Sonntag, 30. September 2018

Wir sitzen gerade noch am Frühstückstisch. Lucy pennt und wärmt dabei Peters Füße. 

Wir stehen mit unserem Mobil mitten in einem Seengebiet. Herrlich, auch wenn sich die Sonne gerade hinter den Wolken versteckt. 

Und so langsam kommt auch der Herbst hierher. 

Ich glaub, für mich ist das Beeindruckendste die Einsamkeit hier, die Weite des Landes, diese Seen, in denen meist mindestens eine Insel ist. Die Atmosphäre hier ist einfach wohltuend und wunderschön. 

Man kann hier mit dem Wohnmobil fast überall frei stehen, bedenkenlos. 

Gegen Mittag geht unsere Fahrt weiter: unser heutiges Ziel ist nur 60 km entfernt. Ein Wohnmobil – Händler bietet hier, circa 60 Kilometer vor Helsinki kostenfreie Stellplätze an, sogar mit Dusche, WC und – Sauna! Schauen wir mal,…. 😉😉😉

Heute gehen wir erst mal in einen „Tokmanni“ – wollten wir schon lange mal tun 😉. Na ja, es ist ein Geschäft wie ein „ein Euro – Laden, der alles hat: Lebensmittel, Baumaterial, Blumen, Kleidung, Tierzubehör. 

Gut, dass Peter auch im Laden war, denn er hat mir diese süsse Tasse aus Holz gekauft – in Finnland wird sie gerne mit zum Wandern genommen und es dürfen traditionsgemäß nur man selbst und der Liebste draus trinken. 

Dann geht es noch zur Burg Häme, die aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Gegen 14 Uhr sind wir dann bei dem Wohnmobil – Händler. Wie gut, denn kurz danach ist hier für heute (Sonntag) Arbeitsende. So bekommen wir noch die Chip-Karte für die Sauna und die Dusche. Und wir bekommen sogar noch eine gebratene Rote mit Senf. Geschenkt! 👍👍👍 Lecker! Toll, dass wir rechtzeitig hier waren! 👍👍👍

Wir schauen uns dann noch die Wohnmobile und Wohnwagen an, die alle offen stehen, obwohl das Geschäft inzwischen geschlossen ist. Das wäre in Deutschland undenkbar,…. 

Und gegen Abend heizen wir uns die Sauna ein und genießen noch etwas Wärme. 👍😊 Das tut gut, obwohl es heute mit zehn Grad recht warm ist. 😉😉😉

Zum Abendessen gibt es Suppe mit Maultaschen (Original beim finnischen Lidl gekauft). Lecker war es 😊😊😊 – und nun gucken wir heute mal noch etwas TV. Kommt ein Liebesfilm, der in Schweden spielt. 😊 War ein herrlich gemütlicher Tag heute und wir wünschen euch allen eine gute Nacht ⭐️🌙⭐️🌙 und eine erfolgreiche und schöne Woche  (mit Feiertag). 👍😊

 

Samstag, 29. September 2018

Die letzte Nacht war sehr kalt. Vor allem heute Morgen bekamen wir das zu spüren, als Lucy schon um halb sieben nach draußen wollte. 

Es hatte sogar Rauhreif! Und die Enten quakten um die Wette. Und ich war froh um meine neue Hose! 👍😊

Dafür schien dann bald (ab acht Uhr) die Sonne und wir drehten unser Wohnmobil so hin, dass sie uns wärmte. Wie toll!

Heute gab es Müsli und Porridge. 

Als wir um zehn Uhr von diesem hübschen Platz am Meer starten, haben wir immerhin schon drei Grad. 

Könnten wir hier in Finnland Gas tanken, wäre das alles kein Problem. Aber es geht nun mal nicht und unser Vorrat erschöpft sich bald. 

Wir hatten schon überlegt, von Vaasa (Finnland) aus drei Stunden nach Schweden mit dem Schiff überzusetzen, dann dort in Schweden, in Piteä Gas zu tanken (denn dort gibt es an einer Tankstelle Gas) und noch(mals) nach Lappland zu fahren. Warum? Erstens weil es uns dort so gefällt (kommt einfach mal hin, dann versteht ihr uns) und zweitens wollten wir doch so gerne die Nordlichter sehen (und das nicht nur im Museum). 

Aber wir sind „vernünftig“, die Temperaturen da „oben“ gehen eh in den „Keller“ und wir drehen unsere Runde wie geplant durchs Baltikum. 👍😊

Mal sehen, vielleicht klappt es ja mal im Winter oder eher frühen Frühling, dass wir irgendwann mal den Winter „da oben“ erleben. 

In Vaasa wird noch eingekauft. Überall sind hier riesige Einkaufszentren mit viel, viel Parkraum. Trotzdem ist nirgends ein Stau. Alles ist sehr relaxt. 

Die Städte liegen jetzt recht schön im Grünen, die Häuser sind hier sehr wertig – auch die Wohngebiete sind schön anzusehen. Es ist alles viel vornehmer als im Osten, in Karelien. Da war es ursprünglicher, einfacher – für mich aber auch gemütlicher. 

Wir pausieren kurz in einer Käserei in Juustoportti: hier gibt es eine Verkostung verschiedener Käsesorten und ich nehme auch zwei Stückchen Käse für uns mit. Natürlich gibt es auch Kuchen und Schokolade – sogar diese ist mit Lakritze gefüllt 🙈🙈🙈😳😳😳😳. 

Die Gegend hier wird landwirtschaftlich genutzt. Erst später kommen wieder lange Abschnitte, die uns durch viel Wald und ein wunderschönes Seengebiet führen. Wir suchen uns zwei Campingplätze aus, die zur Zeit geöffnet haben. Der erste liegt eigentlich recht schön im Wald und am See, aber die Stellplätze sind eng an eng und ohne jede Aussicht. Wir drehen um, machen erst ein Kaffeepäuschen an einem See, bewundern wieder einmal all die hübschen Ferienhäuser der Finnen am See oder/und im Wald …….

…….. und fahren dann über Nokia und Tampere zum zweiten Platz, der offen hat. In Nokia begann das europäische Handy -Zeitalter und hier werden auch die berühmten grünen Gummistiefel hergestellt.

Tempere ist die mit 200000 Einwohnern größte Binnenstadt Skandinaviens. Auch sie liegt im Grünen, umgeben von kleinen Bergen und Hügeln. Hier steht auch der höchste Aussichtsturm Finnlands! Heute war es zu spät dafür, aber beim nächsten Mal geht es da hoch! In Tampere wurde 1783 die erste Papierfabrik Finnlands gegründet. Ferner gibt es hier ein Eishockey-Museum und das einzige ständige Lenin-Museum der Welt. 

Endlich gegen 18 Uhr sind wir beim zweiten Platz: er sieht recht geschlossen und ungepflegt aus. Keiner ist da! Auch die Sauna, auf die ich mich so gefreut hatte, ist abgeschlossen. Wir machen eine kurze Runde und beschließen, weiter zu fahren. Bei einem Skilift versuchen wir unser Glück: Platz genug, aber irgendwie sagt uns der Platz nicht zu. Etwas später werden wir aber fündig und bekommen ein nettes Plätzchen auf einem Parkplatz mitten im Seengebiet. Ein warmes Süppchen lassen wir uns noch schmecken, bevor wir ins Bett gehen. 

Schlaft gut ⭐️🌙⭐️🌙⭐️

Freitag, 28. September 2018

Lucy ließ uns bis kurz nach sieben Uhr aus- und durchschlafen und Peter war der erste, der sie hörte. So durfte sie mit ihm schon eine halbe Stunde bei frischer Temperatur (drei Grad) am Strand herum toben. Einige Jogger sind auch schon unterwegs: überhaupt sind oder scheinen die Finnen recht sportlich zu sein und sind viel draußen, selbst bei diesen – für uns – niedrigen Temperaturen. 

Ich wurde erst viertel neun wach und freute mich, dass Peter das Frühstück vorbereitete und mir schon ein Käffchen ans Bett „brachte“. Ganz, ganz lieben Dank😘👍

Wir liefen dann noch über eine Stunde alle zusammen in den Dünen und am Strand entlang und fanden die Landschaft einfach nur wunderschön. Und Lucy ist eh von Sand und Wasser begeistert:

Auch die 🌞 war da und wir waren ja warm eingepackt, mit Stirnband und Handschuhe. Wir hatten gegen zehn Uhr etwa fünf Grad, der Wind ist schon sehr kalt. 

Dann ging es weiter Richtung Süden. Vorbei an blühenden Sonnenblumen – Feldern. Überall sind hier Radwege und die werden auch benutzt. Natürlich nicht nur von Radlern, sondern auch von Nordic walking Läufern und „Langläufern“, die momentan auf Sommer – Langlaufskiern diese Wege benutzen. 

Wir passieren das Städtchen Kokkola. Es ist eine der ältesten Hafenstädte Finnlands. Es wurde 1620 von Schwedenkönig Gustav II. Adolf gegründet. Noch heute ist schwedisch für 20% der Einwohner die Muttersprache. Alles ist hier zweisprachig und man fühlt sich etwas nach Schweden „versetzt“. 😊😊😊

Wir fahren nun die malerische Brücken-Insel-Strecke: sieben Brücken lassen uns hier mal wieder eine beeindruckende  Schärenwelt bewundern. Wir finden auch ein nettes Plätzchen für ein Mittagsschläfchen und dann etwas später einen Laden, der Räucherfisch aus der Räucherei gegenüber verkauft. Da freuen wir uns schon aufs Abendessen. 👍😊

Aber erst mal kommen wir nach Jakobstadt oder auf finnisch Pietarsaari: hier gäbe es einiges zu besichtigen wie die älteste Tabakfabrik Europas, ein Holzhaus-Viertel, das Geburtshaus von Runeberg, dem finnischen Nationaldichter und das Arktische Museum Nanoq.  Uns zieht es aber nicht in die Stadt, schließlich haben wir ja gutes Wetter: uns zieht es zehn Kilometer weiter nach Fäboda und es ist einfach traumhaft hier. Habe den Tipp (wie auch viele andere) in meinem Reiseführer „Mit dem Wohnmobil nach Finnland“ von Familie Rohland gelesen. Wir sind hier an einem wunderschönen Strand, an dem sich feine Sandbuchten mit Schärenfelsen abwechseln. Es ist einzigartig und – wir sind hier fast alleine.

Nur zwei einsame Angler sehen wir auf einem Inselchen stehen. Trotzdem haben wir hier zum ersten Mal beide das Gefühl, hier nicht die Nacht zu verbringen, sondern ein Stückchen weiter zu fahren. So genießen wir hier halt nur einen wunderschönen Spaziergang am Strand.

Zum ersten Mal sehen wir an einem finnischen Strand oder Ufer dieses Zeichen: 😳🙈

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit können wir leider die wohl schönste Kirche Finnlands, St. Birgitta von 1708 nicht mehr besichtigen. Es ist auch eine der ältesten noch genutzten Holzkirchen. 

50 km weiter finden wir ein schönes ruhiges Plätzchen am kleinen Hafen von Oravais. Hier sieht es richtig schwedisch aus, lauter rote kleine Holzhäuschen. Ist das hübsch! 👍👍👍

Wir kommen gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang um sieben an und bewundern noch über eine Stunde lang einen herrlich gefärbten Himmel. Wunderschön! 

Und dazu lassen wir uns den geräucherten finnischen Fisch mit dem Schwarzbrot und einem alkoholfreien Bierchen schmecken. 

Alt werden wir nicht mehr, denn es ist schon recht kühl – und heute Nacht soll es Frost geben. 😳😳😳😳

Donnerstag, 27. September 2018

Ich habe heute verschlafen 🙈🙈🙈🙈. Eigentlich wollten wir uns schon um neun Uhr mit Kati und Lucy treffen, um noch rechtzeitig zum „Groß-Einkauf zu Lidl und in einen Outdoor – Laden zu gehen. Denn Katrin hatte heute noch Vorlesung (schließlich ist  sie ja auch zum Studieren in Oulu) und wir wollten auch mal wieder weiter südwärts fahren. 

Na ja, ich war dann schnell aus dem Bett (😜) und angezogen und los ging es  – mit geringer Verspätung, denn Kati war pünktlich. Und das, obwohl Lucy sie mitten in der Nacht geweckt hatte und Kati mit ihr nach draußen musste. 👍👍👍

Hier hat sich Lucy bei Kati wohl gefühlt:

Die Verkäufer sind hier meist sehr nett und hilfsbereit – und so fand ich eine schicke Outdoor- Hose für mich. Freu mich schon drauf, sie noch hier zu tragen. 😊😊😊

Alle Einkäufe haben noch prima geklappt und wir haben Katrin und ihre Freundin noch pünktlich in die Hochschule gebracht. 

Und dann haben wir uns auf den Weg zur Insel gemacht, auf der wir schon am Dienstag zusammen mit Kati waren. Sie hatte uns so gefallen. Nur heute hätten wir noch fast zwei Stunden auf die Fähre warten müssen und es regnete und stürmte. Und die Chance diese Nacht hier noch Nordlichter sehen zu können war fast 0%. 😢😢😢😢

Wäre jetzt schon die Ostsee zugefroren gewesen, hätte es eine Eisstrasse zur Insel gegeben. 😇

Aber so machten wir unser Kaffee – Päuschen und machten uns auf den Weg „in den Süden“!

Zuerst ging es durch Kempele – klingt vertraut und irgendwie recht schwäbisch. Überall hier und natürlich in Oulu gibt es sehr viele Radwege und sogar unser Töchterchen hat sich ein Rad besorgt. Schon mutig bei den Temperaturen! Da friert es einen schon beim Laufen 🤔🤔🤔. 

Die weitere Fahrt war recht eintönig, es ging am Meer entlang, ohne es zu sehen. 😢 An vielen Feldern vorbei. Auch etwas durch Wald, aber auch die typischen finnischen Seen sind auf der Strecke eher Mangelware. Nach drei Stunden und 150 km sind wir an unserem heutigen Stellplatz in Kalajoki am Meer angekommen. Unser erster angesteuerter Platz liegt mitten im Naturschutzgebiet und hier soll man Kraniche sehen und hören. Aber leider stand der Platz fast ganz unter Wasser.

Also weiter und wir finden 10 km später ein schönes Plätzchen: Wir stellen uns neben ein Restaurant und sehen von hier oben den Rest (wir kamen etwas zu spät 😉) eines wunderschönen Sonnenuntergangs im Meer. Orange Farben leuchteten, darüber das dunkle und helle Blau des Himmels. Einfach gigantisch! So etwas begeistert mich immer! 😊👍😊👍😊

Heute macht der Spaziergang mit Lucy wieder richtig Spaß: es ist zwar kalt, aber trocken und es gibt hier herrlichen Sand und auch kleinere Dünen. Diese Sanddünen sind anscheinend die nördlichsten der Welt! 👍😊

Lucys sehnsüchtiger Blick:

Gut, dass jetzt keine Saison ist, denn im Sommer „steppt hier der Bär“ – und dann wären wir bestimmt nicht hier. So genießen wir es und wir essen (Kohlroulade – etwas süßer als bei uns) mit herrlichem Blick direkt aufs Meer. Das ist Campen! 😊👍😊👍😊

Und das sind meine neuen Hausschuhe: herrlich Wärme Füße habe ich nun hier:

Schlaft alle gut bzw. habt einen schönen Tag und freut euch auf das Wochenende. 👍😊

Mittwoch, 26. September 2018

Heute war es ein sehr gemütlicher und ruhiger Tag. Das Wohnmobil wurde nicht bewegt. Wir übernachten übrigens nur 200 Meter von Katrin entfernt auf einem großen Parkplatz. Das macht das Zusammensein einfacher als wenn wir auf dem Zeltplatz wären. Und duschen können wir bei Katrin – das ist super! 👍😊👍😊

Morgens waren wir trotz Nieselregen und Kälte (9 Grad) zu Fuß (30 Minuten) mit Katrin in der Stadt Oulu. Das ist übrigens die viertgrößte Stadt Finnlands und die nördlichste Grossstadt der EU. 

Während Oulu zu früheren Zeiten für Holzteer und Lachs berühmt war, ist die Stadt heute vor allem als ein Zentrum der finnischen IT-Wirtschaft und für ihre ausgeprägte Wellnesskultur bekannt. 😊

Lucy durfte heute Morgen bei Katrins Zimmernachbarin bleiben. Das war super, denn so konnten wir gemütlich in der Markthalle bummeln und uns dort sogar eine Rentier-Suppe schmecken lassen.

Auch das überdachte Einkaufszentrum in der Stadt haben wir kennengelernt und sind dann bei strömendem Regen heim zu Kati gelaufen. Zum Mittagessen haben wir uns im Supermarkt noch ein paar Hähnchenschenkel und Kohlrouladen mitgenommen. War beides sehr lecker.

Da Katrin nachmittags noch eine Vorlesung (Finnisch – Sprachkurs) hatte, haben Peter und ich noch gemütlich Kaffee getrunken und uns etwas „aufs Ohr gelegt“. Eigentlich wollte ich ja noch ins sehr nahe gelegene Schwimmbad und in die Sauna gehen, aber das fiel mangels Initiative aus. 😉🙈😊

Zum Abendessen gab es wieder mal Pellkartoffeln mit Butter und Mesmör (eine schwedische Spezialität, irgendein Mischkäse aus der Tube, ich finde es recht lecker). 

Lucy darf jetzt nochmals bei Katrin übernachten und wir hoffen, dass Lucy nächste Nacht nicht schon wieder halb fünf raus muss.

War wohl am Vortrag doch etwas viel für sie gewesen 😳🙈😉. Wir drücken dir die Daumen, Kati und bis morgen 👍😊👍😊👍. Danke 😘

Dienstag, 25. September 2018

Guten Morgen,

Hurra! 😊👍😊👍😊

Wir konnten ausschlafen! Bis fast um zehn Uhr! Tat das gut! Schon gestern Abend war es gemütlich, mal länger Fernsehen zu können. Vielen Dank Katrin, dass Lucy bei dir schlafen konnte. 😘😘😘

Katrin hat noch für uns unsere Wäsche gewaschen, während wir beide gemütlich gefrühstückt haben und um halb eins sind wir dann zu unserem heutigen Ausflug gestartet. Es ist herrlich sonniges Wetter, wenn auch mit zehn Grad sehr frisch. 

Unser Ziel ist die 7 km vor Oulu liegende Insel Hailuoto. Sie ist einfach super! Katrin war hier schon mal und schlug sie uns vor. Die Insel ist 200 qkm groß und es leben hier weniger als 1000 Einwohner. Die Insel besteht vor allem aus Sand, Dünen, Kiefern und Vogelschutzgebieten. Und die 30-minutige Fähr-Überfahrt ist kostenfrei! 👍

Im kleinen Ort kaufen wir im Laden noch ein paar Würstchen und etwas Brot ein, und natürlich etwas Süßes zum Kaffee. Und ganz am Ende der Insel, nach circa 30 Kilometern finden wir im kleinen Hafen auf der breiten Mole einen tollen Stellplatz. Hier finden wir eine schöne Grillstelle (mit etwas Holz) und wir haben einen tollen Blick auf einen super Sandstrand mit kleinen Dünen. 

Peter macht gleich ein Feuer – wie gut, dass wir noch etwas Holz dabei haben! Und mich hält nichts mehr und ich laufe mit Lucy am Strand entlang. Es ist einfach herrlich hier und Lucy tobt am menschenleeren Strand entlang: was für ein Bild der Freude und der Lust am Leben! Sie springt auch ins Wasser, in die Ostsee. Die Kälte des Wassers macht ihr nichts aus. Das Wasser der Ostsee selbst hat „hier oben“ kaum noch Salzgehalt. 

Die Würstchen am Stecken schmecken dann ganz lecker und wir können uns etwas am Feuer wärmen.

Den leckeren Nudelsalat, den Katrin für uns heute morgen noch zubereitet hat, lassen wir uns dann im warmen Wohnmobil schmecken. Es ist ein wunderschöner Tag! Und es ist hier draußen auch menschenleer und einsam – niemand ist da! 👍😊

Nach dem Kaffee fahren wir dann langsam zurück zur Fähre und – noch ein Highlight kommt, als wir durch den Wald fahren: wir sehen einen Elch! Ja, einen total echten. Es ist wunderschön! Wow! Zwanzig Meter von uns entfernt steht er da und schaut uns an – sehr lange und irgendwann trollt er sich und geht weiter. Wow! Das war echt die Krönung! 👍😊

An der Fähre müssen wir leider lange, sehr lange warten – eine Stunde. Es ist jetzt sehr windig und die Überfahrt ist recht bewegt. 

Um acht Uhr (es ist schon fast dunkel) treffen wir uns noch mit Freunden von Katrin, die zwei Hunde haben – einen Australian Shepherd und einen Husky. Und die drei haben im öffentlichen Hundeauslauf noch ihren Spaß miteinander.

Dann ist Schluss für heute und Peter und ich dürfen uns wieder auf das Ausschlafen freuen  👍😊👍😊👍. Danke Kati 😘😘😘

 

Montag, 24. September 2018

Heute Nacht war es besonders kalt (6 Grad) und Nordlichter haben wir leider letzte Nacht auch keine gesehen. 😢😢😢 

Wir standen extra auf einem Platz am breiten Fluss Tornionjoki: er ist der längste unregulierte Fluss Europas und er ist der Landschaft in seiner ungezügelten Schönheit erhalten geblieben. 

Pünktlich kurz nach sechs Uhr stand Lucy wieder „auf der Matte“ und wir sind schon halb neun gestartet: 200 km sagt das Navi – so weit ist es bis zu Katrin nach Oulu. Hier studiert sie dieses Semester seit Mitte August und fühlt sich bisher sehr wohl. 

Auf unserer Fahrt sahen wir wieder Kraniche:

Eine Pause legen wir noch bei den längsten freifliessenden Stromschnellen Finnlands ein: 14 m Fallhöhe auf 3500 m Länge. Hier wird von abenteuerlichen bizarren Steg-Konstruktionen aus, die weit in den wild schäumenden Fluss ragen, Fischfang betrieben. Männer mit extrem langstieligen Keschern stellen hier auf ganz spezielle Art den Lachsen und Felchen nach. Die Kescher werden mit der reißenden Strömung durch das Wildwasser gezogen, denn die Fische schwimmen ja bergauf.

Ein kleiner Kiosk hatte noch geöffnet und natürlich ließen wir uns zwei kleinere Brote mit Fisch (und einem mitgebrachten Radler) noch im Wohnmobil schmecken.

Dann ging es kurz später wieder „rüber“ nach Schweden. Diese Staatsgrenze nimmt keiner wohl mehr richtig wahr. Auch der 18-Loch-Golfplatz hat fünf Löcher in Finnland und 13 Löcher in Schweden. Unterschiedlich sind die Zeitzonen und die Währung. Der Bürgermeister von Haparanda (Schweden) betreibt ernsthaft eine separate Euro – Einführung für seine Stadt (so las ich es). 

Wir wollten hier in Schweden unser Gas auffüllen lassen, aber die Stelle, die Peter ausgekundschaftet hatte, hatte leider kein Gas mehr. So zogen wir unverrichteter Dinge wieder nach Finnland und damit nach Lappland. Erst noch kurz zu Lidl, um Katrin mit dem leckeren Quarkkuchen zu überraschen. War aber leider nichts, denn dieser Lidl hatte ihn nicht. 😢😢😢😢

Und nun sind wir kurz, 18 km vor Oulu. Bin gespannt auf die nächsten Tage. 

Bis denn,… 😊😊😊

Es war für alle toll, sich wieder zu sehen und Lucy war auch total begeistert.

Wir tranken erst gemütlich bei Katrin Kaffee, dann duschten wir beide bei ihr. Und dann gab es nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, den wir bei ihr im 8.Stock, in dem sie wohnt bewundern konnten, noch gefüllte Teigtaschen. Lecker war es!

Und noch was Tolles! Peter und ich haben heute Nacht „frei“, denn Lucy übernachtet bei Katrin – und so gucken wir beide jetzt noch unseren Günni und freuen uns aufs Ausschlafen  in frischer Bettwäsche, denn die haben wir heute auch mal wieder gewechselt. 👍😊 Das mit dem Ausschlafen sind tolle Aussichten. Danke schon mal 👍😘.

 

Sonntag, 23.September 2018

Strahlend blauer Himmel empfing uns heute und durch die Sonne wurde unser Wohnmobil gleich heute morgen schön aufgeheizt.

Und eine zerbissene Socke von mir erwartete mich: 🙈😳🙈😳

bereitete mir Peter in unserer kleinen Küche ein besonders leckeres Sonntags – Frühstück zu! Rühreier mit Schinken, dazu Brötchen mit Honig und Nutella und natürlich Kaffee. 

Ein toller Start in den Tag und so ging ich mit Lucy noch etwas um den See spazieren. 

Auch für den Winter wird alles vorbereitet:

Dann war das Rentier – Kaufhaus – circa 13 km nach Posio – unser nächster Stopp und ich besorgte uns etwas Rentiersalami  und was Leckeres für Lucy. Diese Mütze hätte mir gefallen – typisch Lappland, aber setzt man so eine Mütze noch bei uns auf?

Oder müsste ich dann hier bleiben? Für einige Wochen würde ich das gerne machen, hier zu bleiben, vor allem auch mal im Winter, wenn hier Schnee liegt. 

Ein paar Kilometer später erreichen wir den nächsten finnischen Polarkreis: das Polarkreiszentrum Juoksenki: wieder ein Souvenir – Shop mit hohen Preisen. 

Wir fahren schnell weiter und fahren auf einen 150 Meter (!!!) hohen Berg: von dem Parkplatz wandern wir dann noch hoch! Ganze 50 Meter, 😂😂😂 dann waren wir oben. Aber es war ein herrlich angelegter Weg durch den Wald und von oben gab es wunderschöne Panorama – Blicke. 

Der Berg war schon in den vergangenen Jahrhunderten von mystischer Bedeutung, denn von hier oben kann man die Mitternachtssonne sehen. Für Zar Alexander II. wurde hier 1882 extra eine Jagdhütte gebaut. Doch er kam nicht! 

Unser Käffchen trinken (und was Süßes essen) wir dann auf einem schönen Parkplatz am Grenzfluss zwischen Finnland und Schweden. 

Und da sitzen wir auch jetzt wieder und ich bewundere die Wolken und die Farben,  da gerade Sonnenuntergang war. Der Fluss berührt mich ganz besonders: er ist sehr sehr breit und ständig in Bewegung. Das ist wie ein ständiges Flackern. 

Und wir sind noch hier auf dem Platz, da wir hoffen, nachher noch etwas von hier aus die Nordlichter sehen zu können. Die Voraussagen für diese Lichter sind laut Peters App recht gut – hoffen wir es! 👍😊

Auf jeden Fall ist es gemütlich: wir schauen etwas fern, ich tipple und Lucy schnarcht vor sich hin. 

In Schweden waren wir am Nachmittag auch noch kurz ( und am hübschen schwedischen Polarkreis-Zentrum, das geschlossen hatte)…..

Fahrt über die Brücke nach Sverige:

…….  und haben dort wieder Wasser tanken können und unsere Toilette entleeren können. In Finnland kann man zwar auch Wasser tanken, aber mit der Entleerung tut man sich oft schwer. 

Mal sehen, ob es morgen klappt, dass wir nochmals Gas in Schweden tanken können, denn Gas – Tankstellen gibt es in Finnland auch leider nicht. 

Wir wollen morgen zu Katrin nach Oulu fahren: es sind etwas über 200 km. 👍😊

Nun drückt uns mal die Daumen, dass wir Nordlichter sehen,…… 👍👍👍👍👍

Samstag, 22.September 2018

Wir sind inzwischen ja in Lappland – und Lappland lieben wir sehr! Waren wir schon des Öfteren im Sommer und es ist hier nie überlaufen. 😉😂

Heute fahren wir weiter Richtung Polarkreis. Rovaniemi ist unser Ziel. Obwohl wir hier schon mal waren. Ein oranges Farbenmeer begleitet uns trotz fehlender Sonne. Kommen immer wieder auf 300 m hoch auf der Straße und haben sehr schöne Blicke. 

Gemütlich bei 60h/km fahren wir im Regen und ganz ruhig genießen wir die Landschaft. Sind fast allein auf der Straße und immer auf der Suche nach Elchen und Rentieren. 

Holz sieht man auch überall liegen: für mich sieht es sehr heimelig aus.

Einen kurzen Stopp legen wir in Posio ein. Hier schauen wir uns bei der Keramik – Manufaktur Geschirr und Accessoires an. Dazu noch ein Heimatmuseum über das Landleben. Die Firmengründer Anu und Topi Pentik wohnten und arbeiteten hier Anfang der 1970er Jahre. Heute ist Pentik Oy der größte Arbeitgeber der Region mit 80 Läden in Finnland, Norwegen, Schweden und sogar in Russland. 

Gegen Mittag waren wir dann beim Weihnachtsmann 👍😊. Wie gesagt waren wir hier 2012 schon mal und da fand ich es noch viel schöner und vor allem kleiner. Aber schön war es, dass wir Lucy mit in die Geschäfte nehmen konnten.

Der Polarkreis geht genau hier auch durch. 

Den Nachmittag verbrachte ich im Arktikum Museum in Rovianemi und betrachtete die Welt aus arktischer Perspektive, einschließlich all der Tiere und auch Menschen, die hier leben. Natürlich gab es auch eine Vorstellung über das Polarlicht. 

Rovianemi wurde im Krieg völlig zerstört und ist danach wieder neu aufgebaut worden. 

Wir fuhren dann noch circa 100 km weiter bis kurz vor Pello: die Stadt liegt circa 30 km nördlich des Polarkreises. Unterwegs kamen wir immer wieder an Rentier – Herden vorbei! Herrlich, ich sehe diese Tiere so gerne! 👍😊

Hier fanden wir in einem an einem See liegenden Skigebiet einen schönen Platz für die Nacht. Klatschnass würden wir leider auch noch, als wir mit Lucy draußen waren. 🙈😳

Freitag, 21.September 2018

Wir schaffen es heute doch tatsächlich schon vor 9 Uhr zu starten! 👍😊

Eigentlich will „ich“ ja lieber draußen bleiben,…. 🙈

Unser erstes Ziel – Richtung Norden natürlich – ist bereits nach einer halben Stunde erreicht: Das Stille Volk! 

Reijo Kela ist der geistige Vater des stillen Volkes und setzte die torfköpfigen Figuren 1988 das erste Mal ein. Es sind fast 1000 Personen, die auf dieser Wiese stehen. Zweimal im Jahr werden sie aufgefrischt und neu eingekleidet. Das Material der Köpfe kommt direkt von der Wiese, auf der sie stehen und die Kleider kommen aus Kleidersammlungen. 

Was das stille Volk bedeutet? Jeder soll hier seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen. 

Ich fand es unheimlich beeindruckend und würde es jedem empfehlen, es auf sich wirken zu lassen ( auch betreffs Jahreszeit, Tageszeit). 

Wir ließen uns hinterher noch einen Eierpfannkuchen, gefüllt mit Rentier – Schinken schmecken. Aus „Omas Backofen“ 😊👍

Super war‘s! 👍😊

Und weiter geht es – an der russischen Grenze entlang – bis nach Hossa: hier gefiel es uns ganz besonders. Es gibt hier ein riesiges Seengebiet und wir liefen über eine Stunde entlang an einigen Seen, hoch und runter – und das bei herrlichstem Wetter! 👍😊

Oh, da waren wohl einige Bilder so schön für mich, dass ich sie gleich doppelt drin habe – na ja, freut euch einfach doppelt mit! 😂😂😂

Der Herbst – was ist er für eine leuchtende Komposition aus Farben? Ist mir noch nie so aufgefallen wie auf dieser Reise! 👍😊

Und Lucy hatte auch noch ganz besonders viel Spaß: wir trafen ein junges Ehepaar aus Innsbruck mit ihrem 5-monatigen Mischlingshund und die beiden Junghunde hatten so was von Freude miteinander, tollten herum und sprangen ins Wasser und hätten am Liebsten gar nicht mehr aufgehört. 😉

Peter und ich ließen uns dann noch im Restaurant ein Loumas Büffett schmecken: Kartoffeln mit Fleisch und Gemüse, dazu verschiedene Salate, Brot und Butter. Außerdem waren Getränke im Preis enthalten und der Kaffee. Besonders schön fand ich diese von Kindern dekorierte Wand:

Lucy durfte dabei sein und konnte so gleich etwas trocknen. 

Es war hier in dem Natur-Zentrum einiges los. Das waren wir bisher von Finnland noch gar nicht gewohnt. 

Wir fuhren dann auf kleinen Straßen weiter Richtung Norden – nach Kuusamo.

Und – was sahen wir? Natürlich viele Rentiere, denn inzwischen waren wir in Lappland und – einen Elch! Er lief circa 300 Meter vor uns über die Straße. Und weg war er wieder – so schnell wie er gekommen war. 

In Kuusamo gab es riesige Einkaufszentren, also Kontrastprogramm zur herrlichen Natur. Peter war nur kurz bei Lidl und besorgte das Nötigste. Das Wichtigste war natürlich unser „kaka“ = Quarkkuchen. Der ist so was von lecker! Und während wir uns unseren Kuchen schmecken lassen, bekommt Lucy natürlich auch etwas! 

Halb sieben erreichten wir dann unseren Übernachtungsplatz bei Posio, wieder in einem riesigen Seengebiet. 

Und das für mich Erstaunliche: Finnland ist lange nicht so eben wie ich dachte. Heute ging es dauernd hoch und runter und wir hatten von oben herrliche Blicke auf die herrliche einsame Wald-Landschaft. 

Schlaft alle gut. ⭐️🌞⭐️🌞⭐️

Donnerstag, 20. September 2018

Guten Morgen😊,

Heute morgen um neun Uhr haben wir einen Termin: wir dürfen einen Teil der Huskys zusammen mit einem Pfleger ansehen und in ihr Gehege hinein. Die Uhrzeit ist kein Problem mehr für uns, seit Lucy zu uns gehört. Wir waren heute sogar schon eine Runde bei gutem Wetter im Wald laufen und haben ausgiebig gefrühstückt. 

Die Nacht war etwas lauter als gewohnt: das Bellen der Huskys war gut zu hören und auch Lucy war aufgeregter als sonst. Die jungen Schweizer, die die Farm betreiben, bieten im Winter geführte Husky – Touren an und im Sommer Kajak- und Wandertouren. 

Es ist ein schönes großes Holzhaus mit ausreichend Platz. 

Auch für die Huskys ist gut gesorgt: wir stehen mit im Auslauf und werden von allen Seiten „begrüßt“. 

Danach nutze ich noch das Internet für den Blog und nach dem Duschen starten wir gegen halb zwölf weiter Richtung Norden. 

Heute sind es um die 200 km, die wir auf der Via Karelia durch eine herrliche Moorlandschaft bis nach Suomussalmi  fahren.

Die Landschaft sieht oft wie eine Steppe aus, die gelb leuchtet und unendlich groß ist. Wunderschöne Herbstfarben der Bäume  – rot und orange kommen dazu – begleiten uns, ab und zu kommt die Sonne durch und wir haben Temperaturen um die 17 Grad. Auch nachts ist es gut warm und wir brauchen unser warmes Bett noch nicht. Wir sind fast immer allein auf der Straße. Das ist Einsamkeit. Herrlich! Langweilig werden uns das Fahren und die Natur nicht. 😊

Auch Bären, Luchse, Wölfe und natürlich Elche leben in diesem Gebiet. 

Unser Weg führt auch durch ein Rentier – Zuchtgebiet: wir sehen aber noch keine. 😳

Dafür sehen wir wie golden die Natur aussieht:

Einen netten Stellplatz finden wir bei einem kleinen Hafen in dem Ort und verbringen einen gemütlichen Leseabend. 

Ach ja, bei Lucys Box ist der Reißverschluss kaputt gegangen und sie zieht es nun vor, draußen zu liegen – mal sehen, wie „vernünftig“ sie ist. 😊❤️

Mittwoch, 19. September 2018

Es geht gegen zwölf Uhr weiter Richtung Norden. 

Bis dahin haben wir uns heute Brötchen im Backofen der Campingküche aufgebacken und dazu Spiegelei und baked beans gegessen. Lecker! 

Geduscht haben wir auch und sind eine Runde mit Lucy im Wald gelaufen. Das war herrlich. Total ruhig (nicht mal ein Vogel war zu hören) und richtig verträumt war es im Wald. So was von schön. 😊😊Habe ich noch nie so intensiv erlebt. Ganz besonders. Wir wollten gar nicht mehr umdrehen. 😳

Noch  habe ich keine Ahnung, was das sein könnte:

Ich hatte dann noch ein längeres Gespräch mit der freundlichen Besitzerin des Campingplatzes (auf englisch). Sie und ihr Mann kommen ursprünglich aus Helsinki und fühlen sich jetzt hier in Karelien, dem Herz Finnlands sehr wohl. Die Leute seien hier viel offener. Die Landschaft sei so wunderschön, nicht nur eben und flach wie sonst in Finnland, sondern es sei hügelig, voll mit Seen und Aussichtspunkten. 

Die Straßen, die wir fahren, sind übrigens recht gut ausgebaut. Die kleinen Straßen dagegen – die wir sehr gerne nehmen – sind oft recht holprig und voller Huppel. 😳🙈

Im Wald liegen die Holz-Häuser, die hier meist gelb gestrichen sind, oft recht versteckt und sind kaum einsehbar. Man sieht es oft nur an der Einfahrt und am Briefkasten, dass hier jemand wohnt. Bushaltestellen gibt es fast überall und es gibt hier das „finnische Park and Ride System“, das heißt, dass hier die Fahrräder an der Haltestelle stehen – nicht die Autos. 

Wir fuhren bis zum Städtchen Lieksa am Pielinen – See entlang. Das Wetter ist neblig, aber diese Stimmung hat auch was: und alles leuchtet durch die Birken in einem warmen Gelbton. Auch dunkelrot blühendes Heidekraut ist zu sehen. Wunderschön – 😊

Der Pielinen – See ist der viertgrößte See Finnlands. Er ist von kleinen Bergen umgeben und „verzaubert immer wieder die Reisenden“, so steht es in einer Broschüre des Tourismus-Verbands. Es gibt viele Schiffe, die hier fahren und sogar eine Fähre – nur leider zu der Jahreszeit nicht mehr – nur im Sommer! 🙈

Auch im Winter ist hier viel los und die Augen der Leute, die hier wohnen und mir vom Winter erzählen, leuchten. Der Winter sei die beste Zeit, sagen alle: man ist viel draußen, ist sehr aktiv und durch den Schnee leuchtet die Landschaft förmlich. Die Kälte – ja welche Kälte überhaupt? – sei nicht schlimm – viel besser als der Regen jetzt im Herbst,…😳 

Und die Dunkelheit, fragte ich? Da macht man es sich drinnen gemütlich, kann endlich mal TV oder Videos schauen und hat Zeit für sich. 

Und überhaupt sei nur der November etwas hart und auch nur dann, wenn noch kein Schnee liegt – denn da ist es dann sehr sehr dunkel. Aber sobald Schnee liegt, ist es super! 

Na ja, mal sehen, ob wir es irgendwann mal schaffen, im Winter in den Norden zu kommen,… 😳😉

Ein kurzer Abzweig zu einer Husky Farm …..

…….  und eine heisse Suppe! 😳🙈 Mann, war die scharf! 🙈

Heute habe ich noch ein Museum besichtigt, und am allerbesten daran war das Gespräch, das ich mit einer Angestellten dort hatte. 😊👍 Das Museum schloss bereits um drei- wir waren noch rechtzeitig da und heute war Museumstag: freier Eintritt! 👍😊

Zum Übernachten ging es dann noch 30 km weiter ostwärts. Stehen nun nur 14 km von einem russischen Grenzübergang entfernt und zwar auf einer Husky – Farm. Hier werden Huskies gezüchtet, aufgezogen und auch trainiert. Im Winter werden Touren – mit Übernachtung – angeboten und morgen früh werde ich beim Füttern dabei sein. Super – freu ich mich sehr. 😊👍

Heute Abend waren Peter und ich hier noch in der Sauna. Zur Erfrischung zwischendurch waren wir draußen im Freien. Es nieselte, wir liefen durch das feuchte grad und empfanden es als herrliche Erfrischung. Danach machen wir uns nun noch einen gemütlichen Abend mit Lesen. Schlaft auch alle gut! ⭐️🌙⭐️🌙

Dienstag, 18. September 2018

Hurra, die Sonne scheint. 🌞🌞🌞🌞

Es ist zwar noch sehr frisch, nur neun grad am Morgen, aber im Wohnmobil wird es durch die Sonne angenehm warm und wir können gemütlich frühstücken.

Hier gibt es überall Grillstellen, an denen sich jeder am Holz bedienen kann und sich gemütlich hinsetzen kann. Finde ich toll! 👍😊

Wir besuchen dann das Kloster Valamo: es ist auch heute noch ein aktives Zentrum des orthodoxen geistlichen Lebens in Finnland. Man kann hier übernachten, essen und die Ruhe und Auszeit genießen.

Weiter ging es dann quer durchs Land, auf kleinen holprigen Straßen mit sehr viel Natur: die Birkenblätter leuchten gelb und wirbeln umeinander – dazu die weißen markanten Stämme der Birken – ein richtig schönes Bild. Etwas kommt man sich hier wie im Allgäu vor, die Straße geht hoch und runter, bis auf 150 Höhenmeter 😉 – dazu auch grüne Wiesen – und immer noch kein Elch. Nicht mal ein Reh lässt sich blicken. Zum Mittag brät Peter für uns ein leckeres Stück Lachs: es schmeckt köstlich!

Gegen 14 Uhr „erklimmen“ wir dann den höchsten Berg Finnlands – nein, nicht von ganz Finnland – nur von Süd- und Mittelfinnland! Er ist um die 340 Meter hoch und wir können fast bis nach ganz oben auf einen Parkplatz fahren. Für die letzten paar Meter benutzen wir den Lift 😉😉 und dann spazieren wir oben und genießen die wunderschöne Aussicht – und ganz besonders freuen wir uns über das tolle Wetter heute! 👍😊

Wir gehen noch einkaufen und schauen nach Rentier – Fleisch: da spricht uns ein älterer Finne an und hilft uns gleich bei der Auswahl. Er gibt uns auch gleich die Anleitung für die Zubereitung. Super nett! 😊😊😊

Den Abend verbringen wir wieder auf einem super schönen Zeltplatz: die Inhaberin ist sehr sehr nett und ich habe ein langes Gespräch mit ihr auf englisch: später dazu mehr,… 😉😉😉

Wir gehen noch in die Sauna – die Frauen haben um sechs Termin, die Männer um sieben: es ist dieselbe Sauna, aber jeder hat einen anderen Eingang und natürlich getrennte Duschen.

Und dann kommt ein weiteres Highlight: wir werden noch den Grill des Campingplatzes an und machen uns Stockbrot – ich liebe den Geruch des Feuers, das Feuer und natürlich das Brot! Hefe und Mehl haben wir sicherheitshalber gleich aus Deutschland mitgebracht. 😉😉😉

Ein wunderschöner Tag geht zu Ende und eh ich mich versehe, bin ich doch tatsächlich schon im neun Uhr eingeschlafen! 👍😊

 

Montag, 17. September 2017

Einen schönen guten Morgen 👍😊

Gerade als wir – Lucy und ich – heute morgen aus dem Wohnmobil stiegen, hörten wir laute Geräusche über uns und sahen einige Vogel -Schwärme. Es waren Kraniche, die noch vor Sonnenaufgang ihr Nachtlager verließen (wie auch wir 😉😉😉😉). Klar war ich wieder total begeistert und wir drehten noch eine zwei Kilometer lange Strecke am See entlang. Dann erreichte uns die liebe WhatsApp – Nachricht von Peter  „Der Kaffee ist fertig“ und schwupp-di-wupp waren wir wieder im Wohnmobil. Heute war es eh besonders kalt: sieben grad zeigte unser Thermometer heute In der Früh an. 😳😳😳🙈🙈🙈🙈

Gegen elf starteten wir – dann bei Regen – von unserem wunderschönen Platz – es hatte uns hier wirklich sehr gut gefallen. Auch war es toll, hier mal mit ein paar Finnen ein Gespräch zu haben. Der eine Finne hatte einen 6-monatigen Hund und die beiden tollten wie verrückt miteinander herum. Überhaupt ist es viel leichter, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, wenn ein Hund dabei ist. Es wird ihnen – den Finnen – ja nachgesagt, sie seien sehr zurückhaltend und man würde kaum mit ihnen ins Gespräch kommen. 

Unser erster Stopp war kurz vor Kuopio: hier fanden wir einen Lidl und ein Restaurant, in dem Loumas angeboten wurde. Leider durften Hunde nicht mit hinein und so schickte Peter mich. Loumas  ist ein Mittagsmenü, das meist von halb zwölf bis um drei mittags von Montag bis Freitag zu einem günstigen Preis angeboten wird. Das wollte ich schon längst mal probieren: hier gab es nun Salat und eine gute kräftige säumige Suppe (keine Ahnung was es für eine war 😳😉, aber sie war lecker), dazu Brot und Aufstrich, Getränke und hinterher noch Kaffee. Alles für 7,50€. Na ja, günstig ist „anders“. Viele Gäste gab es nicht und die, die da waren, waren sehr ruhig und nur mit Essen beschäftigt. 

Danach schaute ich mir in dem einen Laden noch Porzellan an und hatte ein sehr nettes Gespräch mit der Verkäuferin auf englisch. 

Weiter ging unsere Fahrt und was sehen wir da? IKEA!!! Sofort hin – und da Hunde ja wieder nicht mit hinein dürfen, bin ich hinein und habe für Peter und mich nich zwei Kopfkissen gekauft. Sehr groß war dieser IKEA und sehr leer. Auch der riesige Parkplatz war kaum gefüllt, und das obwohl es heute nur einmal geregnet hat ( und das war fast den ganzen Tag 🌧🌧🌧🌧). 

In Kuopio hätte mich noch sehr das orthodoxe Kirchenmuseum interessiert. Leider war es heute geschlossen. 😢😢😢

Die orthodoxe Kirche ist nach der evangelischen die zweitgrößte Kirche in Finnland und ihre 60000 Mitglieder entfalten ein lebendiges Gemeindeleben. 

Auch der Aussichtsturm mit Café machte bei dem heutigen Wetter nicht viel Sinn. Schade 😢. 

So ging unsere Fahrt durch viel Wald, vor allem Birken zu einem Kloster weiter: zuerst nach Lintula. Hier wurden im Reiseführer eine Kerzenfabrik und ein Shop mit Bienenwachs – Kerzen und mit Honig erwähnt. Das wollte ich gerne sehen und mir etwas mitnehmen. Doch wahrscheinlich waren wir wieder zu spät dran – im September hat wohl doch alles zu. 😳😉

Das ursprüngliche Kloster in der Karelischen Landenge musste im Oktober 1939 wegen des Winterkrieges eilig evakuiert werden und die Nonnen fanden dann hier in Lintula eine neue Heimat. 

Wir fuhren noch fünfzehn Kilometer weiter zum nächsten Kloster und kamen dabei wieder mal an einem Kanal und einer 4-Kaskaden-Kanalschleuse vorbei. 

Für den Besuch des Klosters Valamon luostari war es nun zu spät geworden, aber wir fanden ganz in der Nähe ein wunderschönes Plätzchen, direkt an vielen Seen. Und ich freue mich morgen auf den Besuch  – hoffe, es hat offen. 😊👍

Beim Gassi -Gehen traf Lucy noch einen hübschen 4-jährigen Hund, der größer als sie war und mit dem sie noch viel herumgerannt ist und natürlich auch wieder im Wasser war 😳🙈.

Und Peter und ich genießen einen ruhigen Abend (haben jetzt elf Grad!) und was tun wir? Ja, wir freuen uns schon auf Günni! 😉😉😉😉

Und darauf, dass morgen besseres Wetter werden soll! Wenn man allerdings euer Wetter gerade sieht, dann sehnt man sich schon wieder nach Wärme. 😉😉😉😉

 

Sonntag, 16.September 2018

Guten Morgen,

der Spaziergang heute morgen um halb sieben war wunderschön. 😊👍

Herrlich, auf dem Waldboden zu laufen:

Noch etwas Atmosphäre: schließlich sind wir über eine Stunde unterwegs gewesen:

Was das wohl ist?

Lucy wartet aufs Frühstück und bekommt es auch:

Und auch wir lassen es uns schmecken – 👍😊 – Danke Peter! Es war sehr sehr lecker 👍😊👍😊

Bis später! Euch allen einen schönen sonnigen Sonntag 🌞🌞🌞🌞

Heute sind wir nur 30km gefahren und haben einen wunderschönen ruhigen und sonnigen Tag auf einem sehr schönen Campingplatz verbracht. Morgen schreib ich noch mehr. Heute wird mal entspannt und in meinem Krimi, der hier in  Finnland spielt, weiter gelesen. Er stammt von der finnischen Autorin Leena Lehtolainen, die westlich von Helsinki lebt und in ihrem Roman auch einiges über die Finnen berichtet.

Euch allen einen guten Start in die neue Woche 👍😊.

Es geht weiter: 👍😊

Gestern sehnten wir uns nach einem Tag Ruhe und vor allem nach einer Dusche. Und so steuerten wir den sehr gut bewerteten Campingplatz Jokiranta SFC in Joroinen an. Er hat das ganze Jahr geöffnet – das ist klasse, denn die meisten Plätze sind nur im Sommer für drei Monate offen. 

Schon der Empfang war super! Echt nett und freundlich. 😊😊😊😊

Wir konnten uns einen Platz am See aussuchen und die Dame sagte auch gleich, dass sie die Sauna für heute Abend für uns einheizen würde. Na, das waren ja tolle Aussichten. 😊😊😊😊

Die Sonne schien 🌞🌞🌞🌞 und so holten wir unsere Stühle raus, lasen und genossen die Sonne.

Danach duschten wir und ich bereitete in der Küche des Campingplatzes Spaghetti mit Tomatensoße zu. 

Ins Dorf liefen wir auch noch: 2,5 km hin und 2,5 km zurück. Lucy braucht ja Auslauf! 😉 

Peter besorgte im Laden was Süßes und ich sonnte mich auf der Bank. Kurz vor dem Zeltplatz entdeckte Peter auf dem Feld „große Vögel“ – und stellt euch vor, bei näherem Hinsehen erkannten wir, dass es Kraniche waren. Meine Lieblings-Vögel, für die ich extra schon auf den Darss gereist bin! Okay, da waren es zig-Tausende. 😉  Hier waren es nur 4. Wir holten die Kamera – denn für das Handy waren die Kraniche zu weit weg. Und klar, hier brauchte ich auch das Fernglas! Ich war begeistert. Und Peter schoss tolle Aufnahmen, als sie dann später abhoben.

Dann wartete die Sauna – und schon der Geruch nach Holz zog über den gesamten Platz: klasse! 😊👍Es war sehr gut warm anfangs und wir hielten es nicht lange aus. Dafür saß ich dann um so länger auf der Bank auf dem Steg und genoss die Ruhe des Sees, das Wolkenspiel, die Wolken, die sich im See spiegelten, sah kleine Fische – es war einfach großartig. Auch das Grün war von der Farbe her so etwas von leuchtend! Ich war begeistert! 😊😊😊😊

Natürlich folgten noch ein paar Saunagänge, bevor wir dann wieder ins Wohnmobil gingen und noch etwas Käse, Weintrauben, Salami und Cräcker vesperten. Schon kurz nach neun Uhr schlief ich ein ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ – es war ein sehr erholsamer Sonntag 👍😊. 

Hier kommt übrigens noch ein Bild von Lucys Box, in der sie während der Fahrt untergebracht ist und auch schläft – und an der sie eben auch gerne herum knabbert,… 😳😳😳😳

 

 

 

Samstag, 15. September 2018

Was soll denn das wieder heißen?

Heute starten wir schon kurz nach neun Uhr Richtung Savonlinna, der Stadt mit der stattlichsten und größten aller finnischen Burgen. Peter ist, als wir hier (nach 60 km) ankommen, noch gar nicht ausgeschlafen (er war schon halb sieben mit Lucy vier Kilometer laufen) und legt sich nochmals nach hinten ins Wohnmobil. Wie gut, dass das möglich ist! 😊

Ich „schnappe“ mir Lucy und schaue mit ihr die Stadt (36000 Einwohner) an: zuerst den Hafen mit seinen Museums – Dampfschiffen und dann kam sogar noch ein Holz- Frachter vorbei! Diese transportierten und transportieren Holz von den Ufern des Saimaa-Sees zu den Städten des Finnischen Meerbusens und sogar bis nach Sankt Petersburg. 

Hier leben auch die Saimaa – Ringelrobben und räkeln sich oft auf den Schären. 😉😉😉

Dann sehen wir uns den Wochenmarkt an, der aus gerade mal vier Ständen besteht. Na ja, da hatte ich mir mehr davon versprochen. Aber dieses leckere Stück mit Lachs war sehr gut!  Auch die Stadt gefällt mir nicht so – ein paar kleine Läden, ein riesiges Einkaufszentrum, eine Kirche. 

Kirche einmal groß und einmal klein:

Das schönste aber ist die Lage der Stadt inmitten des Wassers. Mehr als ein Drittel der Fläche besteht aus Wasser. Und wir sind froh, dass es nicht regnet. 👍😊👍😊

Und auch die Altstadt ist recht nett: es gibt einige historische Holzhäuser, die bereits Ende des 15. Jahrhunderts errichtet wurden. In ihnen befinden sich Restaurants, Galerien und Läden mit handgemachten Souvenirs. 

Leider haben viele Lokale schon wieder geschlossen:

Und dann sind wir beide noch zur Burg gegangen – leider durfte Lucy nicht mit hinein, aber schon von außen ist sie sehr beeindruckend. 

Erbaut wurde die Burg 1490.

Im Sommer findet hier das „Bayreuth des Nordens“ statt, ein Opernfestival im Burghof. Bodenständig und ohne Pomp. 

Ich bringe Lucy dann zu Peter (er hat ausgeschlafen!) und besichtige natürlich noch die Burg.

Unsere Fahrt geht weiter nach Kerimäki, zur größten Holzkirche der Welt, die Platz für bis zu 5000 Personen bietet. Sie ist 45 m lang, 42 m breite und 37 m hoch und wurde 1847 fertig gestellt. Sie ist ein wahres Meisterwerk der Zimmermannskunst. 

Unsere Fahrt geht durch eine wunderschöne Seenlandschaft weiter: vor allem haben es uns diese bewaldeten Inselchen im Wasser angetan. Herrlich! Aber leider sieht man die Seen oft auch vor lauter Birken ……

……. und Kiefern gar nicht richtig. Und man kommt nur selten direkt zu den Seen. Es gibt kaum Haltebuchten, um die Schönheit geniessen zu können. Man sieht zwar immer wieder Ferienhäuser am See und Zufahrten, aber der „normale“ Autofahrer muss vorbeifahren und erfreut sich halt von weitem an der Natur. 

Auch sehen wir immer wieder Schilder, die vor Elchen warnen – oh, wie gerne würden wir mal einen sehen! 👍👍😊

Im Wald findet sich dann bei inzwischen strömendem Regen noch ein Kaffee – Plätzchen für uns und kurz vor Einbruch der Dunkelheit finden wir nach weiteren 40 km langer Fahrt durch sehr, sehr viel Wald einen wunderschönen Stellplatz, der an einer kleinen Straße liegt, die mitten durch ein Seengebiet führt. Es ist traumhaft schön und morgen soll dazu noch die Sonne scheinen. 🌞🌞🌞🌞

Und so gemütlich lassen wir den Abend ausklingen:

 

Freitag, 14.September 2018

Der Tag beginnt früh…….

……… und wir nutzen die Chance, dass hier ein Baumarkt ist und wir eine harte Platte für Lucys Hundebox, in der sie während der Fahrt und der Nacht ist, kaufen können. Diese beisst sie dann hoffentlich nicht durch! 😳🙈🙈🙈🙈

Lucy liebt Stöcke aller Art, nur der hier war wirklich viel zu groß:

Im Geschäft trafen wir auf einen sehr netten und offenen – natürlich blonden – Finnen. Er war total von Lucy begeistert und unterhielt sich mit Peter. Ich hatte schon gelesen, dass die Karelier anders als ihre finnischen Landsleute sehr gesprächig sind. 

Wir fahren die Via Karelia, eine vierspurige Straße nach Imatra. Es ist recht leer hier, rechts und links Wald. Ab und zu tauchen einige Fabriken auf. 

Einst suchte auch Katharina die Große hier in Imatra (7 km von der russischen Grenze entfernt) ihre Ruhe. Ganz besonders begeistert war sie anscheinend von dem Wasserfall, der sich hier über 18 Meter in eine Felsenschlucht stürzt.

Einst waren diese Imatrankoski vom Vuoski – Strom die gewaltigsten Stromschnellen Europas. Wir kamen auch an einem Freilichttheater vorbei: hier hört und sieht man, wie der wilde Fluss im Sommer in einer beeindruckend dramatisch-festlichen Inszenierung mit Musik zu Tale donnert. Auch das Hotel, das seinerzeit wegen der reichen Wildwasser-Touristen aus Sankt Petersburg gebaut wurde, bewunderten wir. Hier in Imatra wird in den meisten Läden mit den russischen Touristen schnelles Geld gemacht. 

Es geht einige Kilometer weiter: hier fanden wir einen besonders schönen achteckigen Glockenturm mit Schindeldach von 1752 und eine weitere Kirche.

Weiter geht es durch viel Wald, Stille und Einsamkeit – vom Saimaa See ( dem größten Gewässer in Finnland) sehen wir noch nicht viel – nach Puumala. Hier eine Übersichtskarte:

In Puumala finden wir neben einem Laden einen riesigen Topf, aus dem Erbsensuppe verkauft wird. Natürlich probieren wir auch – und sie schmeckt uns sehr gut. 😊😊😊

Der Ort wird das „Gibraltar vom Saimaa“ genannt – keine Ahnung warum? 

Unsere Freude und unser Hunger auf das Lounas -Büfett ( hatte ich im Vorfeld eruiert, ist was typisches für hier mit Spezialitäten aus Karelien) werden immer größer: nur noch acht Kilometer sind es bis zu dem in meinen Reiseführer angekündigten Restaurant direkt am See. Und pünktlich sind wir auch, denn das Büfett gibt es von 12-15 Uhr. Gefunden haben wir es auch, aber leider gibt es ausgerechnet heute kein Büfett, erst morgen wieder. Wie schade 😢😢😢😢

Dafür finden wir an einem See ein wunderschönes Plätzchen und machen hier eine gemütliche und lange Kaffeepause:

Man hört die Wellen plätschern, den Wind in den Bäumen, Vogelgezwitscher. Es ist herrlich und Natur pur. Alle paar Momente ändert sich mit den vorbeiziehenden Wolken das Bild. Lucy und ich spazieren noch lange auf den weichen Kiefernnadeln durch den Wald. Einfach super mit der Aussicht! 😊👍 Da macht dass Laufen Spaß! 👍👍👍

So ein Seengebiet wie das Saimaa – Seengebiet findet man nirgendwo sonst in Europa. Inmitten der riesigen Wasserflächen, die aus der Eiszeit übrig geblieben sind, breiten sich unzählige Inseln aus. Mit ihrer dichten Bewaldung scheinen die grünen Tupfer bis zum Horizont zu reichen. 

Bei der Weiterfahrt kommt die Sonne wieder heraus und man sieht die unendlich vielen weissen Stämme der Birken ganz besonders schön. Es ist ein wunderschönes beruhigendes Bild – jedenfalls für mich. Auf dem Bild aus dem Wohnmobil heraus kommt es leider nicht so gut rüber,…. 😉 und leider gibt es viel zu wenig Parkbuchten oder Stellen zum Anhalten.  

Der Herbst hat hier nun auch Einzug gehalten und vor allem das Laub der Birken leuchtet gelb – doppelt schön sieht es aus, wenn die Sonne darauf scheint! 👍😊

Auch die Seen sehen wunderschön aus, wenn man meist auch nicht direkt zu ihnen hinkommt. Am liebsten würde ich immer wieder anhalten und genießen. So kann ich nur Bilder aus dem Wohnmobil heraus knipsen. 

Die Straße zieht sich meist schnurgerade, etwas hoch und runter – Erhebungen bis 140 Meter sind drin – hin. Von bester Qualität ist die Straße nicht: es hoppelt oft schon recht kräftig. 

In der Bischofsstadt Mikkeli am Ende des Saimaa – Sees suchen wir ein Plätzchen für die Nacht, aber es gefällt uns nicht so recht und da wo es uns gefällt, sind Verbotsschilder – so fahren wir noch etwas weiter, bis kurz hinter Juva und verbringen hier an einem Museum die Nacht……..

….. und gehen viertel zehn schon ins Bett. Unglaublich! 😳 eigentlich wollten wir noch den Krimi am Freitag anschauen, aber wir sind euch ja eine Stunde voraus und morgen früh kurz nach sechs Uhr wird die Nacht vorbei sein 🙈🙈🙈🙈. 

Donnerstag, 13. September 2018

Das war der sehr frühe Morgenspaziergang und die Slalomstrecke:

Peter hat frische Brötchen (vom Lidl) geholt, die wieder mal sehr, sehr lecker geschmeckt haben. Danach haben wir unsere Vorräte noch aufgefüllt (auch beim Lidl)  und es ging 30 km weiter auf der fast leeren Autobahn nach Loviisa. Hier in dem Städtchen sind Bauten verschiedener Stilepochen zu finden und vor dem Rathaus findet ein kleiner Markt statt: ich kaufe uns Heidelbeeren und Preiselbeeren! 👍😊

Der Bootshafen Laivasilta ist von malerischen roten Salzspeicherhäusern umgeben. Im Sommer ist hier auch gastronomisch viel los, bei uns war alles geschlossen. 🙈

Wir fahren – wie es sich gehört 😉😉😉 – auf der Königsstrasse mit dem Krönchen – es ist die alte Handelsroute von Norwegen ins Baltikum und der Postweg von Stockholm nach Sankt Petersburg. Es geht bei uns weiter bis nach Pyhtää. Hier steht eine für Südfinnland typische Scheunendach-Kirche aus Feldsteinen. Sie ist aus dem 15. Jahrhundert. Leider kann man nicht hinein und deswegen die berühmten Deckenmalereien nicht ansehen. 

Wir essen hier auf dem großen leeren Parkplatz ein paar gefüllte Piroggen und zum Nachtisch einen Ostkaka und Heidelbeer-Joghurt und natürlich trinken wir ein Käffchen. 

Und weiter geht es zur nächsten Sehenswürdigkeit 40 km weiter nach Kotka: hier hatten sich 1889 Zar Alexander III. und seine Familie ein komfortables Fischerhaus und Anglerquartier bauen lassen, nach karelischem Vorbild. Das Haus hatte noch geöffnet und ich schaue es mir natürlich an. Eine nette Studentin führt mich durch und erklärt mir vieles auf Englisch. 

Hier das Schlaf-  und Arbeitszimmer des Kaisers und der Kaiserin und ein Bild von der Küche:

Wir fahren auf der fast ganz leeren Autobahn weiter bis kurz vor die Grenze zu Russland. Nach Sankt Petersburg sind es nun nur noch etwas über 200 km. Wenn man da kein Visum bräuchte, wären wir noch hingefahren. 

So geht unsere Fahrt weiter nordwärts nach Jalokivikylä, dem Edelsteindorf. 

Hier dreht sich alles um den Spektrolith, einen echten Feldspat, der metallisch glänzt. Man sagt, er schillert in allen Spektralfarben. Sein Vorkommen beschränkt sich genau auf dieses Gebiet. Das macht ihn zum „National – Edelstein“. Ich schaue sie mir an, aber es trifft nicht so meinen Geschmack. 

Der Stellplatz hier ist uns zu laut. So nutzen wir ihn zum Essen: es gibt wieder mal Kartoffeln, mal mit Butter und Leberwurst und mal mit Hering. Lecker! 

Wir fahren noch die 40 km bis zum nächsten Platz nach Lappeenranta. Hier ist in meinem tollen Reiseführer ein hübscher Platz am Saimaa-Kanal ausgeschildert. 

Überall Kiefern, Tannen und vor allem Birken:

Zar Alexander II. weihte 1856 den Kanal ein: es sind 58 km von Lappeenranta nach Viipuri mit 28 Schleusen und einer Höhendifferenz von 76 m – eine technische Meisterleistung! Die Handelswege wurden so von der Ostsee ins finnische Binnenland mit seiner weit verzweigten Seenplatte verbessert. 

Schon lustig, dass wir in diesem Urlaub so oft an einem Kanal übernachten 👍😊. 

Mittwoch, 12.September 2018

Die ganze Nacht hat es geschüttet. Nun ist es noch wechselhaft, ab und zu sonnig, nur verhältnismäßig frisch: 15 Grad.

Eine hübsche Kirche ist hier im Ort – und es gibt die typisch langen finnischen Namen:

Anbei für euch eine Übersicht, wie wir weiterreisen. Erst mal geht es noch mit zwei kleinen Fähren, die kostenfrei sind (da sie als Verlängerung der Straße angesehen werden) aufs finnische Festland. Und von dort auf der Autobahn Richtung Helsinki.

Toll ( und günstig) war die Fahrt durch den größten Schärengarten der Welt! 😊👍 Ich finde diese Fahrt durch die Schären wunderschön – überall sind kleine Inseln – einfach herrlich und in meinen Augen etwas ganz Besonderes! 👍😊 Gestern auf Kökar habe ich die Frau in der Postagentur noch gefragt, ob sie gerne hier leben würde. Und sie war begeistert von ihrer Insel. Sie sei schon hier geboren und es sei keinesfalls einsam – und außerdem könnte sie ja mit dem Schiff mal nach Mariehamn  fahren. 👍😊 Na ja, dachte ich mir, die Fahrt dorthin dauert circa drei Stunden – und dann ist die Fußgängerzone gerade mal 300 Meter lang  😳😳😳.

Die Leute übrigens – sie sind hier mehr für sich. Man kommt nicht so leicht ins Gespräch mit Ihnen, obwohl alle englisch können. Das war in Neuseeland total anders: da ist man von fast jedem angesprochen worden und es gab Kommunikation „ohne Ende“. 😊👍

Kurz vor Turku, der ältesten Stadt Finnlands fahren wir dann weg von unserer „Schärenstrasse“ und auf die Autobahn Richtung Helsinki.

Dies haben wir auf der Autobahn entdeckt. Auch die Temperatur der Straße  wird hier angegeben. Wer weiß warum das so ist?

Erst kurz vor der 1 – Millionen – Metropole kommt es zu Staus, es ist Auto an Auto und wir – wir sehnen uns schon nach unseren Inseln zurück. 

Helsinki oder Helsingfors wurde 1550 gegründet. Zar Alexander I. Hatte die Stadt 1812 zur neuen Hauptstadt auserwählt – weil sie weit weg von Stockholm, aber nah an Sankt Petersburg ist. Der Berliner Architekt Carl Ludwig Engel erhielt den Auftrag zur Stadtgestaltung und seine neoklassizistischen Bauten prägen das Gesicht der Innenstadt. Die „Weiße Stadt des Nordens“ enthält viel Grün und einen Hafen mitten in der Stadt. 

Mal sehen, ob wir Helsinki auf dem Heimweg – falls er durch das Baltikum führen sollte – noch anschauen. Im Moment hätte es uns nach der Einsamkeit und Stille „erschlagen“. 🙈😳🙈😳

Wir schaffen es heute fast 300 km weit bis nach Porvoo: hier finden wir dank meines Reiseführers einen netten Platz am Bootshafen mit Blick auf den Fluss und auf einige kleine Schiffe. 

Dank Lucy gehen wir noch eine Runde nach draußen (das Wetter ist bewölkt, um die 17 Grad warm) – ob wir das ohne Hund auch noch  gemacht hätten? 😉😉😉 

Dann wäre uns aber etwas entgangen! Denn Porvoo ist eine sehr schöne Stadt und besonders geschichtsträchtig. Sie ist nach Turku die zweitälteste Stadt in Finnland und wurde 1346 gegründet. Im 18. Jahrhundert war sie ein gut frequentierter Handelsplatz. Und 1809 war hier im Dom die Geburtsstunde des finnischen Staates, als Zar Alexander I. den autonomen Status Finnlands verkündete. 

Ich bin von der Altstadt total begeistert: über historisches Kopfsteinpflaster und an netten kleinen Läden vorbei kommen wir hinauf zum Dom.

Es ist einfach total süß hier, man fühlt sich wie vor vielen hundert Jahren. Unten sind die roten Salzspeicher-Häuser aus der Hansezeit mit den geschickt geschachtelten Grundstücken, so dass möglichst viele Händler am Fluss laden konnten. 

Es gibt viele Restaurant-Schiffe hier – und bei schönem warmen Wetter ist hier bestimmt viel los.

Kann das jemand von euch lesen? Steht auf einem Schild vor dem Lidl:

Wir machen uns im Wohnmobil erst mal ein Teechen und lesen noch etwas. 

 

Dienstag, 11.September 2018

Heute Nacht hat es gewittert, jetzt am Morgen geht es wieder: der Regen hat aufgehört und die Sonne kommt sogar zum Vorschein. Zum ersten Mal in unserem Urlaub schaue ich auf die Wetter-Vorhersage: Sturm ist ab der kommenden Nacht angesagt! 🙈😳

Wir werden unsere weitere Schifffahrt also vorverlegen und bereits heute Abend um halb sieben Richtung finnisches Festland starten. Ich kläre es per E-Mail mit der netten Dame von der Åland Trafiken ab und bekomme für heute Abend die Bestätigung. Platz ist zur Zeit auf den Fähren genug! Im Juli sieht es da wohl ganz anders aus, sagte man uns. Auch auf den Inseln sei da richtig was los.

Einige Bilder vom Zeltplatz:

Und noch eine Karte von der kleinen Insel mit ca. 250 Einwohnern:

Wir frühstücken gemütlich, duschen uns (der Zeltplatz gefällt mir sehr gut, er wäre auch – wie die ganze Insel – wunderbar zum Kajak fahren geeignet) und dann wandere ich mit Lucy zur drei Kilometer entfernten Kirche und den Klosterruinen.

Ist das nicht ein gemütlicher kleiner Wintergarten? Er schützt bestimmt auch gut gegen Mücken:

Wir sitzen noch in der Sonne auf den Schären und genießen die Ruhe um uns. Nicht mal Mücken sind momentan da. Und nichts ist zu hören, nicht mal Vogelgezwitscher.

 

Peter holt uns hier mit dem Wohnmobil ab und wir fahren weiter zum „berühmten Apfelmann“: ihm gehört hier eine Apfelplantage und er betreibt auch einen Hofladen in Österbygge. Hier ist alles sehr nah beieinander und ein Fahrrad würde für diese kleine Insel völlig ausreichen. Peders ist daheim und schließt uns gleich seinen Laden auf: wir dürfen verschiedene Sorten probieren und entscheiden uns dafür, einige Fläschchen mitzunehmen und dann „daheim“ (im Wohnmobil) zu genießen. 

Im gut sortierten Dorfladen kaufen wir noch was Süßes und natürlich das berühmte Brot, das hier gleich nebenan in einer kleinen Familien-Firma gebacken wird.

Und auf oder in (?) Hellsö lassen wir es uns mit Sicht aufs Meer schmecken. 😊👍

Hier fand auch noch ein kleiner Flohmarkt statt: alles lag da, das Geld konnte man überweisen oder in eine Kasse legen 😊👍. Und die Fahrräder fand ich von der Farbe her super! 👍👍👍 Keine Sorge, ich habe nichts gekauft 👍😊👍😊.

Wir fahren noch etwas kreuz und quer durch die Insel und sind dann gegen halb sechs an der Fähre.

Und Kunst (oder so was ähnliches) findet man hier auch:

Ich lege mich noch etwas hin und schlafe tatsächlich ein. 😉😉😉

Die Fähre kommt pünktlich halb sieben, ist fast leer und wir stehen ganz vorne und können so sogar im Wohnmobil sitzen bleiben. Das ist super – denn gestern war es dann doch recht kühl draußen geworden und ins Restaurant durften wir mit Lucy nicht. 

Peter verwöhnt mich mit einem asiatischen Süppchen und leckeren Åland Äpfeln zum Nachtisch. Dazu lassen wir uns einen Kaffee schmecken.

Auch für Lucy ist es so sehr entspannt! Klasse – dazu unser toller Ausblick. Es nieselt zwar etwas und die Ostsee ist recht wellig, aber hier drinnen ist es trotz Schaukeln sehr gemütlich. 😊👍😊👍

Und ich hab mich grad noch ins kleine Lokal  an Bord gesetzt, da ich hier wifi habe! So könnt ihr zeitnah bei uns sein 😉😉😉😉.

Die Fähre hat schon fast im Dunkeln angelegt, kurz vor 21 Uhr.

Und nun stehen wir in einem kleinen Dorf namens Korpo auf einem schönen großen Parkplatz. Finnland hat uns leider mit Regen empfangen – hoffen wir mal, dass sich das noch bessert,… 😉😉😉😉

Gute Nacht ⭐️🌙⭐️🌙⭐️