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28.02.2016 Monte Gordo – Quarteira

… war das diese Nacht eine himmlische Ruhe gewesen – außer dem Wind, der ab und zu ganz ordentlich an unserem Wohnmobil gerüttelt hatte, nur RUHE – es ist erst kurz nach 6 und natürlich noch stockdunkel, aber ich möchte den Bericht noch etwas weiterschreiben.

Und außerdem kommt Katrin uns heute besuchen! Da bin ich auch schon ganz aufgeregt. Wir holen sie gegen Abend in Faro am Flughafen ab – na, das gibt bestimmt eine Wiedersehensfreude!  :.-)

Ich schalte die Heizung an, mache ich mir ein Teechen – und los geht es! Hoffentlich komme ich noch zum Schreiben, denn draußen leuchtet der Himmel schon in einzigartigen Orangetönen: gegen 7Uhr ist hier Sonnenaufgang!

Nach unserem gemeinsamen Frühstück gehe ich natürlich zum Strand und entdecke, dass das Café am Strand schon geöffnet ist und genehmige mir ein Käffchen. Peter kommt auch und wir teilen uns noch einen Vorspeisenteller mit Käse, Oliven und leckerem Brot – und ich lasse mir eine Fischsuppe schmecken und Peter eine kalte Gemüsesuppe. Lecker war es, die Sonne war herrlich warm und die Aussicht auf den Strand und das Meer einfach gigantisch!

Gegen Mittag starten wir gen Faro und machen noch ein Päuschen in einer herrlichen Lagunenlandschaft beim „Torre de Ares“: ist das eine Ruhe hier! (N 37 4 35,3  –  W 7 42 25,8). Herrlich – Peter holt unsere Stühle aus dem Wohnmobil und gemütlich trinken wir ein Käffchen und lassen uns ein paar Leckereien schmecken.

Dann geht es weiter – wieder durch eine herrliche flache Lagunenlandschaft mit weiten Wasserbecken zum Praia de Faro, der gegenüber vom Flughafen liegt. Der Wohnmobilplatz ist gut gefüllt und spricht uns nicht so an.  Viele Portugiesen sitzen im Auto und genießen die Sonne. Wir genießen sie und das Meer aber draußen.  Es sind noch gut 3 Stunden, bis unsere „Kleine“ kommt. Später stehen wir dann noch näher am Flughafen und beobachten – zusammen mit anderen Autofahrern –  die ankommenden und abfliegenden Flugzeuge. Ich tippe unsere Urlaubserlebnisse in den PC ein. Katrin landet pünktlich kurz vor 21:00 Uhr und wir freuen uns, dass sie nun da ist. Wir fahren noch 16 km zum nächsten Stellplatz nach Quarteira (riesengroß, mit Entsorgung und Versorgungsmöglichkeiten, etwas laut) und verbringen dort die erste gemeinsame Nacht mit ihr.

27.02.2016 El Rocío – Monte Gordo (wir sind in Portugal)

…und so war ich wieder beizeiten munter,…und beobachtete aus meinem Alkoven das Geschehen auf dem Platz – ich hatte gut geschlafen.

Nach dem Frühstück klopft es an unserer Tür und wir werden gebeten, uns – wegen einer Veranstaltung – für den Tag einen anderen Stellplatz zu suchen: gesagt – getan. Und dann erkunden wir das Städtchen: dabei kommt man sich vor, als liefe man am Strand und es ist oft recht mühsam, vorwärts zu kommen. Fußwege gibt es keine, wir laufen am Rand der Straße und Kutschen, Reiter, Autos, sogar Fahrräder begegnen uns hier – und alle strömen der Innenstadt, der schneeweißen Wallfahrtskirche Nuestra Senora del Rocio zu. Es gibt zuhauf Lokale, Souvenirläden, Buden aller Art,…

Wir kommen uns vor wie in einem „Wild-West-Film“. Auch eine Prozession mit kleiner Kapelle – die Gläubigen alle mit einem vergoldeten „Pilger (?)Stab“ in der Hand zieht zur Kirche, die genau wie der Platz davor rappelvoll ist. An der Lagune hinter dem Platz kann ich gerade noch beobachten, wie Schwärme von Möwen und auch Flamingos, die dort im Wasser standen, zum Flug abheben: eine wunderschöne Farbkomposition aus zarten Rosatönen erhebt sich in die Lüfte! Beeindruckend – denen war der „Lärm“ wohl zu viel,…

Wir beobachteten das ganze Spektakel von einem Café aus: die Sonne scheint, die Tapas schmecken, wir schreiben noch ein paar Karten – (das ist Urlaub) – und ein Berliner Ehepaar setzt sich zu uns. Später gibt sie mir in ihrem Wohnmobil noch einige Infos zu Stellplätzen an der Küste Portugals.

Gegen halb drei ziehen wir dann mit unserem Gefährt weiter – durch den Naturschutzpark Donana mit unendlich viel Wald und einer riesigen Lagunenlandschaft.

Nach dem Park folgt recht schnell die Industrie- und Chemiestadt Huelva. Unser nächster Stopp ist das Franziskanerkloster Monasterio de la Rabida, das fast direkt an unserem Weg liegt. Während Peter lecker kocht, besuche ich kurz das Kloster, in dem Christoph Kolumbus (Cristobal Colon) viele Jahre gelebt hat.

Und dann nichts wie weiter nach Portugal – wir möchten gerne im Hellen einen Stellplatz haben!

Oh Mann – nun brauchen wir noch einen Briefkasten für unsere Postkarten, die schon mit spanischen Marken versehen sind – also fahren wir schnell von der 4-spurigen Schnellstraße in einen kleinen Ort ab und werden fündig. Gott sei Dankl!

Und dann erreichen wir über eine wunderschöne Brücke unser Urlaubsland: Portugal – nach 3500 km, 14 Tagen Reise, nach vielen beeindruckenden spanischen Sehenswürdigkeiten, gigantischen Landschaften, sogar nach einem Besuch in Afrika und England!

An einer Tankstelle besorge ich uns erst einmal eine genaue Landkarte der Algarve und wir finden dann auch schnell den von der Berlinerin beschriebenen Stellplatz, Cabeco (kurz nach der Grenze bei Monte Gordo).

Wir stellen uns nach ganz vorne und sehen von unserem Tisch und natürlich vom Alkoven sogar das Meer, das gleich hinter den Dünen liegt. Herrlich!

Das Einzige was fehlt, ist neben Strom und Wasser leider eine Entleerungsstation für die Toilette – na ja, es wird schon noch für diese Nacht reichen,….

Wir essen noch was (Käse und Oliven) und gehen recht früh schlafen –  denn die Zeit ist hier in Portugal eine andere!
Wir sind eine Stunde früher dran,…