01.04.2016 Fisterra

Es ist so wunderschön hier, dass wir noch einen weiteren Tag und eine weitere Nacht hier auf dem Stellplatz bleiben werden. Der Stellplatz kostet fünf Euro, ist aber so schön mit Entsorgung und Wasser hergerichtet, hat einen tollen Blick aufs Meer, dass wir dem freundlichen Besitzer diesen Betrag gerne zahlen. Und wir haben herrliches Wetter.
In einer kleinen, sogar deutschen Bäckerei habe ich frisches Brot, Baguette und Croissants geholt. Es ist kurz nach neun hier und noch wenig los im Städtchen. Kein Wunder, die Sonne geht auch erst viertel neun auf. Nur ein paar Pilger sind mir schon begegnet.
Heute geht es dann mal wieder mit den Rädern los. Erst ein Stück auf dem Pilgerweg auf einem schön angelegten Weg hinter den Dünen und durch den Wald entlang bis ins nächste Dorf und dort dann nordwärts. Hoch und runter geht es auf kleinen Landstraßen, auf denen uns kaum ein Auto begegnet bis nach Santo Estevo de Lires. Wieder mal sind wir froh, Ebikes zu haben und die Berge leichter hoch zu kommen.
In dem kleinen Ort gibt es ein nettes Lokal, viele Pilger sind schon da oder kommen gerade vorbei. Die Bedienung hat in der Schweiz gelernt und spricht somit deutsch. Wir genießen das schöne Wetter und können hier sogar unsere Räder wieder aufladen. Die Ladegeräte hatten wir vorsorglich schon mitgenommen.
Die Rückfahrt wird dann abenteuerlich, denn viele der Wege, die wir fahren müssen, stehen unter Wasser und da hilft nur eins: ohne Anhalten durch. Peter macht mir Mut – und es klappt!
Dann kommen wir noch an einem weiteren wunderschönen Strand vorbei – man hört das Meer und zusätzlich einen kleinen Bach rauschen, der hier ins Meer fließt. Der ideale Platz für ein kleines Feuerchen, das Peter entzündet und in dem wir meine gute alte (kaputte) Wanderhose – nach altem Brauch hier in Fisterra – verbrennen.
Danach geht es noch an unser Lieblingsplätzchen hier: an einen wunderschönen Sandstrand mit Dünen. Die Holztische und Bänke nutzen wir zu unserem Abendessen inclusive „Meer-gucken“, bevor uns dann die Kälte wieder „heimbringt“. Nach dem Verstauen der Räder genieße ich noch eine halbe Stunde an dem Strand, der bei unserem Wohnmobil liegt. Einfach traumhaft!

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