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22.02.2016 Almerimar – La Linea

Schon wieder bin ich um sechs Uhr aufgewacht: das mit dem Einschlafen klappt nicht mehr, also nutze ich die Zeit im „Bett“ (Alkoven), um meine Emails zu beantworten,….Wir hatten hier die bislang wärmste Nacht mit 14 Grad!

Halb acht treibt es mich dann aber endgültig aus meinem Hochbett hinunter, denn 7:51 Uhr soll Sonnenaufgang sein und ich erwarte, dass die Sonne über dem Hafen aufgeht. Und so warte und warte ich,…. Aber keine Sonne,… ist sie hier etwa unpünktlich?

Peter ist auch schon auf, als ich dann zurückkomme und wir frühstücken gemeinsam Cornflakes. Heute wollen wir möglichst noch bis Gibraltar kommen. Ca. 300 km entfernen uns noch von unserem Ziel!

Morgen in Almerimar-Hafen
Morgen in Almerimar-Hafen

Halb neun hupt es plötzlich, immer wieder – und siehe da, da kommt das Brötchen-Auto: wer uns kennt, weiß: das können wir uns doch nicht entgehen lassen! Und so besorge ich noch ein Baguette und zwei Croissants (spanische – sind um einiges größer als französische), denn schließlich ist ja Urlaub: und so setzen wir uns noch gemütlich an die Hafenmole, trinken unser Teechen (ja, ihr lest richtig – ich gewöhne mir grad Kaffee ab  ;-)) und teilen uns noch ein Croissant. Herrlich!

Aber nun geht es nach dem Bezahlen (9EURO für die Nacht  – Duschen wären auch inklusive gewesen) wirklich los – oder fast los, denn wir müssen noch was einkaufen -das tun wir heute im Mercadona, im selben Ort.

Um zehn rollen wir dann bereits auf der Schnellstrasse, der A7 in Richtung Malaga. Das Wetter ist sonnig, aber sehr dunstig so dass wir die Sierra Nevada, die rechts neben uns liegt, leider nicht sehen können. Schade,…. Nochmals sind wir ganz glücklich darüber, dass wir sie von der Alhambra in Granada so toll sehen konnten! Das war richtig genial!

Auf der Fahrt nach Malaga
Auf der Fahrt nach Malaga

Die Strecke ist zwar karges, auch steiniges Gebiet, aber voll mit Gewächshäusern, scheins werden hier günstige Arbeitskräfte eingesetzt, die recht ausgenutzt werden und  im Sommer bei Temperaturen um 40 Grad ernten müssen (so las ich es jedenfalls). Vor Malaga wird es wieder grüner und hügeliger, viele Dörfer mit weißen Häusern tauchen auf und es wird wieder belebter.

180 km später – zur Mittagszeit – erreichen wir Malaga. Ein „Malaga-Eis“ hier, das wäre es doch –   aber leider werde ich nirgends fündig. Diese Eismarke (mit Rum und Rosinen)  ist wohl auch eher eine Erfindung der Italiener? Egal – ich muss mich damit abfinden  ;-I)!

Da wir gut in der Zeit liegen, könnten wir noch einen Bummel durch die Stadt machen – schließlich ist Picasso hier geboren und es gibt sein Geburtshaus und ein  Museum zu bestaunen. Also gab ich aus unserem Reiseführer die Koordinaten für einen Stellplatz in unser Navi – und wir landen ganz oben, auf der Festung. Super, das gefällt mir -und ich stürme gleich los (Peter bleibt im Wohnmobil). Wunderbare Blicke genieße ich von hier oben auf den Hafen, die Stadt und die Umgebung – trotz viel Dunst, der immer noch über dieser ganzen Gegend hier liegt.

in der Festung...
in der Festung…
Blick nach Malaga, bei diesigem Wetter
Blick nach Malaga, bei diesigem Wetter

Und dann geht es auch weiter: es sind ja nur noch etwas über 100 km bis Gibraltar – an Marbella (hier hält sich – laut Reiseführer besonders gerne die Haute Volé auf) und vielen anderen touristischen Städtchen der Costa del Sol vorbei.

Als uns der Hunger plagt, biegen wir mal kurz von der gut ausgebauten Schnellstraße ab und Peter findet auf abenteuerlichen Wegen ein noch abenteuerliches Plätzchen, direkt am Meer – ein Meerblick der allerersten Klasse: mit vielen Surfern – aber auch hier stehen schon zwei Wohnmobile und ein Auto, in dem eine Frau mittleren Alters mit Hund seit einigen Monaten wohnt. Sie sei aus Nordspanien, aber da sei es noch so kalt – also überwintere sie eben hier. Das kleine Wohnmobil ist aus Heilbronn – schnell ein paar Worte wechseln, dann erst mal was essen. Danach noch kurz zum Strand, bevor es weitergeht. Es ist herrlich warm – wenn nur der Wind nicht so stark blasen würde,….

Picknick-Platz vor Marbella
Picknick-Platz vor Marbella
Picknick-Platz vor Marbella
Picknick-Platz vor Marbella

Es folgt eine hügelige Landschaft, unendlich viel Grün und wir sind noch im Hellen, kurz nach 17:00 schon in la Linea: es daueret etwas, bis uns hier ein Stellplatz gefällt und wir nehmen dann den am Yachthafen.

Vor dem Felsen von Gibraltar...
Vor dem Felsen von Gibraltar…
...und hier dürfen wir stehen...
…und hier dürfen wir stehen…

Der ist einfach super – mitten im Hafen, um uns herum Schiffe, Palmen, das Meer – und er hat Wasser und eine Entleerungsstation. Gerade hatten wir noch eine untergehende Sonne und hinter uns der berühmte „Affen-Felsen“ von Gibraltar und all das begleitet vom Geschrei der Möwen. Herrlich – so liebe ich es!

Und Peter steht in der Bordküche und brutzelt: haben heute Morgen noch Fleisch, Champignons und Salat besorgt.

Und ich sitze nun am Tisch und beginne meinen Reisebericht in den PC zu schreiben. ,