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22.03.2016 Costa Nova – Furadouro (100 km)

Heute ist Aveiro – einst von Römern als Hafenstadt gegründet – dran: das Venedig Portugals, darauf freute ich mich schon sehr, denn Venedig ist eine meiner Lieblingsstädte. Ablagerungen vom Rio Vouga bildeten nach und nach die verzweigte Lagune rund um Aveiro, „Polyp“ genannt. Ein Parkplatz ist recht schnell gefunden und Aveiro? Na ja, ganz nett, aber bei weitem nicht das, was ich mir mal wieder vorgestellt hatte.

Eine nette Modifikation des Stop-Schildes
Eine nette Modifikation des Stop-Schildes

Wir finden aber ein sehr nettes kleines Lokal am Kanal und lassen uns erst mal bei strahlendstem Sonnenschein ein Süppchen (Peter: Gemüse, ich Fisch) schmecken, und probieren hinterher noch den landestypischen Pudding (total süß, mit Nüssen und Rosinen).

Gondel wartet auf Einsatz
Gondel wartet auf Einsatz
Gondel am Liegeplatz
Gondel am Liegeplatz
Aveiro's Gondeln sind ein wenig größer. als die Originale in Venedig
Aveiro’s Gondeln sind ein wenig größer. als die Originale in Venedig…
...größer und mit Motor...
…größer und mit Motor…

Weiter geht die Fahrt, ganz um Aveiro rum (unser Navi führt uns manchmal schon seltsame Wege), durch nette kleine Straßendörfer, viel Grün und schließlich über eine große Brücke über den „Polyp“ (die Verzweigungen des Ria de Aveiro) in ein Naturschutzgebiet mit vielen Dünen um Sao Jacinto. Es ist wie eine Landzunge: auf der einen Seite ist das offene Meer, auf der anderen Seite die riesige Lagune. Überall sieht man kleine Boote mit Fischern und Anglern, Bug und Heck der Boote (Moliceiros genannt) sind meist farbenprächtig bemalt. Früher dienten sie in erster Linie dazu, Tang zu fischen und den, getrocknet als Dünger zu verkaufen.

Fischerboote in der Lagune
Fischerboote in der Lagune

Einen schönen Übernachtungsplatz finden wir hier – zwischen der Lagune und dem Meer – aber leider nicht (oder sind wir schon zu sehr verwöhnt?) und so checken wir auf dem Campingplatz in Furadouro, der fast direkt am Meer liegt, ein. Hier haben wir Wifi, sogar im Wohnmobil und wollen das für den Reiseblog nutzen. Auch die sanitären Anlagen sind ganz in Ordnung.

ausrangiertes Ausstellungsstück in den Dünen
ausrangiertes Ausstellungsstück in den Dünen

21.03.2016 Barra – Costa Nova (60 km)

Die Lage am Kanal mit Sicht auf den Leuchtturm ist recht nett, aber wir wollen nun heute noch zum Praia de Mira. Es geht gut 25 km an der Lagune entlang, durch kleine verschlafene Örtchen und viel Natur. Rechts das Meer, links die riesengroße Lagune. Ich hatte gehofft, in Praia de Mira einen Platz zu finden, wo ich mal wieder Kajak fahren könnte, aber so recht gefällt es uns hier – trotz See und einem kleinen Kanal – nicht. Oder hatte es mir schon zu gut in Costa Nova gefallen? Das war der erste Ort, durch den wir am Morgen durchgefahren sind: hübsch gestrichene Häuser – waren früher Fischerboote – und ein netter Platz zum Übernachten.

Häuser in Costa Nova
Häuser in Costa Nova
Dünen...
Dünen…
Dünen...
Dünen…

Also gehen wir noch einkaufen und fahren nach Costa Nova zurück. Den Nachmittag verbringen wir am Strand und erkunden mit dem Rad etwas die Gegend. Der Himmel wird schwarz, wir sind rechtzeitig „daheim“ und bewundern einen wunderbaren Sonnenuntergang und einen Regenbogen: bei so viel Schönheit weiß man gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Draußen sieht es vorübergehend so aus:

Sonnenuntergang Westseite
Sonnenuntergang Westseite
"Weltuntergang" Westseite
„Weltuntergang“ Westseite
Jette auf der Düne beim Sonnenuntergang
Jette auf der Düne beim Sonnenuntergang

Den Abend nutzen wir, um unsere Bilder für den Reiseblog zu sortieren.