Sonntag, 31. März 2019

Ein toller Tag war es heute wieder! 😊👍😊👍😊

Erst mal schliefen wir herrlich und lange in dem bequemen riesengroßen Bett. Dann hörten wir am Morgen Vogelgezwitscher und sogar mal wieder Kirchenglocken. Wie schön! 😊😊😊

Nach dem Frühstück ging ich mit Lucy noch durch das Örtchen. Ich entdeckte überall Frühlingsboten, Schneeglöckchen, an den Bäumen Knospen und freute mich! Das ist auch wieder eine wunderschöne Zeit! 😊😊😊😊

Eine kleine „See-Jungfrau“ gibt es hier:

Ein nettes Café – so was sieht man selten in Lappland: das würde mir schon fehlen – denke ich – wenn ich „da oben“ wohnen würde.

Und dann gibt es noch ein paar Bilder vom Haus, denn es war soooo schön und gemütlich: kann es nur jedem weiter empfehlen. Auch Susanne, die Vermieterin war total nett und aufgeschlossen.

Und nun noch von innen – sorry, wenn die Bilder doppelt gemoppelt sind:

Das Haus ist übrigens im 18. Jahrhundert erbaut und die Straße ist wohl aus „Original“-Kopfsteinpflaster.

Erst gegen elf Uhr starteten wir. Richtung Süden – ist ja klar. Als besonderes Ausflugsziel stand heute noch der Hornborgasjön auf dem Programm. Schon lange wollte ich mal an diesen SPEZIALEN See! Warum? Weil Ende März/ Anfang April hier ein faszinierendes Naturschauspiel stattfindet: die Kraniche kommen aus ihren Winterquartieren zurück und rasten und brüten hier. Es bedeutet zugleich den Frühlingsanfang, wenn sie hier eintreffen.

Es dauerte, bis wir den Aussichtspunkt fanden, an dem die Kraniche rasteten. Über eine Stunde fuhren wir mit dem Auto auf Schotterpisten, …….

……… bis wir dann auf die große Straße kamen, die direkt zum Aussichtspunkt führte🙈🙈🙈. Aber ich kam dabei noch mit netten Schweden ins Gespräch, die mir bei der Suche halfen.

Hier gab es sogar gefilzte Kraniche:

Am Punkt „Transdansen“ waren einige Leute (ist ja auch Sonntag und herrlich sonnig). Aber es gibt hier immer noch genügend Platz zum Parken, Schauen, zum Beobachten, zum Sich-Freuen. Mit dem Wohnmobil könnte man fast direkt am See stehen und den Kranichen aus dem Wohnmobil heraus zusehen. Genial! 19200 „Vögel“ wurden gezählt! 👍👍👍

Es ist wirklich ein wunderschöner See! Und ein Lärm – den ich sehr mag! Kraniche, Schwäne, Enten, Vögel, Möwen – alles, was fliegt, ist vertreten. Da hinten saßen sie,….

Und nun noch einige Bilder, die Peter mit seiner „großen“ Kamera gemacht hat:

Herrlich, wie die Kraniche ihren Frühling feiern – wie ein riesiges Volksfest! Toll!!! 👍😊👍😊

Wir tranken hier noch ein Käffchen und vesperten Knäckebrot mit Schinken und Käse.

Am liebsten wären wir noch länger geblieben, aber unsere nächste Unterkunft in der Nähe von Halmstad wartete auf uns und bis dahin waren es noch knappe 300 km – Gott sei dank ein Großteil davon auf der Autobahn! Kurz nach acht Uhr trudelten wir dann bei Lars Erik und Madeleine ein. Sie begrüßten uns herzlich, sogar auf deutsch. Auch diese Unterkunft war super und sehr günstig. Für etwas über 40 € hatten wir ein recht modernes und hübsch dekoriertes Haus für uns: mit Küche, Bad, Esszimmer und einem Schlafzimmer im oberen Stockwerk. Echt schön!

Und wir bekamen von ihnen noch Brot, Aufstrich und Milch geschenkt, da wir leider an keinem Laden mehr vorbei gekommen waren. Danke nochmals dafür 👍😊.

Samstag, 30. März 2019

Diese Nacht haben wir nicht ganz so toll geschlafen. 😳🙈

Wir starten nach dem Frühstück mit Porridge (leider hatte ich statt Milch Dickmilch gekauft 🙈🙈🙈😂😂😂😂)……….

……. wieder gegen zehn Uhr von unserer Hütte.

Gestern sind wir übrigens 450 km gefahren und heute wird es dieselbe Strecke werden. In der Unterkunft buchte ich noch ein Airbnb für die kommende Nacht. Jetzt auf unserer Reise in den Süden Schwedens gibt es wieder mehr Unterkünfte. Im Norden waren sie sehr dünn gesät. Zumal einem mit Hund auch nur die Hälfte der angebotenen Unterkünfte zur Verfügung stehen. 😳

Unser heutiges Ziel ist Kristinehamn. Fast auf der Höhe von Stockholm. Am blauen Punkt befinden wir uns.

Da sieht man, wie groß Schweden ist! Von Kristinehamn aus sind es immer noch 500 km bis in den Süden Schwedens. Und fast 1400 km bis zur nördlichsten Stadt Schwedens, Kiruna (da waren wir letzten Sonntag, da in der Nähe ist das Eishotel).

Auf der Strecke gibt es noch jede Menge Rentiere neben und auf der Straße zu sehen: ich liebe diese Tiere! 😊👍😊👍

Es gibt viel Holz:

Hübsche Kirchen:

Hier ist der Siljansee im Herzen Schwedens, der Provinz Dalarna. Vor knapp zwei Jahren waren wir an dem See in Rättvik und haben Mittsommer gefeiert: das war ein einmalig schönes Erlebnis! Kann ich jedem hier in Dalarna empfehlen. 👍

Dann sahen wir noch die typischen Holzpferdchen, die in Nusnäs in jeder Größe von Hand geschnitzt und angemalt werden:

Irgendwann tauten dann die Seen immer mehr auf und Lucy staunte – oder?

Ein Café fanden wir heute erst mal nicht. Wir fuhren nur durch kleine Orte und durch viel „Pampa“. Während der Fahrt hat man als Beifahrer auch ganz schön Arbeit: man soll nach Cafés Ausschau halten, nach Einkaufsmöglichkeiten, nach einer Tankstelle und dann natürlich immer nach Elchen. Die Rentiere hatten sich irgendwann „erledigt“, denn diese ziehen nicht so weit in den Süden hinunter. Zum Stricken kam ich bei all der „Arbeit“ gar nicht mehr,…. 😳😳😳

Aber ich war erfolgreich: ICA und Café in einem!!! Und Peter und ich fanden sogar ein Plätzchen, an das wir uns setzen konnten. 😉😉😉

Besondere Autos gibt es in Schweden auch.

Punkt 18 Uhr kamen wir in Kristinehamn, einem kleinen hübschen Städtchen am Vänernsee an. Von unserem Airbnb (50€ für die Nacht) war ich total begeistert. Aber schaut selber: ist es nicht gemütlich? Und das Bett – herrlich! Euch allen wünsche ich nun auch eine gute Nacht! ⭐️🌙⭐️

Freitag, 29. März 2019

Heute sind wir früh auf – kein Wunder, es wird nun hier auch schon vor fünf Uhr hell. Gegen sieben stehen wir auf, essen kurz, machen im Häuschen Ordnung ……

….. setzen die Stockbetten wieder zusammen ( wir hatten sie für uns nebeneinander stellen können, von der Größe des Zimmers passte es gerade) und räumen das Auto ein. 

Kurz vor zehn Uhr geht es los – Richtung Süden. Richtung Familie. Freunde. Richtung Frühling. 👍😊

Wir nehmen unsere Lieblings – Strecke, die wir auch schon mit dem Wohnmobil gefahren sind – mitten durch Schweden durch. Da vor drei Wochen auf dieser Route noch zu viel Schnee lag, fuhren wir da am Meer entlang. Aber nun taut leider alles und es sieht nicht mehr so schön aus wie noch vor einigen Tagen. Aber die Seen gefallen mir noch: sie sind noch mit einer dicken Eisschicht bedeckt und schimmern wie Gletscher – wunderschön! 😊👍

Die Strecke führt durch sehr viel Wald und ab und zu, alle 80 km kommt ein kleines Städtchen: Vilhelmina, Dorotea, Strömsund. Hier finden wir mal wieder einen ICA mit Café und Imbiss. 

Circa 15 Tische im Café sind besetzt und wir lassen uns was Süßes und ein Käffchen schmecken. Das heißt, zwei Käffchen. Hier in Schweden gibt es fast überall „Coffee to refill“. Ja, es ist schon eine Umstellung, wieder unter so vielen Leuten zu sein. 😉 Lacht nicht! 😉 Man gewöhnt sich schon schnell an die Einsamkeit und genießt sie auch. 😊👍

Und einen Elch haben wir hier gesehen! 👍

Noch etwas Natur für euch:

70 km unterhalb, südlich von Östersund in Asarna haben wir eine Hütte für die Nacht gebucht. Ist recht gemütlich: kleiner Tisch, was zum Kochen und zwei Stockbetten. Eigentlich will ich oben übernachten, komme aber mangels Leiter nicht hoch 😳🙈🙈🙈🙈🙈. 

Na ja, beziehe ich halt die beiden unteren Betten. 👍👍👍

Nach einem Spaziergang auf dem zugefrorenen See (😳, so hoffen wir), essen wir noch was und planen unsere Weiterfahrt. 

Lucy versinkt immer mehr im Schnee:

Recht früh geht es ins Bett. 

Donnerstag, 28. März 2019

Heute ist hier schon fast Frühling: sieben grad plus. Alles taut.

Normalerweise sieht es hier erst Ende April oder im Mai so aus, sagt man uns. 

Trotzdem wandern wir heute noch acht Kilometer: unser Ziel ist die Huskyfarm von Lars. Wir hatten bei ihm vor schon fast zwei Wochen eine Hundeschlitten – Tour gemacht, aber nicht genug Bargeld dabei gehabt. Das holen wir heute nach. Zuerst laufen wir im Matsch, …….

…….. dann wird es besser und wir genießen es, nochmals im Schnee auf der Straße (auf der uns keiner begegnet) durch den Wald zu laufen. Sehen sogar Rentiere im Wald. 

Endlich da! Lars seine Husky -Farm,….

Zurück nehmen wir die Abkürzung über den See – hier gibt es die Scooterspur. Sollen wir es wirklich wagen? Was soll es – Lappland ist ein Abenteuer, sagte man uns! Wir tun‘s! 😉😊👍

Wir sinken zwar oft im Pappschnee ein, aber das Eis ist noch stabil. Da haben wir uns natürlich vorher versichert! 😉😉😉

Mitten auf dem See: das war schon ein tolles Gefühl! 😊👍


Das kleine Häuschen ist die Sauna, in der Dir seinerzeit waren und wir hatten uns dann hinterher im See erfrischt! 😊

Eine kleine Kirche gibt es auch in Gargnäs – und hier seht ihr die Spuren des warmen Wetters,…🙈

Um vier Uhr waren wir dann noch bei unseren Gastgebern zum Kaffee eingeladen. War nett, sich über alles mögliche auszutauschen. Haben es sehr genossen! 👍😊

Dann wurde noch gepackt und ich sah auf meiner „Nordlicht App“, dass es eine große Wahrscheinlichkeit (25%) gibt, Nordlichter zu sehen. Also nichts wie wieder auf den See – aber leider wieder nichts. 😢😢😢😢

Mittwoch, 27. März 2019

Nach einem Morgen-Spaziergang ……

…… fahren wir am Mittag nochmals zu unserem ersten Ferienhaus in Sorsele. Hier konnten wir vor einer Woche das Gepäck abstellen, das wir momentan nicht brauchten. Das war sehr entlastend für uns. 

Leider treffen wir heute keinen mehr von der Familie an. Sie sind mit den Scootern unterwegs und Anja ist arbeiten. Dafür schaffen wir es gerade noch rechtzeitig vor Ladenschluss um 14 Uhr in die Bäckerei im Ort. Sie wird von Schweizern betrieben und das Brot ist sehr lecker. 

Das Wetter ist nun noch recht gut geworden und wir machen noch einen Abstecher zum Hausberg von Sorsele. Super ist er, schade, dass wir ihn nicht schon früher entdeckt haben. Aber gut, dass wir ihn nun jetzt noch gefunden haben! 😊👍

Eine Grillstelle gibt es hier auch:

Hierzu kamen wir leider zu spät:

Der Ort Blattnicksele ist sehr hübsch gelegen und in ihn ist scheins immer etwas los:

Ein Scooter mit Anhänger: so kann man „Kind und Kegel“ einpacken:

Am Nachmittag machen wir noch eine Runde über den Zeltplatz, auf dem wir vor knapp zwei Jahren standen und haben jede Menge Spass, weil wir immer wieder tief in den Schnee einsinken.

Ein herrlicher Sonnenuntergang:

Am Abend war sternenklarer Himmel und die Voraussage für Nordlichter war auch gut: so hielt ich mich noch lange draussen auf dem See auf, aber leider war nichts zu sehen und ich kam dann nach einer (oder waren es zwei?) Stunde doch recht enttäuscht zurück. 

Von unserem kleinen Häuschen sah man kaum, ob Nordlichter da waren. Da waren überall Lichtquellen. 😳🙈 Trotzdem hielt ich weiter Ausschau. 😳

Gemütlich war unser Häuschen, wenn auch sehr klein. Auspacken konnte man nichts, man musste „aus dem Koffer leben“. 


Dienstag, 26. März 2019

Wieder herrlichster Sonnenschein, aber heute geht es wieder Richtung Süden. Nochmals ein letzter Blick aus dem Schlafzimmer:

Und ein Blick ins Bad:

Und die Gemälde sind auch samischer Herkunft:

Eigentlich schade, bei dem tollen Wetter abzureisen.  Hier sehr ihr, wozu die Schuhe gut sind,… So sieht es fast überall aus! 🙈

Aber in Gargnäs, unserem nächsten Stopp soll das Wetter auch gut sein. Na ja, auf die WetterApp ist leider nicht wirklich Verlass,…. 🙈

Auch diese Woche hier im Norden haben wir genossen: das  Häuschen liegt so herrlich im Wald und in einer Lichtung. Ein richtiges Postkarten-Motiv!

Und ich konnte Skier ausprobieren und war oft mit dem Schlitten unterwegs. Auch beim Einkaufen. Toll war es! Hatte Gespräche mit Birgitta. Und drinnen in unserem Häuschen war es auch gemütlich, Vintage halt. 

Klar, langweilig war es auch mal, aber das ist auch eine gute Erfahrung, zu lernen, mit sich etwas anzufangen – so ganz ohne technische Geräte. Möchte auch diese Woche nicht missen und bin froh, noch hier gebucht zu haben. 

Ja, jede unserer Übernachtungen bisher war super, jede auf ihre Weise toll! An die tolle Deko und das Ambiebte im Nils Holgersson Haus kommt natürlich so schnell nichts ran. Die war schon großartig! 👍😊

Wir fahren nach einem längeren Gespräch mit Birgittas schwedischen Bekannten über Gällivare, einen Wintersport – Ort wieder nach Jokkmokk. Hier sind die Straßen heute fast alle frei. Jedenfalls fast,…. 😉 Ist auch mal wieder angenehm. 

In Jokkmokk stellen wir uns bei ICA …….. (wir sehen halt aus, wie man im hohen Norden aussieht) – eine Mütze ist auf jeden Fall immer wichtig 😂😂😂😂

…….. einen leckeren Salat zusammen, den wir auf der Bank davor in der Sonne genießen.

Und am Polarkreis ein paar Kilometer weiter gibt es noch was Süsses und den mitgebrachten Tee und „Coffee to Go“.  

Gut, wenn man in die Spuren eines anderen treten kann:

Es taut auch hier:

In zwei Monaten sieht hier bestimmt alles wieder blau aus: das ist ein See!

Deutlich zu erkennen an der großen freuen Fläche und dem Steg:

Kurz vor Arvidsjaur:

Die Straßen sind nun schon wieder etwas vereist ………

……. und die letzten dreißig Kilometer führt uns unser Navi ein kleines verschneites und auch vereistes Strässchen: hoch und runter geht es, mit vielen Kurven. Nur gut, dass uns hier auf der engen Straße keiner begegnet. 

Kurz nach 18 Uhr sind wir dann bei Britta und beziehen unser kleines Blockhaus. Vor knapp zwei Jahren waren wir hier mit dem Wohnmobil mal im Sommer. 

Lucy geniesst es, wieder draußen zu sein:

Wir heizen den offenen Kamin an und machen uns noch Spaghetti. 

Und dann geht es ins Bett. Heute ist der Himmel bewölkt, also gibt es auch nicht die kleinste Chance für Nordlichter. Gute Nacht ⭐️🌙⭐️

Montag, 25. März 2019

Herrlichster Sonnenschein und ich kann mit Birgitta eine Snowmobil Tour machen. Hurra!!!! 

Wir starten um elf, sie lenkt und ich sitze hinter ihr. Es ist traumhaft: wir fahren durch den Wald, hoch und runter und die Sonne scheint. 

Als ich vor zehn Tagen bei Peter auf dem Snowmobil ein Stück mitfuhr, war er der Dritte in der Gruppe und es roch sehr stark nach dem Benzingemisch. 

Jetzt sind wir die einzigen – ja, jetzt verstehe ich es, dass die Schweden das so lieben. 

Klar wackelte es auch immer etwas und man muss schauen, in der Spur zu bleiben, sonst würde man heute im Pappschnee/Tiefschnee stecken bleiben. 

Wir machen nach einer guten halben Stunde sogar Picknick: an einem hübschen Sami – Platz. Birgitta holt eine kleine Bank aus einer der Hütten und wir genießen ihr mitgebrachtes Knäckebrot, das Rentierfleisch und ihren Kaffee auf der Bank in der Sonne. Und plaudern. Auf englisch natürlich. 

Dann geht es gemütlich zurück und die letzte Viertelstunde machen wir Rollentausch. Als die Strecke relativ eben war, darf ich sogar fahren und Birgitta sitzt hinter mir. Das war ein Erlebnis!!! 😊👍😊👍😊 Und doch nicht so schwer wie ich dachte. 😉😉😉

Total glücklich kam ich heim und Peter und ich verbrachten mit Lucy den Nachmittag auf der Terrasse und sonnten uns. Ich malte noch etwas und ließ die letzten Wochen nochmals Revue passieren. Toll, was wir da alles erlebt hatten!

Wir bekommen von Birgitta noch gesalzenen Lachs zum Abendessen geschenkt, der wunderbar schmeckt. Und klar, die Kartoffeln dazu sind aus ihrem Keller! 😉😊

Peter heizt hier ein letztes Mal die Sauna mit Holz ein und wir machen davor noch einen langen Spaziergang durch den Wald. Jeden Moment könnte theoretisch irgendein Tier auftauchen und wir sind hier mutterseelenallein. An dem Hochstand kommen im September/Oktober Elche vorbei. Schon ein Grund, mal wieder zu kommen!? 

Wie gesagt, saunieren wir noch und lassen es uns gut gehen. Das ist der Raum vor der eigentlichen Sauna:

Und das die Sauna nach samischen Vorbild: Die Schüssel dient dazu, Wasser hineinzugeben – warm oder kalt, wie man es möchte – und sich damit „abzuduschen“.

Und einen Hauch von Nordlichtern gab es am Abend und in der Nacht bei sternenklarem Himmel auch noch. Lucy liebt es, Eisbrocken hinterher zu jagen und sie sich zu fressen.


Und diese Schuhe, die hier im Haus standen, sind gerade für das Wetter, das wir momentan haben, super. Mit ihnen kann man wirklich ganz normal bei Glatteis laufen. Ich hatte mich schon gewundert, dass Peter ganz normal auf der Straße läuft und ich wie auf „rohen Eiern“. Nun erfuhr ich die Lösung:

Sonntag, 24. März 2019

Herzlichen Glückwunsch zu Andrea! Sie hat heute Geburtstag und wir wünschen ihr von Herzen das Beste und freuen uns schon auf ein Wiedersehrn! 😊👍😊👍

Heute besuchen wir das Eishotel bei Kiruna. Es sind etwa 120km bis dahin. Die kleine Straße ist noch verschneit, die größere ist komplett frei. Und der Fluss? Der scheint langsam aufzutauen?

Tauwetter sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Sieht an der Straße auch nicht so schön aus wie noch vorgestern. Überall – wie man es aus Deutschland kennt – neben der Straße braune dreckige Schneehäufen. Am Wochenende sind doch etliche Ausflügler unterwegs: alle mit Anhänger und Schneemobil drin bzw. drauf, auf der Ladefläche. 

Einige haben sogar noch den Anhänger für das Snowmobil dabei und fahren dann mit Kind und Kegel, meist zum Picknick. Gaststätten gibt es unterwegs kaum welche, die offen haben. Bei uns sind es die Fahrräder, die überall mitgenommen werden und mit denen man unterwegs ist. 😉

Der Ort Jukkasjärvi – hier ist das Eishotel – ist sehr touristisch 🙈. Zuerst besichtigen wir die kleine Kirche der Samen. 

Hier gibt es euch ein Museum und ein Zelt, in dem typische samische Speisen angeboten werden. 

Wir besorgen uns Tickets für das Hotel, das wir dann auf eigene Faust anschauen können. Ich bin begeistert! Da haben sich wirklich Künstler ausgelassen. An den Türen sind Rentier-Felle.

Jedes Zimmer sieht anders aus. Richtig schön! 

Es gibt Doppelzimmer und lange Betten, die sogar für vier Personen reichen. 

Hier ein Beispiel für die Beleuchtung:

Hier eine besonders schöne Deko: ein Wal und ein Fisch:

Eine Toilette gibt es nur im Haupthaus, circa drei Minuten Fußmarsch von diesem Teil des Hotels. 

Im Vorraum des Hotels gibt es auch noch Sitzmöglichkeiten und sogar eine kleine Kirche. Hier werden sogar Trauungen vollzogen. 

Ab sechs Uhr abends können die Zimmer von den Gästen bezogen werden: Eiseskälte erwartet sie hinter dem Vorhang zu ihrem Zimmer. Das Bett hat eine dünne Matratze. Das Liegen fühlt sich recht hart an. 

Es ist bestimmt ein Erlebnis, hier mal zu übernachten – aber auch ein stolzer Preis. Ab 500 € kostet es für EINE Nacht. 

Im Sommer gibt es dieses Hotel, diese Zimmer nicht mehr. Da ist dann alles geschmolzen. Und wird im Oktober, November wieder neu aufgebaut. 

Das Haupthaus jedoch mit den exclusiven Suiten bleibt immer stehen. Hier empfinde ich die Luft anders, schwerer. Hier habe ich Probleme beim Atmen. 🤔

In dem Haus befindet sich auch eine Bar und wie gesagt, die Toiletten. 

Das war toll, das mal live gesehen zu haben. 

Danach fahren wir noch einige Kilometer bis Kiruna. Es ist die nördlichste Stadt Schwedens, immerhin 500 Meter hoch gelegen. Und auf den ersten Blick recht hässlich. 

Kiruna entstand als Siedlung für das gleichnamige Eisenerz-Bergwerk. 

Damit die unter der Stadt liegenden Vorkommen abgebaut werden können, wird sie bis 2040 komplett um fünf Kilometer nach Osten verlegt.

Hier gibts so gleich am Anfang des Ortes  Einkaufszentren über Einkaufszentren. 🙈🙈🙈

Und das uns, die wir nun schon seit zwei Wochen doch recht abgeschieden leben. Na ja, wir besorgen uns dann in einem kleineren einen Salat und schwupp-di-wupp sind wir wieder raus aus der Stadt. Wie soll das erst werden, wenn wir wieder in Deutschland sind? 

Auf der Heimfahrt gibt es noch einen schönen Sonnenuntergang:

Und abends gehen wir mit Lucy noch eine längere Runde. Wir haben jetzt noch ganz warme Mützen gekauft. Ein herrlicher klarer Sternenhimmel! Aber wo sind die Nordlichter?

Samstag, 23. März 2019

Diese Nacht hatte es noch kräftig geschneit und Birgitta hatte Arbeit:

Wir verbrachten einen gemütlichen Vormittag in unserem Häuschen. Man fühlt sich in ihm irgendwie rückversetzt in die Vergangenheit. Meine Eltern hatten früher eine ähnliche zweckmäßige Einrichtung. Das Haus hat was, es hat Charme und bezaubert einen immer wieder. Dieses gemütliche Küchensofa, die Stehlampe, die Hängelampen, der Ofen, die Maori-Bilder, der Teppich – alles passt hier zusammen. Sogar die Bettlaken, über die man sich jeden Morgen ärgert, weil sie wieder total verrutscht sind. Hier gehören sie irgendwie hin. 

Gegen zwölf bin ich rüber ins Nachbarhaus zu Birgitta. Wollte mal fragen, ob ich die Langlauf-Skier ausprobieren kann. Auch sie sind Vintage 😉😊. 

Birgitta bat mich herein zu sich und wir unterhielten uns zwei Stunden lang, auf englisch. Ich erfuhr dabei einiges über die Sami – Kultur. War richtig nett, bei einem Käffchen mit ihr zu plaudern. Sie ist eine sehr nette bescheidene Frau. Und sie schenkte uns ein Stück Rentier-Schinken, den wir in unserer Küche noch einen Tag zum Trocknen aufhängen sollten. Super! Klar probierten wir auch noch was,… 😉

Und natürlich konnte ich die Langlauf – Skier benutzen. Ich probierte es dann auch gleich, aber wir hatten heute Tauwetter und da klebte der Schnee zu sehr. Trotzdem war es lustig. 

Peter, Lucy und ich fuhren dann noch etwa fünfzig Kilometer nordwärts. Eigentlich dachten wir noch dran, was Essbares fürs Wochenende zu besorgen oder irgendwo ein Käffchen zu trinken. Und wir fanden sogar auf der ganzen Strecke einen einzigen ICA Markt, aber der hatte schon seit Mittag geschlossen. Und ein Café? Fehlanzeige! Nur Natur gab es heute – und …….

….. es war fast besser als jedes Café: wir entdeckten Rentiere! 

Super, wie einzelne im Wald durch den Schnee stapften und dabei immer wieder einsanken. Einige „Vornehme“ benutzten die Straße. Das war ein tolles Erlebnis!!!! 👍👍👍😊😊😊😊

Daheim angekommen, erlebten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang – es sah aus, als ob der ganze Wald leuchtete: faszinierend! 

Zum Essen gab es heute wieder mal Kartoffeln (ja, die aus dem Keller und die wieder Peter besorgen musste 😉) und Quark! Richtigen Quark mit etwas Milch und Zwiebeln. Lecker war‘s! 

Freitag, 22. März 2019

Die Sonne holt uns aus dem Bett und nach dem Frühstück ……..

…….. und einem Spaziergang durch das winterliche Lappland……..

…….. fahren wir mit dem Auto in die nächste größere Stadt nach Pajala mit 2500 (!) Einwohnern. Zwei Supermärkte, einige kleine Läden und sogar ein Hotel, Café und Restaurant gibt es hier. 

So fleißig wird hier geschippt:

100 Kilometer nördlich des Polarkreises sind wir jetzt.

Natürlich wird im Supermarkt geschaut, was es gibt. Auf einen Salat aus der Theke  hatten wir uns gefreut, aber der sah nicht so lecker aus wie der neulich in Jokkmokk. So gehen wir in das nett eingerichtete Café und lassen uns etwas Süßes schmecken. In dem Café gibt es auch kleine hübsche Sachen zu kaufen. Und in Schweden gibt es fast überall „Coffee to refill“, man kann sich so oft nachschenken wie man möchte (und kann) 😉.

Danach geht es weiter südwärts nach Pello, einer Stadt an der finnischen Grenze.

Erst letzten Herbst haben wir hier in der Nähe mit dem Wohnmobil übernachtet und genau den Platz suchen wir jetzt auf. Wir finden ihn und er sieht auch im Winter toll aus. Er liegt an einem See.

Es ist ein kleines Skigebiet hier mit Lift, der allerdings erst ab halb sechs am Abend in Betrieb sein wird. Wir treffen eine Familie aus Bonn und kommen natürlich gleich ins Gespräch. Und wir genießen auf einer Bank die Sonne – herrlich! 

Dann geht es wieder Richtung Heimat ………

…….. denn heute ist um sechs Uhr noch ein Konzert in der Dorfkirche. Gut die Hälfte des Dorfes ist da, die meisten kamen mit dem Schlitten. Die Birgers Ragtime Band gefällt uns mit ihren flotten Liedern und Gospels. 

Nach dem Abendessen, bestehend aus Coleslaw Salat und Knäckebrot spielen wir noch Rummikub. 

DonnerstAg, 21. März 2019

Heute morgen ist herrliches Wetter: schön wenn einen morgens die 🌞 weckt. Nach dem Frühstück zieht es dann allerdings wieder zu und es beginnt in dicken Flocken zu schneien.

Sieht ja wunderschön aus, aber was tun? Kreuzworträtsel lösen, lesen, stricken, sogar malen, essen – irgendwie wird (uns) das auf Dauer langweilig 😳🙈. Wir haben weder Wlan noch Radio oder gar TV. Alles nicht schlimm, aber man muss sich wirklich an die Stille und Einsamkeit hier gewöhnen. An warme Kleidung denkt man, aber daran, dass hier nicht wirklich was zu tun ist, eher nicht. Klar, die Leute, die hier leben, haben ihre Arbeit – aber man kann es nun viel besser nachvollziehen, wie sich ein langer Winter (Oktober bis Mai) auch für Einheimische anfühlen mag und wie sie sich auf Mittsommer freuen! 😊😊😊 Zumal es ja von November bis Februar hier auch tagsüber nicht lange hell ist. 

Lucy genießt unsere „Langeweile“ und das gemeinsame Spielen:

Aber es ist wie überall: man braucht eine Aufgabe! Und die suchen wir uns, jedenfalls für heute: 😉

Wir sind nach unserem Mittagsschläfchen los ins Städtchen, wollten Quark und Milch holen. Heute „richtigen“ Quark, ohne Himbeeren 🙈😉. 

Der Schneefall hörte bald auf und kaum war ich draußen, begeisterte mich wieder die Natur. Und die herrlichen Pastellfarben, die sich am Himmel zeigten. Einfach wunderschön war das! 

Lucy muss immer schauen, was hinter den Schneebergen ist und hat es nun schon ganz gut gelernt, im Tief-Schnee zu laufen:

Hübsche typische Häuschen samt Briefkasten an der Straße gibt es:

Eine berühmte Langläufern ist aus dem Ort hier:

Vögel sind auch schon hier in den Bäumen und zwitschern. Hört sich bei den Schneemassen schon irgendwie ungewöhnlich an:

Der Laden hatte heute leider wegen Krankheit geschlossen und so zogen wir eben ohne Quark und Milch wieder heim. 

Unser Ort hier hat übrigens etwas über 200 Einwohner. Gesehen haben wir heute zwei Menschen und zwei Autos auf unserer 5 km langen Wanderung. Und ein Schneeräum-Fahrzeug. Ansonsten war alles ruhig. 

Lucy hatte auf jeden Fall sehr viel Freude im Schnee:

Dann hole ich noch mit dem Schlitten Holz aus dem Schuppen:

Hier noch ein Blick auf „unser“ Anwesen:

Und jetzt machen wir uns Bratkartoffeln und danach heizt Peter noch die Sauna für uns beide ein.

Nordlichter verpassen wir heute keine, der Himmel soll bewölkt sein. 

Mittwoch, 20. März 2019

Wir haben wunderbar in den Betten geschlafen. Hier gab es Federbetten – das liebe ich ja eh ganz besonders! 

Hell wird es schon um halb sechs, aber davon lassen wir uns nicht irritieren. Bis halb acht schaffen wir es heute! Vom Bett aus haben wir einen herrlichen Blick auf den Wald. Super schön! 

Nach dem Frühstück machen wir es uns daheim noch gemütlich.

Es beginnt zu schneien und wir verschieben unseren Spaziergang in den Ort. Nach dem Essen lege ich mich noch aufs „Küchensofa“ – weil es so gemütlich ist – und wache erst über eine Stunde später wieder auf. 

Nun geht es aber zum Einkaufen. Peter nimmt Lucy und ich den Schlitten. Sogar die Sonne kommt wieder heraus 😉👍. 

Ein Blick in die Schule im Ort, hier wird in den Pausen etwas anders als bei uns gespielt:

Wie gut, dass wir den Schlitten dabei haben 👍😊

Peter holt mit dem Schlitten noch Brennholz aus dem Schuppen:

Und gegen später haben wir ein herrliches Abendrot. Fast so schön wie in Zingst. 

Am Abend freuen wir uns auf die Kartoffeln: unsere Gastgeberin hat sie uns angeboten. Sie liegen in unserem Keller und Peter ist sportlich und steigt in die Tiefe. 

Und Lucy beobachtet das ganze aus sicherer Entfernung:

Dazu wollten wir den Quark mit Zwiebeln essen, den ich bei ICA gekauft hatte. Ups, was habe ich denn da gekauft? Es ist zwar Quark, aber Himbeerquark,…. 😳😳😳

Kein Problem, gibt es zu den Kartoffeln halt Butter und Rote Beete Salat und als Nachtisch den Himbeerquark. 

Und nun sitzen wir noch etwas am Esstisch und schauen, ob heute irgendwelche Nordlichter kommen. 

Schlaft gut und liebe Grüße zu euch allen 😊👍

Dienstag, 19. März 2019

Schon kurz nach sechs Uhr bin ich heute auf – pünktlich zum Sonnenaufgang – und tipple den Bericht für den letzten Blog. Ja, es war eine tolle Woche, in der wir hier in Sorsele viel erlebt haben.

Der Schnee glitzert und funkelt heute noch ganz besonders. Überall – ein richtiges Postkarten – Motiv. 😊😊😊

Und nun bin ich, sind wir aufs nächste Abenteuer in Lappland gespannt! Unsere Fahrt heute geht nordwärts über Arvidsjaur, Jokkmokk, Gällivare in die Nähe von Pajala. 430 km, sagt das Navi. Toll, dass wieder schönstes Wetter ist! 👍😊

Könnte sein, dass wir im nächsten Haus wieder kein Wlan haben – deswegen habt Geduld,… irgendwann hört ihr wieder von uns. Bis dann! 😊😊😊

Da bin ich wieder: wir haben in unserem „neuen“ Haus zwar kein Wlan, aber dafür Handy-Empfang! Und so kann ich den Reiseblog weiter schreiben 👍😊. 

Kurz vor zehn verabschiedeten wir uns am Morgen von Anja und Jörg. Lucy tollte noch mit Ole umeinander. Auch Ole hat es genossen, denn hier in Schweden laufen Hunde kaum frei herum und spielen miteinander. So hatten in der Woche alle ihren Spaß! 😊👍

Ja, es war hier eine wunderschöne Zeit und wir haben die Gemütlichkeit und auch das gute Essen (Rentier und Pizza) von den beiden sehr genossen. 

Auf schneebedeckten Straßen und blauem Himmel geht es die uns nun schon gut bekannte Straße nach Arvidsjaur. Und dann weiter Richtung Norden nach Jokkmokk: es freut mich riesig, mal in dem Ort zu sein. Im Februar findet hier jedes Jahr der traditionelle samische Wintermarkt mit den Samen (Ureinwohnern) statt. Selbst im Sommer waren wir diese Strecke (sie führt zu den Lofoten) noch nie gefahren. 

Hier noch einige Infos für euch zu den Samen: sie sind die einzig anerkannte Urbevölkerung Europas. Früher zogen sie als Nomaden mit ihren Rentier – Herden durch die Gebiete ganz Lapplands. Lappland bezeichnet eine Landschaft, die sich über die vier Länder Norwegen, Schweden, Finnland und Russland erstreckt und gilt als letzte Wildnis Europas. Die Samen lebten mit den nordischen Jahreszeiten und der bewusste Umgang mit der Natur war und ist für die Samen bis heute zentraler Lebensmittelpunkt. Im Laufe der Geschichte mussten sie unter Fremdregierungen, Kriegen und Unterdrückung leiden. Trotzdem hat das Volk bis heute seine Traditionen und Religion sowie seine außergewöhnliche Sprache erhalten können. Die Kultur der Samen lebt und entwickelt sich fortwährend weiter. Auch die Rentier – Zucht ist den Samen vorbehalten. Jedes Rentier, dem man in Lappland begegnet, gehört einer samischen Sippe. 

Wir stellen uns im Ort Jokkmokk bei Coop einen leckeren Salat vom Buffet zusammen und lassen ihn uns im Auto in der Sonne schmecken. Danach geht es noch in ein kleines Café und wir kommen mit Deutschen, die bis hierher mit dem Wohnmobil gefahren sind ins Gespräch. 

Und dann nehmen wir die restlichen 200 km in Angriff. Immer wieder begegnen einem hier auch auf engeren Straßen LKW’s, die einem regelrecht mit ihrer Ladung entgegen „brettern“. Manchmal wird es dabei ganz schön eng. Rechts und links sind ja die Schneeberge und man kann nicht so weit nach rechts, wie man es manchmal gerne würde. 

Im Sommer kann man hier auch mit dem Zug durch die wunderschöne Landschaft fahren:

Die Landschaft ist so wunderschön, es gibt viel Wald, viele Seen, viele Warntafeln betreffs Elchen. Es wird immer bergiger oder besser gesagt hügeliger (😉), es geht hoch und runter.

An den Straßen gibt es Parkbuchten, die aber recht eng sind. Man wird immer erfinderischer, wenn man hier mal kurz „pipi“ muss 😉. 

An Skibergen kommen wir auch vorbei, sehen aber kaum Abfahrtsläufer. Überall Ruhe und Einsamkeit. Auch auf den Seen sehen wir nirgends Schlittschuh-Läufer. Dazu sind sie wohl auch noch zu sehr mit Schnee bedeckt. 

Die letzten Kilometer …….

……… und kurz nach fünf Uhr kommen wir in unserem „neuen“ Haus an und werden auch hier total freundlich begrüßt. Die Familie sind Samen. 

Es ist schön warm in der guten Stube und ich entdecke vor dem Haus zu meiner großen Freude zwei „Steh“ – Schlitten! Klar schnappe ich mir gleich einen und probiere es aus! Das gefällt mir! 


Die Frau heizt für uns die Sauna im benachbarten Haus ein und wir lassen es uns dann nach dem Abendbrot und einem längeren Spaziergang bei sternenklarem Himmel und Vollmond darin so richtig gut gehen. Es ist eine samische Sauna: mit Holz beheizt und man wäscht sich in der Sauna gleich mit Wasser ab. Im Vorraum ist noch eine gemütliche Ecke mit Tisch, Korbstühlen und Kerzen. Ja, das hat was! Lucy ist im Haus, vorsichtshalber in ihrer Box. 

Und – das absolute Highlight heute, als wir am Tisch in unserer gemütlichen Wohnküche saßen: ich sah draußen plötzlich grüne Streifen! (Leider wurde das Bild mit dem Handy nicht so, es in Natur zu sehen, ist einmalig!)

Nichts wie raus – und das sogar erst nur im Bademantel! Hier wo wir wohnen ist es total dunkel (außer dem Mond) und es ist ja keiner da, der mich in meinem seltsam anmutenden „Anzug“ sieht. Denn allmählich wurde es mir bei minus zehn Grad doch etwas frisch und ich zog mir noch lange Hosen und eine Jacke drüber. Ich muss schon lustig ausgesehen haben,… 😂😂😂

Immer wieder wabte es vor und über uns und wir genossen es in vollen Zügen, bis wir dann erst lange nach elf Uhr ins Bett fielen und wunderbar geschlafen haben. 😊😊😊

Montag, 18. MÄrz 2019

Heute folgt ein letzter gemütlicher Tag in unserem „Nils Holgerson“ Häuschen, bevor es morgen noch rund 400 km weiter nordöstlich geht. 

Am Morgen schneit es (wie schon die ganze Nacht) – aber es schneit wegen der Kälte hier so „zart“, dass man es kaum sieht. Es gibt hier selten ganz dicke Flocken, berichtet uns Anja, unsere nette Gastgeberin. Falls ihr mal Lust und Zeit habt, hier oben Urlaub zu machen, können wir euch ihre Häuser oder Zimmer nur empfehlen. Ist echt gemütlich: Lappland-Abenteuer.de

Hier sehr ihr Flechten am Baum: sie sind fast nur hier oben in Lappland und zeigen, dass die Luft besonders rein ist. Sehen irgendwie aus wie die Bärte von Trollen oder Zwergen,… 😉

Nach dem Frühstück wird noch am PC gearbeitet und dann eingepackt: wir haben das Glück, dass wir einiges von unserem vielen Gepäck hier im Anbau stehen lassen können, da wir in einer Woche wieder hier vorbei kommen. Das freut uns sehr! Und entlastet erst einmal. 😊👍

Am Nachmittag klart es auf – es wird sogar sonnig – und Peter, Lucy und ich machen noch eine zweistündige „Wanderung“ auf dem Fluss Vindeläven. Es ist herrlich, diese Weitsicht,  diese Luft, Stille und Einsamkeit zu genießen – einfach grandios. 

Ein letztes Mal geht es in den Ort, Müll entsorgen, tanken, Geld holen und das bei ICA kostenlose Wifi nutzen. 

Lucy hat noch riesigen Spaß mit Anjas Labbies und ist danach völlig fertig. 

Und ich hab eine riesige Freude an der herrlichen Färbung des Sonnenuntergangs:

Und wir zwei gehen nach dem Essen noch in die Sauna und dann machen wir um zehn noch ähnlich wie in Zingst eine Wanderung bei Vollmond. Nur jetzt bei minus 15 Grad. Und auf dem Fluss – ja, etwas mulmig ist es mir schon, denn es könnte jederzeit – auch bei Tag – ein Wolf oder auch Elch auftauchen. 

Wir hoffen noch auf Nordlichter, leider zeigt sich trotz klarem Wetter nichts. Wir haben ja noch ein paar Tage hier im Norden Zeit und warten weiter ……. 

Sonntag, 17. März 2019

Heute hieß es wieder Abschied nehmen 😢. Alex und Markus flogen am Nachmittag von Arvidsjaur nach Stockholm und dann gleich im Anschluss nach München. Dieser Gabelflug war um einiges günstiger als ein Direktflug. 

Wir frühstückten noch gemütlich miteinander und brachten sie nach dem Mittagessen mit Spaghetti zum Flughafen. 

Ein offenes Café gab es heute leider weder im Ort noch am 10 km entfernten Flughafen. 

So stärkten Peter und ich uns danach noch mit einem Käffchen im Coop Markt für die Heimfahrt und entdeckten hier auch endlich unseren geliebten Ostkaka im Kühlregal. Ostkaka ist ein leichter Käsekuchen mit Mandeln. 

Zu Hause wurde er erwärmt und mit Vanillesoße gegessen. Lecker! 

Ja, unsere Kinder fehlten uns: ohne sie war es in dem Häuschen dann doch erst mal recht leer und einsam. 

Samstag, 16. März 2019

Heute Nachmittag um 14 Uhr haben wir in Gargnäs, 60 km von hier entfernt einen Termin! Peter und ich hatten schon vor Wochen bei Cold Nose eine Hundeschlitten – Tour gebucht. Ich bzw. wir freuen uns schon riesig.

Alex und Markus begleiten uns und wir machen noch einen Halt in Blattnicksele. Hier kommen heute auch die Hundeschlitten des gestrigen Rennens vorbei. Und hier ist richtig was los,….

Transport – na ja, …….

Die Kinder sind auf Langlauf – Skiern unterwegs und bekommen hinterher einen heißen Tee. Natürlich auch die Erwachsenen. Alles ist sehr entspannt und alle freuen sich was gemeinsames zu erleben:

Die Porsches der älteren Leute:

Auch unsere Schlitten – Tour ist total schön. Wir fahren den Schlitten nicht selber, sondern lassen uns von Lars fahren. Das heißt, von seinen Hunden. Neun Stück an der Zahl. Es ist ein Traum! Wir sind auf dem Schlitten warm eingepackt und Lars erzählt uns von seiner Arbeit. Super war es! 👍😊

Die Strecke führt uns durch verschneiten Wald, es geht hoch und runter und ist total ruhig. Das Gegenteil zu der Fahrt mit den Motorschlitten.

Die Hunde sind nach den circa 12 km geschafft:

Und bekommen erst mal eine Fleischbrühe mit etwas Fleisch:

Für uns gibt es draußen noch ein Käffchen und ein paar Kekse.

Alex würde am Liebsten gleich einen Welpen mitnehmen.

Und dann fährt uns Markus heim. Ihm macht es großen Spaß auf diesen verschneiten und vereisten Straßen zu fahren.

Am Abend sind wir wieder – dieses Mal mit anderen Gästen – bei unseren Gastgebern zur Holzofen-Pizza „eingeladen“ – die Pizza ist schon mit Tomatensoße bedeckt und jeder kann sie sich mit den Zutaten belegen, die er möchte.

Danach geht es in den Keller zum Holzofen und Jörg schiebt die Pizza in den Ofen.

Lecker war sie! Es folgte noch ein gemütlicher Abend, zusammen mit den anderen Gästen.

Heute war DER Abend für Nordlichter! 50% Wahrscheinlichkeit. Nur schade, dass wir Wolken hatten und nichts sehen konnten. Extra um drei bin ich nochmals aufgestanden, aber immer noch nichts! Schade – hätte mich auch so für unsere „Kinder“ gefreut, wenn sie sie noch gesehen hätten.

FreItag, 15. März 2019

Toll war es heute – kurz nach sechs Uhr ist hier Sonnenaufgang und ein strahlend blauer Himmel erwartete uns, so dass wir schon um sieben ganz leicht aus dem Bett kamen.

Erst gegen zehn Uhr zogen Wolken auf – eigentlich etwas schade. Denn um zehn Uhr startet die Snowmobil – Tour von Markus und Peter mit Jörg, unserem Hausherren und Tourguide.

Und weg sind die drei:

Alex und ich bleiben daheim, unterhalten uns und genießen unser gemütliches Wohnzimmer.

Und natürlich gehen wir mit Lucy noch eine Runde nach draußen:

Um eins gehen wir zum Schlittenhunde – Rennen. Dieses Rennen (Staffel) beginnt mit einigen Teams aus Deutschland, Österreich, Schweden und Norwegen schon am frühen Morgen, in Ammarnäs, circa 85 km nördlich von hier entfernt. Die Strecke verläuft auf dem Fluss, dem Vindeläven. Das Rennen dauert drei Tage und endet am Sonntag in Vindeln – dem Ort, in dem wir von Montag auf Dienstag übernachtet haben.

Zwischen ein und drei Uhr kommen die Hunde und die Schlitten ganz nah an unserem Haus vorbei und wir laufen die paar Schritte, um alles aus nächster Nähe zu sehen.

Toll ist es, diese Atmosphäre hier hautnah zu erleben. Als wir wieder heim laufen, kommen auch unsere Männer (die wir zuvor mitten auf dem Fluss geortet hatten) ……

……. und ich darf noch eine kurze Strecke nach Sorsele mit dem Schneemobil mit fahren. Hier werden die Mobile wieder aufgetankt.

Totsl aufregend war die Fahrt, sehr holprig und nicht so unbedingt meins. Es riecht stark nach Zweitakter und ist sehr laut.

Danach gab es dann ein Käffchen und wir machten Pfannkuchen. Mal herzhaft, mal süß mit Apfelmus. Lecker!

Und klar, ein Spiele – Abend gehört auch dazu. 👍😊

Donnerstag, 14. März 2019

Heute Nacht hat es begonnen zu schneien und es hört nicht auf. Es sieht draußen wunderschön aus, die Tannen, Kiefern und Birken sind wie mit Puderzucker bestreut. Einfach herrlich!

Und wir – wir machen einen längeren Spaziergang mit Lucy – wie gut, dass wir „raus“ müssen. 😊👍

Es ist nicht besonders kalt. Nur fünf Grad minus. Der Schnee ist unberührt, kaum irgendwelche Spuren sind zu sehen.

Eine Sonnenbrille ist selbst bei dem Wetter eigentlich Pflicht – so hell ist es!

Es ist total still. Kein Laut ist zu hören. Das ist was ganz Besonders. Totale Stille am helllichten Tag!

Das Laufen auf der Bahn, auf der eigentlich die Huskys rennen, ist für uns sehr anstrengend. Immer wieder taucht man in den Schnee ein. Von Lucy ist oft nur noch der Kopf zu sehen.

Völlig erschöpft kehren wir nach Hause zurück und am Nachmittag gehe ich nochmals eine kürzere Runde mit Anja und ihrem jungen Labbi, und natürlich Lucy! Der Kamin danach ist herrlich zum Aufwärmen der Füße! 👍😊

Unser Haus heißt ja „Nils Holgerson“ Haus und überall im Haus findet man ihn. Wie gut, dass wir letztes Jahr im Sommer das Geburtshaus von Selma Lagerlöf besichtigt haben – so hat man noch mehr Bezug zu ihr und auch zu „Nils“. 😊

Man spürt an allen Ecken, dass das Haus hier mit ganz viel Liebe dekoriert und gestaltet wurde. Einfach super!

Am heutigen Abend lassen wir uns von Anja und Jörg bekochen, Rentier haben wir uns ausgesucht. Ich freue mich schon riesig.

Und es war total schön bei den Beiden: urgemütlich und das Essen war auch voll lecker, super angerichtet und serviert. Ich kam mir vor wie in der Sendung „Das perfekte Dinner“ (außer dass wir nicht kochen brauchen 😉😉). Und ich war so begeistert, dass ich gar nicht alles fotografiert habe,… 😳🙈🙈🙈🙈

Wir erfuhren noch einiges über Gebräuche und Gewohnheiten in Schweden, wir tauschten uns natürlich über Familie aus und hatten viel Spaß. Es war so schön, dass wir am Samstag auch noch die Holzofen – Pizza bei ihnen probieren.

MittwOch, 13.März 2019

Heute sind wir wieder früh aufgestanden und haben unsere „Kinder“, Markus und Alex um halb elf in Arvidsjaur am Flughafen abgeholt.

Danach wollten wir ins Freilichtmuseum, aber es war noch total verschneit.

So haben wir uns ein leckeres Mittagsbüffet (Klöße mit und ohne Fleisch) schmecken lassen, bevor wir die achtzig Kilometer nach Sorsele heimgefahren sind. 

Danach ein kurzer Einkauf und Spaziergang, gefolgt vom Kaffeetrinken und gemütlichem Beisammensein. Und natürlich dem obligatorischen Sauna-Gang. 😊👍

Dienstag, 12. März 2019

Heute waren wir schon halb acht munter – kein Wunder bei dem herrlichen Sonnenschein – und schon wieder um acht beim Frühstück. Danach folgte noch ein kurzer Spaziergang bei minus 17 Grad, was man aber wirklich nicht so kalt empfindet. 

Heute sind nun die letzten 200 km unserer „Fahrt ins Abenteuer“ dran! Dann sind wir endlich – nach 1600 km – in unserem Ferienhaus von Anja und Jörg, im „Nils Holgerson“ in Sorsele, in Lappland. Dort ist dann Rast für die nächsten sieben Tage. 

Die Fahrt auf meist verschneiten und teilweise  auch vereisten huppeligen Straßen war wunderschön: wir hatten Winter-Wonderland, pur! Eine unberührte Landschaft, leere Straßen – auf den 200 km sind uns etwa 30 Fahrzeuge und Laster (die unheimlich schnell unterwegs sind 🙈) begegnet. 

Eine kleinere Straße sind wir auch gefahren und hatten dann erst nach über zehn Kilometern wieder die Möglichkeit zu wenden. Wir haben es genossen,… 😊 An diesem momentan zugefrorenen Fluss sind wir entlang gefahren:

Lucy hatte alle Mühe durch den Schnee wieder hoch zu klettern.

Einige Päuschen haben wir eingelegt, um in der Sonne, die schon recht gut wärmt, die Natur und die Stille  ganz tief in uns aufzunehmen. 

Im Ferienhaus angekommen, wurden wir von Anja total liebevoll begrüßt. Da fühlte man sich gleich wie daheim. Danke Anja! 😊😊😊

Dann teilten Peter und ich uns die Arbeit: ich ging mit Lucy eine Runde und Anja begleitete mich mit ihren beiden braunen Labbies – Lucy war total aufgedreht und hat es sehr genossen. Ich war einfach von allem begeistert. 😊👍

Und Peter räumte in der Zeit das ganze Auto aus, hat sich doch ganz schön was angesammelt, wenn man so lange unterwegs ist. Das Häuschen ist total gemütlich, wunderschön dekoriert, hat einen Kamin, eine kleine Sauna, ein gemütliches Sofa und zwei Ikea Sessel dazu. Und – ganz viele Kerzen – echt klasse. Eigentlich ist bei mir immer der Gedanke, jetzt sei es kurz vor Weihnachten oder höchstens Januar. Dass wir schon Mitte März haben und es bei uns „daheim“ in Ulm schon blüht, ist hier irgendwie unvorstellbar. 😉🙈

Nach dem Essen gingen wir noch in unsere kleine Sauna im Haus und kühlten uns danach mit Pulverschnee ab. Herrlich war es! Und nun sitzen wir gemütlich im Wohnzimmer vor dem Kamin und freuen uns auf morgen, auf Alex und Markus! Und sind nachts nochmals hinaus, um Nordlichter zu „finden“, leider ohne Erfolg – trotz guter Voraussagen und einem klaren Himmel.