Mittwoch, 14. September

Wir haben auf dem großen Parkplatz recht gut geschlafen, werden aber beizeiten von kreischenden Möwen geweckt. Herrlichstes Wetter erwartet uns, Sonne pur! Da steht man doch gerne auf. Nach dem Frühstück ziehen wir dann auch los und nutzen die Eisenbahn- und Fußgängerbrücke, um in ca. 15 Minuten zur anderen Seite des Flusses zu gelangen. Mit dem Auto mussten wir über eine halbe Stunde um den ganzen Fluss fahren: erst in das Städtchen Dolgellau, um dann nach Barmouth zu gelangen. Die Ebbe kommt jetzt so langsam und überall in dem breiten Fluss werden Sandbänke sichtbar. Dahinter erheben sich die für Wales (oder für mich?) typischen Berge. Wir gehen zurück, schauen das Städtchen an, setzen uns beim Marktplatz an einen kleinen Café Kiosk, der uns an Lissabon erinnert und lassen uns typische Wales Cakes (mit Butter) und natürlich black tea schmecken. Auch ich verzichte nun immer mehr auf meinen „geliebten“ Kaffee. Danach sind wir noch am Strand und haben einen weiten Weg (bestimmt 1,5 km) zum Meer zurückzulegen, bis wir endlich ganz vorne bei den Wellen sind – es ist ja schließlich auch Ebbe.


Wir entscheiden uns auf die Lleyn Peninsula (Halbinsel) weiterzufahren, die sehr schön sein soll. Schon die Fahrt dahin ist wunderschön, überall sind Dünen zu sehen und durch die Ebbe ausgetrocknete Flüsse. Alles ist grün, Schafe über Schafe, Berge, enge Sträßlein, wenig Verkehr und immer wieder herrliche Ausblicke aufs Wasser, bei bestem Wetter.
Wir suchen eine schöne Stelle zum Übernachten, werden aber erst nach dem Abendessen ganz hinten, wirklich am äußersten Ende der Halbinsel fündig – dafür stehen wir hier in absoluter Einsamkeit, nur umgeben von Heidekraut und Schafen, mit einem herrlichen Blick von ca. 150 m Höhe aufs Meer. Gegessen haben wir am Hafen von Aberdaron, Peter hat Lachs gebraten, dazu Kartoffeln und Salat gemacht – und ich? Ich hab mir das Städtchen angeschaut, dafür dann aber begeistert mitgegessen – und: aufgewaschen!

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