchen besorgt: Hefeteig, Pflaumen, darauf Quark und noch Streusel. Lecker war es! 👍😊 Und es war super, dass hier in Sachsen heute kein Feiertag war! 👍👍👍👍

Und einen tollen Sonnenuntergang gab es gratis dazu! 😉😉😉

Schlaft alle gut 🌙⭐️🌙⭐️🌙

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Heute geht es los, Richtung Heimat. 🤔

Aber natürlich alles schön gemütlich (schließlich haben wir ja heute hier Feiertag) und ich laufe nochmals mit Lucy zum Strand und an ihm entlang. Und natürlich findet Lucy wieder ein paar Spielkameraden. 👍😊👍😊👍

Am Hafen holen wir uns noch zwei Matjes – Brötchen, die wir uns dann unterwegs schmecken lassen. Lecker! 😊

Es ist recht wenig Verkehr und um Berlin herum (hier ist heute und auch morgen Arbeitstag) geht es auch recht zügig vorwärts.

Einen Übernachtungsplatz finden wir in einem kleinen Dorf bei Leipzig. Hier in der Nähe müssen wir morgen noch etwas abholen, das Peter übers Internet gekauft hat.

Ja, und dann geht es weiter nach Bamberg, denn hier habe ich am Freitag und Samstag noch eine Weiterbildung. Und danach geht es dann endgültig nach Hause! 👍😊

 

Dienstag, 30. Oktober 2018

Heute hatten wir herrlichstes Wetter mit 18 Grad!

Hoffentlich geht es bald los: Lucy ist am Liebsten unterwegs. 😊

Natürlich wanderten wir nochmals unsere große Runde: am Strand entlang, durchs Dorf und am Bodden dann zurück zum Campingplatz. Unterwegs holten wir uns am Hafen noch zwei leckere Fischbrötchen. 😊👍

Die große  Sonnenbrille wird am Strand auch wieder abgebaut:

Im Hunde-Laden sind wir auch:

Und dann geht es nochmals zum Abschluss ins Schwimmbad und in die Sauna: beides hat bis 20 Uhr geöffnet und es war immer relativ leer. Herrlich!

Die Bilanz ist auch nicht schlecht – aber am Wichtigsten: es ist so herrlich hier zu laufen!

Montag, 29. Oktober 2018

Eigentlich wollten wir heute mal noch ins Nachbardorf nach Prerow fahren, blieben dann aber doch in unserem Dorf, wanderten am Strand und machten es uns im Wohnmobil gemütlich.

Der Campingplatz ist große Klasse: es macht einfach Spaß, schöne Waschräume zu haben und dazu noch die Sauna und das Schwimmbad nutzen zu können.

 

Samstag, 27. Oktober 2018

Punkt zehn Uhr ist wieder Hundetreffen 😊😊😊 und danach nutzen wir noch das gute Wetter zum Spaziergang.

Am Nachmittag ziehe ich dann nochmals mit Lucy los …….

….. und wir kommen in den Regen ( dafür gibt es viele Regenbogen 😉😉). Mein erster  Besuch mit Lucy  im Café verläuft super und ruhig.

Nicht nur Lucy ist abends „fix und alle“.

 

 

 

Freitag, 26. Oktober 2018

Lucy liebt es genauso wie wir hier raus zu gehen und kann es gar nicht erwarten, am Strand herum zu tollen:

Hier am Strand gibt es Kunst:

Der Heimweg geht über den Bodden zum Campingplatz: auch hier am eher ruhigen Gewässer ist es wunderschön.

Zum Aufwärmen geht es wieder in die Sauna und danach gibt es Obst:

 

 

 

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Guten Morgen, hier der heutige Blick aus meinem Bett:

Nach dem Frühstück und dem  morgendlichen Treff mit Caya ging es wieder an den Strand und von dort liefen wir in den Ort. Heute war Markt und ich kaufte mir meine geliebte Sanddorn – Marmelade. 😊👍

Beim Metzger gab es für uns Soljanka und Kesselgulasch und wir genossen beides in der Sonne.

Termine hat man ja auch im Urlaub bzw. macht sich welche – und so trafen wir uns um fünf wieder mit Caya und ihrem Herrchen. Toll war es – für alle! 😊👍

Wo bleibt sie denn? Sehnsüchtig wird Caya erwartet:

Und dann gibt es noch Sauna und dann Gemütlichkeit am Abend:

 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Lucy gefällt es wohl auch hier und sie genießt die Ruhe – erst halb acht weckt sie uns: echt super! 😊👍😊👍😊

Heute waren wir am Strand, im Städtchen, am Bodden – und natürlich in der Sauna!

Das Wetter war super und Lucy fand viele Spielgefährten: besonders eine hat es ihr angetan, Caya, sechs Monate!

Dienstag, 23. Oktober 2018

Die Kraniche haben uns wieder geweckt und ich bin nach dem Frühstück nochmals zur Aussichts-Plattform, um sie aus der Nähe zu bewundern. 

Heute war mal „wieder“ Campingplatz und Duschen angesagt. Aber wohin? Wir entscheiden uns schließlich, den Campingplatz in Zingst anzusteuern. Und wir sind begeistert, als wir kurz nach 14 Uhr eintreffen. Natürlich ist nicht mehr viel los hier, aber das Schwimmbad und die Sauna (beides im Preis enthalten) sind super. Sie sind beide von 13 – 20 Uhr geöffnet.

Während ich die Wärme genieße, hat Peter mal wieder ausführlich Zeit, im Internet zu stöbern. 

Und in das Städtchen und zum Meer ist es auch nicht weit. Herrlich! 👍😊👍😊👍

Heute haben wir kein einziges Foto gemacht 🙈🙈🙈.

Montag, 22. Oktober 2018

Das Trompeten der Kraniche hat uns halb acht geweckt – herrlich war es, zu sehen, wie sie in ihren Formationen über uns flogen. 

Bei uns ging es dann etwas später ein paar Kilometer weiter zum Kranich – Informationscenter nach Groß Mohrdorf. Hier schaute ich mir einen Film über diese wunderschönen Vögel an und kaufte mir ein Buch über sie. 

Hier die Flugroute der Kraniche:

Unser nächster Halt war in Günz, einem weiteren Kranich-Zentrum, von dem aus man die Kraniche beim Futtern beobachten kann. Das Wetter war herrlich und ich stand zwei Stunden am Beobachtungspunkt und freute mich, noch so viele Kraniche zu sehen. 

Der Hunger trieb mich wieder ins Wohnmobil und danach ging es nochmals los zum Schauen und Fotografieren – und wir merken schon, dass wir mal ein größeres Objektiv brauchen 😉.

Jetzt wird nicht mehr allzu lange geschaut, denn ich erfuhr, dass es heute um halb fünf ab Zingst noch eine Kranichfahrt auf dem Schiff geben würde. Eventuell die letzte, denn die meisten Kraniche waren schon abgezogen. 😊

Super war die Fahrt und Kraniche gab es auch noch zu sehen. 

Eiseskalt war es dann geworden, aber ich hatte vorgesorgt:

Die Nacht verbrachten wir neben dem „Futterplatz“ der Kraniche in Günz. Hier gibt es einen ruhig gelegenen großen  Parkplatz und wir waren hier auch nicht die einzigen (eine ganz neue Erfahrung für uns, denn sowohl in Finnland als auch im Baltikum und Polen hatten wir kaum Wohnmobile gesehen). 

Und so freute ich mich schon auf morgen früh, wenn die Kraniche wieder hier eintrudelten. 😊

Sonntag, 21. Oktober 2018

Nach einer ruhigen Nacht starten wir heute schon halb zehn: unser Ziel ist Deutschland! 👍😊

Anbei die Übersichtskarte:

Und zwar wollen wir gerne noch auf den Darss (hinter Stralsund): Kraniche gucken 👍😊👍😊👍. 

Ich habe schon ein paar mal wegen der Kraniche mit dem dortigen Kranich – Informationszentrum telefoniert und nachgefragt, ob die Kraniche noch auf dem Darss sind oder schon in den Süden weitergezogen sind. Es sind einige schon aufgebrochen, aber es sind auch noch welche da! 👍👍👍👍Na denn mal los! 👍👍👍

Einen Zwischenstopp legen wir auf der polnischen Insel Wolin ein, die so schön sein soll. Die Fahrt und die Insel selbst sind auch wunderschön: es geht durch den Nationalpark, durch unendlich viel Buchenwald. Herrlich! Viele Sammler sind im Wald unterwegs.

In Misdroy waren wir noch am Strand: na ja – viele Leute (aber es ist ja Sonntag und herrliches Wetter). Parkgebühren mussten hier auch entrichtet werden – da kommt immer gleich Freude auf 😉😉😉😉. Aber wenigstens darf man hier ohne Kurkarte an den Strand. 👍😊👍😊

Dann waren wir noch am „Türkissee“, leider schien er auf Grund des Nebels noch nicht türkis, aber man kann schön um den See wandern. 

Hurra! Wir entdecken endlich noch in einem Garten einige „Gartenzwerge“ – ist, wie wir hörten, typisch polnisch.

Und diese schönen Plakatsäulen dürft ihr auch noch sehen:

An einer Fischbude holten wir uns noch geräucherten Butterfisch und geräucherten Lachs für das Mittagessen und steuerten dann die Fähre nach Swinemünde auf Usedom an. Ist das nun wirklich die letzte Fähre in dem Urlaub? Sie ist kostenfrei und bringt uns – von Tausenden von Möwen begleitet – zur Grenze und schwupp-di-wupp sind wir wieder in Deutschland. 

Und gleich merkt man den Unterschied: die Straßen sind – auch wenn sie hier eng sind und es auch noch Alleen gibt – viel, viel besser zu fahren, haben einen Seitenstreifen und man wird nicht so oft überholt. 

Da wir auf Usedom schon mal waren (hat uns sehr gut gefallen), lassen wir diese Insel „rechts“ liegen und sind nach kurzem Vesper schon um halb vier in Kinnbackenhagen. Diese Ansammlung einiger Häuser liegt direkt am Bodden und es ist nicht weit zur Kranich-Beobachtungshütte Bisdorf. Hier, so dachte und hoffte ich, müsse man die Kraniche schön sehen können, wenn diese zurück von den Feldern zu ihren Schlafplätzen flogen. 

Wir hatten bis dahin noch Zeit und tranken noch gemütlich Kaffee. Während Peter noch telefonierte, zog ich kurz nach fünf Uhr los zu der Hütte. Unterwegs traf ich eine nette Bewohnerin des kleines Dorfes und wir hatten ein sehr nettes Gespräch. 

Kurz nach Sonnenuntergang hörten wir dann „meine geliebten Kraniche, die Vögel des Glücks – wie sie genannt werden – trompeten und über uns fliegen. Wunderschön war es! Und ich sah auf der gegenüberliegenden Seite – auf dem Darss – einen Hirsch. Natürlich mit dem Fernglas – trotzdem war ich begeistert! 😊👍

Gemütlich liefen wir dann zurück, trafen Peter und Lucy und hörten und sahen noch viele Kraniche über uns fliegen. Die Nacht verbrachten wir in dem Dörfchen und schliefen total gut. 

Samstag, 20. Oktober 2018

Wir haben ruhig geschlafen und können uns heute sogar frische Brötchen im nahegelegenen  Laden holen. Alles, was hier abgebildet ist (Brötchen und Marmelade) hat 1,24 € gekostet:

Leider scheint heute mal nicht die Sonne! Es war so herrlich, sie jetzt fast zwei Wochen ununterbrochen genießen zu dürfen. 😊😊😊😊

Die erste Etappe unserer heutigen Fahrt (auf total enger und holpriger Allee – ich bin immer weiter zu Peter hinüber gerutscht, da es auf meiner Seite so wacklig war 🙈😳 – manchmal konnte ich nicht mal ein Foto machen, weil es so geschaukelt hat 🙈) ……….

…….. ging nach Darlowo, Rügenwalde. Hier besorgte ich uns in einer netten Bäckerei  bei freundlichen Angestellten (die aber auch – wie es hier sehr oft vorkommt – leider weder deutsch noch englisch sprachen) etwas zu essen und schaute mir kurz das Städtchen an. Es ist vom 2. Weltkrieg verschont geblieben. 

Ein paar Läden und die Fußgängerzone:

Ja, das Städtchen besitzt eine Fußgängerzone! So etwas sah ich in Polen und im Baltikum sehr, sehr selten. 

Nett? Na ja, etwas gewöhnungsbedürftig. Ein Leben hier könnte ich mir nun so gar nicht vorstellen. Und vergesst nicht, wir sind hier nicht „mitten in der Pampa“, sondern in einer Urlaubsregion: im Sommer sollen hier die Strände voll Touristen sein! 😳

Aber ich fand auch noch etwas Nettes und ein paar buntere Häuser:

Auch beobachte ich, dass die Mentalität dieser Menschen anders ist, sie sind verschlossener und ernster als „wir“.  Es ist schwierig mit ihnen zu kommunizieren. Da ist Neuseeland das krasse Gegenteil: da kamen sehr oft die Leute auf uns zu! 👍😊

Wir fuhren dann noch zwei Kilometer weiter an die Küste, ins Ostseebad Rügenwaldermünde. Es ist sehr touristisch, aber jetzt hatte fast alles schon geschlossen.  Ausser dem Strand! 👍😊👍😊 Lucy genoss es sich hier auszutoben und Peter und ich ließen uns Kaffee und den gekauften Kuchen schmecken. 

Wer von euch kennt den Namen, Rügenwald?

Die Geschichte des Familienunternehmens beginnt nämlich 1834 in Rügenwalde, genau in dieser Stadt in Pommern, die schon damals für ihre Wurstspezialitäten bekannt war.

Hier eröffnet Carl Müller eine kleine Fleischerei und legt damit den Grundstein für das heutige Unternehmen Rügenwalder Mühle.

1903 stellte dann Wilhelm Gottfried Müller die Rügenwalder Teewurst her. So genannt, weil man sie in Rügenwalde am liebsten zum damals üblichen Nachmittagstee isst.

Und 1945 verliert dann Familie Müller leider ihre Heimat und flieht (mit den Rezepten) ins Ammerland und wagt da einen Neuanfang. Finde ich sehr interessant. 😊

Wir fuhren dann über Ködlin und Ploty mehr landeinwärts (hier gibt es eine größere und gut ausgebaute Straße, auf der man wie im „Westen“ fährt).

Wenn man das nur im Vorfeld wissen würde, welche Straße sich fürs Wohnmobil gut oder einigermaßen eignet!  Wir übernachten nun – da es dunkel wurde – in einem kleinen Dorf, das auf dem Weg zur Insel Wolin liegt. Grad haben wir hier sogar einen Fuchs gesehen. 😳

Man riecht es hier, dass in jedem Dorf noch mit Holz (und und und) geheizt wird: ein unangenehmer Geruch, der mich an die alten DDR – Zeiten erinnert. Und was noch typisch für die Dörfer hier in Polen ist, ist ständiges Hundegebell. 😳

 

Freitag, 19. Oktober 2018

Wir waren ganz alleine auf dem großen Parkplatz in Rabka (2.5 km von Leba entfernt) und haben total ruhig im Naturschutzgebiet geschlafen. 

Gegen zehn Uhr zogen wir zu der Lonsker Düne los: die Strecke war wunderschön durch den Wald zu laufen. Auf weiten Strecken wir ganz alleine für uns und haben die würzige Luft sehr genossen. Fünf Kilometer und 1,5 Stunden später waren wir an dem Punkt, bis zu dem man sich auch mit einem kleinen Elektrobus hätte bringen lassen können. 

Dann ging es steil durch den Sand bergan und wir waren alle drei froh, als wir – fast alleine – da ganz oben, auf der Höhe von 42 Metern waren. Eine riesige polnische Sand – Sahara erwartete uns: grandios! Sie befindet sich im Slowinski Nationalpark, ist rund 2,5 km breit und umfasst eine Fläche von rund 600 Hektar. 

Von hier hatten wir auch einen grandiosen Rundblick über das Meer und zum Lebskosee. Und einen Hirsch entdeckten wir in dieser Sahara auch noch! Super war es! 😊👍😊👍

Genauso super wie die Dünen an der Kurischen Nehrung. 👍😊

Oder die Düne von Pilat an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux, auf der wir letzten September waren. Sie war in der Tat die höchste Düne Europas. Sie ist bis zu 110 Meter hoch, 500 Meter breit und etwa 2,7 Kilometer lang. 

Wir liefen dann am Meer zurück und waren gegen zwei wieder am Wohnmobil.

Der Stellplatz war – in unseren Augen – überteuert: jede Stunde wurde berechnet und wir durften 19 (!!!) Euro berappen – es gab weder Wasser dort noch eine Toilette, von einer Dusche ganz zu schweigen. 

Im nächsten Ort entdeckten wir einen netten Platz und aßen erst mal was! 

Inzwischen war es auch schon halb vier und so entschlossen wir uns, die Nacht im 80 km entfernten Rowy zu verbringen: hier , so sagte die App, gäbe es einen sehr netten familiären Campingplatz, der bis November offen hatte. Super! 

Wieder mal fuhren wir über viele sehr enge und holprige Straßen, wieder mal gab es fast nur Alleen. 

Landschaftlich war es sehr schön, wir entdeckten viele Tannenbaum – Plantagen, viel Landwirtschaft und natürlich auch wieder jede Menge Storchennester. Hier gibt es sogar Warnschilder „Vorsicht vor Kühen“ (die hier kreuzen) und vor Hunden (sie laufen meist frei herum und überall in den Dörfern ist grosses Gebell. 

In Rowy angekommen, war leider alles geschlossen. Es ist ein reiner Touristenort mit vielen Campingplätzen, Hotels und Läden. Fast alles war geschlossen, außer der Kirche (man hörte die gerade stattfindende Predigt durch Lautsprecher auch draußen). Schließlich fanden wir hier noch ein Plätzchen auf einer großen Wiese, wo wir die Nacht verbrachten. Weiterfahren wollten wir nicht mehr, denn hier wird es schon um 18 Uhr dunkel. 

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Die Nacht war sehr ruhig, doch jetzt ab sieben Uhr rollt der Verkehr auf der nah liegenden Straße recht ordentlich und es ist entsprechend laut.

Nach dem Frühstück und Duschen schauen wir uns das Volkswagen-Museum an: es ist ein kleines privates Museum, in dem Autos aus den 50-er Jahren bis in die Moderne schön restauriert ausgestellt sind. Der Chef ist ein netter gesprächsbereiter (und geschäftstüchtiger) Mensch, der selbst viele Jahre in Deutschland gelebt hat.

Unsere Fahrt …….

…. geht durch kleine Dörfer nach Lebork, Lauenburg weiter. Hier auf dem Abschnitt sind besonders viele Baustellen.

Wir sind inzwischen in Pommern, in Ostpommern: die Teilung Pommerns (Bedeutung: „am Meer“) ist erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstanden. Davor war es preußisch. 

Wir sind hier jetzt mitten in der Kaschubischen Schweiz. Die Kaschubei ist ein Landstrich zwischen Danzig und Leba an der Ostseeküste. Es ist sehr ruhig, einsam und von Landwirtschaft (viele Kühe) geprägt. Auch fuhren wir durch viele Wälder, es ging hoch und runter und wir sahen einige Seen: sah sehr hübsch aus und für mich war es weitaus freundlicher als die Gegend in Masuren. Die Volksgruppe der Kaschuben sind ein westslawisches Volk. Günter Grass setzte den Kaschuben mit der kaschubischen Großmutter Anna Bronski in seinem Roman „Die Blechtrommel“ ein literarisches Denkmal. 

Am frühen Nachmittag sind wir auf einem Stellplatz in der Nähe von Leba im Slowinzischen Nationalpark angekommen. Hier wollte ich die Lonsker Düne mit ihren gut 40 Metern besteigen, erfuhr aber, dass man bis dahin erst noch 5 km wandern muss.

So wanderten wir durch Kiefernwald …….

……. und waren mit Lucy am Strand (dahin war es nur in Kilometer) und sie konnte sich mal wieder richtig austoben.

Wir stehen auch noch unmittelbar am größten See Pommerns, dem Lebasee – aber auch hier hat sich meine Hoffnung, rastende Kraniche beobachten zu können, leider (noch) nicht erfüllt. 

Aber es ist trotzdem wunderschön und ruhig hier und morgen soll es auch nochmals bestes Wetter geben! 

Und wir haben uns heute zum ersten Mal Lebkuchen gekauft! Lecker 😀😀😀

Eine gute Nacht euch 🌙⭐️🌙⭐️🌙

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Es war sehr ruhig hier und wir werden auch gleich heute morgen sehr freundlich vom Hausherrn auf deutsch begrüßt. Er zeigt uns die Dusche und empfiehlt mir, doch noch eine kleine Paddeltour im Kajak, das schon am See liegt zu machen. Heute soll der letzte warme Tag sein, meint er. 

Und – ich mache es! Und bin natürlich vom Kajak-fahren begeistert. 😊😊😊😊😊

Ein Bilderbuch – See, die Sonne scheint und es ist schon richtig schön warm. Ich entdecke viele Enten im Schilf, und bestaune vom Wasser aus die herrlichen Herbstfarben der den See umgebenden Bäume. 

Wie schön, dass ich diese Möglichkeit bekam und auch nutzte. 

Peter flog mit seiner Drohne und filmte diesen Teil der masurischen Seenplatte. 

Unsere Fahrt geht weiter zum oberländischen Kanal und während Peter bei Lidl in Morag (Geburtsstadt von Gottfried Herder) noch schnell etwas einkauft, google ich, wie man am Besten mit dem Wohnmobil zu dem Kanal kommt. Denn hier gibt es was ganz Besonderes, etwas in Europa Einmaliges! Hier werden seit 1860 die Schiffe auf Loren verladen und über fünf schiefe Ebenen gezogen. Und das durch Wasserkraft! Der Kanal gilt als Meisterwerk und technisches Weltwunder. „Die Schiffe fahren über den Berg“! 

Der Kanal beginnt in Masuren und ist zwischen Osterode und Elbing. Es wird insgesamt ein Höhenunterschied von insgesamt 104 Metern überwunden. Früher diente er dazu, Baumstämme an die Küste zu bringen und dann ab Danzig zu verschiffen. Heute ist er im Sommer eine Touristenattraktion. Wir standen am Rollberg bei Katy. Ganz alleine! 👍😊

Bilderbuch-Idylle gleich nebenan:

Weiter ging es dann auf kleinen Straßen zur Schnellstraße. Irgendwie kam man sich wie im Allgäu vor, es ging hoch und runter, mit viel Gewackel (😂😂) und sehr viel Wald und Kühen. Und natürlich überall dieser herrliche bunte Blätter-Teppich. 

Immer wieder tauchen neben uralt Häusern auch Neubauten auf: echt schöne und sehr wertige. 

Auf einer relativ gut ausgebauten Straße erreichen wir dann die Stadt Marienburg, Malbork: hier steht DIE Marienburg, das größte Backsteinbauwerk Europas und zugleich UNESCO-Welterbe. 1270 – 1300 wurde die Burg für den Deutschen Orden (geistliche Rittergemeinschaft) gebaut. 

Hier trinken wir mit wunderbarer Sicht auf die Burg gemütlich Kaffee im Wohnmobil und teilen uns noch eine Portion Sauerkraut, Bratkartoffeln und Eisbein, die ich aus der daneben liegenden Gaststätte für uns hole. Lecker war es! 

Weiter geht es auf einer gut ausgebauten Straße, die aber urplötzlich in eine Kopfsteinpflaster – Straße mit Rillen und Wellen übergeht. Ist denn das möglich? Kaum zu glauben! 🙈🙈🙈🙈

Unser heutiger Übernachtungsplatz liegt hinter Danzig in Pepowo an einem Volkswagen-Museum, das wir morgen anschauen werden. 

Eigentlich wollte ich auch gerne nach Danzig hinein, aber der starke Verkehr und die Größe der Stadt halten uns davon ab. Ein anderes Mal vielleicht,…… 😊👍 Denn auch hier haben alle Zeltplätze schon geschlossen. 🙈🙈🙈

Dienstag, 16. Oktober 2018

Ein wunderschöner und anstrengender Tag beginnt:

Wir starten halb elf von dem Campingplatz. 23 € hat die Nacht auf dem Platz für uns mit Strom gekostet und jeder konnte einmal für drei Minuten duschen. Es gab keinen Aufenthaltsraum, keine Küche nichts. Nur eine Toilette und eine Dusche für jedes Geschlecht. Gut, dass wir alleine hier waren. 👍😊

Der Blick auf die Seen war natürlich super, trotzdem finden wir den Preis (für Polen) überteuert und irgendwie kommt man sich – kommen wir uns in dem Fall – etwas „ausgenommen“ vor. 

Zu eurer Orientierung: wir befinden uns in Masuren, im Nord – östlichsten Teil Polens, sehr nah an der Grenze sowohl zu Litauen als auch zu Weißrussland. 

Und hier kommt unsere heutige Strecke quer durch Masuren:

Wir fahren heute durch wunderschöne Wälder, überall leuchtet es dank der Sonne gelb, orange und rot. Einfach herrlich! Und die Strecke fängt auch ganz gemütlich an! 😊😊😊

Überall sehen wir Storchennester. Polen gilt als das Land der Störche. Ein Viertel aller Störche weltweit leben in Polen. In manchen Dörfern gibt es mehr Störche als Menschen. Die Landwirtschaft bietet ideale Lebensbedingungen für sie. Es gibt kaum chemische Düngung. Also ein perfektes Nahrungsrevier. 

Wir sehen viele Seen, kommen aber leider gar nicht an sie heran. Schade 🙈😳  – Ich hatte von den Masuren wohl andere Vorstellungen. 😉

Wir fahren durch kleine und große Orte und Städte, die uns auf den ersten Blick nicht besonders ansprechen. Im Gegenteil! „Nur schnell wieder heraus!“, ist unsere Devise. 

Wir kaufen Wurst und Kuchen (wieder wird er abgewogen) ein und freuen uns über die niedrigen Preise. 

Wir sind erschrocken über die teils oder meist sehr, sehr schlechten Straßen. Schlaglöcher, Buckel, Rillen in Massen. 

Dazu gibt es viele Alleen (vor allem Buchen), die zwar wunderschön aussehen, aber eben sehr eng sind und ich bewundere Peter, wie er diese Situationen so erstklassig meistert – sogar im Dunkeln. 

Und ich bin entsetzt über die polnischen Autofahrer, die an den unmöglichsten Stellen überholen und sehr, sehr schnell unterwegs sind. 

Wie ist das Autofahren da in Skandinavien entspannend! Auch für den Beifahrer! 

Wir fahren heute über Elk, Lyck – hier in der Hauptstadt von Masuren ist der Schriftsteller Siegfried Lenz 1926 geboren und die Attraktion der Stadt, die Schmalspurbahn verewigt er in seinem Roman „So zärtlich war Suleyken“. Es geht weiter durch die Seenlandschaft nach Orzysz, Pisz (Johannisburg) und die Johannisburger Heide nach Sensburg.

Unterwegs wird an einer super tollen Station unser Hunger gestillt: es gibt eine leckere dicke Suppe (Gemüse) und eine sehr leckere Wurst und Brot dazu. Und ich komme hier ins Gespräch mit einem LKW Fahrer, der oft zwischen Polen und Deutschland unterwegs ist. 

Peter und ich fahren bzw. holpern noch nach Swieta Lipka, Heilige Linde und besuchen die Pilger – Klosterkirche. 

Überall gibt es hier Kreuze, oft ist Maria dargestellt und oft sind bunte Fähnchen dabei:

Die Reste der Wolfsschanze, des ehemaligen Bunkers der Nazi – Führung und Hitlers größtes Kriegsquartier, das er im Zusammenhang mit dem Angriff auf Russland errichten ließ (hier war das Attentat 1944 durch Oberst Graf von Stauffenberg auf Hitler) lassen wir „links liegen“. 

Wir fahren noch durch Allenstein, Olsztyn: hier im Schloss wohnte der Astronom Nikolaus Kopernikus: hier stellte er seine Berechnungen am und stellte als erster fest, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Damit läutete er das Ende des Mittelalters ein. 

Einen Stellplatz finden wir heute im riesengroßen Garten einer Familie in Pelnik. Der Garten grenzt an einen sehr schönen See. Die Fahrt dahin war aufgrund der Dunkelheit und der Alleen sehr abenteuerlich und wir sind sehr froh, dann gegen sieben endlich DA zu sein. Den Platz fanden wir mit unserer Stellplatz – App, die ist wirklich Gold wert.