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17.02.2016 Port Vendres – Ebro Naturschutzgebiet: 420 km

Der Tag beginnt ruhig: der Sturm hat sich – Gott sei Dank – gelegt. Also, so dachte ich, könnte man ja heute die Bergstrecke von Port Vendres nach Cadaques fahren und sich den Umweg über die Autobahn sparen. Gesagt – getan!
Wir bezahlen noch unsere 6 EURO für den Stellplatz an die französischen Polizisten, die das Geld kassieren und los geht es! „Komisch“, dachten wir uns – „da steht immer noch ein Schild: Route barrée – kann nicht sein“, sage ich zu Peter, „der Sturm ist vorbei. Haben sie bestimmt nur vergessen, es wegzuräumen“.
Na ja,… Nach 25 km sind wir wieder an besagter Stelle und das gleiche wie gestern: ROUTE BARRÉE!  Ich kann es immer noch nicht glauben und gehe ins Touristenbüro: die nette Dame spricht neben französisch Gott sei Dank auch englisch und telefoniert gleich für mich: die Straße ist noch bis gegen 14:00 Uhr gesperrt, da gestern im Sturm ein LKW umgekippt ist und die Aufräumarbeiten noch andauern. Nun habe ich wohl hoffentlich meine „Lektion“ gelernt!
Wir fahren also wieder zurück (die Strecke, die wirklich wunderschön ist mit herrlichen Ausblicken, aber auch sehr kurvig) und sind nach einer weiteren Stunde dann auf der Autobahn Richtung Barcelona – und da bleiben wir erst mal, trotz Gebühren. Wir haben gestern nämlich noch zusammen die Landkarten angesehen und festgestellt, dass wir, bis Katrin am 28.2. nach Faro kommt noch einiges an Kilometern zurücklegen müssen: über 2000 Kilometer! Also wird es mit Figueres (Dali-Museum) an der Costa Brava erst mal nichts. Wir schaffen es heute bis ins Ebro-Naturschutzgebiet an der Costa Dorada.  Das Naturschutzgebiet ist ein kilometerbreites Schwemmland, das der Ebro, der wasserreichste Fluß Spaniens mit seiner Schlammfracht im Laufe der Jahrhunderte ins Meer vorgeschoben hat. Es ist von Kanälen durchzogen und viele Lagunen verschaffen ihm den Charakter einer Seenlandschaft. Dieses Gebiet ist daher ideal für den Reisanbau und gleichzeitig Heimat- und auch Durchzugsgebiet Tausender von Wasservögeln. Hier ist es einfach herrlich – viele Vögel, viele Seen, Flüsse – Einsamkeit und Ruhe pur, jedenfalls zu der jetzigen Zeit!

im Ebro-Delta
im Ebro-Delta
im Ebro-Delta
im Ebro-Delta
im Ebro-Delta
im Ebro-Delta
Sonnenuntergang im Ebro-Delta
Sonnenuntergang im Ebro-Delta

16.02.2016 Millau – Port Vendres (Grenze zu Spanien)

Es ist tatsächlich sonnig und ich laufe kurz in das kleine Örtchen, finde einen Bäcker und besorge uns Croissants und Baguette. Lecker!

Frühstücksfreuden in Millau
Frühstücksfreuden in Millau

Gut gestärkt geht es dann auf Landsträßchen mitten durch die Cevennen: hoch und runter – Einsamkeit pur, kaum ein Auto begegnet uns hier – ist auch gut bei den engen Sträßchen.

Fahrt durch die Cevennen
Fahrt durch die Cevennen

Es dauert bis wir dann endlich bei  Narbonne sind und uns da ein wahres Blütenmeer erwartet. Die Strecke nach Perpignan ist sehr schön – man sieht das Meer und die vorgelagerten Etangs; die Sonne schimmert auf dem Wasser und im Hintergrund werden die Pyrenäen immer sichtbarer. Wir wollen über die Landstraße direkt nach Cadaques in Spanien – die Strecke ist landschaftlich wunderschön mit herrlichen Blicken aufs Meer.

Abendstimmung bei der Rückfahrt nach Port Vendres
Abendstimmung bei der Rückfahrt nach Port Vendres

Aber im letzten französischen Ort vor der Grenze geht es nicht weiter: „Route barrée“.
Wir fragen einen Bauarbeiter, aber er weiß auch nicht, was da los war und vermutet, dass der Wind für große Gefährte zu stark ist, um zu fahren. Na ja, bleibt uns nichts anderes übrig als umzukehren – also 25 km zurück bis zum nächsten Stellplatz und das bei dem Sturm! Wir halten Ausschau nach anderen Plätzen, aber an manchen Plätzen weht es einfach zu heftig. Nach einer Stunde und unendlich vielen Kurven erreichen wir den Stellplatz und finden ein wunderbar geschütztes Plätzchen.

Glücklich in Port Vendres angekommen
Glücklich in Port Vendres angekommen