Mittwoch, 10. Oktober 2018

Diese Nacht hatten wir es angenehm warm: 12 – 13 Grad! Da müssen wir ja bald wieder unsere Sommersachen herausholen, wenn das mit der Temperatur so weitergeht! 😉😉😉😂😂😂

Und es war wieder total ruhig, wenn man mal von dem Geräusch der Ostsee – Wellen absieht. 😂😂😂

Wir durften auf dem Platz auch den Strom hier benutzen und uns Wasser nehmen. So heißt der Platz: 

Es hat eben auch Vorteile, spät im Jahr zu verreisen. Im Sommer – also im Juli und August – soll hier sehr viel los sein. Wir genossen den Zeltplatz für uns allein. 😊☺️☺️☺️

Erst viertel neun meldete sich Lucy wieder, nachdem sie um sechs schon mal kurz mit  Peter draußen war. Mich weckte ein Vogelschwarm oder Gänseschwarm, der laut quakend über uns hinweg zog. Für mich sind das tolle Laute. 😊😊😊

Es wird hier jetzt erst um acht hell. 

Nach dem Frühstück probierten wir die Dusche aus und – Hurra! Sie funktionierte. Etwas gewöhnungsbedürftig, einige Spinnen und Insekten waren auch schon da, aber es tat gut, wieder sauber zu sein. 👍😉

Wir liefen in der Sonne – bei angenehmen 15 Grad – am Strand entlang. Lucy tobte und spielte, rann ins Wasser und hatte so eine Freude dabei. Schon toll, das beobachten und miterleben zu dürfen! 👍😊

Auch den ewig langen Strand hatten wir für uns! 

Lucy wurde noch abgeduscht und zum Trocknen lag sie (oder stand sie) mit mir auf der Terrasse des Platzes:

Wir machten uns dann noch eine Soljanka warm und aßen sie gemütlich draußen (bei inzwischen 16 Grad) auf der Bank. Peter genießt! 😊

Erst kurz nach ein Uhr brachen wir auf – schweren Herzens, aber wir wollten die Gastfreundschaft des netten Campingplatz-Betreibers auch nicht überstrapazieren.

Eine neue Straße führte uns bis zur Grenze nach Litauen (30 km) und kurz nach der Grenze und vor Klaipeda ging es dann vierspurig weiter. Natürlich auf bestem Boden! 😊👍

Heute mussten wir mal wieder einkaufen – und Peter fand einen Lidl. 👍😊 🙈🙈🙈 Mir sind kleine Läden viel lieber: da geht es schneller und es ist für mich viel persönlicher. Lidl gab es in Estland und Lettland nicht. Aber Peter brachte gleich noch warme leckere Teigtaschen mit. 

Klaipeda erschlug uns erst mal: nach einigen Tagen in der absoluten Einöde nun eine Stadt mit knapp 200000 Einwohnern. Verkehr über Verkehr, überall Kreisverkehr. Oh je! 😳😳😳

Aber es ist hier alles neuer und es ist viel mehr Leben als im übrigen Baltikum – jedenfalls bis jetzt. „Große“ Autos (der großen Marken) werden übrigens im ganzen Baltikum viel gefahren. 

Früher hieß Klaipeda übrigens (Hansestadt) Memel und gehörte zu Ostpreußen. Hier fließen also deutsche und litauische Geschichte ineinander. Nach dem Krieg erhielt die Stadt übrigens ihren frühmittelalterlichen litauischen Siedlungsnamen zurück. 

Die Stadt selber soll sehr hübsch sein und es soll der Charme vieler alter Fachwerkhäuser und Speicher zu spüren sein.

Doch dafür haben wir heute nicht die Ruhe, uns zieht es zur Kurischen Nehrung: zu einer der einzigartigsten und schönsten  Küstenlandschaften Europas. 

Da ich noch auf Peter warte, gibt es noch ein paar Worte zu Litauen: 

Es ist 65000qkm groß (vergleichbar mit der Größe von Bayern) und 2,8 Millionen Einwohner (bei 12,44 Millionen Einwohnern). Hier ist man religiös, 77% Katholiken. Gelebte Religiosität ist hier selbstverständlicher Teil der Alltagskultur. Auch die Naturverehrung ist stark, der Wald ist Litauens großer Mythos. 

Die Litauer seien so etwas wie die Italiener des Baltikums. Sie seien emotionaler als die Letten und die Esten. 

Landschaftlich bietet Litauen eine große Vielfalt: eine Seenplatte im Nordosten, viele Heilquellen, mehr als 750 (!!!) Flüsse, ein Drittel Wald und 99 km Küste. 

Die Haupt- und Barockstadt Vilnius bekam 2009 den Titel „Kulturhauptstadt Europas“. Litauen verbindet Ost und West. 

Und jetzt – nach der kurzen zehnminütigen Überfahrt stehen wir auf der Nehrung in Ostpreußen! 😊👍 

Eine schöne Fahrt durch unendlich viel Wald folgt:

Und hübsche Häuser gibt es hier:

Wie oft hat man in der Schule von Ostpreußen  gehört,…. ☺️ und nun sind wir mal hier. Ich finde es großartig und freue mich riesig! 👍👍👍

Haben ein nettes Plätzchen in den Dünen gefunden und machen uns noch einen gemütlichen Abend. 

Und zum Schluss noch die Übersichtskarte für euch: links unten sind wir auf der schmalen Insel, der Nehrung: in orange habe ich die Route eingezeichnet, die wir gefahren sind. 😊

 

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