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18.03.2016 Nazaré – San Pedro de Moel (100 km)

Zehn Stunden – in fast völliger Einsamkeit, direkt am Strand, mit gewaltigem Meeresrauschen – habe ich grad ge- oder verschlafen(?). Nun aber auf, erst mal runter aus dem Alkoven und Wasser aufsetzen, PC raus, schreiben und ein Käffchen dazu trinken – und natürlich ganz wichtig, das Meer beobachten. Peter schläft noch. Inzwischen regnet es – schade, da hat meine WetterApp doch Recht gehabt. Und für die kommenden Tage prophezeit sie auch nichts Gutes. Aber wir haben vor, mal in Ruhe zu Decathlon zu gehen: Peter braucht Turnschuhe, sein Fahrrad einen neuen Schlauch und vielleicht finden wir ja nochmals irgendwo IKEA? Und „für zuhause“ haben wir auch noch genügend Arbeit!

Bisher hatten wir ja auch wirklich unglaublich schönes Wetter,….. Ja, EIN wunderbarer Monat mit unglaublich schönen Momenten, Landschaften und Begegnungen liegt schon hinter uns. Bleibt uns, uns auf den nächsten zu freuen,……Ja, im Jetzt zu sein, das Jetzt zu genießen.

Nur gut, dass ich gestern Abend noch den Strandspaziergang gemacht habe, denn inzwischen schüttet es. Ja, das habe ich mir in letzter Zeit angewöhnt, Dinge, die ich gerne tun möchte, GLEICH zu tun und sie nach Möglichkeit nicht zu verschieben. Wie oft bin ich früher durchs Aufschieben „zu spät“ gekommen,…;-)

Wir starten ins Landesinnere, entdecken einen Wegweiser nach Fatima – und folgen ihm. Zuerst kommen wir noch in Batalha vorbei. Es soll der wohl schönste und größte Kirchenbau Portugals sein.

Kirche von außen (bzw. ein Teil, da unser Weitwinkelobjektiv nicht ausgereicht hat...)
Kirche von außen (bzw. ein Teil, da unser Weitwinkelobjektiv nicht ausgereicht hat…)
riesiges Kirchenschiff in Batalha
riesiges Kirchenschiff in Batalha

Und weiter geht es durch kleine Dörfer und eine Hügellandschaft, auf denen noch Reste vieler Windmühlen, die aus Kalkstein gemauert sind, stehen. Wir entdecken bei Fatima eine wunderschöne Tropfsteinhöhle, Gruetas da Moeda und kommen rechtzeitig, um uns auch gleich an einer Führung anschließen zu können. Wir bekommen die Informationen von einem sehr netten jungen Führer auf englisch, die Familie, die noch dabei ist, auf portugiesisch. Über mehrere Etagen geht es bis zu einer Tiefe von 45 Metern, begleitet vom Rauschen sprudelnder Bäche und leiser Musik. Wir lassen uns regelrecht von der Pracht, die das aushöhlende und wieder formende Wasser geschaffen hat einfangen und sind ganz begeistert.

In der Höhle Gruetas da Moeda lauert ein (Stein-) Krokodil
In der Höhle Gruetas da Moeda lauert ein (Stein-) Krokodil
wunderschöne Stalagtiten und Stalagniten
wunderschöne Stalagtiten und Stalagniten

Fatima ist eine größere Stadt mit unendlich vielen Hotels. Ursprünglich wurde dort mal eine kleine Kapelle gebaut, als am 13.5.1917 drei Hirtenkindern die Mutter Gottes erschienen war und darin Kranke für die Erlösung von ihren Leiden beteten.

die "Gründer" der Kirche von Fatima
die „Gründer“ der Kirche von Fatima

Jetzt steht auf einem 150000qm großen Platz die neoklassizistische Basilika und gegenüber ein riesiges Auditorium. An Selbstbedienungsständen werden meterlange Kerzen angeboten.

Vorplatz der Kirche in Fatima
Vorplatz der Kirche in Fatima

Wir fahren schnell weiter nach Leiria und finden Decathlon, um unsere Einkäufe zu machen. Und dann geht es auf einen schönen Stellplatz in San Pedro de Muel, gleich neben dem Leuchtturm. Hier probieren wir noch die „berühmten“ Grillhähnchen der neben unserem Platz liegenden kleinen Gaststätte „Pai dos Frangos“ (Vater der Hähnchen).

17.03.2016 Nazaré

Kurz vor 12:00 ziehen wir wieder los, wollen uns den Ort noch anschauen und das schöne Wetter am Strand genießen. Mit herrlichem Blick vom Sitio Berg auf die Bucht von Nazaré lassen wir uns erst mal noch Lachs und Ratatouille schmecken; dann wandere ich zum Leuchtturm vor und bin weg von unendlich breiten menschenleeren Stränden, die sich sowohl nach Norden als auch in den Süden ziehen. Wir erkunden das Städtchen, das sehr touristisch ist und laufen von der Oberstadt in die Unterstadt hinunter. Hinauf lassen wir uns dann von einer Standseilbahn bringen. Immer wieder begegnen uns Fischerfrauen, die Tracht tragen.

Hurra! Wir haben den Platz direkt am Meer gefunden, den wir schon von oben gesehen hatten und können da auch stehen – keine Verbotsschilder und der Untergrund passt auch. Der Einfachheit halber hole ich unsere alten Stühle heraus, Peter macht ein Käffchen und wir genießen das Meer und die Sonne – und gegen später laufe ich noch für über eine Stunde am Strand entlang. Was für eine Power doch hinter den hier sich riesig auftürmenden Wellen steht, was sie bewegt – der Lärm, den sie machen – und wie schön sie dann am Strand auslaufen – das alles liebe ich unendlich,…und ich kann mir nicht vorstellen, dass das irgendwann langweilig werden könnte,…..

16.03.2016 Foz do Arelho – Nazaré

Wir ziehen um die Mittagszeit gemütlich weiter; kommen aber nur zehn Kilometer voran! Da wartet bereits – für mich – das nächste Highlight!

Kurz vor San Marinho do Porto liegt Salir Do Porto: eine Traumlandschaft, die man am Besten von oben, indem man auf eine ca. 60 Meter hohe Riesendüne klettert, aus entdecken und bewundern kann. Oben sind noch herrliche Wege durch Dünen, überall blüht und duftet es; Vögel zwitschern – bei uns schien die Sonne und es war warm – und wir haben es genossen!

Weiter geht es, noch ein kurzer Zwischenstopp beim Intermarché und dann auf den Zeltplatz hinter Nazaré: er ist sehr schön angelegt und das Personal sehr freundlich. Die Duschen sind gewöhnungsbedürftig. Wir verbringen einen gemütlichen Tag hier, waschen und trocknen hier sogar unsere Bettwäsche – und grillen am Abend.