Sonntag, 16. Juni 2019

Nach einem gemütlichen und abwechslungsreichen Frühstück starten wir um 11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein.

Wir fahren über den San Bernardino (wunderschöne Aussicht!) nach Chur und Bregenz. In Isny machen wir nochmals Halt und genießen ein leckeres Stück Kuchen und einen Cappuccino.

Und dann geht es auf kleinen Sträßchen gemütlich nach Hause und hier erwarten uns Alex und Markus schon, die Lucy von Uli bereits abgeholt hatten.

Es war eine tolle Zeit – manchmal etwas aufregend und spannend – aber wunderschön – ein „Ausflug“, den ich auf keinen Fall missen möchte. Peter, du bist ein toller Fahrer und ich habe mich immer sehr sicher bei dir gefühlt. Tausend DANK 🙂

Samstag, 15. Juni 2019

Ein kurzes Frühstück, bevor die Schulklassen kommen und los geht es Richtung Turin und dann weiter Richtung Lago Maggiore.

Zwischendurch finden wir noch ein nettes Lokal und lassen uns natürlich eine bzw. zwei Pizzen schmecken. Heute sieht es zeitmäßig gut aus und wir denken, wir könnten es heute noch bis zum Bodensee schaffen.

Wir wollen am Lago d`Orta vorbei und dann rüber zum Lago Maggiore. Irgendwas ging nun aber gründlich schief, denn unser Navi wollte nicht zum Lago d`Orta. Es führte uns über kleine Sträßchen, bergauf, bergab – wir sahen nette kleine Orte, hoch oben. Die Fahrbahn wurde enger und enger und ich durfte gar nicht dran denken, dass uns hier jemand begegnen könnte.

Natürlich hielten wir auch an, schauten im Handy nach der Route – aber uns blieb nichts anderes, als auf dem Weg erst mal weiter zu fahren. Nach gut zwei Stunden (eigentlich wäre es eine Viertelstunde gewesen) kamen wir am Lago d`Orta an.

Mist, unser ganzer Zeitplan kam durcheinander! Die Gegend hier versöhnte uns dann wieder etwas und sowohl dieser kleine See als auch der große Lago liegen landschaftlich wunderschön in den Bergen gelegen.

Wir fuhren bei dichtem Verkehr am Lago Maggiore bis Locarno entlang, dann erwischte uns ein Regenguss. Gut, wenn man gleich was zum Unterstellen findet! Gegen 19 Uhr ging es weiter und kurze Zeit später schien sogar wieder die Sonne. Eine Unterkunft fanden wir nun wieder in der teuren Schweiz und waren froh, als wir dann um 21 Uhr – nach langem Suchen – ein schönes Zimmer in Roveredo bezogen hatten. Kurz danach tobte wieder ein gewaltiges Gewitter,….

Freitag, 14. Juni 2019

Heute steht die Heimreise an: am Sonntag müssen wir spätestens Lucy wieder abholen. Wir haben um die 800 – 900 km noch vor uns – je nach Strecke – und rechnen mit drei Tagen Fahrt nach Hause.

Das Frühstück auf unserer Dachterrasse genießen wir noch sehr und dann geht es los Richtung Castellane. Das ist seit Jahren unsere Lieblingsstrecke und besonders mit dem Motorrad gut zu fahren. In Digne-les-Bains lassen wir uns unseren Käse und Baguette schmecken, dazu ein Käffchen.

Die Strecke Richtung Briancon ist dann für uns auch neu und sie gefällt uns richtig gut! Wir wählen diesen Abschnitt, weil es um den Genfer See herum viel Regen geben soll.

Kurz nach der Grenze zu Italien finden wir im Internet eine günstige Unterkunft in den Bergen.

Etliche Schulklassen sind auch in dem Hotel und so schlafen wir heute mit viel Musik ein. Und mit fast leerem Magen, weil die Lokale ringsum noch geschlossen sind. Aber – ich höre euch schon – das tut uns ja auch mal gut ;-).

Donnerstag, 13. Juni 2019

In dem französischen Bett schliefen wir bestens – sogar bis um neun Uhr! Und wir gewöhnen uns daran, dass sie kleiner sind als wir es von daheim gewohnt sind.

Dann gibt es Frühstück – natürlich auf der Terrasse mit Blick aufs Mittelmeer.

Erst nach zwölf schlüpften wir in unsere Motorrad-Sachen und zuckeln auf den kleinen Strässchen mit sehr viel Verkehr zum Meer. 15km sind es nur und wir brauchen eine ganze Stunde! Aber dann freuen wir uns riesig! Wir haben es mit dem Zweirad sogar bis zum Mittelmeer geschafft, bis nach Cannes! Super! 🙂

Und nun lassen wir uns erst mal ein richtiges Pan bagnat schmecken. Am Meer. So wie früher immer, vor …….zig Jahren. 😉😉😉

So sieht übrigens ein Pan bagnat von innen aus:

Und an diesen Ständen am Meer kann man sie kaufen:

Etwas später ging es auf unserer Lieblingsstrecke dann noch bis kurz vor St Rafael: es ist für mich eine der schönsten Straßen Europas, die direkt am Meer mit herrlichen Blicken auf Cannes und das Massif de l‘Esterel entlangführt. Einfach grandios!

Erst nach 19 Uhr waren wir wieder „daheim“. Wir konnten diese wunderschöne Unterkunft um eine Nacht verlängern! Und hatten auch einen tollen Platz für unser Motorrad direkt vor dem Haus:

Und was lassen wir uns schmecken? Noch ein Pan bagnat! Wenn schon, denn schon,…. 👍😊👍😊

Dann überlegen wir noch, welche Route wir morgen nach Hause wählen sollen? Die kurze über die Autobahn und Mailand? Oder lieber die gemütliche über die Berge?

Und während Peter unsere Sachen einpackt, genieße ich noch den Abend auf dieser tollen Dachterrasse und halte unsere Erlebnisse fest. Inzwischen wird es dunkel, die Lichter funkeln und es wird recht frisch.

Zeit, um noch kurz in die Badewanne zu gehen. 😊👍Und: ich freu mich schon jetzt aufs Frühstück 😉😉😉

Mittwoch, 12. Juni 2019

Heute haben wir strahlend blauen Himmel und fahren an vielen Lavendel-Feldern vorbei – bergauf, bergab und durch kleine Dörfer, über Apt nach Valensole. Dieses Dorf gefiel mir besonders gut! 😊

Und wir genossen wieder warme Temperaturen und Sonne. Herrlich war es! 👍😊

Der Blick auf den Lac de Saint Croix war einzigartig und Peter musste mehrere Foto -Stopps einlegen.

Der See ist wirklich so herrlich türkis wie auf den Bildern – einfach traumhaft:

Die Fahrt ging dann durch den südlichen Teil des Canyons – den nördlichen waren wir schon einige Male gefahren. Ist sehr beeindruckend und man „spart“ sich den Grand Canyon in Amerika. Oder?

Als sich der Hunger dann wieder meldete, kamen wir gerade durch ein kleines Dorf namens Aups. Ich stieg von der Maschine ab und suchte einen Bäcker. Käse hatten wir dabei, aber leider kein Baguette. 🤔 Zwei Frauen fragten mich, ob sie helfen könnten und kurzerhand lud die jüngere uns zu sich ein. Ihr Mann war auch da und er hatte gerade eine neue Brotsorte gebacken. Es war sehr sehr lecker!

Und beim Brot blieb es nicht! Er buk uns noch eine vegetarische Pizza, versorgte uns mit Getränken und Kaffee. Und wir unterhielten uns prächtig, da die Frau Österreicherin war und somit perfekt deutsch sprach. Es war einzigartig. Wie im Film.

Wir saßen unter einem Blätterdach und genossen diese einzigartige Atmosphäre. Und wir wünschen den beiden, dass sich ihr Traum, ein Lokal zu eröffnen bald erfüllen wird! Alles Gute euch! 😊👍

Erst gegen vier starteten wir wieder und kamen zwei Stunden später in unserem vorgebuchten Airbnb in Chateauneuf, einem kleinen Ort neben Grasse an. Es herrschte unterwegs sehr viel Verkehr. Die Landschaft ist natürlich wunderschön: überall grüne Hügel, die mit kleinen netten Häuschen bebaut sind. Es herrscht hier eine lockere leichte Lebensart. Herrlich – und wir ließen den Abend dann gemütlich bei Baguette. Käse, Oliven und einem Weinchen auf unserer tollen Dachterrasse ausklingen.Und waren wieder mal für diese tolle Reise unendlich dankbar! 😊👍

Dienstag, 11. Juni 2019

Heute morgen bekommen wir in Crest ein sehr gutes Frühstück mit selbstgemachter Brioche und verschiedenen selbst hergestellten Marmeladen. Dazu auch Joghurt und Müsli. Bestimmt hat unsere Gastgeberin gestaunt, was man am Morgen alles so essen kann – 🤔😂 – das französische Ehepaar, das mit an unserem Tisch saß, ass kaum etwas und war ruckzuck fertig.
Unsere Fahrt ging dann entlang der Lavendel-Route bergauf, bergab von Crest nach Nyons. Und wir sahen Lavendel! 😊😊😊👍👍👍 Ich war total begeistert – so oft wie heute bin ich kaum von der Maschine abgestiegen,…. 😉

Kleine Felder, große Felder – Lavendel, der schon blühte und duftete und Lavendel, der noch grün war. Es war herrlich, auf dem Motorrad das alles besonders intensiv zu genießen.

In Nyons ließen wir uns unser erstes Pan bagnat mit Thunfisch schmecken.

Bei Sault besuchten wir noch eine Lavendel – Destillerie:

Leider begann es danach zu regnen. Erst ganz wenig, aber irgendwann wurde es so unangenehm, dass wir in der berühmten Lavendel-Stadt Sault im Touristenbüro nach einem Zimmer fragten und auch fündig würden. Es ist recht einfach, aber mit Dusche und WC im Zimmer (55€). Die Gastgeberin ist sehr nett und brachte uns sogar noch einen Radiator. Hier ist es heute mit 11 Grad doch sehr frisch und so können wir unsere Kleidung bis morgen trocknen. Den Tag ließen wir gemütlich ausklingen.

Dieses Bild im Zimmer gefiel mir besonders gut:

Montag, 10. Juni 2019

Geschlafen haben wir gut, das Frühstück ist typisch französisch: ein Croissant und etwas Baguette, Marmelade und Kaffee.

Wir lassen es auch heute in der Früh gemütlich angehen, denn es regnet momentan. Und unser Motorrad steht auch noch etwas (300 m) entfernt, denn das Städtchen ist komplett autofrei. Einige Pilger sind auch schon unterwegs.

Wir planen unsere Weiterfahrt und sind uns einig, unbedingt noch einen Abstecher in Cannes zu machen, um Pan bagnat zu essen. 🙂

Das Wetter bessert sich schnell und wir haben bestes Wetter beim Durchqueren der Cevennen und strahlenden Sonnenschein, als wir quer durch die wunderschöne grüne Ardeche fahren. Eine Stopps gibt es auch:

Die Landschaft ist wunderschön, es gibt sehr viele Kurven und allzuviel Verkehr ist noch nicht. Unsere Übernachtung ist nach gut 300 km in der Lavendelstadt Crest geplant.

Etwas zum Essen haben wir dabei und so steht einem gemütlichen Abend nichts mehr im Weg:

Natürlich haben wir uns im Vorfeld informiert, wo jetzt der Lavendel blühen soll und erfahren, dass es unterschiedliche Sorten gibt und dass er erst Mitte bis Ende Juni blüht,… Oh wie schade,…..;-(

Sonntag, 09. Juni 2019

Heute ist Pfingstsonntag! Schöne Pfingsten euch allen 🙂

Nach dem Frühstück geht es gegen elf gemütlich über Estaing weiter nach Conques. Es nieselt etwas und wir treffen einige Pilger. Ansonsten ist es hier sehr, sehr ruhig und beschaulich:

In dem Ort Estaing gefällt es uns sehr gut – ihr seht es schon an den Bildern:

Die Kirche und das davor liegende Pilger-Herz:

Auch diese Figuren fallen uns auf:

Es geht dann gemütlich weiter und auch der Regen hat inzwischen aufgehört:

Hurra! Wir erreichen Conques: es liegt einfach herrlich! 🙂 Wie ein Dorf aus dem Bilderbuch!


In Conques machen wir Rast ……….

……… und trinken Kaffee mit Flan (eine Art Eierschecke):

Danach folgt gut gestärkt ein Stadtbummel:

Und dabei finden wir heute schon um drei Uhr im Pilger-Ort eine nette Pension und ein wunderschönes Zimmer mit Dusche und WC und mit tollem Blick auf die Kirche und die herrliche Wald-Landschaft drum herum.

Gerade sitze ich in der Kirche und lausche einem Orgelkonzert. Ist das herrlich!

Wunderschön, dass wir gerade an unserem letzten Tag unserer offiziellen Pilger-Strecke hier sind, sie also hier erst mal „feierlich“ beenden – und das noch am Pfingstsonntag! 🙂

Und ich glaube, ich werde mich nun bald wirklich zu Fuß auf den Weg von München zum Bodensee machen. Ich freu mich riesig drauf, auch diese Erfahrung zu machen.

Wir haben noch gemütlich in unserem Zimmer gegessen: ich hatte in der Epicerie Käse, etwas Schinken und Baguette gekauft.

Danach saßen wir noch auf dem Platz vor der Kirche ……..

……… und halb neun gab es in der Kirche noch einen kleinen Gottesdienst für die doch recht zahlreichen Pilger. Schön war es!

Samstag, 08. Juni 2019

Am nächsten Morgen geht es schon um halb zehn los: erst mal nach Le Puy und dort frühstücken wir typisch französisch in einem kleinen Café mitten in der Stadt. Das gefiel mir ganz besonders! 🙂

Dann besuchen wir die Kathedrale und genießen von oben den Blick auf die Stadt. Heute ging es in der Stadt sehr sportlich zu, ein Marathon fand statt.

Wenn wir in einer Stadt unterwegs sind, nehmen wir natürlich unsere Wertsachen mit. „Koffer auf, Koffer zu“ ist an der Tagesordnung.

Es geht nun auf den Pilgerwegen durch Saint-Privat d‘Allier und weitere nette kleine Orte, in denen wir verweilen.

Wir finden eine nette Bäckerei – wie fast überall in Frankreich – und lassen uns hier eine Quiche schmecken:

Es folgen weitere nette Dörfer, Kirchen und viele verschiedenartige Kreuze und wir haben immer wieder die Gelegenheit, uns auf diesem Pilgerweg im Schatten der Bäume auszuruhen und die Ruhe zu genießen:

Einkaufen muss auch sein:

Eine Übernachtung finden wir zwischen Conques, unserer nächsten Station und Le Puy. Es ist ein Golfhotel, total ruhig und im Grünen gelegen – richtig schön und edel ist es hier. Wir lassen uns unser Baguette und ein Gläschen Wein in der Sonne schmecken und freuen uns über die Badewanne in unserem Zimmer.

Freitag, 07. Juni 2019

Geschlafen haben wir dann einzigartig. So gut wie schon lange nicht mehr. Und das Frühstück am nächsten Morgen war auch super. Wir saßen zusammen mit zwei weiteren Ehepaaren am großen Tisch, aßen und plauderten. Richtig schön war es – so schön, dass wir es erst um elf Uhr schafften zu starten.

Und wir „pilgern“ weiter – in einem Pilgerort finden wir ein nettes Lokal, in dem sehr viele Franzosen essen – also, so schlussfolgere ich, muss es gut sein. Und es war super! Ein Rumpsteak mit Pommes, danach noch Käse und Tiramisu mit Kaffee.

Das Wetter ist super und es geht durch kleine Dörfer an der Rhone weiter. Überall blüht es herrlich:

In einigen Dorfkirchen lassen wir uns natürlich auch die begehrten Stempel in unseren Ausweis drucken.

Heute morgen haben wir – da wir am letzten Tag etwas Hektik wegen der Übernachtung hatten – gleich eine Übernachtung für die kommende Nacht gebucht. Und zwar kurz hinter Le Puy.

Erschrocken schauen wir nun unterwegs auf unser Navi: wir haben bis zur Übernachtung noch 160 km vor uns und es ist schon gleich um fünf Uhr! Da haben wir es heute wohl etwas zu gemütlich angehen lassen. 🙈🙈🙈

Nun aber los – mit Vollgas 😉

Unser Navi führt uns nun ein Stück Autobahn nach St. Etienne, dann weiter auf der Landstrasse und kurz nach acht sind wir dann im Hotel. Der Koch begrüßt uns und Peter und ich teilen uns noch das Menü (Leber-Pastete, Fleisch und ein Muffin mit einem heißen Schokoladen-Kern), nachdem wir erst noch geduscht und uns umgezogen haben.

Heute war es kilometermäßig etwas zuviel – in Zukunft werden wir die Kilometer – wenn möglich – zurückschrauben. 🙂

Donnerstag, 06. Juni 2019

Geschlafen haben wir trotz des hohen Preises bestens, die Aussicht aus unserem Zimmer war grandios und das Frühstück sehr lecker. Uns unsere Motorradkleidung konnten wir auch trocknen:

Nach dem Frühstück ging es bei Nieselregen dann weiter – bei den Preisen hier wollten wir nur schnell rüber nach Frankreich! So fahren wir ab Spiez beim Thunersee eine wunderschöne kurvenreiche Straße durch die Alpen und durch die Orte Latterbach, Gstaad und Aigle zum Genfer See …….

…… und dann dort am südlichen Ufer entlang Richtung Genf. Hier entdecken wir im französischen Teil des Sees eine Käserei und danach ein Café, in dem wir uns leckere Eclairs und Pain au chocolat schmecken lassen. Herrlich! Ein gutes Gefühl, wieder mal in Frankreich zu sein 😊👍.

Um Genf herum ist am Nachmittag dann sehr viel Verkehr und wir stauen fleißig mit. Weiter geht es nun auf dem französischen Pilgerweg von Genf nach Le Puy.

Eine Unterkunft für die Nacht haben wir noch nicht. Ich versuche es mit Airbnb, da eins ganz in unsrer Nähe ist. Leider antwortet die Dame zu spät. Auf einem Zeltplatz frage ich auch nach und krame meine alten Französisch – Kenntnisse hervor: wir könnten in einem Zelt übernachten – aber 60 Euro, keine Toilette und dazu noch ein sehr muffiger Geruch im Zelt? Nein, das geht nicht!

Peter wurde indes bei booking.com fündig – auch sechzig Euro, dafür Übernachtung in einem Schloss! Na, wenn das nichts ist! 😉😉😉Und ein Frühstück ist im Preis auch noch für uns beide enthalten. Dreißig kurvenreiche Kilometer sind es noch bis dahin und wir kommen nach über 300 km heute um 21 Uhr dort an, werden sehr freundlich vom Hausherrn begrüßt und bekommen ein sehr schönes Zimmer mit Dusche und Waschbecken. Die Toilette ist auf dem Gang.

Das Schloss ist super schön gelegen, total ruhig. Man fühlt sich wie „damals“, wie in früheren Zeiten, ja fast wie eine Königin. Das gefällt mir!:-) Ich traf noch ein Ehepaar (auch in unserem Alter) aus Finnland, die auch mit dem Motorrad unterwegs sind. Die Frau sprach gut deutsch und wir tauschten uns noch fleißig über unsere Erlebnisse aus.

Mittwoch, 05. Juni 2019

Wir schlafen hier gut und recht lange. Halb neun gibt es Frühstück und gegen zehn Uhr brechen wir bei bestem Wetter auf.

Unser Ziel ist das Kloster Einsiedeln. Es ist das größte der Schweiz. Hier laufen sehr viele Pilgerwege zusammen.

Im Schatten genießen wir die Stimmung im Ort, bevor es dann über den Vierwaldstättersee und Luzern nach Interlaken geht. Knapp 200 km zeigt dann der Tacho an. Für heute reicht es. Es ist auch bereits kurz nach 18 Uhr und es sieht nach Regen aus. Wir tanken noch ……..

…….und finden danach – wie wir erfahren – ein für die Schweiz anscheinend günstiges „bed and breakfast“ – Hotel. 130 Schweizer Franken für die Nacht mit Frühstück – und das Zimmer ohne WC und Dusche. Ein stolzer Preis! 🙈

Am Abend saßen wir noch lange auf der Terrasse des Hotels und genossen bei angenehmen Temperaturen den herrlichen Blick auf das Jungfrau – Massiv. Tee konnte man sich hier machen und auch das mitgebrachte Abendbrot verzehren. Sehr schön war es!

Hier seht ihr unsere Route durch die Schweiz, vom Bodensee bis hin zum Genfer See:

Dienstag, 04. Juni 2019

Wir sind wieder unterwegs und dieses Mal pilgern wir! 👍😊 Nein, nicht zu Fuß, sondern mit dem Motorrad. 😊 Zu Fuß kommt auch noch,… irgendwann mal,….. 👍. Es steht jedenfalls auf meiner Wunschliste recht weit oben! 🙂


Ich schreibe grad – heute ist Pfingstsonntag – aus Conques, einer französischen Stadt in den Midi-Pyrenees. Genauer gesagt im Aveyron. Circa 1200 km von Ulm entfernt. Diese Stadt hat eine tausendjährige Geschichte: am Ende des 8. Jahrhunderts traf hier der Einsiedler Dadon die Entscheidung, sich an diesem wilden Ort zurückzuziehen. Einige Jahre später gab er diesen Ort einer kleinen Gemeinschaft von Benediktiner-Mönchen ab. Das war die Geburt des Klosters hier in Conques.

Seit sechs Tagen, seit Dienstag, 4.6. sind wir nun schon unterwegs und genießen auch diese Reise in vollen Zügen. Über 1200 km liegen schon hinter uns. 1200 km Abenteuer! 😊 1200 km Freude – schönes Wetter (jedenfalls meistens), gute Laune (meistens – außer wenn uns das Navi mal wieder in die Irre oder auf Umwege geführt hat) und unendliche Dankbarkeit, solch eine Fahrt gemeinsam erleben zu können.

Wir haben für die Reise außer Lucys Unterkunft bei Uli in Oberkirchberg nichts weiter geplant außer der ersten Unterkunft in der Nähe von St. Gallen. Und dann wurde uns unser Wunsch, auch in Frankreich mal die Atmosphäre und die Landschaft auf dem Pilgerweg Richtung Santiago de Compostela zu erfahren, während der Fahrt immer klarer. Kleine Zweifel kamen immer wieder bei mir, ob der weite Weg in der doch recht kurzen Zeit wohl zu machen ist?

Aber wir schaffen es und sind sehr glücklich, es GUT und auch einigermaßen gemütlich geschafft zu haben. Bis Santiago de Compostela (unserem Traumziel) wären es nochmal soviel Kilometer…… Vielleicht klappt das ein anderes Mal,….Jetzt danken wir Uli, Lucys Züchter erst mal ganz herzlich, dass er Lucy zwölf Tage bei sich aufnimmt und uns so diese Reise ermöglicht. Danke Uli 😘!

Ab morgen (10.6.) geht es wieder Richtung Heimat. Aber auch diese Heimreise sehen wir als Pilger – Reise und sind gespannt, was wir auf ihr alles sehen werden und auf welchem Weg sie uns heim führt.


Aber erst mal kurz der Reihe nach: am letzten Dienstag, 4.6. sind wir am frühen Nachmittag von Ulm aus gestartet. Am Tag zuvor haben wir in München mit Markus und Alex noch ihre Hochzeit gefeiert, die wunderschön war.

Unsere Fahrt geht nun bei schönstem Wetter entlang des Pilgerwegs über Oberdischingen, Biberach, Ravensburg, Lindau und Bregenz in die Nähe von St. Gallen. Etwas über 200 km sind es heute bis dorthin. Dort übernachten wir bei einem sehr netten älteren Ehepaar, die schon sehr viel gepilgert sind und uns begeistert von ihren vielen Reisen erzählen. Die Frau des Hauses hat extra für uns gekocht – total lecker war es! 😊👍