Schlagwort-Archive: Granada

21.02.2016 Granada – mit Umweg über Mini-Hollywood nach Almerimar

Heute werden wir in oder auf die Sierra Nevada fahren: es sind von Granada aus nur knapp 40 km und man kommt ohne Winterreifen auf einer wunderschönen Bergstraße (der höchsten Strasse Europas) mit herrlichen Aussichten bis auf 2300 m Höhe. Es liegt Schnee und viele Familien sind hier oben und fahren auf allen möglichen kleinen Hängen und Buckeln Schlitten und haben, wie man sieht und hört, dabei einen Riesenspass! Ins Skigebiet kommen wir nicht hinein: da ist heute zu viel los und weiter oben besteht dann Schneeketten-Pflicht. Aber schon herrlich diese Sicht auf die schneebedeckten Berge von über 3600 m Höhe. Wir machen natürlich ein paar Fotos:

Gebirgssee auf der Fahrt zur Sierra Nevada
Gebirgssee auf der Fahrt zur Sierra Nevada
Sierra Nevada
Sierra Nevada

Dann kehren wir um und entschließen uns noch über Guadix und eine Filmburg in das Wüstengebiet der Sierra Alhamilla zu fahren, in dem seit 40 Jahren zahlreiche Western (zuletzt: „Der Schuh des Manitu“) gedreht wurden und deren Kulissendörfer zum Teil stehen geblieben sind.

Felswand mit Höhlen
Felswand mit Höhlen
Felswand mit "Streichholz-Bäumen" im Vordergrund
Felswand mit „Streichholz-Bäumen“ im Vordergrund

Es ist zwar ein Umweg, aber er lohnt sich, dieses Texas- Hollywood zu sehen. Es gibt auch einige „künstliche Dörfer“ hier, die man gegen ordentliches Geld (mit allen möglichen Shows) besichtigen kann – uns reicht die grandiose Landschaft und der Blick von oben auf eines der Dörfer.

Westernstadt
Westernstadt
Mini-Hollywood
Mini-Hollywood
Fort
Fort

Und weiter geht es über Almeria zu einem Stellplatz am Meer nach Almerimar.
Wir schlafen hier direkt am oder besser gesagt im Hafen.

Hafen in Almerimar
Hafen in Almerimar

20.02.2016 Besichtigung der Alhambra und der Stadt Granada

Um 8:45 Uhr werden wir vom Taxi abgeholt (10 €) und direkt zur Alhambra gebracht. Wir haben glücklicherweise am Vortag noch Tickets für den Besuch um 9:30 Uhr für den Palast bekommen. Kurzes Anstehen und alles klappt wie am Schnürchen: der Palast ist einmalig, wundervolle Kunst mit Präzision und Liebe zum Detail ausgeführt, arabische Einflüsse, viel Wasser, Springbrunnen, sehr hübsch angelegte Gärten, einmalige Aussichten auf die Stadt und auf die Sierra Nevada – wir sind begeistert, lassen uns bis nachmittags um drei Zeit.

Einige Eindrücke – im Bild festgehalten:

Alhambra_2_Blog

Alhambra_3_Blog

Alhambra_1_Blog

Zwei der glücklichen Besucher:
Jette vor der Sierra Nevada

Granada_Jette_Blog

Peter, im Hintergrund Granada:

Granada_Peter_Blog

Dann nehmen wir einen kleinen Touristenbus (Hop on, hop off) und fahren mit ihm durch die Stadt- ohne auszusteigen, denn man lernt ja aus Erfahrung. Eine Stimme durch den Kopfhörer erklärt uns, was es hier zu sehen gibt. Wir steigen dann nach über einer Stunde schließlich oberhalb des maurischen Viertels aus und setzen uns in ein Café: schließlich hat man ja auch mal Hunger. Peter bestellt sich ein Omelett und ich versuche die Blutwurst mit Kartoffeln. Lecker war es und Musik gab es gratis dazu! Dann geht es zum hoch über der Stadt liegenden Aussichtspunkt Mirador san Nicolas und ich besteige noch für 2 EURO den Turm der Kirche: ein grandioser Fernblick auf die Alhambra, die ganze Stadt und natürlich auf die schneebedeckten Dreitausender der Sierra Nevada. Ähnlich wie auf dem Mont Martre ist es hier oben: viele junge Menschen, Lokale en masse, ausgelassene Stimmung, Gitarrenmusik und Freude, die einfach ansteckend ist.

Alhambra mit Sierra Nevada im Hintergrund
Alhambra mit Sierra Nevada im Hintergrund

Der Wind bläst sehr kühl da oben (wir sind auch recht sommerlich, nur mit Pulli bekleidet), also schlendern wir durch die gemütlichen Gassen, in denen unendlich viele arabisch anmutende Läden sind zurück in die Stadtmitte. Was ich da alles hätte kaufen können,….  Das Angebot ist verlockend, von warmen Mützen über Hausschuhe hin zu Tassen und Schneekugeln,….Und es wimmelt nur so von Menschen.

Wir entschließen uns zum Zeltplatz zurück zu laufen, denn wir haben keine Ahnung, welche Linie dorthin fährt. Das Navi sagt, es sind ja auch „nur“ 6 km. Gesagt – getan! Und Peter pflückt mir noch eine Mandarine vom Baum – leider war sie ungenießbar,….  ;-((((

19.02.2016 Alicante – Granada (380 km)

Gegen zehn geht es los, nachdem wir dem Strand in Alicante noch einen Kurzbesuch abgestattet haben: unendlich lang, viele Jogger, sogar die Straßenbahn fährt hier entlang – und viele Hochhäuser, „Bettenburgen“ und Hotels.  Nicht so unser Ding. Und wie man gesehen hat, alles restlos überfüllt. Landschaftlich gesehen liegt Alicante aber schön: ist von einer Bergkette regelrecht eingerahmt.

kilometerlanger Strand in Alicante
kilometerlanger Strand in Alicante

Unser heutiges Ziel ist Granada in Andalusien und vorsichtshalber reserviere ich gleich einen Platz auf dem Campingplatz La Zubia. Sicher ist sicher,…

Alles blüht hier in Alicante (daran haben wir uns schnell gewöhnt) – kurz vor dem „Garten Spaniens“ in Murcia dann wieder mal kilometerlange Haine von Orangen- und Zitronenbäumen. Was gäbe ich dafür, eine direkt vom Baum pflücken zu können?  Sind sie so nah und – doch so unerreichbar! Alle Bäume sind eingezäunt und wir könnten auf der Straße auch nur schlecht anhalten. Auch Murcia ist eine Riesenstadt und wir sind sehr froh, dass es eine Umgehungsstraße gibt.

Das Gebiet, das wir nun durchfahren ist karg und weit – fast menschenleer, sehr dünn besiedelt – wir fahren auf einer vierspurigen neuen Straße, sind ungefähr 700 Meter über dem Meeresspiegel. Auch hier unendliche Reihen von Apfel- und Kirschbäumen, die gerade blühen. Riesige landwirtschaftliche Flächen, leere Straßen – herrlich diese Weite und Einsamkeit – bestimmt wie in den USA?

Plötzlich bei Guadix verändert sich das Bild:
eine einzigartige Kulisse, die an Westernfilme erinnert, taucht wie aus dem Nichts auf! Tolle Bergformationen und viele Häuser, die in die Berge fast drangebaut sind – alles umgeben von Kiefern und Tannen, umhüllt vom Sonnenlicht. Etwas später taucht dann links neben uns die Sierra Nevada auf – natürlich mit Schnee! Klasse sieht das aus – und so langsam kommt Granada näher. Wieder eine Riesenstadt – vorbei mit der Ruhe und Einsamkeit. Unser Navi ist heute zuverlässig und wir finden schnell unseren schon vorreservierten Zeltplatz:

La Zubia – Reina Isabel – und erst mal genießen wir wieder den Luxus warmer Duschen und einer Waschmaschine.

Gemütlich bei einem guten Essen (Lachs, Zucchini, Pilze und Kartoffel)  im Wohnmobil lassen wir den Tag (mit Krimi) ausklingen.