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20.04.2016 Vias – St. Laurent-du-Port

Wir starten um halb zwölf, nachdem wir nochmals draußen gefrühstückt haben, ich nochmals kurz in meinem Kreativ-Kurs und Peter alles im Wohnmobil abfahrbereit gemacht hat.
Es geht an der Küste mit ihren vielen Etangs vorbei bis nach Sete, dann landeinwärts nach Montpellier und durch diese sehr moderne Stadt hindurch Richtung Ales.
Es wird nun immer hügeliger und überall blüht es vor allem in den verschiedensten violett und rosa Farbtönen. Ausserdem sind überall herrlich herabhängende Glyzinen zu sehen, dazu viel Flieder und die Kastanien und Obstbäume sind auch bereits am Blühen. Wir passieren kleine nette Ortschaften und wirklich hübsch angelegte Kreisverkehre mit den unterschiedlichsten Blumen und Sträuchern, mit Steingärten etc. Dann kommt ein Kreisverkehr mit einer ausrangierten Lok, einer mit einer Weinpresse (die typisch für die Gegend hier ist), einer mit einer ausgestreckten Hand, die einen Brunnen darstellt, einer mit Boot und und und. Dem Einfallsreichtum der kleinen Städte und Dörfer sind da keine Grenzen gesetzt. Da müsste es ein Buch darüber geben,… 😉
Dann – nicht erschrecken! – geht es erst mal zu Mc Donald’s und es gibt je einen Cheeseburger und einen Hamburger. Ab und zu habe vor allem ich da mal Appetit drauf. Hinter Ales wird es dann bergiger und herrlich bewaldet. Jetzt sind wir schon so oft in Vias gewesen, aber haben diese herrliche Strecke durch das Gebiet der Ardeche immer – mangels Zeit – ausgelassen. Es geht hier nun auch deutlich langsamer vorwärts als auf unserer bisher gefahrenen Autobahnroute nach Valence, aber es ist einfach herrlich Neues und vor allem so schöne Landschaften zu entdecken. Wir finden dann ein sonniges Plätzchen und lassen uns je ein Käffchen aus der Bordküche und zwei Apfeltaschen (vom Lidl) schmecken.
Kurz nach Valence begleiten uns riesige Rapsfelder mit ihrem typischen Geruch.
Dann steuern wir gegen 19.30 Uhr den von unserer App angegebenen Stellplatz in St. Marcellin an. Leider ist es dort aber nichts, denn der Parkplatz ist bereits mit PKW gut gefüllt, so dass es für Wohnmobile keinen Platz mehr gibt. Schade, aber dafür konnten wir wenigstens noch unser WC dort entleeren. St. Marcellin selbst ist ein sehr hübsches Städtchen, direkt an der Isere gelegen, die hier sehr ruhig vor sich hin dümpelt. Das macht doch gleich zum Kajakfahren an,….
Noch zwei weitere Stellplätze für die Nacht steuern wir an, aber die sind uns eindeutig zu einsam gelegen und es ist auch kein anderes Wohnmobil da.
So fahren und fahren wir noch weiter. Erst um 21 Uhr entdecken wir heute ein Plätzchen für die Nacht und stellen uns neben ein anderes Wohnmobil in einem kleinen Ort, St. Laurent-du-Port, kurz vor Les Echelles und ca. 30 km vor Chambery. Jetzt reicht es aber auch für heute und wir essen noch leckeren Rote-Bete-Salat und Coleslaw mit Baguette.

 

19.04.2016

Heute war es nochmals ein besonders schöner, sonniger und warmer Tag – ein ganz besonderer, denn wir sahen von unserem Stellplatz sogar die schneebedeckten Pyrenäen. Herrlich sah das aus. Natürlich haben wir Fotos gemacht.

Wir konnten auch wieder draußen frühstücken, dann war ich kreativ im Atelier tätig. Bilder folgen! Macht mir jetzt richtig Spaß, dort zu sein und ich kam auf viele neue Ideen,…
Es folgte ein wohl erst mal letzter Besuch im Schwimmbad, dann lag ich noch am Strand und fuhr natürlich nochmals mit dem Kajak. Aber es war leider nicht so ruhig auf dem Meer wie gestern.
Abends gab es zum „Abschied“ von Vias noch leckeren Fisch: ich hab ihn besorgt und Peter hat ihn gebrutzelt. Ist das nicht eine tolle Arbeitsteilung?
Er war richtig lecker und wir haben ihn mit Blick auf unser geliebtes Meer sehr genossen. Keine Sorge, hier kommt auch noch ein Bild.


 

14.04.-18.04.2016 Vias

Hallo an alle,

wie ihr seht, sind wir immer noch in Vias und lassen es uns bei meist schönem Wetter gut gehen. Wir waren nochmals auf dem Markt und hinterher Austern schlürfen, sind am Strand gelaufen, waren im 25 Grad geheizten Schwimmbad hier auf dem Platz,  haben  viel gelesen, einige nette Kontakte gehabt und und und.

Ach ja, ich war noch einige Male kreativ tätig und heute sogar Kajak fahren, nachdem das Meer endlich mal „Ruhe“ gab. 😉 Es war einfach herrlich!

Morgen gibt es von all dem – bei schönstem vorhergesagtem Wetter – nochmals eine Wiederholung und am Mittwoch wollen wir dann langsam der Heimat entgegen“rollen“, schön gemütlich – wahrscheinlich in drei Etappen. Ich berichte dann wieder, denn da hab ich ja wieder mehr Zeit als hier in Vias. 😉

Lasst es euch auch gut gehen und wir bringen schönes Wetter mit – das versuchen wir wenigstens mal,……

13.04.2016 Vias

Heute morgen bin ich wieder ins Kreativ-Studio gegangen. Ist echt nett dort: die Kursleiterin lebt seit vielen Jahren in Frankreich, ist aber ursprünglich aus Deutschland. So kommt man leicht ins Gespräch,….. Und dann ist noch eine Familie dabei aus Straßburg. Die Frau spricht neben französisch auch englisch und so kommen wir immer wieder ins Gespräch.  Auch ist es schön, wieder französisch zu hören – man hört und erinnert sich an Wörter, die man irgendwann mal gelernt hatte – und die französische Sprache klingt ja eh so herrlich, so beschwingt und melodisch. Ja, neben dem Malen sind diese Begegnungen echt bereichernd. Und sind es nicht gerade auch immer wieder solche Begegnungen, die das Leben – sei es das eigene oder das der anderen – bereichern?
Danach sind Peter und ich ganz (😉) aktiv geworden und mit unseren Rädern in den 3(!) km entfernten Ort Vias gefahren. Da ist mittwochs Markt und den wollten  wir uns nicht entgehen lassen. Ich erstehe eine T-Shirtbluse und ein paar Oliven und dann setzen wir uns in „unser“ Pub (wie jedes Mal, wenn wir hier sind – und Markus macht das mit seiner Freundin auch schon) auf den Marktplatz neben den Brunnen. Das muss sein! Das ist richtig „Urlaub“! 😊
Ich hole mir vom Stand gegenüber drei Austern und lasse sie mir mit Baguette schmecken. Peter genießt einen Cappuccino und ein Schokoladenhörnchen. Die Sonne scheint, um uns herum sind viele Einheimische und wir genießen diese wohltuende und für uns schon fast heimische Atmosphäre.
Dann geht es noch zum
Einkaufen, denn unsere Vorräte sind fast aufgebraucht. Gut dass wir Satteltaschen dabei haben, so können wir alles gut verstauen und sicher nach Hause bringen.

Daheim haben wir es uns wieder gut gehen lassen und eine leckere Fischsuppe gegessen. Die schmeckt am Besten mit Blick aufs Meer und Meeresrauschen. Lecker!

Ich bin dann mal noch schnell zum Bäcker hier auf dem Campingplatz und hab für uns noch Eclairs geholt, während Peter schon mal das Wasser für den Kaffee aufgesetzt hat. Dann konnten wir unsere Markise vom Wohnmobil ausprobieren – nein, zu heiß wurde es uns  noch nicht –  es gab nur eine kurze Husche. Aber die Sonne kommt schon wieder zum Vorschein und das Meer vor uns strahlt in den schönsten Blautönen.  Da werde ich doch gleich versuchen,  diese Stimmung mit meinen Pastell-Farben fest zu halten.  Bis später,…..

Das Malen hat Spaß gemacht und mit dem Ergebnis bin ich auch zufrieden. Ein einstündiger Strandspaziergang folgte und wir konnten sogar zum Abendessen heute noch draußen  sitzen. So angenehm warm war es heute,…. Und morgen soll es noch besser werden,…. 👏👏👏👏👏

 

12.04.2016 Vias

Wir sind immer noch in Vias und genießen die Ruhe hier. Das Wetter war heute recht schön und so genossen wir die Sonne, sowohl am Pool als auch am Strand.

Natürlich war ich auch nochmals beim Malen, heute mit Aquarell-Farben. Na ja,….. Spaß macht es ja, nur das Ergebnis sieht noch nicht so aus, wie ich mir das wünschte. Ich würde gerne die Stimmung am Meer einfangen, mit Sand, Dünen und natürlich einem Leuchtturm und Möwen.

 

09.04.2016 Roses – Vias (250 km)

Es geht weiter – durch die bergige Halbinsel hindurch in ein sehr bekanntes Dörfchen am Ende dieser Halbinsel: nach Cadaques. Das soll besonders schön sein. Und das stimmt! Ein Bilderbuch-Dorf in einer Meeresbucht mit weißen Häusern, einer kleinen Kirche mitten auf einer Anhöhe, einem kleinen Hafen, vielen Lokalen, einem kleinen Markt – echt hübsch. Wir parken außerhalb (kostenfrei) in Portlligat, dem Fischerdörfchen, in dem Salvadore Dali lebte. Sein Haus kann besichtigt werden und natürlich wollte ich auch gleich Eintrittskarten kaufen. Leichter gesagt als getan! Für den heutigen Tag waren alle Führungen bereits ausverkauft und -so sagte man mir – ich könne bzw. sollte es nochmals in 20 Minuten versuchen, ob noch eine Karte zu haben sei. Ich schöpfte Hoffnung und wir warteten. Aber auch 20 Minuten später wurde ich wieder vertröstet.
So starten wir dann erst mal in den Ort Cadaques, der nur zehn Minuten zu Fuß entfernt ist und genießen die Atmosphäre in dem Ort – natürlich am Wasser und heute mal mit unserem mitgebrachten Vesper. Herrlich! Auf dem
Rückweg versuchen wir bei Herrn Dali nochmals unser Glück, aber wieder heißt es, wir sollten warten.
Das ist aber nicht so unser Ding 😉, und so kaufe ich mir statt des stattlichen Eintrittsgelds ins Museum lieber ein Buch, in dem Dalis Kunstwerke sogar noch erklärt sind. Ich erinnere mich dabei noch an die 12. und 13. Klasse im Gymnasium, Grundkurs „Kunst“. Manche seiner Bilder kommen mir schon noch etwas bekannt vor,……

Wir finden dann noch ein wunderschönes Plätzchen zum
Kaffeetrinken, natürlich wieder am Wasser und in der Sonne: Peter macht kurz im
Wohnmobil Kaffee und dazu gibt es ein paar Nusskekse, die wir uns in der Bäckerei in Cadaques noch besorgt hatten.
Dann geht es gemütlich weiter, auf relativ enger Straße hoch und runter (gut, dass jetzt außer vielen Motorrad-Fahrern noch nicht soviel Verkehr ist), durch einige kleine Örtchen hindurch, oft mit einem Blick auf die immer noch verschneiten Pyrenäen und schwupp-di-wupp sind wir an der Grenze – Frankreich hat uns wieder! Und damit vor allem DIE Strecke, die wir vor knapp zwei Monaten wegen eines LKW-Unfalls nicht fahren konnten (siehe unser Bericht Tag 3 und 4: 16. und 17.2.) Dieses Mal klappt alles bestens – ist ja nun auch bereits der 3. Anlauf! 😉
Wer Eisenbahn-Fan ist, dem sei noch der spanische Ort Portbou kurz vor der Grenze ans Herz gelegt: hier gibt es eine gewaltige Bahnanlage (Foto folgt auch). Seit 1929 existiert sie, weil wegen der größeren spanischen Spurbreite fast alle Züge gewechselt werden müssen.
Es war dann gegen 16.30 Uhr, als wir bei Perpignan waren (immer noch, wie bereits Mitte Februar waren die Berge der Pyrenäen schneebedeckt) und sahen, dass es auch bis Narbonne und Beziers nicht mehr weit war, so dass wir uns beide – fast gleichzeitig – dafür entschieden, heute gleich noch nach Vias zu fahren. Wer es noch nicht weiß, auf dem Zeltplatz in Vias ( bei Beziers) verbrachten wir viele, viele Sommer mit unseren damals noch kleineren Kindern im Wohnwagen. Das ist wie ein Stückchen Heimat dort, für uns alle. Sogar noch für unsere nun schon erwachsenen Kinder.
Kurz nach 19.00 waren wir dann da – der Campingplatz hatte heute den 1.Tag offen – und fanden auch sofort einen wunderschönen Platz direkt am Meer.
Das musste  gefeiert werden und Peter löste gleich seine verlorene Wette ein und lud mich zum Essen (Pizza) ein. Lecker war es, ein wunderschöner Abend bzw. Tag! 😊